Medien machen in Fakenews-Zeiten, Teil 35

Medienwissenschaftler der HTWK Leipzig träumen noch ein bisschen von Bürgerreportern im Lokaljournalismus

Für alle LeserEs könnte so schön sein. Mindestens 20 Jahre alt sind die Träume vom Bürgerjournalisten, der den professionellen Redaktionen hilft, das richtige Leben vor Ort abzubilden. Begonnen hat ihn einst die BILD und andere – und es wieder gelassen. Mit mehreren Projekten zu dem Thema hat sich nun auch die HTWK Leipzig beschäftigt. Hätte ja klappen können. Aber wie zieht man Bilanz für einen Versuch, der nur mit lauter Hoffnung endet?

„Die Zukunft des professionellen Journalismus könnte im klugen Einbinden von Bürgerjournalisten und partizipativen Formaten liegen“, formuliert die Medienprofessorin Gabriele Hooffacker die Ergebnisse ihrer Forschung zur Zukunft des Lokaljournalismus an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig). Gemeinsam mit ihrem Kollegen Prof. Uwe Kulisch und Masterstudierenden hat sie über mehrere Jahre hinweg die Zusammenarbeit von lokalen Fernsehredaktionen und Bürgerreportern untersucht.

Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift „Journalistik“ online veröffentlicht. Aus der Sicht der Hochschulstudios sieht alles relativ einfach aus. Denn „wenn das Publikum aktiv Inhalte beisteuert, ist die Zuschauerbindung höher. Gleichzeitig bindet es die Bürgerinnen und Bürger stärker ins lokalpolitische Geschehen ein“, versucht Uwe Kulisch den Ansatz zu erklären. In mehreren Lehrforschungsprojekten hatten Studierende neue journalistische Formate für den partizipativen TV-Journalismus entwickelt. Die Bandbreite reichte vom Zuliefern von Rohmaterial, das noch geschnitten und bearbeitet werden muss, bis zur Produktion ganzer Fernsehbeiträge mit eigenem Sendeplatz.

Wobei zwischendurch zu bemerken ist: Die HTWK bildet die technische Seite des Medienmachens aus, nicht die inhaltliche.

Wer sich erinnert: Das Haupttestfeld von solcher Art journalistischer Arbeit war seit 2008 der Sender „info tv“. Den gibt es seit 2016 nicht mehr. Damals wurde er komplett vom Platzhirsch „Leipzig Fernsehen“ übernommen, die Marke verschwand und damit auch die durchaus frischen und jungen Sendeformate.

Formate, die beim Publikum gut ankommen könnten. Sie haben nur ein Problem: Sie lassen sich nicht verkaufen. Schon gar nicht in einer Umgebung, in der Lokalsender massiv darauf angewiesen sind, bei regionalen Werbekunden Geld einzusammeln. Regionalsender bekommen in Sachsen zwar Unterstützung durch die Landesmedienanstalt. Aber damit sind in der Regel nur Leitungen und Ausstattung finanziert.

Die Leute, die dann das Programm produzieren sollen, müssen in der Regel extra finanziert werden. Was leichter ist, wenn gerade angehende Medienfachleute hier ihr Handwerkszeug lernen und quasi kostenlos mit- und zuarbeiten. Da sie es aber neben dem Studium tun, fehlt meist die Zeit für aufwendige Recherchen und anspruchsvollere Formate.

Die Zeit der breiten Lokalsenderlandschaft ist längst vorbei

Die Sender sind von Anfang an in der Klemme. Und waren es auch in Sachsen immer. Auch „Leipzig Fernsehen“ hat schon mehrere Rumpelstrecken hinter sich und deshalb schon seit einigen Jahren massiv auf Werbeformate gesetzt – was am Ende nicht verhinderte, dass der Lokalsender seine Eigenständigkeit verlor und schon 2015 mit dem Hause LVZ verschmolz. Man zog auch gleich mit ein ins Haus am Peterssteinweg.

Womit der HTWK im Grunde der Partnersender für journalistische TV-Projekte abhanden kam. Logisch, dass damit auch entsprechende Forschungsprojekte ein Ende fanden. Auch wenn die Zuversicht blieb, es könnte doch funktionierende Schnittstellen zwischen (professionellen) Redaktionen und Bürgerreportern geben.

„Das Smartphone mit seinen vielen Möglichkeiten unterstützt die Produktion von Video-Beiträgen“, meint Gabriele Hooffacker. „Vor allem aber werden Themen und Formate entwickelt, die den klassischen Journalismus ergänzen, nicht ihn ersetzen sollen.“

Aber die HTWK formuliert selbst, dass dafür im Grunde die wirtschaftliche Basis fehlt: „Doch die Bedürfnisse der Lokalsender und der partizipativ tätigen Bürgerreporter passen nicht immer zusammen: Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger ist groß, aber die lokalen Fernsehredaktionen haben wenig Ressourcen für das Betreuen der Bürgerjournalisten. Sie erwarten vor allem professionelle Zuarbeit.

Zudem haben sie teilweise Vorbehalte gegenüber dem mobilen Journalismus. Dagegen sehen sich lokale Online-Plattformen und Blogs als Ergänzung zum klassischen Journalismus. Im nächsten Schritt untersuchen die Wissenschaftler deshalb den Workflow zwischen Bürgerreportern mit Smartphones und den Redaktionen.“

Uwe Kulisch erhofft sich davon: „So sollen Abläufe und Modelle für das Einbinden partizipativer Formate entwickelt werden, die auch auf die Praxis lokaler Fernsehsender übertragbar sind.“

Die Liste ist hübsch, weil sie tatsächlich zeigt, dass es so nicht funktionieren kann. „Wenig Ressourcen für das Betreuen der Bürgerjournalisten“ bedeutet nun einmal in der Realität: gar keine Ressourcen. Man betreut „Bürgerreporter“ nicht einfach noch so nebenbei. So funktionieren Redaktionen nicht: Bürgerreporter brauchen sogar mehr Betreuung als professionelle Mitarbeiter. Denn wenn ihre Beiträge journalistisch Sinn machen sollen, müssen sie dieselben Kriterien erfüllen: Stimmen die Fakten, Personen- und Datumsangaben? Ist das mit dem Smartphone Aufgenommene authentisch? Was ist tatsächlich zu sehen?

Wer als Journalist unterwegs ist weiß, dass man zur Verifizierung erst mal einige Leute fragen muss. Nicht bloß die, die zufällig vor Ort herumstehen. Man muss das Gesehene einordnen und werten. Mit dem Empfangen des Rohmaterials fängt die Arbeit erst an.

Bei einigen Redaktionen hört sie da heute schon auf. Aber das kann ja nicht der Maßstab sein.

Heißt im Klartext: Bürgerreporter machen in Redaktionen erst einmal mehr Arbeit

Sie brauchen konkrete Ansprechpartner, die „ihre Bürgerjournalisten“ mit der Zeit dazu bringen, journalistisch zu denken. Was eigentlich eine Ausbildungstätigkeit ist. Denn alle Erfahrungen zeigen: Selbst die aufmerksamen Mitbürger, die gern bürgerreportern möchten, wissen nicht wirklich, wie Journalisten denken müssen. Es beginnt schon beim Erkennen der Geschichte selbst – außerhalb von Verkehrsunfällen – wenn sie vor einem steht oder sich anbahnt. Das lernt man nicht mal nebenbei.

Aber wie die HTWK andeutet: In den lokalen Fernsehredaktionen fehlen dazu schlicht die Leute.

Und hinter der Erwartung von „professioneller Zuarbeit“ steckt auch die Erfahrung, dass die meisten Leute Dinge für wichtig und sendenswert halten, die es gar nicht sind. Das mag auf diversen Blogs lustig aussehen, hat aber in der täglichen Berichterstattung meist keine Relevanz. Was auch Bürgerreporter schnell enttäuscht sein lässt: Da geben sie sich solche Mühe, und dann will keiner das „Material“.

Also ziehen sich die Medienforscher an der HTWK wieder auf den technischen Teil der Sache zurück und wollen jetzt den Workflow zwischen Bürgerreportern mit Smartphones und den Redaktionen verbessern. Was leider an den Grundbedingungen gar nichts ändert. Am anderen Ende muss eben doch wieder jemand sitzen, der zurückfragt, der gegencheckt und Hintergrundinformationen sucht. Ein Jemand, der in der Regel nicht (mehr) da ist.

Also landen all die neuen Bürgerreporterbeiträge auch eher nicht auf „lokalen Online-Plattformen und Blogs“, von denen die Medienforscher glauben, die würden sich „als Ergänzung zum klassischen Journalismus“ sehen, sondern ganz woanders, dort nämlich, wo man schnell die größte Aufmerksamkeit für die wildesten Sachsen bekommt: in den sozialen Netzwerken. Da spielt schon seit Jahren die „Bürgerreporter“-Musik. Mit zum Teil fatalen Folgen für die seriöse Berichterstattung und die öffentliche Diskussion. Eben weil niemand gegencheckt, einordnet und prüft.

Die eigentlich Triebkraft für das, was heute alle so närrisch macht, ist die sogenannte „Aufmerksamkeits-Ökonomie“, in der Lokalsender (aller Couleur von Netz bis On Air) durchaus eine Rolle spielen würden, wenn sie mit mehr Leuten arbeiten und mutigere Formate entwickeln könnten. Das mit den Bürgerreportern funktioniert erst, wenn man die durchaus interessierten Bürger auch professionell betreuen kann.

Und noch ein Irrtum …

Es sind nicht immer dieselben Bürger, die spannenden Stoff zu senden hätten. Es sind jedes Mal andere. Bürgerreporter laufen nicht den ganzen Tag draußen rum und suchen Geschichten. Die meisten haben selbst ein vollwertiges Berufsleben und stoßen nur zufällig auf Ereignisse, die sich zu senden lohnen. Und dann braucht es eine Betreuung, die wieder ganz bei Null anfängt.

Auch deshalb docken sie eher nicht bei klassischen Redaktionen an, sondern „senden“ selbst – unredigiert – auf Facebook, Youtube & Co.

Und was ist mit den Leuten, die gern Formate produzieren möchten für ihr regionales Medium? Die sind eben keine klassischen Bürgerreporter, sondern schon auf dem Weg zu journalistischen Mitarbeitern, die auch das Handwerkszeug lernen wollen. Aber die wiederum sind selten genug.

Und: Auch sie brauchen Betreuung. Mit kerngeschrumpften Redaktionen ist das nicht mehr zu bewältigen. Da helfen auch die schönsten technischen Lösungen nichts.

Gabriele Hooffacker (Jahrgang 1959) ist Professorin für Medienadäquate Inhalteaufbereitung an der HTWK Leipzig. Seit 2006 gibt sie die Lehrbuch-Reihe „Journalistische Praxis“ heraus. Hooffacker ist außerdem Mitgründerin und Mitherausgeberin der Fachzeitschrift „Journalistik“. Uwe Kulisch ist Professor für Elektronische Mediensystemtechnik an der HTWK Leipzig. Seit 2006 ist er Dekan der Fakultät Medien.

Alle Beiträge zu „Medien machen in Fakenews-Zeiten …“

Ein paar Artikel zum Thema: Wie finanziert sich eigentlich eine Netzzeitung heute, woran hapert’s und was könnten die Lösungen sein hier auf L-IZ.de.


Die Sächsische Zeitung führt am 23. November ein moderneres Abo-Modell ein

Medien machen in Fakenews-Zeiten
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Begehbare Black Box auf dem Hauptbahnhof lädt ab heute zum Nachdenken über Heimatverlust und Heimatfinden ein
Visualisierung der Black Box in der Osthalle des Hauptbahnhofs. Foto: Ute Puder

Foto: Ute Puder

Für alle LeserAuch Flucht und Vertreibung haben etwas mit unserer Wahrnehmung zu tun. Deswegen ist der Begriff Heimat so gefühlsbeladen. Er bedeutet deutlich mehr als nur den Ort, an dem sich jemand zu Hause fühlt. Eine gute Gelegenheit für den Gehirnforscher Gerald Hüther, zur Buchmesse nach Leipzig zu kommen. Zumindest virtuell – in einer Black Box in der Osthalle des Hauptbahnhofs.
Böhlitzer kämpfen um das artenreiche Biotop im ehemaligen Steinbruch am Holzberg
Mitglieder der Bürgerinitiative Böhlitz. Foto: BI Böhlitz

Foto: BI Böhlitz

Für alle LeserEs gibt mindestens drei Böhlitz in Westsachsen. Jetzt hat das kleine Böhlitz, das Ortsteil von Thallwitz ist, für Aufmerksamkeit gesorgt. Denn ein Verkauf, der eines der wertvollsten Biotope nahe des Ortes in eine Deponie zu verwandeln droht, bringt die Böhlitzer auf die Palme. Am 14. März übergaben die Böhlitzer eine Petition an Dr. Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtags.
Leipziger Buchmesse 2019: Neonazi-Kundgebung statt Kubitschek-Show?
Protest gegen Compact auf der Leipziger Buchmesse. Foto: Tim Wagner

Foto: Tim Wagner

Für alle LeserSowohl in Frankfurt als auch in Leipzig dominierte der rechte Verleger Götz Kubitschek in den vergangenen Jahren die Buchmesse-Berichterstattung. Das wird diesmal wohl anders sein: Kubitscheks „Antaios“-Verlag ist nicht angemeldet. Stattdessen plant die Neonazipartei „Die Rechte“ eine Kundgebung, um sie nach ersten Informationen heute wieder abzusagen. Auch viele eher unbekannte rechte Verlage werden mit Ständen vertreten sein. Bereits am heutigen Mittwoch, den 20. März, findet ab 18 Uhr auf dem Augustusplatz eine antirassistische Kundgebung des Bündnisses „Leipzig liest weltoffen“ statt.
Am 5. August im Täubchenthal: Die britische Soul-Stimme Michael Kiwanuka
Michael Kiwanuka. © 13Artists

© 13Artists

Es brauchte keine zwei EPs, schon konnte Michael Kiwanuka mit seiner einzigartigen Musik Stars wie Adele in seinen Bann ziehen. Nun kommt der Old School Soul-Musiker im August 2019 für zwei Termine nach Leipzig und Stuttgart.
Fehlt es an einem guten Verkehrsmanagement oder fehlen schlicht die sicheren Radwege?
Verkehrsunfall an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße / Käthe-Kollwitz-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Montag, 18. März, meldete sich Torsten Herbst mal wieder zu Wort. In Sachsen ist ja längst schon so eine Art Vorwahlkampf zur Landtagswahl entbrannt. Die FDP will wieder rein ins Parlament und versucht nun irgendwie von außen die Themen im Land zu bespielen – so wie Torsten Herbst aus dem Bundestag. Er sprang auf eine Meldung zu den markant gewachsenen Todeszahlen im sächsischen Verkehr an.
Auch im Leipziger Messekonzern gibt es großenteils keine Tarifverträge
Fahnen vor dem Messeturm. Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch

Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch

Für alle Leser Da hat nun so langsam auch Sachsens Staatsregierung das Thema ordentlicher Tarifverträge für sich entdeckt. Etwa wenn Sozialministerin Barbara Klepsch am 6. Dezember sagte: „Zu allererst bedarf es einer angemessenen Entlohnung und guter Arbeitsbedingungen für unsere Pflegekräfte. Es ist wichtig, dass sich die Arbeits- und Sozialministerkonferenz auf diese Themen verständigt. Der Bund sollte auf die Tarifparteien für eine Einführung eines flächendeckenden Tarifvertrages in der Altenpflege einwirken.“ Aber wie sieht es eigentlich bei Sachsens Staatsbetrieben aus?
Die eine übermächtige Globalisierung gibt es überhaupt nicht
Professor Matthias Middell mit dem von ihm herausgegebenen "Routledge Handbook of Transregional Studies". Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Für alle LeserGlobalisierung? „Ein Plastikwort mit vielen Definitionen und vielen Nachteilen.“ Wenn überhaupt, dann spricht Prof. Dr. Matthias Middell lieber von „Globalisierungen“. Denn es gibt viele völlig unterschiedliche Entwicklungen, in denen menschliches Erleben auf einmal die ganze Erde umspannt. Und nicht jede ist bedrohlich. Auch wenn die neue Vielfalt viele Menschen erschreckt. Aber sie erschreckt auch, weil selbst Medien selten differenzieren und klar sagen, welche Globalisierung sie eigentlich meinen. Ein Handbuch aus der Uni Leipzig soll jetzt helfen dabei.
Konfetti im Bier: Das erste Buch direkt aus der Ultra-Szene von St. Pauli
Toni Gottschalk: Konfetti im Bier. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan wartet die ganze Zeit auf das Konfetti. Man verbindet Ultras im Fußball ja nicht unbedingt mit Konfetti und Pappnasen, eher mit Bengalos und geharnischten Polizeieinsätzen. Und man erwartet natürlich nicht, dass ein richtiger Ultra sich hinsetzt und ein dickes Buch über seine Abenteuer schreibt. Vielleicht hinterher? Toni Gottschalk war seit 2001 dabei. Da war er 20. Seit 2006 hat er die Ultras vom FC St. Pauli aktiv begleitet.
MDV teilt mit: Keine Tariferhöhung in Leipzig zum 1. August 2019
Die neue XL-Straßenbahn unterwegs. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Montag, 18. März, hat die Gesellschafterversammlung des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) eine Vielzahl von Veränderungen im Tarif beschlossen, die vorbehaltlich der Zustimmung der Genehmigungsbehörden ab 1. August in Kraft treten. Und das Allerneueste ist die simple Nachricht: Die Fahrpreise in Leipzig (Tarifzone 110) bleiben dank des 2018 für 2019/20 im Stadtrat beschlossene Tarifmoratoriums konstant.
Am 10. April im UT Connewitz: Alice Phoebe Lou – The Paper Castles2019 Tour
Quelle: Motor Entertainment GmbH

Quelle: Motor Entertainment GmbH

Alice Phoebe Lou hat am 08.03.2019 ihr heiß erwartetes Album PAPER CASTLES veröffentlicht. Im Moment befindet sie sich auf einer umfangreichen internationalen Tour.
Offenbar wieder Abschiebungen von Leipzig nach Afghanistan – Protest gegen Polizeieinsatz in Nürnberg
Demo gegen Abschiebungen nach Afghanistan im Juni 2017. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAfghanistan ist nicht sicher. Dennoch schiebt Deutschland immer wieder Menschen in dieses Land ab. Allein vom Leipziger Flughafen aus wurden im vergangenen Jahr mehr als 50 Menschen nach Afghanistan abgeschoben. Ein weiterer Abschiebeflug soll offenbar noch am heutigen Dienstagabend, den 19. März, starten. Weil sich unter den Betroffenen auch ein Suizidgefährdeter befinden soll, kam es in Nürnberg zu einem SEK-Einsatz und einer Demonstration.
Kommentar zu Fridays for Future: Da lugt ein Generationenkonflikt hervor
Another world ... Eines der vielen Schilder auf der Demo am 15. März in Leipzig. Foto: Marco Arenas

Foto: Marco Arenas

Für alle Leser„Kannst du mir vielleicht mal sagen, was das Klima mit dem Weltfrieden zu tun hat? Findste den Nobelpreis für die Thunberg nicht ein bisschen übertrieben? Die sollen in die Schule gehen!“ Das „findste“ klang wirklich finster. Leicht aggressiv der sächsische Tonfall. Wie erklärst du jetzt jemanden die Weltzusammenhänge, ohne dessen pädagogisches Selbstbewusstsein zu untergraben? Wo doch jeder seine Meinung haben kann? Wir sind doch alle gleichberechtigt. Wir haben doch alle das gleiche Recht auf unsere … Worauf? Auf Tatsachen, vielleicht auf Fakten?
Über eine EU-Richtlinie, die für radikalen Streit im Netz sorgt (3): Artikel 11 und die Presse
Urheberrechte werden durch die Richtlinie neu geklärt. Foto: PDPics auf Pixabay

Foto: PDPics auf Pixabay

Für alle LeserDie Kritik an der neuen EU-Richtlinie, welche am 25. März 2019 beschlossen oder abgelehnt werden wird, reibt sich längst nicht nur an Artikel 13, welcher Gegenstand der ersten Teile war. Besonders häufig wird in der Debatte auch der Artikel 11 aufs Korn genommen. Dieser führt ein Leistungsschutzrecht für Presseunternehmen ein. Und zwar kein besonderes Leistungsschutzrecht, sondern exakt das gleiche, das ausübende Künstler, Tonträgerunternehmen, Filmhersteller und Sendeunternehmen genießen.
Leipziger Befürworter für das Grundeinkommen brauchen noch Unterschriften zur Stadtratskandidatur
Hier geht es zum Briefwahllokal. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMittlerweile wird ja wenigstens diskutiert über das bedingungslose Grundeinkommen, wenn auch zuweilen recht schräg und mit vielen alten Vorurteilen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde unsere Gesellschaft verändern. Und es würde mit Sicherheit viele Vorurteile widerlegen. Aber um die Diskussion zu ernsthafter Größe zu bringen, braucht es Öffentlichkeit. Deswegen sammeln Befürworter des BGE jetzt Unterschriften, um zur Stadtratswahl in Leipzig kandidieren zu können. Zwei Tage haben sie noch Zeit.
Sachsens Bildungssystem gehört gründlich modernisiert
Übergabe des Ergebnisberichts an Ministerpräsident Michael Kretschmer, Landtagspräsident Matthias Rößler und Kultusminister Christian Piwarz. Foto: Fortschritt-Vision-Diskurs e.V.

Foto: Fortschritt-Vision-Diskurs e.V.

Für alle LeserWer wüsste besser, was an unserem Bildungssystem nicht funktioniert, als die, die jeden Tag drinsitzen oder jüngst noch dringesessen haben: Schüler/-innen und Student/-innen. Und genau die setzten sich vom 23. bis 25. November 2018 im Rathaus Dresden auf Einladung des Fortschritt-Vision-Diskurs e.V. in einer 24-Stunden-Diskussion zusammen, um Vorschläge zu erarbeiten, wie Sachsen und sein Bildungssystem verändert werden könnten.