Premiere für den ersten Band der Leipziger Stadtgeschichte am 24. November

Den Dienstag, 24. November, können sich Freunde der Leipziger Geschichte schon einmal rot anmalen im Kalender. Dann wird der Band 1 der neuen "Geschichte der Stadt Leipzig", der die Leipziger Geschichte von den Anfängen bis zur Reformation behandelt, zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. An die Buchpräsentation um 18 Uhr in der Universitätsbuchhandlung Leipzig schließt sich eine Signierstunde mit dem Herausgeber Enno Bünz an.
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Es ist auch ein Termin, der noch einmal auf die Schwierigkeiten einer wirklich detailgenauen Geschichtsschreibung für Leipzig eingeht. Denn die schlichte Wahrheit ist: Für die ersten 500, 600 Jahre fehlt es an so etwas wie einer belastbaren Geschichtsschreibung. Sehr im Unterschied zu anderen deutschen Städten. Viele Reichs-, Hanse- und Bischofsstädte hätten sich schon im Hochmittelalter eine Geschichtsschreibung geschaffen, betont Enno Bünz in der Einleitung zum 1.056 Seiten starken Band 1: „Lediglich im Thomasstift pflegte man ein gewisses Geschichtsinteresse, aber dieses galt dem regierenden Fürstenhaus, wie das ‚Chronicon principum Misnensium‘ verdeutlicht, oder der Geschichte der eigenen Gemeinschaft, wie an der erhaltenen Materialsammlung ablesbar ist, die für die um 1500 entstandenen, aber nicht überlieferten Thomasannalen des Georg Horn von Sesslach angelegt wurde. Erst nach der Reformation regte sich das Bedürfnis, Leipziger Stadtgeschichte im größeren Zusammenhang zu beschreiben.“

Wirklich systematisch ging es aber dann erst 1689 los, als die von David Peifer (*1530 Leipzig, †1602 Dresden) geschriebene vierbändige Geschichte postum endlich im Druck erschien. Was kein Zufall war. Denn es war die Aufklärung, die zum ersten Mal wirklich wissenschaftliches Interesse am Gang der Geschichte zeigte. In diesen Zusammenhang gehört die „Leipzigische Cronicke“ von Tobias Heydenreich (1589 –1650) und die bis heute viel zitierte Chronik des Johann Jacob Vogel (*1660 Leipzig, †1729 Panitzsch).

Man begann zwar eifrig zu sammeln und nach alten Belegen zu forschen. Aber bis in die Neuzeit haben sich auch viele Mythen und Legenden zur Leipziger Geschichte erhalten, einige von Leipziger Stadtführern nach wie vor mit Wonne weitererzählt. Andere Mythen und Irrtümer kamen frisch hinzu und halten sich wie Teerflecken im Gewebe der Leipziger Stadterzählung.

Und das, obwohl auch die Stadtarchäologie der letzten Jahre dazu beigetragen hat, alte und zumeist romantische Vorstellungen vom Werden der Stadt zu widerlegen und der wirklichen Stadtwerdung auch neue Erzählstrukturen zu geben.

Das trifft auch auf jenen Zeitraum zu, in dem Leipzig erstmals auch Erwähnung in schriftlichen Quellen fand. Deswegen wird ja 2015 gefeiert, denn für den 20. Dezember 1015 hat der fleißig schreibende Bischof Thietmar von Merseburg ja erstmals dieses kleine Libzi erwähnt, das erst in den folgenden Jahrhunderten wirklich seine Bedeutung als Marktflecken direkt an einem wichtigen Straßenkreuz und Flussübergang entfalten sollte.

Tatsächlich gehört Leipzigs Etablierung als befestigter Ort ja in eine ganze Reihe der damaligen Gründungen im heutigen Sachsen. Enno Bünz, der nicht nur als Autor fungierte, sondern auch als Steuermann und Herausgeber für diesen ersten Band der vierbändigen Stadtgeschichte, erwähnt als Beispiel die späteren Städte Meißen (Ersterwähnung 929), Eilenburg und Wurzen (961), Rochlitz (968), Zwenkau (um 970), Belgern und Torgau (973), Döbeln (979/981), Düben (981) und Bautzen (1002). In jedem dieser Fälle ging ein befestigter Ort der späteren, zumeist im 12. und 13. Jahrhundert erfolgten Stadtgründung voraus.

Und diese befestigten Orte entstanden nicht zufällig, sondern an strategisch unausweichlichen Punkten und Übergängen, die zumeist schon von den hier siedelnden Slawen genutzt wurden. „Als ältere Voraussetzung der Stadtwerdung ist die verkehrsgeographisch günstige Lage des Ortes zu nennen. Die Lage Leipzigs ‚zwischen den Flüssen Elster, Pleiße und Parthe‘, wie es schon in einer in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts fabrizierten Urkundenfälschung auf den Namen Kaiser Heinrichs II. von 1021 aus dem Archiv des Hochstifts Merseburg heißt, wirkte offenbar kanalisierend auf den Verkehrsfluss“, benennt Bünz in Kapitel IV die wohl wichtigste Voraussetzung dafür, dass genau auf diesem Sandsporn über dem Zusammenfluss von Parthe, Elster und Pleiße ein Burgward entstand, der im 11. Jahrhundert schon eine regelrechte Siedlung mit Palisadenumzäunung und Landwirtschaft war. „Die Via regia oder Hohe Straße und ihre Kreuzung mit der Nord-Süd-Verbindung der späteren Via imperii sollte auch für die künftige Stellung Leipzigs als Messeplatz von größter Bedeutung werden.“

Von Schülern der August-Bebel-Schule rekonstruiert: So könnte "urbs libzi" im Jahr 1015 ausgesehen haben. Foto: Ralf Julke

Von Schülern der August-Bebel-Schule rekonstruiert: So könnte „urbs libzi“ im Jahr 1015 ausgesehen haben. Foto: Ralf Julke

Wichtig an der Stelle das Wörtchen „spätere“ vor via imperii, der Reichsstraße. Denn der Name Reichsstraße wurde im 10. Jahrhundert erstmals erwähnt, auch wenn der zugrunde liegende Handelsweg von der Ostsee (Stettin) über Wittenberg, Leipzig, Nürnberg zum Brenner und weiter nach Rom wohl schon in slawischer Zeit existierte, vielleicht sogar noch früher, denn auch in der frühen germanischen Zeit gab es rege Handelbeziehungen und viel genutzte Handelsrouten, die Nordeuropa mit Südeuropa verbanden. Zur via imperii wurde diese spezielle Handelsroute erst unter König Heinrich I., der sie damit zur Straße seines Reiches machte und damit unter königlichen Schutz stellte.

Was einer der vielen Faktoren ist, die Enno Bünz nennt, die erst in ihrer Komplexität die Ausgangslage dafür schufen, dass Leipzig sich zu einer der wichtigsten Handelsstädte im mitteleuropäischen Raum entwickelte.

Der von Thietmar von Merseburg erwähnte Meißner Bischof Eid, der am 20. Dezember 1015 in „urbe libzi“ verstarb, war hingegen auf der via regia unterwegs, der Königsstraße, die Osteuropa (Kiew, Krakow) über die Route Meißen – Leipzig mit Westeuropa (Frankfurt, Lyon) verband. Er war mit Geschenken des polnischen Königs für den deutschen Kaiser unterwegs, nachdem sich beide vorher erst mal militärisch geprügelt hatten, denn 1015 zeigte der polnische König noch reges Interesse an dem noch immer mehrheitlich von Slawen (Sorben) besiedelten Gebiet zwischen Saale und Oder.

Warum Eid ausgerechnet in Libzi starb und nicht weitergereist war nach Merseburg, das verrät Thietmar in seiner Chronik nicht. Hat er sich nach einer ermüdenden Reise auf der schwer passierbaren Straße bis nach Leipzig geschleppt, völlig erschöpft? Oder war er hier ausgebremst worden, weil der Knüppeldamm durch das Gebiet von Pleiße, Weißer Elster und Luppe zu dieser Jahreszeit nicht mehr passierbar war?

Das alles kann niemand beantworten. Geschichtsschreibung ist eine unermüdliche Suche nach neuen Spuren, Ausgrabungsstücken und schriftlichen Quellen. Die neue vierbändige Stadtgeschichte hält jetzt den aktuellen Forschungsstand fest und wird wohl in dieser Kompaktheit auf Jahrzehnte hinaus das Standardwerk bleiben. Was nicht ausschließt, dass schon die nächste Ausgrabung im inneren Leipziger Stadtgebiet neue Überraschungen bringt. Und dann freut sich der sächsische Chefausgräber wieder, weil er ein paar alte Irrtümer korrigieren kann.

Veranstaltungstipps:

Buchpremiere am Dienstag, 24. November, 18 Uhr in der Universitätsbuchhandlung Leipzig (Universitätsstraße 20) mit Herausgeber Enno Bünz. Eintritt frei.

Eine weitere Veranstaltung findet am Dienstag, 8. Dezember, in der Leipziger Stadtbibliothek (Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11) statt. Um 19 Uhr stellen Enno Bünz und der Verleger Gerald Diesener das Projekt der wissenschaftlichen Stadtgeschichte und deren ersten Band im Oberlichtsaal der Bibliothek vor. Der Eintritt ist auch hier frei.

1.000 JahreStadtgeschichte
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