Zermahlen zwischen Hitler und Stalin: Sorgt Timothy Snyders Buch „Bloodlands“ für eine Kontroverse auf der Buchmesse?

Zur Leipziger Buchmesse 2004 provozierte die lettische Ministerin Sandra Kalniete mit der Forderung, die Verbrechen von Nationalsozialismus und Kommunismus gleichrangig zu behandeln. Den Preis der diesjährigen Buchmesse erhält der US-Historiker Timothy Snyder für sein Buch über Terror und Völkermord in Mittelosteuropa zwischen 1933 und 1945.
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Die Leipziger Buchmesse will Zeichen der europäischen Verständigung setzen. Deshalb lobt sie alljährlich einen Buchpreis zu eben diesem Zweck aus. Selbstredend geht es dabei um das ganze Europa. Einschließlich des Teiles, der bis 1989/1990 mit dem eher politischen, denn geographischen Begriff Osteuropa bezeichnet wurde.

Mindestens einmal gelang dieses Bemühen um das neue gesamteuropäische Verstehen nicht so recht. Bei der Eröffnung der Buchmesse 2004 kam es zum Eklat. Die damalige lettische Außenministerin, spätere EU-Kommissarin und heutige Europaparlamentarierin Sandra Kalniete bemerkte in ihrer Rede, dass nur wenige Menschen in Europa die Kraft hätten, der bitteren Wahrheit ins Auge zu blicken. Diese bestünde für sie darin, dass nach der Zerschlagung des NS-Regimes der Terror in der einen Hälfte Europas weiterging.

Kalniete meinte die östliche, die damals stalinistisch beherrschte Hälfte des Kontinents. Sie plädierte im März 2004 für eine gesamteuropäische Erinnerungskultur, die die Verbrechen der Nationalsozialisten und der sowjetischen Kommunisten als gleichrangig behandeln solle.

Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, verließ daraufhin unter Protest die Leipziger Veranstaltung. Mit gleicher Begründung hatten in jenen Jahren der Zentralrat und andere Vertreter von NS-Opfern über Jahre die Mitarbeit in den Gremien der Stiftung Sächsische Gedenkstätten eingestellt.

Snyder ist sich der Zwangsläufigkeit der Kontroverse bewusst

Es ging und geht dabei immer wieder um die grundsätzliche Frage: Werden die Verbrechen des Nationalsozialismus verharmlost oder relativiert, wenn sie in Beziehung gesetzt werden zu anderen Unrechtstaten? Denn selbstverständlich erfolgten die akademischen und publizistischen Kontroversen um die methodische Zulässigkeit des Diktaturenvergleichs und die Erklärungsmächtigkeit der Totalitarismustheorie nie gänzlich frei von politischen Absichten. Das war in den heißen und kalten Kriegen des 20. Jahrhunderts so. Und es schwingt in zeitgenössischen politischen Auseinandersetzungen noch immer mit.

Nun kann die Einzigartigkeit des NS-Völkermordes an den europäischen Juden niemand, der Verstand und Anstand in sich hat, ernsthaft relativieren oder leugnen. Gleichwohl bleiben mindestens drei Fragen:

Wie erzählt man zum einen die Geschichte von Orten, Landschaften und Gesellschaften, die von NS-Verbrechen und von kommunistischem Unrecht gleichermaßen zu erzählen haben? Und zwar angemessen, wahrhaftig und gerade nicht relativierend. Das gilt auf dieser konzeptionellen und ethisch-normativen Ebene für das thüringische Buchenwald ebenso wie für die „Bloodlands“, wie Snyder die Todes- und Hungerzonen in Mittelosteuropa nennt.

Wie findet zum anderen in dem Erinnern an die NS-Verbrechen neben dem Holocaust die dem deutschen Nationalsozialismus ebenso immanente und detailliert geplante Ausrottung der übergroßen Mehrheit der slawischen Bevölkerung Mittelosteuropas ihren angemessenen Platz? Eben auch deshalb, weil sie mit mörderischer Grausamkeit in den besetzten Gebieten gegenüber Zivilisten und Kriegsgefangenen praktiziert wurde.Wie findet man schließlich einen Weg, die Geschichte der nichtrussischen slawischen und baltischen Völker und Gesellschaften als eigenständiger kollektiver Subjekte zu erzählen, die als solche gleichberechtigte Teile der einen großen europäischen Erzählung sind? Wie Snyder seinem Buch richtigerweise voranstellt, endet die Vorstellungskraft über das Ausmaß der in Europa zwischen 1933 und 1945 begangenen Verbrechen in Westeuropa und Nordamerika oft noch immer am ehemaligen Eisernen Vorhang zwischen Ost und West. Auch scheint nicht überall die Anerkenntnis schon hinreichend ausgeprägt, dass es zwischen Berlin und Moskau verschiedene Hauptstädte eigenständiger Nationen gibt.

„Wenn man Nazi-Deutschland und die Sowjetunion in einer Geschichte zusammenbringt, löst man zwangsläufig eine Kontroverse aus“, ist sich „Bloodlands“-Autor Timothy David Snyder bewusst. In dem gleichen Interview für die österreichische Zeitung „Der Standard“ aus dem Dezember 2010 nannte der amerikanische Historiker „die Beobachtung, dass fast alle deutschen und ein unverhältnismäßig hoher Anteil der sowjetischen Massenmorde in ein- und demselben Gebiet stattfanden“ die Prämisse seines Buches. In diesen Regionen befanden sich zudem seit Jahrhunderten die Siedlungsschwerpunkte der Juden in Europa.

Zu diesen „Bloodlands“, den Todes- und Hungerzonen jener Jahre, zählt der Professor an der renommieren Yale Universität das westliche Russland, das Baltikum, Weißrussland, die Ukraine, den Großteil Polens und das Gebiet des historischen Ostpreußens.

„Nur wenn man den Holocaust in sein historisches Umfeld setzt, kann man am besten seinen historisch präzedenzlosen Charakter herausstreichen“, stellte Snyder, Jahrgang 1968, seinerzeit gegenüber dem „Standard“ klar. Er wolle nicht zuerst vergleichen, „sondern aufzeichnen, beschreiben und erklären“, so der Autor damals.

Und genau das tut Snyder. Schilderungen von Opfern der politisch veranlassten Hungersnot in der Ukraine 1933 im Zusammenhang mit der Kollektivierung der Landwirtschaft und dem Aufbau der Schwerindustrie in der Sowjetunion finden sich ebenso in dem Buch wie Tagebuchaufzeichnungen aus dem von der Wehrmacht belagerten Leningrad. Aufgeführt werden die zahlenmäßigen Vorgaben zu den zu vollstreckenden Todesurteilen während des „Großen Terrors“ in der Sowjetunion 1937/38 sowie die entlarvenden Äußerungen von NS-Planern zu der vollständigen Germanisierung Europas bis zum Ural, kulminierend in „Generalplan Ost“. Zu Wort kommen die Überlebenden der Massenerschießungen ukrainischer Juden im Sommer 1941 und Schilderungen aus dem Warschauer Ghetto und den NS-Todesfabriken. Gleichermaßen erschüttern die Schilderungen über die systematische Vernichtung sowjetischer Kriegsgefangener und die Grausamkeit des deutschen Anti-Partisanenkampfes.

Insgesamt 14 Millionen Menschen starben laut Snyder in den Hunger- und Todeszonen Mittelosteuropas zwischen 1933 und 1945. Sie starben nicht als kämpfende Soldaten: weder 1939 beim deutschen Überfall auf Polen und dem sowjetischen Einrücken nach Ostpolen bis an die zwischen beiden Großmächten vereinbarte Grenzlinie, noch im deutsch-sowjetischen Krieg beziehungsweise Großen Vaterländischen Krieg seit Juni 1941. Obwohl letzterer mit 10 Millionen Gefallenen für sich genommen schon äußerst opferreich war. Diese 14 Millionen starben als Zivilisten und Kriegsgefangene an Hunger, durch Erschießen oder Vergasung.

Dabei war, daran kann kein Zweifel sein, Hitler der weitaus größere Verbrecher mit einem grundsätzlich systematisch angelegten Vernichtungsplan. In der ersten Periode zwischen 1933 und 1938 hätte die Sowjetunion fast alle Massenmorde begangen: an „Kulaken“ und Angehörigen vermeintlich unzuverlässiger Ethnien, den Polen beispielsweise. Während des deutsch-sowjetischen Kondomiums über Mittelosteuropa zwischen 1939 und 1941, in den Jahren des Hitler-Stalin-Paktes und verbunden mit der vierten Teilung Polens also, sei die Todesbilanz ausgeglichen gewesen.

„Zwischen 1941 und 1945 waren dann die Deutschen für fast alle politischen Morde verantwortlich“, schreibt Snyder. Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 markiert für Snyder den „Beginn einer Katastrophe, die sich der Beschreibung verweigert“. Während dieses Krieges hätten die Deutschen etwa 10 Millionen Menschen ermordet, „darunter über fünf Millionen Juden und drei Millionen Kriegsgefangene“. Letztere seien ab Sommer 1941 von der Wehrmacht – entgegen allen kriegsvölkerrechtlichen Bestimmungen – weder registriert, geschweige denn hinreichend ernährt worden. Massensterben war hier Programm von Anfang an.

Einen zeitweiligen Aufschub vor der Ermordung durch die Deutschen ermöglichte nur die Zwangsarbeit in oder für Deutschland. Snyder geht bei Kriegsende 1945 vom Aufenthalt von 8 Millionen jüdischen und nichtjüdischen Zwangsarbeitern aus dem Osten in Deutschland aus.

Kritik am Sowjetsystem geriet schnell unter FaschismusverdachtBereits im Jahr des Ausbruchs des Spanischen Bürgerkrieges macht Snyder ein Phänomen aus, das in großen Teilen der Welt noch lange nachwirken sollte. „Die öffentliche Meinung Europas hatte sich 1936 so polarisiert, dass es tatsächlich schwierig war, das Sowjetregime zu kritisieren, ohne in den Verdacht zu gelangen, für Hitler und den Faschismus einzutreten“, so Snyder. Das hätte der damaligen Schwarz-Weiß-Logik des Nationalsozialismus und der Volksfront entsprochen, deren Geschäftsbedingungen von den Kommunisten in den jeweiligen Ländern und deren Vormacht, der Sowjetunion, bestimmt werden sollten.

Dieses moralische Dilemma musste nach den Verbrechen und der totalen Niederlage der Nationalsozialisten umso wirkungsvoller sein. Insbesondere galt es in den Parteidiktaturen Mittelosteuropas als Kern der Staatsräson und Keule gegen jeden Emanzipationsversuch im Innern wie gegenüber der östlichen Supermacht.

Doch anders als in den 1930ern gab es nach 1945 etwas Drittes neben Nationalsozialismus und Sowjetkommunismus, worauf auch Snyder verweist. Der wirtschaftlich prosperierende sowie kulturell und politisch attraktive Westen mit seiner Vormacht USA und Israel als Heimstatt aller Juden sei gleich nach Kriegsende die neue Herausforderung für die spätstalinistische Sowjetunion geworden. Eine Herausforderung, die der greise Stalin von Beginn an antizipiert habe. Von daher erklärt Snyder die spätstalinistischen, zumindest antizionistischen Kampagnen im Ostblock. Sie fanden ihren unrühmlichen Höhepunkt im Slansky-Prozess in der Tschechoslowakei.

Auch geostrategisch gibt es für die mittelosteuropäischen Nationen nach dem Ende der Sowjetunion ein Drittes: eine Option neben der Entscheidung, Satellit der einen oder der anderen benachbarten Großmacht zu sein. Den Rahmen bilden die Europäische Union und eben auch die NATO nebst beider Nachbarschafts- und Kooperationsangebote.

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Bloodlands
Timothy Snyder, CH Beck Verlag 2011, 29,95 Euro

Polen und die Ukraine, der Kernbereich der Bloodlands, werden in diesem Jahr als gemeinsame Gastgeber der Fußballeuropameisterschaft in das Interesse einer breiteren Öffentlichkeit rücken. Snyders Buch kann helfen, diese beiden großen europäischen Länder und deren Geschichte besser zu verstehen.

Preiswürdig ist Snyders Buch allemal – und auch für sich allein. Ob die Preisverleihung an Snyder im März zu Kontroversen führt, wird man sehen. Die Buchmesse-Macher scheinen sich dagegen gewappnet zu haben: durch die Verleihung des Preises für europäische Verständigung zu gleichen Teilen an Ian Kershaw und Timothy Snyder. Diese Immunisierungsstrategie, sollte sie denn eine sein, hat Bloodlands nicht verdient.


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