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Lene-Voigt-Gesellschaft lädt junge Sprachtalente zum nächsten Wettbewerb ums Gaggaudebbchen ein

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    Die Lene-Voigt-Gesellschaft hat einen neuen Vorsitzenden und kann - Aufatmen im Rund - weitermachen. Klaus Petermann heißt der Tapfere, der jetzt die Nachfolge der 2014 verstorbenen Edelgard Langer angetreten hat. Und so kann auch der Mundartwettbewerb für die Schüler - der Wettbewerb ums Gaggaudebbchen - 2015 nun wieder stattfinden.

    Klaus Petermann ist der Leipziger Mundartszene ebenfalls kein Unbekannter. Da landet eigentlich jeder, der irgendwann seine Liebe zur Leipziger Variante der sächsischen Mundart entdeckt – so im Allgemeinen. Im Speziellen werden die meisten zumeist angesteckt, wenn sie mit den Texten von Lene Voigt in Berührung kommen. Für Klaus Petermann war es das Bändchen „Lauter gleenes Zeich zum Vortragen“. Das begegnete dem 1961 Geborenen just während des Deutsch-Lehrerstudiums in Leipzig. Nun hatte er sie „schwarz auf weiß, die gute sächsische Mundart“, schreibt er.

    Und weil man so etwas nicht für sich allein genießt im stillen Kämmerlein, ist Petermann mittlerweile mit eigenen Mundart-Programmen unterwegs und bringt die Leute zum Johlen. Zwar spricht kaum noch ein Leipziger das hiesige Idiom. Ein Uni-Professor hat es sogar zu einer ausgestorbenen Spezies erklärt.

    Aber verstehen tun’s doch die Meisten. Und die Meisten begegnen dem Original eben auch zum ersten Mal, wenn sie in erstklassige Kabarettvorstellungen gehen, in gute Mundart-Programme oder zu einem der Wettbewerbe, die die Lene-Voigt-Gesellschaft veranstaltet, um für Lene und ihren kunstvollen Umgang mit der Heimatsprache Werbung zu machen.

    Für die älteren Lern- und Vortragslustigen gibt es den Wettbewerb um die „Gaffeganne“, der 2014 aus bekannten Gründen ausfallen musste. Und beim Wettbewerb um das „Gaggaudebbchen“ treten die Schülerinnen und Schüler an. Das war vor ein paar Jahren stets ein überschaubares Völkchen. Da räumte fast immer die Lene-Voigt-Schule die meisten Debbchen ab. Aber siehe oben: Deutschlehrer stoßen, wenn sie belesen sind, irgendwann alle mal auf Lene Voigt. Mittlerweile liegt ja der größte Teil ihrer Arbeiten in gedruckter Form vor. (Wer sich abends einsam fühlt, dem sei die Lene-Voigt-Gesamtausgabe ans Herz gelegt.)

    Und mittlerweile gibt es schon mehrere Schulen in Leipzig und Delitzsch, die ihre kleinen Lene-Voigt-Spezialisten zum Wettbewerb delegieren. Seit 2014 übrigens mit Vorausscheid – alle Bewerber würden gar nicht auf die Bühne des Kabaretts Sanftwut passen, wo die Wettbewerbe stattfinden.

    Aber natürlich sollen auch Kinder und Jugendliche aus anderen Schulen und Orten aus dem Verbreitungsgebiet der Leipziger Mundart eine Chance haben, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Deswegen hat Klaus Petermann schon einmal die Einladung für den Gaggaudebbchen-Wettbewerb 2015 formuliert:

    Der findet in diesem Jahr am 27. Mai ab 15.00 Uhr im Leipziger Kabarett „Sanftwut“ statt.

    Petermann: „Zu dieser nun schon traditionellen Veranstaltung lädt auch dieses Jahr wieder die Lene-Voigt-Gesellschaft e.V. Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 15 Jahren ein, die Spaß daran haben, einen Text der Leipziger Mundart-Ikone Lene Voigt (1891-1962) zu rezitieren. Wem unser scheenes Sächsisch am besten aus ‚dr Gusche‘ fließt, darf sich über das ‚Gaggaudebbchen‘ freuen. Alle Teilnehmer erhalten für ihren Mut und ihre Mühe Urkunden und Präsente.“

    Schriftliche Anmeldungen mit Angabe des gewählten Textes nimmt die Lene-Voigt-Gesellschaft bis zum 13. Mai entgegen. Weitere Informationen gibt’s bei der Lene-Voigt-Gesellschaft e.V. im Haus des Buches (Gerichtsweg 28).

    Für Mitglieder und Mitwirkende ist am 27. Mai der Eintritt frei, Gäste bekommmen das Vergnügen für 5 Euro Eintritt zu hören und zu sehen.

    Nächster Termin der Lene-Voigt-Gesellschaft ist übrigens Lene Voigts Geburstag am Freitag, 2. Mai. Da trifft man sich um 14:30 Uhr zum Besuch ihrer Grabstelle auf dem Südfriedhof.

    Und am 27. Oktober wird gefeiert: Da steht der 20. Jahrestag der Gründung der Lene-Voigt-Gesellschaft auf dem Kalenderblatt. Und das wird dann in großer Runde gefeiert – im Kabarett „Sanftwut“ natürlich.

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