Kirchenbau als Ergebnis öffentlicher Aushandlung: Ein Leipziger Akademieprojekt

Wie hielt die Kirche mit dem rasanten Städtewachstum zwischen 1880 und 1930 Schritt? Wie wurde der Raum für welche Kirche bestimmt in einer Zeit von Industrialisierung und Rationalität, von bürgerlicher Emanzipation und aufstrebender Arbeiterbewegung? Das erforscht seit einem Jahr ein Team um die Leipziger Kunsthistorikerin Michaela Marek.
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An Leipzigs Martin-Luther-Ring soll bis 2014 ein katholisches Gotteshaus entstehen. Das gibt schon mal einen Briefkopf, der im Vorfeld des großen Reformationsjubiläums 2017 zum Schmunzeln anregen wird.

Aber auch darüber hinaus muss sich ein Projekt wie die neue Trinitatiskirche innergemeindlichen, innerkirchlichen und öffentlichen Aushandlungsprozessen und Diskussionen stellen. Es geht um Städtebau und Architektur, theologisches und kirchliches Selbstverständnis und den Platz, den Kirche in der Gesellschaft hat. Doch das galt schon vor über einhundert Jahren, und das erforschen Leipziger Kunsthistoriker gerade.

Spätestens mit dem letzten Fünftel des 19. Jahrhunderts beginne eine „Epoche, in der es nicht mehr reichte, dass der Patronatsherr sagte, dass möchte ich so“. So beschreibt die Leipziger Kunsthistorikerin Professor Michaela Marek die „Pointe“ des Forschungsprojekts „Sakralbauten in der Moderne. Gemeindlicher Kirchenbau in der Zeit beschleunigter Urbanisierung als ‚eigensinniger‘ Prozess (ca. 1880-1930)“.Das Projekt läuft seit einem Jahr. Es wird vom sächsischen Wissenschaftsministerium gefördert und von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften begleitet. Ende Mai präsentierten die Kunsthistoriker von der Universität Leipzig auf einem Akademiekolloquium erste Zwischenergebnisse.

Wie die Langfassung des Projektnamens andeutet, geht es in diesem Projekt ausschließlich um die Kirchenbauten jener Zeit. Insofern bleibt der Raum für ein Folgeprojekt über die spannende Gesellschaftsgeschichte der Synogalbauten jener Epoche.

In der Zeit der Hochindustrialisierung kam es nach Marek zu einer Ausdifferenzierung von Gesellschaft und Öffentlichkeit. Dadurch nahm die Komplexität von Aushandlungsprozessen zu. Auch beim Bau von Kirchen an einem Ort rasanten und grundlegenden sozialen Wandels. Die Kirche suchte in dieser Welt des Wandels ihren Platz, und das in mehrfacher Hinsicht. Um nur einen Aspekt zu nennen: Zu den allseits bestaunten Kathedralen des Industriezeitalters wurden nahezu ausschließlich Profanbauten.

In dem Untersuchungszeitraum platzte Leipzig endgültig aus den Nähten der alten Handelsstadt. Im Jahr 1870 stieg Leipzig mit 100.000 Einwohnern in die Riege der Großstädte auf. Stand Dezember 1880 ermittelten die amtlichen Volkszähler 149.000 Einwohner. Ende 1930 erreichte die Einwohnerentwicklung mit 718.000 ihren historischen Höchststand, den eine offizielle Volkszählung in Leipzig je ergab.Rund um das alte Leipzig entstanden aus alten Dorfkernen und auf grüner Wiese großstädtisch verdichtete Gründerzeitviertel: für Bürger ebenso, wie für die vielen unterbürgerlichen Proletarier. Über alle diese Stadtteile in allen vier Himmelsrichtungen ragen Kirchtürme, die zu Zeiten des Kaiserreichs und der Weimarer Republik gebaut wurden. Um einige – evangelisch-lutherische – zu nennen: die Versöhnungskirche in Gohlis (geweiht 1932), die Lukaskirche in Volkmarsdorf (geweiht 1893), die Paul-Gerhard-Kirche in Connewitz (geweiht 1900), die Heilandskirche in Plagwitz (geweiht 1988) und die Nathanaelkirche in Lindenau (errichtet zwischen 1881 und 1884).

Kirchenbau war insoweit auch Ordnungs- und Machtpolitik. Denn die Kirchenbindungen des aufgeklärten Bürgertums ließen nach, wovon das Team um Michaela Marek gleich mehrfach zu berichten weiß. Und die starke Kirchenferne der Arbeiterschaft gerade in protestantisch dominierten Regionen wie in Sachsen gilt in der Forschung schon seit langem als eine der Entstehungsvoraussetzungen für eine sozialdemokratische Arbeiterbewegung, deren parteiamtliche Ideologie dezidiert materialistisch war. Auch hierfür bildet Leipzig so etwas wie ein Paradebeispiel.

Ein Weiteres kommt noch hinzu. Die massive Zuwanderung in die aufstrebenden Industriestädte weichte die lange starren Konfessionsgrenzen in Deutschland auf.

Ein prägnantes Beispiel für einen unübersehbaren katholischen Kirchenbau im protestantisch dominierten Leipzig ist die Liebfrauenkirche in Lindenau, nahe am Plagwitzer Bahnhof. Sie wurde 1908 geweiht. Die Aushandlungsprozesse im Vorfeld von Gemeindegründung und Kirchenbau wird die Leipziger Kunsthistorikerin Fanny Stoye im weiteren Verlauf des Projekts ebenso en detail untersuchen wie die Vorgänge, die den Bau der Evangelisch-Lutherischen Taborkirche begleiteten. Das Gotteshaus in Kleinzschocher wurde 1904 geweiht.

„Das Kräftespiel der Akteure ist bislang unterbelichtet“, sagt Stoye. Eine Konzentration auf die Architekten und die amtskirchlichen Autoritäten greift aus ihrer Sicht zu kurz. Da sind die Kirchvorstände als Bauherrn und die örtlichen Baubehörden zu berücksichtigen – und das öffentliche Meinungsbild.Stoye vergleicht die Akteure und deren Interessen beim Kirchenbau im Rheinland mit denen in Leipzig und Dresden. Dass sich beispielsweise die reiche Kölner Kaufmannschaft beim Bau der Pfarrkirche St. Paul in der dortigen Neustadt nicht den architektonischen und theologischen Vorgaben des Erzbistums beugen wollte, hat Stoye schon herausgearbeitet. Tradierter Kirchenaufbau mit hierarchischer Abtrennung von Klerus und Laien, oder ein zentraler Versammlungsraum, der eher für bürgerliche Emanzipation und bürgerliche Egalität steht, – das war nur eine der Streitfragen.

Da darf man gespannt sein, welche Glaubens-, Zeit- und Machtfragen man in Leipzig in jener Zeit unter dem Deckmantel architektonischen Geschmacks im öffentlichen Raum damals ausfocht.

Mit einer weiteren Instanz, die sich in den Auseinandersetzungen um den Bau christlicher Sakralbauten in Stellung brachte, beschäftigt sich Dr. Uta Karstein. Sie geht dem Einfluss der christlichen Kunstvereine nach. Für Sachsen sind auf evangelischer Seite der „Verein für christliche Kunst in Sachsen“ (gegründet 1859) und auf katholischer Seite die „Tagung für christliche Kunst“ (gegründet 1920) von Belang.

Die Kunstvereine reklamierten den Expertenstatus für sich und wurden so zum gefragten Beteiligten an den Bauvorhaben. Dass bereits damals bei Streitfragen im Zweifel jede Seite Expertenmeinungen beizubringen wusste, ruft die mitunter ausgeblendete Frage in Erinnerung, ob denn Experten sich nicht ebenso dem Diskurs der Expertenmeinungen zu stellen haben. Und die Vereine machten Öffentlichkeitsarbeit, natürlich auch in eigener Sache. Etwa, wenn es um die Förderung christlicher Künstler auf dem modernen Kunstmarkt ging, wie Karstein berichtet.

Natürlich verstanden die christlichen Kunstvereine ihre Arbeit auch als Reaktion auf die zunehmende Entkirchlichung der Gesellschaft. Für die evangelische Seite kann Karstein dabei Stimmen belegen, die sich gegen die „Blutleere“ des Protestantismus wenden. Da ist er also wieder: der evangelische Phantomschmerz, der so manchen nach dem reformatorischen Bruch mit der katholischen Liturgie und Bildbedürftigkeit bis heute nicht loslassen will.

Diese Kontroverse findet konfessionsübergreifend in der Zwischenkriegszeit insoweit ihre Fortsetzung, als es um die Frage geht, wie gotisch denn eine Kirche auch im 20. Jahrhundert aussehen muss. Dieser Fragestellung widmet sich Philipp Rinn.

Ihm geht es um die Ambivalenzen in der Anpassung an die Moderne. Also um Fragen wie die, wie sichtbar die zeitgenössischen Baumaterialien Stahl und Beton einen Kirchenbau prägen dürfen. Hier haben nach seiner Einschätzung in den zeitgenössischen deutschlandweiten Debatten die Leipziger Beispiele wie die schon genannte Versöhnungskirche oder die Bethanienkirche in Schleußig (geweiht am 23. Januar 1933) keine prominente Rolle gespielt.

www.saw-leipzig.de


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