25.4 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Ein bisschen weniger Leipziger Schule, ein bisschen mehr Alice im Wunderland

Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    Vielleicht wird man von dieser Künstlergruppe noch viel hören, die da am Freitag, 21. Oktober, zur Eröffnung ihrer ersten Gruppenausstellung in die Werkschauhalle (Halle 12) in der Spinnerei einlädt. DOKODEMODOOR nennt sich die Gruppe. Und sie versteht sich so ein wenig als kleines Kontra zur Leipziger Schule und Neuer Leipziger Schule. Wenn das mal gutgeht.

    Das japanische Wort dokodemodoor (Englisch „anywhere door“, deutsch also etwas wie eine „Überall-Tür“) beschreibt eine magische Tür, durch die man überall hin, an jeden beliebigen Ort reisen kann. Es nimmt Bezug auf die entschiedene formale wie inhaltliche Beweglichkeit, die die einzelnen künstlerischen Positionen miteinander verbindet.

    Diese Verbindungen kann man sehen und erfahren in der Gruppenausstellung DOKODEMODOOR. Zumindest kann man es versuchen. Denn gerade in dieser Gemeinsamkeit der zum Teil frappierend unterschiedlichen künstlerischen Blickwinkel, sehen die Mitglieder dieser jungen Künstlergruppe auch die Klammer für ihren Auftritt in der Spinnerei.

    Agnes Lammert (2013).
    Agnes Lammert (2013).

    Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 21. Oktober, um 17 Uhr in der Werkschauhalle auf dem Gelände der Baumwollspinnerei Leipzig.

    Die internationale, temporär agierende Künstlergruppe, bestehend aus Stephanie Dost, Aika Furukawa, Céline Germès, Franziska Güttler, Agnes Lammert, Mandy Kunze, Oskar Rink, Maria Sainz Rueda und Kathrin Thiele, von denen sechs Absolventinnen der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig sind, schloss sich vor einem Jahr zusammen, um mit dieser Ausstellung den Blick der Öffentlichkeit auf eine Generation von Künstlerinnen und deren Kunstschaffen zu lenken, die sich neben der prominenten „Neuen Leipziger Schule“ entwickelte.

    Was ja bekanntlich nicht einfach ist. Die Neue Leipziger Schule dominiert den Blick der Fachwelt, wenn es um Leipzig geht. Ist da überhaupt Raum für andere Spielweisen?

    Die an der Gruppenausstellung Beteiligten eint – so betonen sie – die kritische Auseinandersetzung mit dem Medium Malerei und das Ausloten von dessen Grenzen. Ein wenig versuchen sie dabei den bekannten erzählerischen Malduktus der Leipziger Schule zu verlassen: Es kommen altmeisterliche Techniken zur Anwendung, werden expressive Farbwahrnehmungsuntersuchungen durchgeführt oder Prozesse bis zur vollständigen Dekonstruktion konventioneller Grenzziehungen zwischen Malerei und Skulptur vollzogen.

    Kathrin Thiele (2014).

    Kathrin Thiele (2014).

    Die bildliche Klammer: den scheinbar eindeutigen Sehraum der Realität ganz bewusst mit künstlerischen Möglichkeiten zu verlassen. Ein bisschen ist das dann so wie bei Alice im Wunderland. Nur dass Alice nicht unbedingt mit den Ereignissen im Kaninchenloch gerechnet hat – die Künstler von DOKODEMODOOR aber arbeiten bewusst mit dieser Grenzüberschreitung.

    Oder um die Einladenden zu zitieren: „Die Idee eines Wortes, einer Tür, die einen Menschen an jeden Ort seiner Wünsche bringen kann, lässt zum einen an eine Qualität von Kunst denken, Türen zu öffnen und neue Horizonte, Welten, Gedanken zu zeigen. Zum anderen erinnert sie an die Tradition der Geheimtür, die versteckt hinter Bildern, Möbeln oder Wandtapeten, zu einem verborgenen, nur Eingeweihten zugänglichen Raum, Durch- oder Ausgang führt. Darüber hinaus verweist sie auf die niederländische Tradition der Idee des Fensters zur Welt, welche aufkam, als die Landschaft zum eigenständigen Genre in der bildenden Kunst wurde – und schließlich handelt Dokodemodoor auch von der zutiefst menschlichen Sehnsucht, sich einfach überallhin wünschen zu können, wo geliebte Menschen hingegangen, geflohen oder zurückgeblieben sind.“

    Die Eröffnungsrede am 21. Oktober hält Dr. Doris Apell-Kölmel, Kunsthistorikerin und Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Museums der Bildenden Künste Leipzig.

    Die vom Kulturamt Leipzig geförderte Ausstellung ist vom 22. Oktober bis 13. November jeweils Mittwoch bis Samstag zwischen 12 und 17 Uhr zu besichtigen in der Werkschauhalle, Spinnereistraße 7, Halle 12, 04179 Leipzig.

    Vernissage: Freitag, 21. Oktober, 17 bis 21 Uhr.

    In eigener Sache – Wir knacken gemeinsam die 250 & kaufen den „Melder“ frei

    https://www.l-iz.de/bildung/medien/2016/10/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

     

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige