Noch mehr Lesungen, die trotz Absage der Buchmesse stattfinden

Für alle LeserNachdem die Leipziger Buchmesse und damit das Lesefest „Leipzig liest“ am 3. März offiziell abgesagt wurde, haben natürlich auch viele Veranstalter überlegt, ob die in ihrem Haus geplanten Lesungen nicht doch stattfinden könnten. Denn natürlich haben sich auch Literaturliebhaber aus der Region schon seit Wochen auf diese Begegnungen mit Autoren und Verlagen gefreut. Und vier Häuser meldeten zum Wochenende: Ja, wir laden ein. Das Programm steht.
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Blauer Salon des Central Kabaretts

In diesem Jahr wurde die Leipziger Buchmesse leider abgesagt, weshalb es keine Lesungen im Krimikeller (Barfusz Club) geben wird. Die Lesungen im Blauen Salon des Leipziger Central Kabaretts finden, nach Absprache mit den Autoren, vom 11. bis 13. März vereinzelt statt. Für die geplanten Lesungen, welche vom Krimikeller (Barfusz Club) in den Blauen Salon verlegt wurden, ist der Eintritt frei, lädt das Central Kabarett ein.

Das „jüngste“ unter Leipzigs Kabarett-Häusern überzeugt durch die Verknüpfung von anspruchsvollen Programmen und einer gehobenen gut bürgerlichen Gastronomie. Im historischen König-Albert-Haus, direkt am Leipziger Markt gelegen, hat sich das Central Kabarett von einem „Geheimtipp“ zur festen Größe in Leipzigs Kabarett-Landschaft gemausert.

Das stilvolle Ambiente und die gemütlichen Sitzplätze an Tischen stimmen den Besucher schon vor der Veranstaltung auf einen unterhaltsamen Abend ein. Der Blaue Salon ist innerhalb des Kabaretts ein weiterer Raum für noch mehr Programme.

Die Lesungen im Blauen Salon:

Mittwoch: 11. März, 19 Uhr: 14. Lange Leipziger Kriminacht (Blauer Salon)

Donnerstag, 12. März, 18:30 Uhr: Benefizlesung: Sebastian Fitzek liest „Das Geschenk“ (Leipziger Central Kabarett)

Freitag, 13. März:

16 Uhr Ralf Scharrer: „Dem Wahnsinn entkommen. Ein Stalking Roman“ (Blauer Salon)
17 Uhr Jörg H. Trauboth „Omega“ (Blauer Salon)
18 Uhr Jürgen Stalph liest Young-ha Kim „Aufzeichnung eines Serienmörders“ (Blauer Salon)
19 Uhr Andreas Wagner „Die Präparatorin“ (Blauer Salon)

21 Uhr Love Bites: Die erotische Revue (Blauer Salon)

Buchmessesalon im SeitenBlick

Nachdem die Absage der Buchmesse auch die Buchhandlung SeitenBlick am Lindenauer Markt in Lindenau halbschwer getroffen hat, die ursprünglich geplante Veranstaltung ebenfalls leider ausfallen musste, haben sich Jacqueline Simon und Ansgar Weber eine Alternative überlegt.

Am gedachten und gefühlten Buchmesse-Samstagnachmittag, am 14. März, lädt die Buchhandlung von 13 bis 18 Uhr ein zum Buchmessesalon mit überdurchschnittlich vielen neuen Büchern (gerade aus kleineren, unabhängigen Verlagen wie Guggolz, Jung und Jung oder Edition Nautilus), unzähligen Verlagsprospekten, ungeahnten Give-Aways, gewöhnlichen Warmgetränken, kleinen Kuchen und natürlich der roten Schweizer Lesebank.

Veranstaltungen im Gohliser Schlösschen

Lesungen im Salon im Erdgeschoss des Gohliser Schlösschens

Donnerstag, 12. März:

16 Uhr, Grit Kurth „Der furchtsame Schmetterling und andere Mutmacher-Märchen“ u. a.

21 Uhr, Verena Noll – Ödön von Horvath „Der ewige Spießer“

Eintritt: 8 Euro pro Lesung

Freitag, 13. März

17 Uhr, Frauke Weigand liest aus ihrem „Business-Knigge

19 Uhr, Julia Kulewatz: aus den Anthologien „Vom lustvollen Seufzer des Sudankäfers“ und „Jenseits BlassBlau“ (Debütlesung)

20:30 Uhr, Henner Kotte „Geisterseher, Büchermörder und Edgar Wallace“ – Leipzigs kriminalliterarische Fakten

Eintritt: 8 Euro pro Lesung

Samstag, 14. März

16 Uhr: Michael Oertel – Kinderlesung aus: „Helfe-Elfe Magda in den Rocky Mountains“

18 Uhr, Sonderveranstaltung LESELUST im Schlösschen: Sibylle Kuhne – künstlerisches Wort. „Ich mach ein Lied aus Stille“. Zum 90. Geburtstag von Eva Strittmatter

Eintritt: 8 Euro pro Lesung

Lesungen im Festsaal

Donnerstag, 12. März:

18 Uhr, Gisela Kohl-Eppelt, Eva Lehmann-Lilienthal, Maria Hoffmann, Sybille Kuhne – „Herzgewitter“ – Bewegende Verse & lyrische Prosa (GEDOK). Eintritt: kostenfrei

Freitag, 13. März

18 Uhr, Dagmar Dusil, Linde Unrein, Jutta Pillat, Brunhild Fischer: „So oder so ist Leben“. Poetische Investitionen zur Ermunterung (GEDOK). Eintritt: kostenfrei

Samstag, 14. März

19 Uhr, Anselm Retzlaff: „Chrysalis“ – Das Lyrik-Debüt eines jungen Autors. Poesie präsentiert mit musikalischer Umrahmung (Mirabilis Verlag). Eintritt: kostenfrei.

Lesefest in der Schaubühne Lindenfels

Die Schaubühne Lindenfels (Karl-Heine-Straße 50) zelebriert die Literatur und bietet auch nach der Absage von „Leipzig liest“ mit sieben Veranstaltungen ein engagiertes und facettenreiches Programm.

Mittwoch, 11. März, 19 Uhr: „Kinderraub der Nazis – Die vergessenen Opfer“. Filmpreview und Gespräch.

Die Nationalsozialisten verschleppten im Zweiten Weltkrieg zehntausende polnische Kinder und brachten sie in deutschen Familien unter. Einige von ihnen leben noch heute, zerrissen und ohne Wurzeln. Aus Gesprächen mit Betroffenen sind ein Film und ein Buch entstanden, das nun unter dem Titel „Als wäre ich allein auf der Welt“ im Herder Verlag erscheint.

Noch vor der Erstausstrahlung am 27. April im Ersten laden der Mitteldeutsche Rundfunk und die Deutsche Welle zur Filmpräsentation. Im Anschluss tauschen sich Moderator Stefan Noelke (MDR) und die Autorinnen des Films Monika Sieradzka (DW) und Elisabeth Lehmann (MDR) mit dem Zeitzeugen Herman Lüdeking und der Historikerin Prof. Dr. Isabel Heinemann aus.

Eintritt frei nach Voranmeldung unter events-pdh@mdr.de

Donnerstag, 12. März, 20 Uhr: „Change for Future“

Politische Fragen im Spiegel der Literatur, Musik und Kunst. Night-Talk. Große Themen unserer Zeit – Zukunftsideen über Klimawandel und Umweltverschmutzung, Solidarität und Zusammenhalt, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung, Entfremdung und Ausgrenzung, Aufarbeitung historischer Leerstellen – ausgelotet mit den Autor/-innen Wladimir Kaminer, Dorota Masłowska und Sofi Oksanen sowie den Gewinnerinnen der Venedig Biennale 2019: Rugilė Barzdžiukaitė, Vaiva Grainytė und Lina Lapelytė (Sun&Sea. Marina). Der Abend wird von Shelly Kupferberg moderiert, das Quartett Giedrė & Jazz Miniatures komplettiert ihn mit virtuosen Klängen aus Litauen.

Abendkasse: 8/6 (erm.) Euro

Freitag, 13. März, 19 Uhr: „Der brennende See“.

Lesung mit John von Düffel. Wer hätte gedacht, dass einmal die Wolken knapp werden könnten? Längst sind nicht nur die Menschen, sondern auch Wetter und Wasser Protagonisten der Geschichten, die es heute zu erzählen gilt. Der Wasserspezialist der deutschsprachigen Literatur John von Düffel widmet sich in seinem neuen Roman nicht nur dem natürlichen Zauber des Elements. Er nähert sich dem Wasser als knapper Ressource, als Politikum, als Lebensbedingung und Klima-Komponente und nicht zuletzt als Frage des Zusammenlebens der Generationen.

Der Eintritt ist frei.

Samstag, 14. März, 17 Uhr: „#Education for future“

Lesung und Gespräch mit Gerald Hüther, Marcell Heinrich und Mitch Senf. Bildung ist keine kultusministerielle, sondern eine zivilgesellschaftliche Aufgabe. Gerald Hüther, Marcell Heinrich und Mitch Senf rufen zu einem Umdenken auf. Ihr Ansatz: Unsere Kinder benötigen eine Vielzahl von Erfahrungsräumen, um sich all das aneignen zu können, was entscheidend für ihre Zukunft ist. Nur wirkliche Bildung und nicht nur optimale Ausbildung kann ihnen helfen, Halt und Orientierung in einer sich immer rascher verändernden Welt zu finden. Dafür braucht es uns alle – die ganze Gesellschaft. Eine Veranstaltung des Goldmann Verlags.

Der Eintritt ist frei.

Samstag, 14. März, 21 Uhr: „Schlesi-Sachs, Öster-Böhm“.

Lustvolle Prosa und Lyrik aus Schlesien, Sachsen, Österreich und Böhmen. Wo die Freude tanzt, dort bleiben auch die Musen gern. Margot reist nach Tollenstein, die Kindheit liegt in Schlesien, zwischen Prag und Wien schwimmt ein Wal, Leipzig versenkt des Pudels Kern, und es gibt nicht nur Goethe, sondern auch Mácha. Aktuelle und immer noch aktuelle Literatur zwischen Leipzig, Prag, Troppau und Wien mit den Autoren Ondřej Cikán, Ondřej Hložek, Matthias Senkel und Anatol Vitouch. Im Geiste anwesend sind Otokar Březina, Karel Hynek Mácha und Wynfried Schecke zu Gülitz. Eine Veranstaltung des Ketos-Verlags. Abendkasse: 5 Euro

Und als Zugabe: Die PARTEI Leipzig präsentiert im Rahmen von „Leipzig niest“

Am Freitag, 13. März, um 20 Uhr findet JETZT ERST RECHT im PARTEI-Büro (Demmeringstraße 74) die Lesung von Walter Boehlichs Kolumen aus dem Titanic-Magazin, jüngst erschienen im Verbrecher Verlag, und ein Konzert von Sparlight Express statt. Die Herausgeber/-innen Helen Thein und Christoph Kapp lesen aus den Titanic-Kolumnen.

Walter Boehlich (1921–2006) arbeitete als einer der strengsten Literaturkritiker seiner Generation u. a. für Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung, Deutsche Volkszeitung und Konkret, kannte den Kulturbetrieb wie nur wenige andere und war über zehn Jahre als Cheflektor beim Suhrkamp Verlag tätig. Er war Essayist, gab Sigmund Freud heraus, gründete den Verlag der Autoren, publizierte über Thomas Mann und Marcel Proust und übersetzte aus dem Französischen, Spanischen und Dänischen u. a. Marguerite Duras, Søren Kierkegaard, Virginia Woolf.

Von November 1979 bis Januar 2001 schrieb er monatlich eine politische Kolumne für das Satiremagazin Titanic und damit auch eine Geschichte der alten und der neuen Bundesrepublik. Das war und ist politische Aufklärung im besten Sinne: links, radikal, demokratisch. Im Nachruf der Titanic wurde Walter Boehlich als die „schillerndste, mysteriöseste und gleichzeitig ehrfurchtgebietendste Persönlichkeit der Titanic“ beschrieben. Nun erscheint eine Auswahl seiner Titanic-Kolumnen erstmals als Buch.

Sparlight Express bedeuten Scham, Schmerz und pure Unterhaltung. Renné Kauffmann und Georg „Fleischi“ Fleischfresser haben es sich mit ihrer „Frontalbespaßung“ zur Aufgabe gemacht, Frieden, Freiheit und Glück unter die Menschen zu bringen. Dabei helfen ihnen ihr eloquenter Charme und deftige Musik. Weil mir Freunde sin‘!

Leipzig bekommt doch noch ein kleines Lesefest

Hinweis der Redaktion in eigener Sache (Stand 24. Januar 2020): Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen. Doch eben das ist unser Ziel.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen und ein Freikäufer-Abonnement abschließen (zur Abonnentenseite).

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Aufrechterhaltung und den Ausbau unserer Arbeit zu unterstützen.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 350 Abonnenten.

 

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