Medien machen in Fakenews-Zeiten, Teil 34

Die Sächsische Zeitung führt am 23. November ein moderneres Abo-Modell ein

Für alle LeserDie Zeit des Experimentierens ist zwar nicht vorbei. Aber es ist schon erstaunlich, wie ein großes Medium nach dem anderen zu Lösungen greift, die dem klugen Leser nahelegen, über sein Verhältnis zum Informiertsein nachzudenken. Denn eines ist längst Fakt: Wer sich nur „kostenlos“ informiert, gerät genau in dieses Tohuwabohu der rasenden News, in dem immer mehr Menschen ihre Orientierung verlieren. Jetzt tut die „Sächsische Zeitung“ den überfälligen Schritt.

Schon im Mai berichtete Flurfunk-Dresden.de über die Pläne der im Dresden erscheinenden Zeitung, eine „harte Paywall“ einzuführen – was für gelindes Entsetzen und einige Diskussionen sorgte. Auch im schon bekannten Strickmuster: „Aber wenn ich dafür bezahlen muss – dann les’ ich da nicht mehr.“

Gibt ja alles für nasse. Irgendwo rattert immer der Ticker. Und die großen Billigheimer im Internet schütten sowieso alle Kanäle mit Nachrichten zu, die in diesem wilden Stakkato wie eine permanente Überforderung wirken. Ständig passiert irgendwo auf der Welt etwas Schreckliches, stellt ein eitler Geck irgendeinen Blödsinn an, schreit ein Populist neuen Blödsinn in die Welt, gibt es Rede und Gegenrede.

Und kein Mensch findet sich mehr zurecht.

Aber so ganz ungefiltert passiert auch das nicht. Zumindest einige Nutzer im Netz ahnen, dass sie auch bei dieser unredigierten Flut des Scheußlichen und Banalen in Wirklichkeit eine gefilterte Welt serviert bekommen – eine, in der Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Blendertum erstaunlich zentrale Rollen spielen. Und damit bestimmen, was in den Köpfen als Wahrnehmung entsteht.

Irgendjemand filtert immer. Und am strengsten filtern die, die dann hinterher ganz laut „Lügenpresse“ schreien.

Die „Sächsische Zeitung“ hat es – mit PEGIDA direkt vor der Nase – oft genug zu hören bekommen. Und trotzdem weitergemacht, ordentliche Fußarbeit zu leisten und herauszufinden, warum und wie Dinge geschehen. Und das einzuordnen.

Journalisten sind Einordner. Sie geben all dem, was da passiert, eine Struktur. Natürlich sehr individuell. Man sieht Ereignisse in Dresden anders, wenn man direkt vor Ort ist und die Leute kennt, die Stimmung in der Stadt und das Gerede beim Bäcker, als wenn man – beispielsweise – aus Hamburg oder München über Dresden berichtet.

Journalismus kann und muss sehr individuell sein. Und er muss auch erklären, warum er Dinge so sieht. Wozu Journalisten immer seltener kommen. Einige Jahre lang sah es jetzt so aus, als würden sich wirklich alle Regionalzeitungen im Osten dem Diktat der Geschwindigkeit beugen und ihre Seiten nur noch mit News füttern – ungefiltert.

Einfach raus mit dem Zeug. Die ersten Sekunden nutzen, nachdem irgendwer irgendwo in der Republik die Nachricht schon rausgehauen hat, und das winzige Zeitfenster an Aufmerksamkeit mitzunehmen, in dem die Nachricht für die Nutzer noch frisch ist. Oder frisch aussieht.

Auch wenn sie sich wenig später als falsch, verdreht oder völlig belanglos erweist. Hauptsache Aufreger.

Wobei die „Sächsische Zeitung“ schon seit einigen Jahren damit experimentiert hat, für den aufwendiger produzierten Inhalt Geld zu verlangen. Das Modell, Abonnenten auch für den Online-Auftritt zu gewinnen, ist also nicht neu. Nur dass der Versuch eher in seinen Anfangsbedingungen hängenblieb – man hatte damals noch kein etabliertes Preismodell. Alle Medien experimentierten noch.

Manche gingen – auch die SZ – mit sehr niedrigen Abo-Preisen im niedrigen Euro-Bereich an die Sache und hofften damit, den Leserschwund im Print-Abo kompensieren zu können. Was nicht geklappt hat.

Die Print-Abonnenten sind nicht zu Online-Abonnenten geworden. Zumindest nicht so viele wie erwartet. Was auch ein wenig an der Inkonsequenz des Modells lag. Und an den Billigheimern, die Vollständigkeit und Geschwindigkeit suggerieren, aber auf journalistische Prüfung und Einordnung verzichten. Schnell kann man nur sein, wenn man den Dingen nicht weiter auf den Grund geht.

Wenn aber alle so arbeiten, wird wirklich alles beliebig. Dann verliert auch der Online-Auftritt einer Regionalzeitung Kontur. Und es geht vieles von dem einfach unter, wofür sich die Redakteure im Haus oft richtig Mühe gegeben und die Hacken abgelaufen haben.

Mit News-Schleudern können journalistische Medien nicht konkurrieren.

Womit aber dann?

Und die Antwort ist überall dieselbe: Mit eigenen fundierten und selbst recherchierten Geschichten, dem, was es eben nicht überall für umme gibt, wofür man sich auskennen muss in der Stadt und manchmal ein par Stunden oder Tage ans Bein binden muss.

Journalismus kostet vor allem Zeit. Die Zeit von Leuten, die wissen, wo man nachfragen, nachforschen und tiefer bohren muss.

Deswegen stimmte zwar dann im Mai irgendwie die Aussage zur „harten Paywall“.

Aber tatsächlich – so kann Flurfunk-Dresden.de jetzt ausplaudern – soll der neue Online-Auftritt der „Sächsischen Zeitung“ ein dreistufiges Modell bekommen – mit kurzen Nachrichten, die weiterhin offen lesbar sind, mit fundierten ausführlichen Artikeln dazu – aber diese konsequent hinter der Paywall. Denn genau die machen Arbeit. Und mit Kommentaren, die beim Einordnen helfen.

Und jeder Redakteur hat recht, wenn er meint, dass das auch honoriert werden sollte. Dass genau hier die Partnerschaft zwischen Medium und Leser entsteht: Wer mehr wissen will, unterstützt sein Medium richtig. Mit rund 10 Euro pro Monat im Abo-Modell übernimmt die „Sächsische Zeitung“ eine im Internet mittlerweile etablierte Größenordnung. Die gar nicht so aus der Luft gegriffen ist, denn das ist die markante Grenze, an der sich bei einer Mindestabonnentenzahl journalistische Angebote beginnen zu rechnen.

Und dass man sich dann mehrere Zeitungs-Abos nicht mehr leisten könne, ist ein Märchen. Denn diese Angebote betragen weniger als ein Drittel der üblichen Print-Abos. Wer sich wirklich informieren will, kann sich also drei Abos leisten für das Geld eines alten Print-Abos.

Und wenn die Bezahlschranke dann hochgezogen ist – die Hintergrundberichte also nur noch für zahlende Leser zugänglich sind – beginnt logischerweise der Kampf um Vertrauen. Oder besser: Er setzt sich fort. Kann man mit dem Angebot überzeugen? Nehmen genug Leserinnen und Leser das Angebot zur täglichen Orientierung wieder an? Überzeugt gut gemachter Journalismus wieder in einem Meer der Aufregung und Strukturlosigkeit?

Denn das ist ja unübersehbar, dass die Strukturlosigkeit im heutigen Medienrauschen nicht wirklich für Orientierung sorgt und dabei hilft, die Dinge zu sortieren. Erst recht, wenn man ständig am Handy hängt und wirklich jeden neuen Aufreger mitnimmt und sich aufregt.

Man kann gespannt sein. Einführen will die „Sächsische Zeitung“ ihr neues Online-Modell am 23. November. Dann nicht mehr unter der alten Adresse, sondern unter der neuen: sächsische.de

Medien machen in Fakenews-ZeitenSächsische Zeitung
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Auch von „Im Zauberwald, Teil 2“ hat Andreas Rietschel wieder 800 Exemplare verschenkt
Andreas Rietschel. Foto: privat

Foto: privat

Für alle LeserWährend draußen, in den enthemmten Netzwerken, die Trolle und Zombies Hass, Wut und Beleidigungen verbreiten, hat sich der Leipziger Andreas Rietschel schon vor Jahren geschworen, dass er alles tun wird, um Liebe und Zuversicht in der Welt zu verbreiten. Mit Märchen zum Beispiel, die er mit Märchenerzählerstimme einspricht und dann auf CD pressen lässt. Und etliche dieser CDs hat er auch zum jüngsten Weihnachtsfest wieder an Leipziger Kinder und soziale Einrichtungen verschenkt.
Die Woche: Klassenerhalt für ATV-Hockeyfrauen, EM-Halbfinale für Handballer futsch
Die ATV-Frauen feiern ihren Klassenerhalt. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserRiesiger Jubel beim ATV Leipzig. Die Frauen sicherten sich am Samstag mit einem Last-Minute-Tor den Verbleib in der Hallenhockey-Bundesliga. Durchwachsen lief es für die DHB-Handballer, die in dieser Woche gleich drei EM-Spiele zu absolvieren hatten. Für Rasenballsport hat die Fußball-Bundesliga wieder begonnen, während die Regionalligisten Lok und Chemie jeweils noch zwei Testspiele absolvierten.
Tiny Houses sind ganz bestimmt keine Lösung für die Probleme der Wohnungslosen in Leipzig
Wohnadresse: Parkhäuschen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit einiger Zeit machen ja Medienberichte zu Tiny Houses in Leipzig Schlagzeilen. Und die Reporter werden nicht müde zu erklären, wie toll die Idee ist, um auch Obdachlosen ein billiges Heim anbieten zu können. Wäre da nicht die grundlegende Frage: Wo stellt man diese Mini-Häuser eigentlich hin? Und wer bezahlt die ganzen Anschlusskosten? Das Leipziger Sozialdezernat hat noch ganz andere Probleme mit diesem Versuch, das Wohnungsproblem ausgerechnet mit Tiny Houses lösen zu wollen.
Grüne übernehmen Kritik des Stadtbezirksbeirates: Die Grünfläche vorm Seniorenheim gehört in städtischen Besitz
Der Neubau des Pflegeheims mit der von Containern besetzten Grünfläche davor. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie weiter mit jener 500 Quadratmeter großen Grünfläche gegenüber dem Leutzscher Rathaus, die die Stadt unbedingt an den Eigentümer des dort entstehenden neuen Seniorenheims verkaufen will? Die Grünen-Fraktion im Stadtrat macht sich jetzt die Position des Stadtbezirksbeirats Altwest zu eigen: Die Fläche muss in städtischer Hand bleiben.
Leipzigs Verkehrsplaner sollen noch 2020 eine Lösung für die Radverbindung Lindenau-City vorlegen
SPD-Vorschlag aus dem Frühjahr 2019: eine Radbrücke parallel zur Jahnallee. Foto: Henrik Fischer, Orf3us Wikimedia

Foto: Henrik Fischer, Orf3us Wikimedia

Für alle LeserSeit September diskutieren Ausschüsse und Stadtbezirksbeiräte über einen Antrag der SPD-Fraktion zu einer besseren Radwegeverbindung zwischen Alt-West /Lindenau und der Innenstadt. Darin hatte die Fraktion eine Idee aus dem März aufgegriffen, als die SPD-Kandidat/-innen zur Stadtratswahl sich auch einmal ein paar ausgefallene Ideen zur Lösung des Radwegeproblems in der Jahnallee ausgedacht haben.
Sportforschung: Mit Hightech Bewegungen analysieren und die Rolle des Gehirns beim Sport untersuchen
Im neuen Labor des Instituts für Allgemeine Bewegungs- und Trainingswissenschaft werden Bewegungen mit Hightech analysiert. Foto: Annika Schindelarz/ Universität Leipzig

Foto: Annika Schindelarz/ Universität Leipzig

Für alle LeserSelbst Freizeitsportler wissen, dass das Entscheidende am Sport gar nicht Muskeln und Lungenkapazität sind, sondern die Gedanken, die man sich macht. Meist schon, bevor man sich überhaupt erst in Bewegung setzt. Motivation geht durch den Kopf, genauso, wie das Abrufen hoher Leistungen und das gezielte Training auf einen Leistungssprung mit mentaler Fitness zu tun haben. Wer im Kopf bereit ist, Höchstleistungen zu bringen, der hat auch Erfolg. Aber so ganz erforscht ist das noch nicht.
Studierende der Kunstgeschichte zeigen in der Alten Nikolaischule, was aus Leipzigs Stadtbild alles verschwunden ist
Alte Nikolaischule am Nikolaikirchhof. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserFast hätte auch die Alte Nikolaischule zu den Gebäuden gehört, die ab dem 4. Februar in der Ausstellung „Das verschwundene Leipzig. Das Prinzip Abriss und Neubau in drei Jahrhunderten Stadtentwicklung“ in der Alten Nikolaischule gezeigt werden. Die Ausstellung macht den Besuchern bewusst, wie radikal sich die Stadt in den vergangenen Jahrhunderten verändert hat. Und damit verschwanden auch jede Menge einst stadtbildprägender Gebäude.
Auch zur Oberbürgermeisterwahl meldet das Amt für Statistik und Wahlen eine hohe Beteiligung bei der Briefwahl
Stand der Briefwahlbeteiligung zur OBM-Wahl 2020. Grafik: Stadt Leipzig

Grafik: Stadt Leipzig

Für alle LeserEs klang so, als wären Leipzigs Statistiker überrascht gewesen, als sie am Freitag, 17. Januar, meldeten: Seit dem 6. Januar hat die Briefwahlstelle im Neuen Rathaus geöffnet und bietet die Möglichkeit, Briefwahl direkt vor Ort durchzuführen. Knapp zwei Wochen vor der Oberbürgermeisterwahl lässt sich bereits ein hohes Briefwahlaufkommen feststellen. Der Trend, dass immer mehr Wählerinnen und Wähler per Briefwahl wählen, setzt sich somit auch bei der diesjährigen Oberbürgermeisterwahl fort. Und das hat nicht unbedingt mit der Spannung zur OBM-Wahl zu tun.
Wolfram Günther lädt eine Delegation der Bauern schon mal ins Umweltministerium ein
Nicht allen sächsischen Kühen geht es so gut und sie kommen - wie diese hier - auch mal ins Grüne. Foto: Matthias Weidemann

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserAm Freitag, 17. Februar, brachen auch sächsische Bauern mit ihren Traktoren zur Sternfahrt nach Berlin auf. Um sie zu verabschieden, hatte der sächsische Staatsministers für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft Wolfram Günther zwar keinen Termin mehr frei. Aber sein Grußwort verlas dafür Dr. Gerd Lippold, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft. Und das hat es in sich. Denn im Umgang der Staatsregierung mit den Bauern wird sich jetzt etwas ändern.
Umweltschutz ist nicht mit allen Leipziger OBM-Kandidat/-innen zu haben + Video
Wahlpodium des BUND Leipzig im Zeitgeschichtlichen Forum. Foto: BUND Leipzig

Foto: BUND Leipzig

Für alle LeserAm Donnerstag, 17. Januar, fand das Wahlpodium des BUND Leipzig mit den OBM-Kandidat/-innen im Zeitgenössischen Forum statt. Parallel veröffentlichte der BUND jetzt seine Wahlprüfsteine zur OBM-Wahl am 2. Februar. Die Wahlprüfsteine fragen die Positionen der Kandidat/-innen zu den Themen Stadtgrün, Mobilität, Gewässertourismus, Müllvermeidung, Klimaschutz und Flugverkehr ab.
Grüne: Leipzigs Wärmewende macht Weiterbetrieb von Lippendorf wohl schon 2023 obsolet
Braunkohle-Kraftwerk Lippendorf bei Böhlen. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserRecht seltsam fand die Grünen-Fraktion im Leipziger Stadtrat die Meldung, dass der nun zwischen Bund und Kohleländern vereinbarte Ausstiegspfad einen Betrieb des Kohlekraftwerks Lippendorf im Leipziger Südraum bis 2035 vorsieht. „Die Ankündigung, das Braunkohlekraftwerk am Rande Leipzigs bis 2035 am Netz zu lassen, vermittelt den Eindruck, als würden die Lippendorfer Schlote manchem die Sinne vernebeln“, erklärt die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Katharina Krefft.
Wenn die Vorurteile einer Zeitung gleich mal zu Suggestivfragen für ahnungslose Senioren werden
Leipzig, Silvester 2019. Connewitzer Kreuz. Foto: Jan Kaefer

Leipzig, Silvester 2019. Connewitzer Kreuz. Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserEs gibt längst genug kritische Artikel über Umfragen und ihre zuweilen manipulativen Wirkungen auf die Öffentlichkeit. Es gibt auch Kritik an den viel zu vielen Wahlumfragen, die oft gerade erst die Stimmung schaffen, die dann über Wählerpräferenzen entscheidet. Aber was die LVZ am Mittwoch, 15. Januar unter der Überschrift „Umfrage: Die meisten Leipziger haben Connewitz-Krawalle satt“ veröffentlichte, hat mit einer seriösen Umfrage nichts mehr zu tun.
Der vierte und letzte Band der großen Leipziger Stadtgeschichte zum Jubiläum der Ersterwähnung
Ulrich von Hehl (Hrsg.): Geschichte der Stadt Leipzig. Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserOb das 20. Jahrhundert tatsächlich DAS Zeitalter der Extreme war, als das es der britische Historiker Eric Hobsbawm in seinem 1994 erschienenen Buch „Age of Extremes. The short twentieth century 1914–1991“ bezeichnete, werden noch Generationen von Historikern diskutieren. Ulrich von Hehl jedenfalls, der die Einleitung in den nun vierten Band der Leipziger Stadtgeschichte schrieb, fand den Begriff sehr praktikabel. Auch für die Leipziger Geschichte. Und für diesen vierten Band.
Der Tag: Burkhard Jung liegt in einer Umfrage zur Oberbürgermeisterwahl klar vorn
Burkhard Jung (SPD). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserOberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) darf sich freuen: Laut einer repräsentativen LVZ-Umfrage würde er aktuell 34 Prozent der Stimmen erhalten. Sein härtester Konkurrent Sebastian Gemkow (CDU) käme nur auf 20 Prozent. Nicht freuen durfte sich AfD-Kandidat Christoph Neumann. Er hatte Alexander Gauland zum Wahlkampf eingeladen, doch der stand im Stau. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 17. Januar 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Heiko & Roman Lochmann – „Willkommen Realität“
© Philipp Gladsome

© Philipp Gladsome

Als die Zwillingsbrüder Heiko und Roman Lochmann mit zwölf Jahren begannen, als »Die Lochis« im Kinderzimmer Videos zu drehen und diese auf YouTube hochzuladen, hätten sie sich niemals träumen lassen, dass sie einmal zu den erfolgreichsten deutschen Social-Media-Stars zählen würden. Die riesige Fan-Gemeinde der sympathischen Entertainer und Musiker geht inzwischen in die Millionen. Mit zwanzig Jahren haben sie sich nun entschieden, das Kapitel »Die Lochis« zu schließen, um sich künstlerisch weiterzuentwickeln.