Unter der Überschrift „Spielwiese“ veranstaltet das Leipziger Tanztheater (LTT) jedes Jahr einen Kurzchoreografien-Abend, für den Tänzerinnen und Tänzer eigene Stücke erarbeiten – in diesem Jahr unter dem Titel „Grenzgebiete“. Vom 17. bis 19. Juni präsentieren sie ihre kurzen Tanzstücke im Werk 2.

Sie setzen sich mit individuellen und gesellschaftlichen Grenzen auseinander und verwandeln ihre Gedanken in ästhetisch-tänzerische Bewegung. Unterstützung erhalten sie dabei von den Choreografinnen und Tanzpädagoginnen Eva Thielken und Undine Werchau, die das Bühnenformat 2014 gemeinsam ins Leben riefen.
Am Freitag, 17. Juni, feiert „Spielwiese“ um 20 Uhr Premiere im Werk 2 in Leipzig. Weitere Vorstellungen finden am 18. Juni um 20 Uhr und am 19. Juni ab 18 Uhr statt.

„Seit jeher besteht das Streben nach Definition, Begrenzung und klarer Einteilung unserer Umgebung, Gedanken und unseres Handelns. Zustände der Auflösung und Unbestimmtheit erscheinen unbefriedigend und vermeintlich unsicher. Ob in Form einer Mauer sichtbar oder imaginär in Gedanken, ob körperlich spürbar oder in verbaler Form. Grenzen bestimmen unser gesellschaftliches Leben“, erzählt Undine Werchau zum Hintergrund des diesjährigen Spielwiese-Themas.

„Ob Hürde oder Chance, Ende oder Anfang, abstoßend oder inspirierend: In der Spielwiese erkunden Kurzstücke den grenzwertigen Raum und untersuchen, wie dieser ihr Denken und Handeln bestimmt“, fasst Eva Thielken zusammen.

Um nur einige Fragen zu nennen, denen die jungen Choreografinnen und Choreografen in ihren Kurzstücken nachgehen: Was genau hört eigentlich wo auf und wer fängt wieder genau dort an? Welches Potenzial und wie viel Problematik steckt in genau diesem Bereich? Wann ist es uns möglich, diese Linie zu verschieben oder gar aufzuheben? Wie können wir individuelle und gesellschaftliche Grenzen akzeptieren und schützen? Wie nutzen wir unsere Möglichkeiten, uns mit diesem stets aktuellen Thema auseinander zu setzten?

Bereits zum siebten Mal bietet das LTT mit dem Bühnenformat „Spielwiese“ jungen Talenten eine Experimentierfläche, auf der sich diese ausprobieren, Ideen kreieren, selbst Regie führen und mit ihren Kurzchoreografien präsentieren können.

Die Aufführungen markieren gleichzeitig den Abschluss des Trainee Dance Program des LTT, einem siebenmonatigen Ausbildungsprogramm für Erwachsene. Die diesjährige Abschlussklasse wird u. a. in einer „Grenzgebiete“-Interpretation von Charlie Fouchier zu sehen sein.

Spielwiese: Kurzchoreografien zum Thema „Grenzgebiete“ von und mit Tänzerinnen und Tänzern aus dem Trainee Dance Program des Leipziger Tanztheaters unter der künstlerischen Leitung von Eva Thielken und Undine Werchau. Premiere am 17. Juni, 20 Uhr.

Weitere Aufführungen am 18. Juni, 20 Uhr, und am 19. Juni, 18 Uhr
Werk 2, Kochstraße 132.

Karten: Werk 2, TixforGigs, Abendkasse: 9 Euro, ermäßigt 6 Euro (zzgl. Vorverkaufsgebühr)
Weitere Informationen unter www.leipzigertanztheater.de

- Anzeige -

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar