Der Everest der Musik: 112 junge Musiker messen sich ab heute im Bach-Wettbewerb

Robert Levin lacht. Er hat jetzt eine grüne Tasche. Die grüne Tasche ist der kleine Marketing-Spaß am Rande des nunmehr 18. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig, der heute startet - mit Lampenfieber ab 11 Uhr. Mit Eröffnungskonzert schon am Abend des 4. Juli im Alten Rathaus. Ungefähr 120 grüne Taschen werden dieser Tage verteilt. Vielleicht sieht man auch so Manchen stolz damit durch die City laufen.
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Wenn nicht die Instrumententasche sowieso schon Last genug ist. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer des Bach-Wettbewerbs hat so eine froschgrüne Tasche bekommen. Schon mal als Begrüßungsgeschenk, bevor es ernst wird. Das Eröffnungskonzert mit dem Neuen Bachischen Collegium und der Sopranistin Marie Friederike Schöder (1. Preisträgerin 2008) war nur die Einstimmung. Ab heute wird es ernst. Für Jury und Bewerber.

192 junge Musiker aus aller Welt haben sich für den 18. (offiziell: XVIII.) internationalen Bach-Wettbewerb beworben. Es gab Zeiten, da hätten sie alle vorspielen dürfen. Doch das ist lange her. Seit acht Jahren gibt es eine Vorauswahl für die Bewerber. Denn mit gestiegenem Anspruch ist auch das Bewerberfeld in Leipzig größer geworden. Nicht dass der Wettbewerb nicht auch vorher als Musik-Wettbewerb einen guten Ruf hatte. Über die vergangenen 20 Jahre hat sich der Wettbewerb immer mehr „modernisiert“, wie Max van Egmond, Juryvorsitzender im Fach Gesang, den Vorgang beschreibt, den Prof. Robert Levin mit seiner Berufung zum Präsidenten des Wettbewerbs vor zehn Jahren noch forciert hat.Immer stärker ist das Werk Johann Sebastian Bachs in den Mittelpunkt des Wettbewerbs gerückt – und von den jungen Leuten, die sich beweisen wollen, wird nicht nur technische Brillanz erwartet, sondern auch intensive Auseinandersetzung mit dem Leipziger Barockkomponisten. Das stellt Ansprüche. Inhaltliche und technische. „Es gibt keinen Komponisten in der abendländischen Geschichte, der die Geistigkeit und die Geistlichkeit hat in seiner Musik wie Johann Sebastian Bach“, sagt Levin. „Bach ist die größte Herausforderung für Musiker, die es gibt.“

Und weil man das nicht einfach von jungen Musikern fordert und dann kommt das schon, hat Levin die Auswahl der Jury immer mehr auf Bach-Niveau gehoben. Weg von der Besetzung mit Hochschullehrern, sagt er, die dann doch wieder nur ihre Grabenkämpfe um den eigenen Nachwuchs ausfechten. Hin zu Spezialisten, die sich mit Bach-Pflege, Bach-Aufführungen und Bach-Interpretationen international einen Namen gemacht haben. Da kommen dann hoffnungsvolle Nachwuchsmusiker eben nicht nur nach Leipzig, um am Ende dann einen der jeweils drei Preise in den Fächern Orgel, Gesang oder Violoncello abzuholen, sondern um vor genau dieser Jury zu spielen.22 international renommierte Künstler hat Kevin in die Jury eingeladen. Jeweils zwei waren in den letzten Wochen schon mit der Vorauswahl beschäftigt. Denn pro Fach dürfen maximal 50 Interpreten im Wettbewerb dabei sein. Allein 102 hatten sich im Fach Gesang angemeldet. Eine DVD, die sie zuvor einsenden mussten, war der Maßstab. „Das war wirklich nicht leicht. Gerade in solchen Fällen, in denen wir schwankten zwischen ‚absolut Ja‘ und ‚absolut Nein'“, erzählt van Egmond aus der Auswahlrunde. Denn das gestiegene Niveau in Leipzig korrespondiert auch mit einem gestiegenen Niveau der Bach-Pflege weltweit. Der Mann macht Furore – auch von Wissenschaftlern getrieben, die die Musiker immer öfter dazu animieren, auch mit den historischen Instrumenten und historischer Interpretation der Kompositionen zu arbeiten.

Ergebnis im Fach Violoncello: Acht Bewerber von 42 reisen mit einem Barockcello an, zwei bringen sogar gleich zwei Instrumente mit. Sie suchen in Leipzig den Dialog.

Und selbst die Jury, deren Mitglieder ebenso aus aller Welt kommen, empfindet Leipzig – so Levin – als Drehkreuz für ihre eigene Auseinandersetzung mit Bach. Hier treffen sie sich am historischen Ort und können mit Gleichgesinnten auf höchstem Niveau über ihre Arbeit mit der Musik Bachs diskutieren.

Als Beispiel genannt seien im Fach Orgel David Higgs (USA), Tong-Soon Kwak (Südkorea), Ton Koopman (Niederlande), im Fach Gesang Ingeborg Danz (D), Max van Egmond (Niederlande) und James Taylor (USA) sowie Phoebe Carrai (USA), Peter Bruns (D) und Ivan Monighetti (Russland) im Fach Violoncello. Die großen Namen aus aller Welt animieren auch junge Musiker aus Ländern, die bisher eher selten in Leipzig auftauchten, sich bei diesem mittlerweile einzigartigen Wettbewerb zu versuchen. Robert Levin: „Die Musiker, die sich in Leipzig bewerben wollen, wissen: Sie stehen hier vor dem Everest.“Das kann einen einschüchtern. Aber wer wirklich etwas erreichen will in seinem Fach, für den ist das schon eine Olympia-Teilnahme. Und am heutigen 5. Juli wird es tatsächlich ernst. Die meisten Teilnehmer sind am 3. und 4. Juli angereist, die Organisten schon zwei Tage früher. Letztere haben sich ja erst mit den Instrumenten vertraut machen müssen, auf denen sie spielen. Jede Orgel ist anders.

Die Vorrunden finden am 5. und 6. Juli im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Theater statt, am 9. und 10. Juli in der Wenzelskirche in Naumburg. Der Ausflug ist neu im Programm. Er ist nicht der einzige. Denn das Semi-Finale, wenn nur noch sechs Bewerber im Fach Orgel dabei sind, kann man in Störmthal erleben. „Wir haben für beides einen Bus-Shuttle organisiert“, sagt Franziska von Sohl, die Pressesprecherin des Bach-Archivs. Die Busse bringen alle, die die Orgelwettbewerbe miterleben möchte, von der Thomaskirche entweder nach Naumburg oder nach Störmthal. Das Finale im Fach Orgel kann man dann am 13. Juli ab 20 Uhr in der Thomaskirche erleben.

Die Vorrunden im Fach Gesang finden im Museum für Musikinstrumente statt, das Semifinale am 1. Juli und das Finale am 13. Juli dann in der Michaeliskirche am Nordplatz.

Und im Fach Violoncello/Barockvioloncello finden die Vorrunden im Großen Saal der Leipziger Baptisten-Gemeinde in der Bernhard-Göring-Straße 18-20 statt. Das Semifinale kann man am 11. Juli in der Evangelisch-reformierten Kirche am Tröndlinring erleben und das Finale am gleichen Ort am 13. Juli ab 18 Uhr.Das Publikum kann überall dabei sein. Es lohnt sich, denn die jungen Leute, die jetzt nach Leipzig gekommen sind, sind auf dem Sprung in eine eigene professionelle Karriere. Viele von ihnen wird man wiedersehen und wiederhören – bei diversen Konzerten im Gewandhaus zum Beispiel, in den Aufführungen großer Orchester, in eigenen Einspielungen auf CD. Manche werden mit Bachs Musik verblüffende Experimente wagen, andere werden mit Brillanz die Schönheit der Barockmusik wieder zum Leben erwecken.

Die einzelnen Wettbewerbe der 1. und 2. Runde und auch die Semifinals kosten nur 5 Euro Eintritt pro Veranstaltung. Und was die jungen Musiker aus Deutschland, Südkorea, den USA, Russland, Japan, Frankreich usw. bieten werden, wird faszinierende Musik sein. Die eigentliche Arbeit dabei haben ja die Juroren, die entscheiden müssen, wer eine Runde weiter kommt. Die jungen Musiker kommen übrigens aus 38 verschiedenen Ländern. Bach hat die sächsischen Landesgrenzen längst gesprengt.

Die Finals kosten für Zuhörer 7,50 Euro pro Veranstaltung.

Die offizielle Verleihung der Preise ist dann am Samstag, 14. Juli, im Alten Rathaus (Beginn 15 Uhr). Und am selben Tag um 20 Uhr findet in der Thomaskirche das Preisträgerkonzert statt, wo man dann die Besten der Besten alle in einem Konzert hören kann. Eintritt dazu: 20 Euro, ermäßigt 12 Euro.

Es gibt auch eine Dauerkarte des Bach-Wettbewerbs, die für alle Vorspiele gilt und dazu berechtigt, Karten für das Eröffnungs- und Preisträgerkonzert zum ermäßigten Preis zu kaufen. Sie ist zum Preis von 30 Euro erhältlich. Die Karten kann man im Bach-Archiv am Thomaskirchhof und an den bekannten Vorverkaufsstellen in der Stadt erwerben.

Aber auswählen muss man selbst. Die Broschüre zum Wettbewerb ist 130 Seiten dick und stellt die Jury vor und alle 112 Teilnehmer, die tatsächlich nach Leipzig angereist sind. Mit Bildchen und kurzer Ausbildungsbiografie.

Der Rest ist Musik. Und nun ist es auch endlich raus: Es ist der Everest der Musik. Da geht nichts drüber. Everest müsste er heißen.

Alle weiteren Informationen: www.bach-wettbewerb-leipzig.de


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