Die von der krudebude kuratierte Gruppenausstellung „Utopie in der Parzelle“, die am 13. Mai eröffnet wird, fragt nach dem Kleingarten als Sehnsuchtsort des Stadtmenschen: Welche Utopien werden in den Parzellen ausgelebt? Welche Vorstellungen von Zusammenleben stecken dahinter? In welchem Verhältnis stehen Parzellen zur Stadt? Welche Vorschläge bieten sie uns für eine nachhaltige, gerechtere Zukunft?

Neun Künstler/-innen zeigen in der Projektwohnung Arbeiten in Skulptur, Fotografie, Performance und Installation, die aus der Auseinandersetzung mit diesen Fragen entstanden sind.

Mit gesellschafts-reflexivem, phänomenologischem, abseitigem und zukunftsgewandtem Blick setzen sich die Arbeiten der Ausstellung „Utopie in der Parzelle“ mit Kleingartenkultur, -leben und -ästhetik auseinander. Dabei geht das Hinterfragen kurioser Einzelerscheinungen fließend über in das Entwickeln von Visionen und die Spiegelung gesellschaftlicher Realitäten an den Gartenparzellen.

In der Vielfalt der künstlerischen Ansätze zeigt sich der Facettenreichtum des Kleingartenkosmos und seine reichen Bedeutungsschichten: So ist die Parzelle gleichzeitig Crime Scene, durchdrungen von gesellschaftlichen Dogmen, aber auch Kunst-Ort und Fluchtpunkt der Sehnsucht nach Kontakt mit der Natur: Widersprüche sind also Teil des Deals, wenn es um die Auseinandersetzung mit dem Kleingarten geht. Diese durchleuchtend, entsteht in der Ausstellung ein detailreiches Vexierbild, das keine simplen Antworten bereithält.

Abgerundet wird die Ausstellung durch einen Aktions- und Begegnungstag mit buntem Programm im Kleingartenverein (KGV) An der Parthe, der am 21. Mai stattfindet. Hier haben Besucher/-innen die Chance, die garteninteressierten Nachbar/-innen des Viertels kennenzulernen, spannende Gartenworkshops zu besuchen, Kunst, Musik und Kulinarisches zu genießen.

Dieses Projekt wurde gefördert aus Mitteln des Verfügungsfonds WEP Aufwertungsgebiet Schönefeld, aus Mitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, durch die Leipzigstiftung und das Kulturamt Leipzig.

Gruppenausstellung „Utopie in der Parzelle“ in der krudebude, Stannebeinplatz 13, vom 13. bis 29. Mai. Vernissage ist am Freitag, 13. Mai, um 18 Uhr.

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag 17–20 Uhr, So 15–18 Uhr

Lesung „Verwundene Fäden“: Sonntag, 15. Mai, 17 Uhr

Teilnehmende Künstler/-innen: Nick Harde, Fabian Heublein, Elena Kirchhoff, Bea Nielsen, Anne Pruy, Susanne Ruccius, Yoav Schutzer, Micha Seefeldt, David Tiefenthaler

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