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Die Klangkunst-Konzertreihe LiLe kommt diesmal zu ihren Zuhörer/-innen ins Wohnzimmer

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    Keine Konzerte. Das trifft nicht nur die klassischen Orchester und Musiker/-innen, das trifft auch die moderne und experimentelle Musik. Und auch da hilft nur eins, wenn Publikum und Musiker/-innen den Kontakt im Corona-Lockdown nicht verlieren sollen: Musik über den Äther und dann vielleicht noch als Kassette direkt nach Hause zu den Musikfreunden. So kann sich das auch LeipziXP – die lokale Plattform für experimentelle Musik & Klangkunst – vorstellen. Sendetermine sind am 18. und 19. Dezember.

    „Aufgrund der aktuellen Situation finden die Konzerte der beliebten Lile-Konzertreihe für experimentelle Musik nicht statt. Trotzdem müssen unsere Zuhörer/-innen nicht auf den Genuss der Konzerte verzichten“, meint Ellen Fischer von LeipziXP.

    „Unsere Idee: ,Konzerte to go‘. Wir werden zum einen eine Radiosendung mit unseren Künstler/-innen streamen und zum anderen werden Tapes mit Aufnahmen von unseren Künstler/-innen gegen Spende erhältlich sein.“

    Die Radiosendungen mit den Interpret/-innen der Lile-Konzertreihe werden am 18. und 19. Dezember jeweils um 20 Uhr bei der Leipziger Radioplattform Sphere-Radio laufen.

    Die Kassetten können bis zum 30. Dezember 2020 bestellt werden. Ellen Fischer: „Am 30. Dezember werden wir die Anzahl der bestellten Kassetten produzieren und den Zuhörer/-innen ihr ,Konzert to go‘ nach Hause schicken. Zusätzlich bekommen die Hörer/-innen einen Download-Link, damit sie die Musik sofort oder ohne Kassettenspieler hören können.“

    Musik & Tanz mit Lotus Edde-Khouri & Jean-Luc Guionnet (Paris). Foto: LeipziXP
    Musik & Tanz mit Lotus Edde-Khouri & Jean-Luc Guionnet (Paris). Foto: LeipziXP

    Was kann man am 18. und 19. Dezember auf Sphere-Radio hören?

    18. Dezember

    Christine Sehnaoui und Pascal Battus trafen sich vor zehn Jahren in Paris, seitdem treten sie als Duo auf. Die Mischung ihrer Klänge ist unverkennbar gelungen, absolut faszinierend und ein Angriff auf die Sinne. Im Duo spielt Pascal seine eigene Kreation: Rotierende Mini-Plattformen bestehend aus kleinen motorisierten Komponenten, die aus dem Inneren alter Walkmans stammen.

    Diese wirken als Reize auf verschiedene Objekte, wie z. B. Papier, Plastik sowie Holz- oder Metallstücke, die wiederum als Vibratoren fungieren. Christine hat eine sehr persönliche Sprache mit erweiterten Techniken und komplexen Mustern, mit denen sie die mikrotonalen Aspekte des Saxofons, bzw. hoher Töne erforscht. Sie erzeugt raffinierte Zungentricks, angehauchte Atemzüge, spuckende Knurrgeräusche, Beiß- und Schnitttöne oder hauchende Echoklänge aus der Glocke ihres Instruments.

    Chris Weinheimer & Cornelia Friederike Müller aka CFM widmen sich der Musique concrète. Diese hat von Beginn an mit der Aufnahme und Bearbeitung vorgefundener Klänge und mit elektronischer Klangerzeugung gearbeitet. Aus den real existierenden Klängen und Alltagsgeräuschen wird die abstrakte, musikalische Komposition geschaffen. In deren Beitrag werden sie aus der Synthese dieser Ansätze heraus Improvisation und Komposition mischen. Cornelia Friederike Müller: Elektronik, Chris Weinheimer: Flöten.

    19. Dezember

    Lotus Eddé Khouri & Jean-Luc Guionnet: Lotus Eddé Khouri arbeitet an Performances, Shows und Videos, in denen Tanz, immer auf seinen einfachsten Apparat reduziert wird. Mit anderen Praktiken werden diese kombiniert und Situationen, ob täglich oder einzigartig, mit dem Wunsch, die Reibung der Zeit zu erfahren, in Raum und Stimmung übergeben.

    So entsteht die Möglichkeit mehrfacher Aufmerksamkeiten, für den- und diejenigen, die zuschaut. Jean-Luc Guionnet studierte plastischen Künste an der Sorbonne und widmete sich dann der Musik und der Klangkunst, durch akusmatische Kompositionen, Instrumentalkompositionen, instrumentale Improvisation auf Saxophone, Telefon und Orgel.

    Simone Weißenfels: Simone Weißenfels zählt zu den profiliertesten und vielseitigsten ostdeutschen Künstlerinnen im Bereich der zeitgenössischen und klassischen Musik sowie auf den Gebieten der Improvisation bis hin zu ambient und Noise.

    Sie studierte an der Hochschule für Musik Leipzig sowie in Moskau bei Prof. A. A. Alexandrov. Sie arbeitet oft genreübergreifend und bewegt sich in den Bereichen zeitgenössische und klassische Musik, Jazz, Improvisation bis electronica. Seit 1999 unterrichtet sie Klavier beim Thomanerchor der Stadt Leipzig und seit vielen Jahren auch an der Schule Neue Musik.

    Die Konzertreihe

    LiLe – die Konzertreihe für experimentelle Musik des LeipziXP e. V., das sind 14 internationale Künstler/-innen mit Sitz in Deutschland, Frankreich oder der Schweiz und zwölf Musiker/-innen der lokalen Leipziger Szene. Diese präsentieren einen breiten Horizont des Musikstiles, mit Improvisation und Komposition, mit klassischen, modernen und selbstgebauten Instrumenten für akustische, elektronische oder elektroakustische Musik, Performanz und Tanz.

    Die Kassetten und mehr Informationen zu LeipziXP – eine lokale Plattform für experimentelle Musik & Klangkunst findet man hier.

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