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Solitude: Am 15. Mai geht das Leipziger Ballett zum ersten Mal online

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    Das Opernensemble und die Musikalische Komödie haben sich schon im Online-Format ausprobiert. Jetzt geht auch das Leipziger Ballett erstmals in den Livestream, damit die ganze Arbeit der letzten Monate nicht völlig umsonst ist und die Freunde des Balletts teilhaben können an der neuesten Einstudierung. Am Samstag, 15. Mai, um 19 Uhr, präsentiert das Leipziger Ballett erstmals im Livestreaming die viel beachtete Choreographie „Solitude“ von Mario Schröder.

    Neben Bach und Vivaldi verwandelt Schröder auch Musik von Galina Ustwolskaja in Tanz, live gespielt vom Gewandhausorchester unter der Leitung von Felix Bender.

    Jede Entscheidung ist letztlich eine einsame und genau diese Entscheidungsmomente sind es, die Mario Schröder in den Mittelpunkt der Kreation „Solitude“ gestellt hat. In Zeiten von freiwilliger und auferlegter Isolation entsteht Einsamkeit in vielfältigen Facetten, mit denen sich die Tänzerinnen und Tänzer des Leipziger Balletts auseinandersetzen. Denn es bleibt unklar, wer entscheiden darf, ab wann Alleinsein zur Einsamkeit wird. Kann in einer Gesellschaft der dauerhaften Erreichbarkeit nicht auch die Einsamkeit ein Sehnsuchtsort werden?

    Das Gemeinsame wird als Goldstandard des menschlichen Gehirns gesehen, es sehnt sich nach Nähe und Zugehörigkeit. Gesellschaftliches Zusammenleben, Innovation, Glaube – es ist schwer möglich, sich eine Welt ohne das Gemeinsame vorzustellen. Einsamkeit ist gefährlich, sie birgt den Anschein von menschlichem Versagen. Sie bedroht uns auf physischer und psychischer Ebene gleichermaßen.

    In blitzlichtartigen Episoden nähert sich Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder dem Spannungsfeld von unfreiwilliger Einsamkeit und selbstgewählten Momenten der Solitude. Solitude beschreibt einen freiwilligen Zustand des Seins, der die physische Anwesenheit eines anderen ausschließt und den Blick auf die eigene innere Landschaft legt. Momente von tiefer Reflexion, Selbsterkenntnis und Kreativität werden erst dann möglich, wenn äußere Einflüsse verschwinden und Raum bleibt für Einsamkeit.

    Im konstanten Wechselspiel von Begegnung und Isolation stellen sich Fragen nach der Sichtbarkeit, Darstellung und Auswirkungen von Einsamkeit. Welchen Makel bringt es mit sich einsam zu sein und wie reagieren wir gesellschaftlich auf Einsamkeit? Welche Balance braucht es, um Gemeinsamkeit zu fühlen und gleichzeitig den Luxus einer Solitude leben zu können?

    Das Livestreaming startet am Samstag, 15. Mai, um 19 Uhr und steht anschließend on demand 48 Stunden zur Verfügung. Außerdem wird Mario Schröders „Solitude“, zusammen mit allen anderen Streamingangeboten der Oper Leipzig, über Pfingsten wiederholt. Genauer Termin: Freitag, 21. Mai, ab 20 Uhr. On demand bleibt das Angebot dann bis zu Pfingstmontag, 24. Mai, 22 Uhr verfügbar. Die entsprechenden Links finden sich über www.oper-leipzig.de

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