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Ins Leipziger Stadtbad kommt Bewegung: Premiere für „Tanzt die Männerschwimmhalle“ am 20. Juni

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    Leipzig ist um einen besonderen Ort reicher: Die Männerschwimmhalle des Leipziger Stadtbades wurde im April 2012 nach einer umfangreichen Dachsanierung als vorübergehender Veranstaltungsort wiedereröffnet. In wenigen Tagen kehrt nun auch das Wasser gedanklich in die historische Badeoase zurück - mit "Tanzt die Männerschwimmhalle" von Irina Pauls, künstlerische Leiterin der Initiative !mehrTANZ.

    Vom 20. bis 30. Juni finden an neun Tagen jeweils drei bis vier geführte Publikumsrundgänge durch das Kunstprojekt in der Männerschwimmhalle statt. Für ein intensiveres Zuschauererlebnis sind die Rundgänge für Gruppen zwischen 25 und 30 Zuschauern angelegt. Eigentlich sollte „Tanzt die Männerschwimmhalle“ schon im September 2011 aufgeführt werden. Wegen Bauverzögerungen hatte die Förderstiftung Leipziger Stadtbad die Premiere kurzfristig abgesagt.

    Die Männerschwimmhalle des Leipziger Stadtbades musste 2004 wegen der baulichen Schäden geschlossen werden. „Der Geist einer großen Öffentlichkeit ist hier jedoch nach wie vor spürbar“, erklärt Irina Pauls. Die Abwesenheit von Wasser bei gleichzeitiger, gedanklicher Präsenz bildet den Ausgangspunkt und die Inspiration für ihr Kunstprojekt „Tanzt die Männerschwimmhalle“. Um den Ort Männerschwimmhalle wieder erfühlbar zu machen, hat Pauls die Inszenierung als performativen Rundgang für kleine Zuschauergruppen konzipiert.Die dabei entstehende Intimität ermöglicht eine persönliche, fast private Beziehung zu den Darstellern. Auf dem Parcours durch die Männerschwimmhalle durchlaufen die Zuschauer die Inszenierung „Blöße“ von Irina Pauls sowie sieben Performances von Künstlern aus Mitteldeutschland. Dadurch kann sich das Publikum den Ort und damit einhergehende Themen wie Wasser und Baden über verschiedene künstlerische Zugänge erschließen.

    „Mit dem Ort Bad verbindet sich eine Intimität. Zurückgezogen und konzentriert auf den eigenen Körper gibt es beim Baden die Chance, sich innig, vertraulich und auch erotisch zu entfalten“, beschreibt Pauls ihre Inszenierung „Blöße“, die sie mit drei Tänzerinnen (Berit Jentzsch, Irene Schröder, Johanna Kasperowitsch) und einem Sänger (Patrick Grahl) umsetzt. Für die sieben Performances hat Pauls in einem Bewerbungsverfahren Künstler unterschiedlicher Sparten ausgewählt: Brigitte Kießling, Anna Natt, Ines Seumel, Marlen Schumann, Emma Rönnebeck, Angelika Waniek und Diana Wesser. Sie alle entwickeln Solo-Performances zum Ort Männerschwimmhalle. Sprechend, laufend, tanzend, singend und im Trockenen schwimmend, spüren sie der Frage nach: Wie bewegt man sich in einem Bad, in dem es kein Wasser mehr gibt?Da die öffentlichen Fördermittel nur einen Teil der Projektkosten abdecken, hat die Initiative !mehrTANZ gemeinsam mit der Förderstiftung Leipziger Stadtbad nach finanziellem Engagement gesucht. In Anlehnung an den Grundgedanken des Mäzenatentums kommt nun die Unterstützung durch private und unternehmerische Förderer ausnahmslos den beteiligten Künstlern zugute: Mit 1.500 Euro Spende fördern die Mäzene einen Künstler ihrer Wahl direkt und ermöglichen so dessen Mitwirken an den Aufführungen.

    „Tanzt die Männerschwimmhalle“ von Irina Pauls. Solistinnen. Sänger. Und Publikum. 20. bis 30. Juni um 17, 19 und 21 Uhr, samstags und sonntags zusätzlich 11 Uhr. Am 25. und 26. Juni 2012 Spielpause

    Leipziger Stadtbad (Eutritzscher Straße 21). Tickets sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen (u.a. Oper Leipzig, Tel. 0341-1261261) und über www.eventim.de erhältlich. Preise: 17 Euro / ermäßigt 10 Euro, zzgl. Vorverkaufsgebühr. Wichtiger Hinweis: Die örtlichen Gegebenheiten sind leider nicht für Rollstuhlfahrer geeignet.

    www.mehrtanz.org/tanzt-die-maennerschwimmhalle

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