Die Schweiz kompakt im rauschenden Bogen der Aare

Hauptstädte sind etwas Seltsames. Sie neigen dazu, zur Essenz ihres Landes zu werden. Geschichte verdichtet sich, auch weil sich repräsentative Bauten und Museen ballen. Und manchmal wirken gerade die Hauptstädte wie herausgeputzte Denkmale der Sicht aufs eigene Gewordensein: Bern zum Beispiel, das Hauptstädtchen der Schweiz.

Malerisch nennt es Stephanie von Sesenheim, die auch für die Schweizer Hautstadt zwei Touren zusammengestellt hat, auf denen man die Stadt erkunden kann – einmal vom Hauptbahnhof zur Bürgerbibliothek, das ist sozusagen die äußere Annäherung mit allen möglichen Bauten der Öffentlichkeit, und dann wieder zurück auf die historische Halbinsel im scharfen Bogen der Aare, wo es dann durch die Gassen der Altstadt geht. Wirklich Gassen. Denn dieses alte Bern kennt keine Prachtstraßen und Alleen. Hier hat sich das 16. Jahrhundert wie ein Schatzkästchen erhalten, in der Struktur sogar das von den Zähringen gegründete mittelalterliche Bern.

Und hier ist man eigentlich in der alten Seele der Schweizer, ihrer Unabhängigkeit und ihrem widerständigen Freiheitsdrang. Denn früh schon schaffte es Bern, sich seine Unabhängigkeit als Freie Reichstadt zu erkämpfen. Eigentlich genau zu der Zeit, als es auch die Leipziger versuchten. Aber die Leipziger hatten nicht so eine schöne gut zu verteidigende Lage. Deswegen wurde nichts draus. Anders als in der Schweiz, als sich nicht nur Städte wie Bern zu echten kleinen Machtzentren mauserten und man mit Schweizer Tapferkeit gegen die großen Herren der Zeit kämpfte – gegen die Burgunder zum Beispiel. Und das mit Erfolg. Und aus dieser Rauflust entstanden dann all die Bünde, Schwüre und Eidgenossenschaften. Schiller sollen wir mal wieder lesen, empfiehlt die Autorin. Recht hat sie. Von den Schweizern kann man lernen, wie das ist, „ein einig Volk von Brüdern“ zu sein und den Herren der Welt die Unabhängigkeit abzutrotzen. Und ab Napoleon auch noch die bewaffnete Neutralität.

So ist der erste Teil dieses Stadtführers natürlich ein Gang zu all den offiziellen Bauten der modernen Schweiz, in denen heute Politik, Kunst, Wissenschaft und Kultur getrieben werden: Bundeshaus und Parlamentsgebäude, Alpines, Naturhistorisches und Schützenmuseum. Wo wenn nicht hier wird man ein Schützenmuseum erwarten? Man soll auch schießen dürfen mit Tells gut erhaltener Armbrust. Auf Äpfel und dergleichen. Aber nebenbei lernt man auch: Bern ist auch die Hauptstadt des internationalen Postwesens. Brunnen erinnern an die ruhmreiche Zeit von Briefmarke, Brief und Päckchen – oder an die gloriosen Zeiten der Telegrafie. Deswegen gibt es auch ein Museum der Kommunikation.

Aber Schiller war trotzdem nicht hier. Goethe natürlich. Wer denn sonst? Aber nur auf Durchreise. Die eigentlichen Schriftsteller, die man mit Bern verbinden  darf, sind Robert Walser, Jeremias Gotthelf, Albrecht von Haller und Friedrich Dürrenmatt. Durchreisend wurde Walter Benjamin registriert, Albert Einstein sowieso. Hier hat er im Patentamt gearbeitet und dabei so viel Zeit gehabt, dass er das Ding mit der Relativitätstheorie ausbaldowern konnte. So ein Städtchen bringt einen auf Gedanken.

Was auch gewollt ist. Manchmal lernen auch Lokalpolitiker fix. So wie nach dem amtlich angeordneten Bildersturm in der Reformation, wo sie allen Zierrat aus den Kirchen herausschleppten, verbrannten und entsorgten. Und dann hat augenscheinlich doch einer gemerkt, dass Menschen Bilder brauchen. Erst recht, wenn sie nicht lesen konnten. Deswegen waren Kirchen früher ja vor allem große bunte Bibelerzählungen. Wer mit lateinischen Sermon am Altar nichts anfangen konnte, konnte immerhin die ganzen Bildergeschichten von Jesus, Moses und der Heiligen Familie lesen. Dafür brauchte es Ersatz. Und so beauftragte der kluge Magistrat einen Bildhauer, elf Brunnenfiguren zu schaffen, die von der neuen Schweizer Zeit erzählten. Die elf Brunnen begleiten den Wanderer auf dem Weg durch die Stadt. Sie sind so typisch für Bern wie die Laubengänge. Und das Fehlen eines eigenen Marktplatzes. Dadurch, dass Bern keine Kriegszerstörungen erlitt, haben sich hier noch ganz alte Stadtstrukturen erhalten. Auch wenn manches umgebaut wurde und sich einpassen musste. Was man natürlich erst entdeckt, wenn man etwa auf Kirchtürme klettert.

Ein sehr beliebter Sport.

Von oben hat man meistens eine wunderbare Aussicht. Etwa von der Plattform des Münsters, das genauso ein Jahrhundertbauwerk war wie der Kölner Dom. Auch hier haben sich im 19. Jahrhundert die Ratsherren mal schweren Herzens hingesetzt und festgestellt: Wir sollten das Ding eigentlich mal langsam fertig bauen. Sie haben es fertig gebaut. So dass man auch frisch hinaufsteigen kann auf den Turm, wenn der Kopf vom vielen Vertiefen ganz schwer ist. Denn die oben aufgezählten Museen sind ja sozusagen nur die großen Kisten. Es gibt auch ein paar kleine wundersame, in denen man seine Neugier aufs Spezielle befriedigen kann – das Heilsarmeemuseum, das Zentrum Paul Klee oder – drüben auf der Enge-Halbinsel – der vier Kilometer lange Archäologiepfad, auf dem man das ganz, ganz alte Bern finden kann, das „Vicus Brenodurum“. Denn Bern hat halt nichts mit Bären zu tun (genauso wenig wie Leipzig mit der Linde), sondern eher was mit den alten Kelten, nach denen die Römer hier ihre Siedlung benannten. Aber trotzdem tummeln sich die Bären – en miniature auf all den Brunnen und in leibhaftig im Bären Park Bern, dem weitläufigeren Nachfolger des einstigen Bärengrabens.

In der Summe also ein Städtchen für Leute, die in die Welt fahren, um mal richtig viel zu lernen und zu beschnarchen. Und die auch mal Albert Einstein selbst besuchen wollen, zumindest das Haus und die Räume, in denen er mit Mileva, Lieserl und Hans Albert wohnte und zwischen Windeln und Breichenkochen ein paar hübsche Formeln aufs Einpackpapier schrieb. Mileva: „Kann ich das Papier jetzt in den Altstoff tun?“ – Albert: „Ich weiß nicht recht. Ich glaub, mir ist da was ganz Hübsches eingefallen.“ – Mileva: „Du immer mit deiner Weltformel.“ – Albert: „Aber irgendwie scheint’s zu stimmen. Ich hab bloß noch nicht den richtigen Namen dafür.“ Ja, für solche Momentchen kann man auch mal nach Bern reisen und hat hier das Wesentliche zu Schweizer Stolz kompakt zu Erlaufen.

Stephanie von Sesenheim Bern. Ein Stadtführer, Lehmstedt Verlag, Leipzig 2016, 8,95 Euro.

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