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Die Spinnerei braucht trotzdem eine richtige ÖPNV-Anbindung

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    Seit August ist nun klar, dass sich Leipzigs Verwaltung mit ihren Plänen, das Naturkundemuseum in die Spinnerei-Halle 7 zu verlagern, völlig übernommen hat. Jetzt rückt der alte Standort wieder in den Blickpunkt. Am Mittwoch, 12. Dezember, soll der Stadtrat über die „Aufhebung Standortentscheidung Halle 7“ entscheiden. Aber da ist noch dieser sperrige Beschlusspunkt 5 zur ÖPNV-Anbindung des ganzen Spinnerei-Geländes.

    Denn die ist ja nach wie vor mehr als rudimentär. Wer mit Bahn und Bus kommt, muss auch zur schönsten Ausstellungseröffnung hunderte Meter weit laufen. Richtig spannend wird es, wenn auch noch Lofft und LTT in der Halle 7 zu Abendvorstellungen einladen – dann dürften sich viele Theaterbesucher fragen, wie sie da ohne eigenes Auto hinkommen sollen.

    Jeder Spinnereirundgang in der Baumwollspinnerei zeigt, dass dann jedes Mal auf den Straßen ringsum das Parkchaos ausbricht, weil die meisten Besucher eben doch lieber das Auto nehmen, um hinzukommen.

    Deswegen war der Auftrag im beschlossenen Plan, das Naturkundemuseum in die Spinnerei zu verlegen, dazu auch eine verlässliche ÖPNV-Verbindung zu schaffen, so wichtig. Eigentlich erübrigt sich der Bedarf ja nicht, auch wenn jetzt keine Schulklassen mehr zum Besuch im „tollsten Naturkundemuseum Mitteldeutschlands“ nach Plagwitz-Lindenau fahren werden.

    Aber in der jetzigen Vorlage der Stadt zur Beendigung der Pläne steht nur der vorsichtige Satz: „Die verbesserte Anbindung der Halle 7 an den ÖPNV wird unabhängig vom Naturkundemuseum Leipzig weiterverfolgt.“

    Das heißt mal wieder alles und nichts. Was zwei Fraktionen im Stadtrat so nicht stehen lassen wollen. Sie haben sich in der Kürze nicht abstimmen können, deswegen gibt es zwei Anträge zum selben Thema.

    Die Grünen-Fraktion hat sich ganz kurz gehalten, will den Beschlusspunkt 5 nur ersetzen durch die Formulierung: „Die Verwaltung legt im 1. Quartal 2019 ein Konzept vor, wie die Spinnerei insgesamt und damit auch die Halle 7 ab dem Fahrplanwechsel Herbst 2019 besser an den ÖPNV angebunden wird.“

    Damit wird der Auftrag konkret und nicht weiter im Nebulösen gelassen.

    Aber noch konkreter wird die Linksfraktion. Die hat nämlich die ursprüngliche Vorlage zur Standortverlegung des Naturkundemuseums in die Spinnerei noch einmal gelesen und stellte dabei verblüfft fest, dass das damals schon viel genauer formuliert war, nicht so wischiwaschi.

    Deshalb beantragt sie schlicht, den wesentlich konkreteren Text von 2016 wieder zu übernehmen: „Diese Formulierung entspricht exakt dem bereits im Januar 2016 gefassten Beschluss. Der von der Verwaltung in der Vorlage formulierte Punkt 5 würde hinter diesen zurückfallen.“

    Deswegen soll der alte Text genau so wieder übernommen werden:

    „Bis Ende 2019 ist die Halle 7 mit einer Direktverbindung an den ÖPNV anzuschließen. Die Haltestelle sollte nicht mehr als 100 m vom Eingang entfernt sein. Diese Planung ist im neu zu erstellenden Nahverkehrsplan aufzunehmen.“

    Der Stadtrat tagte: Was hat zum Planungs-Desaster beim Naturkundemuseum in der Spinnerei geführt? + Video

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