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Tatsächlicher Lockdown-Effekt: Weniger Verkehrstote 2020 und weniger Straßenverkehrsunfälle in Sachsen

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    Die beiden Lockdowns im Jahr 2020 haben natürlich großen Einfluss auf die Mobilität der Sachsen gehabt. Wenn viele Menschen gezwungenermaßen zu Hause bleiben müssen und auch Märkte und Festivals ausfallen, sinkt zwangsläufig auch die Zahl der Verkehrsteilnehmer und damit die Zahl der möglichen Unfälle. Und der Rückgang der Unfallzahlen 2020 fällt statistisch schon deutlich ins Gewicht.

    Im Jahr 2020 nahm die Polizei in Sachsen 93.442 Straßenverkehrsunfälle auf, darunter 12.018 Unfälle mit Personenschaden, meldete am Montag das Statistische Landesamt.  Das bedeutete im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 13,1 bzw. 10,1 Prozent.
    Das verringerte Unfallgeschehen kann auf das geringere Verkehrsaufkommen aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zurückgeführt werden, betonen die Statistiker.

    Bei Unfällen verloren 150 Personen ihr Leben, 114 Männer und 36 Frauen. Das waren 10 Menschen weniger als 2019. Allerdings stieg der Anteil der Personen älter als 65 Jahre um 10 Prozentpunkte auf knapp 43 Prozent. Die Anzahl der tödlich verunglückten Personen bei Unfällen mit Kraftfahrzeugen und Fußgängern ging zurück. Bei Fahrradunfällen starb eine Person mehr als im Vorjahr.

    Die Zahl der Verletzten verringerte sich insgesamt um 2.343 Personen auf 14.621 (-13,8 Prozent).

    64 getötete Verkehrsteilnehmer saßen in einem Pkw, ebenso viele wie 2019. Die Zahl der schwer verletzten Pkw-Nutzer verringerte sich gegenüber 2019 um 20 Prozent auf 1.477.
    Zweitstärkste Gruppe als Unfallbeteiligte waren Fahrradnutzer. Deren Zahl der Getöteten stieg auf 30, darunter waren 13 Getötete älter als 75 Jahre. Deutlich gestiegen um 14 Prozent sind schwer verletzte und um 6,2 Prozent leicht verletzte Fahrer und Mitfahrer von Fahrrädern.

    Fußgänger starben insgesamt 26 im Straßenverkehr. Die getötete Zahl Fußgänger betraf viele Altersgruppen, darunter waren 16 Personen 65 Jahre oder älter, zwei Kinder unter 10 Jahren und 2 Jugendliche unter 21 Jahren.

    Nicht angepasste Geschwindigkeit war – wie im Vorjahr – auch im Jahr 2020 die Ursache für die folgenschwersten Unfälle. Aus diesem Grund verunglückten 53 Personen tödlich und 904 wurden schwer verletzt. Eine weitere schwerwiegende Ursache war der Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot, infolgedessen 17 Personen starben und 226 schwer verletzt wurden. Aber auch das Fehlverhalten von Fußgängern beim Überschreiten der Fahrbahn führte zu 9 Getöteten und 169 Schwerverletzten.

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