Kinder mit Schwung und Spaß in Bewegung bringen

Gesunde Bewegung und körperliche Aktivität spielen eine wichtige Rolle in unserem Leben. Besonders für Kinder ist ausreichende Bewegung, gepaart mit Spaß und Spiel, enorm wichtig für eine gesunde Entwicklung. Denn Kinder entdecken ihre Umwelt erst durch Bewegung. Leider werden aber die Bewegungsräume der Kinder zunehmend eingeschränkt und Fernsehen, Handy oder Spielekonsolen bestimmen vielfach den Alltag; die Zeit, die Kinder sitzend verbringen, geht damit als Bewegungszeit verloren.
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Für Kinder gibt es aber zum Glück viele Möglichkeiten, körperlich wieder aktiver zu sein und Eltern werden feststellen, dass es manchmal nur am nötigen Anreiz fehlt, damit sich Kinder wieder mehr bewegen. Nutzen Sie deshalb die natürliche Bewegungsfreude Ihrer Kinder und fördern Sie schon mit kleinen Mitteln die Gesundheit und Entwicklung Ihres Kindes.

Warum sollten sich Kinder ausreichend bewegen?

Kinder benötigen für einen gesunden Lebensstil eine tägliche Belastungseinheit von mindestens zwei Stunden. Das ist neben Schule & Kita schon eine ganze Menge an Zeit! Grundlegende (Lern-) Erfahrungen können Kinder außerdem nur durch eine aktive Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt erwerben. Durch Bewegung nimmt das Gehirn nämlich Eindrücke leichter auf und lernt schnell, sie als komplexe Muster im Gedächtnis zu speichern. Sinneserfahrungen und die damit verbundene Bewegung sind für Kinder deshalb unerlässlich, damit sie täglich dazu lernen können.

Gesunde Bewegungsräume schaffen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Kindern eine gesunde Entwicklung und ausreichende Bewegung zu verschaffen. Schon alleine vielfältige Fortbewegungsarten (z.B. Laufen, Klettern, Springen, Hüpfen oder Rutschen) sollten Kinder immer wieder mal ausprobieren können. Daneben muss auch das Körpergleichgewicht geschult werden. Lassen Sie Ihr Kind deshalb regelmäßig Schaukeln, Schwingen und auch Balancieren. Ideal sind dafür Spaziergänge durch Feld und Flur. Ein Trimm-Dich-Pfad im Wald ist eine schöne Herausforderung für die ganze Familie und macht den nächsten Sonntagnachmittag bestimmt spannender (und auch gesünder), als ein gemeinsames Lümmeln auf der Couch.

Klettern: vom Babyalter an bis hin zum Bouldern im Teenie-Alter

Die meisten Kinder lieben es zu Klettern. Sie klettern üblicherweise schon früh und richten sich schon als Baby an Stühlen oder Tischen auf, bevor sie laufen lernen. Später geht es an Bäumen und Klettergerüsten mit Eifer und Mut weiter. Die meisten Kinder finden Klettern großartig und ein schönes Klettergerüst – an einem Baum oder Spielhaus angebracht im Garten – ist ein Traum vieler Kinder. Aber auch das Klettergerüst im Kindergarten oder am Spielplatz bietet die Möglichkeit, sich im Klettern ständig zu verbessern. Kraft und Koordination werden spielerisch geschult und die eigene Körperwahrnehmung wird durchs Klettern ständig verbessert. Die Kinder lernen außerdem sich zu konzentrieren und steigern die eigene Beweglichkeit enorm. Prinzipiell können Kinder schon im Vorschulalter sicher klettern.

Mit sieben Jahren können die meisten Kinder das Klettern oder auch Bouldern genannt in eigens dafür geschaffenen Hallen ausprobieren, größere Höhen erkunden und sich vielleicht sogar für diesen Sport ein Leben lang begeistern. Beim späteren Seilklettern an den Wänden (in der Halle oder der Natur) kommt dann noch die sogenannte Sicherungskompetenz hinzu. Voraussetzung dafür sind Konzentrationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die Kinder müssen hier auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren können und sich auf ihren Seilpartner konzentrieren.

Mobil werden mit Rutschfahrzeug und Dreirad

Schon Babys haben einen außerordentlichen Bewegungsdrang und sind neugierig auf alles was fährt oder rollt. Kleinkinder ab etwa einem Jahr sollten mit den sogenannten Erstfahrzeugen in ein bewegtes Leben starten. Diese Fahrzeuge sind in der Regel vierrädrig und bieten den Kleinen damit die notwendige Stabilität. Das Kind sitzt bequem und kann auch nicht runterfallen während es, mit Hilfe seiner Beinkraft, durch die Gegend flitzt. Der Rutscher sollte leise Reifen besitzen, die schon fast geräuschlos durch die Wohnung fahren. Dann kann Ihr Kind zu jeder Zeit damit Spaß haben, ohne Nachbarn oder jüngere Geschwister beim Mittagsschlaf zu stören. Rutscher gibt es in vielen Formen und Farben, sein es nun in Form eines Mini-Trucks, eines Rennfahrzeugs oder eines Reittieres. Ideal sind auch kombinierte Fahrzeuge, die dank klappbarer Pedale, vom Rutschauto in ein Tretfahrzeug – mit nur wenigen Handgriffen – umgebaut werden können.

Ein Klassiker unter den Kinderfahrzeugen ist für viele Eltern auch das Dreirad. Zwar bieten, anders als bei Kinderfahrzeugen mit zwei Rädern, die drei Räder einen festen Stand des Fahrzeuges, so dass die Gefahr des Umkippens minimiert wird. Dennoch sind mittlerweile auch für Kleinkinder vierrädrige Fahrzeuge auf dem Markt, die noch mehr Kippsicherheit bieten. Wie auch immer sich entscheiden, kann ein Kind während des Fahrens auf einem Dreirad oder Vierrad spielerisch seine koordinativen Fähigkeiten sowie die Motorik schulen und sich auf dem Weg in die Kita gesund in Schwung bringen.

Laufrad und Roller: die Bewegung geht munter weiter

Gerade für 2 – 3-jährige Kinder ist das Laufrad ein großer Spaß. Schon kleine Kita-Kinder können mit Laufrädern auf sichere Art das Balancieren auf einem Zweirad üben. Dabei hat gerade für die Kleinen das Laufrad ohne störende Tretkurbel und Pedale entscheidende Vorteile. Das Kind sitzt auf dem Sattel des Laufrads und stößt sich ganz leicht mit den Füßen am Boden ab. Da die Beine wie beim Gehen oder Laufen bewegt werden, ist diese Art der Fortbewegung schnell zu erlernen. Der Aufstieg auf den Sattel fällt den Kleinen außerdem besonders leicht. Einige Laufräder verfügen sogar über ein Trittbrett, auf das Kinder während der Fahrt die Füße aufsetzen können. Eine große Auswahl an Designs und Farben erhöht den Spaßfaktor und lässt die Kleinen gerne zum Laufrad greifen.

Aber auch (Tret-)Roller sind wieder häufiger zu sehen im Straßenalltag. Für jüngere Kinder haben sie viele Vorteile gegenüber einem Fahrrad. Alles, was sie beim Rollerfahren in jungen Jahren lernen, nützt ihnen dann später beim Radfahren. Deshalb sind gerade in Kitas Roller ein Muss! Hier schulen Kinder von Anfang an den Gleichgewichtssinn, die Koordination und das Reaktionsvermögen. Der Roller ist ideal zum Üben: vom Kurvenfahren bis zum „sich Umschauen beim Fahren“.

Das Pedal-Gokart: der Traum vom ersten eigenen Auto

Ein Kettcar oder auch Pedal-Gokart ist bei Kindern jeden Alters ein beliebtes Fahrzeug. Kettcar und Gokart sind dabei übrigens zwei verschiedene Bezeichnungen für das gleiche Kinderfahrzeug. Ab etwa 3 Jahren können Kinder schon prima Gokart treten und lieben es, Rennen mit anderen Kindern zu fahren. Bei einem Pedal-Gokart ist noch echte Muskelkraft gefragt und diese Beinarbeit tut Kindern so richtig gut. Gokarts als Kinderfahrzeuge gibt es in den unterschiedlichsten Preislagen, so dass man sich mit jedem Geldbeutel ein gutes Gefährt für das Kind aussuchen kann.

Viele verschiedene Themenpakete begeistern Kinder und Eltern: egal ob Rennwagen, eine bestimmte Automarke in Miniatur, ein Traktor oder auch ein echter Jeep – bei den Gokarts bleiben keine Wünsche unerfüllt. Alle Farben sind erhältlich und so gefallen die Pedal-Gokarts Jungen und Mädchen gleichermaßen.

Das Spielvergnügen steht ebenfalls außer Frage, denn Kinder können sich stundenlang mit einem Pedal-Gokart beschäftigen, ohne dass das Tretauto langweilig wird. Schönes Zubehör wie Anhänger oder Schaufel & Co. als Anbauteile verstärken den Spielspaß auch auf lange Sicht. Aber auch für die Bewegung ist ein Gokart eine Bereicherung im Kinderfuhrpark: denn gerade beim Gokartfahren wird die Motorik der Kinder bestens gefördert und die Muskulatur in den Beinen stark verbessert.

Das Kinderfahrrad: in der vierten Klasse wird der Führerschein gemacht

Ein Kinderfahrrad ist ein absolutes Must-Have und sollte dem Nachwuchs immer auf Anhieb gefallen. Das gilt übrigens für alle Kinderfahrzeuge und nur so ist eine langanhaltende Begeisterung vorprogrammiert. Ein guter Kaufzeitpunkt für ein Fahrrad ist das Grundschulalter. Für ein Maximum an Sicherheit sollten Eltern auf einen robusten Rahmen achten und natürlich stehen auch die Räder im Fokus. Robuste Räder sind hier oftmals pflegeleichter und weniger störanfällig.

Eine gute Verarbeitung sowie hochwertige Komponenten sind wichtig für hohen und langen Fahrkomfort. Achten Sie beim Radkauf unbedingt auf die richtige Größe und auch auf ein leichtes Kinderfahrrad. Das bietet bessere Kontrolle und mehr Fahrspaß. Weiterhin sind wichtig ein Kettenschutz, eine kraftvolle Vorder- und Rücktrittbremse und natürlich auch eine gute Lichtanlage samt Reflektoren. Wichtig ist weiterhin, dass das Bike über einen leichtgängigen Dynamo verfügt, den das Kind ohne großen Kraftaufwand selbstständig aktivieren kann.

Kinder sollten von Anfang an lernen, wie wichtig und schön es ist selbstständig unterwegs zu sein. Das sollte auch beim Schulweg nicht enden. Deshalb wird in den meisten Schulen in der vierten Klasse der Fahrradführerschein angeboten. Genau wie beim Führerschein gibt es bei der Fahrradprüfung einen theoretischen und einen praktischen Teil. Auch nach der bestandenen Fahrradprüfung sollten Sie als Eltern aber weiterhin das Fahren üben und noch eines: Fahrradhelm nicht vergessen!

Schaffen Sie für Ihre Kinder eine gesunde Bewegungswelt

Kinder brauchen nicht besonders viel, um in Bewegung zu kommen. Schon aus Stöcken, Steinen und Blättern kann man gemeinsam fantasievolle Spielideen entwickeln. Kicken, Fangen oder Spielen, fördert die Entwicklung und auch den Familienzusammenhalt. Wenn das Wetter einmal nicht mitspielt, dann kann man auch in der Wohnung spannende Bewegungsspiele veranstalten. Bauen Sie für die Kleinen aus Kartons eine lustige Erlebnisbahn und turnen oder tanzen Sie sich fit mit älteren Kindern. Vielleicht haben Sie ja auch Lust gemeinsam ins Schwimmbad zu gehen oder einfach nur hin und wieder das Auto stehen zu lassen, um die nächste Besorgung zu Fuß zu erledigen.

Soviel Bewegung sollte pro Tag sein

  • Alltagsaktivitäten wie Zimmer aufräumen, Müll wegbringen und gemeinsam einkaufen gehen sollten täglich etwa 30 bis 60 Minuten umfassen.
  • Freizeitaktivitäten, in denen man nicht außer Puste gerät, wie zum Beispiel gemeinsame Radtouren oder Roller fahren, sollten eine Stunde am Tag betragen.
  • Sportliche Aktivitäten, bei denen man schwitzt, wie fangen spielen oder gemeinsam schwimmen gehen, sollten täglich 30 Minuten betragen.

Wussten Sie eigentlich, dass aktive Eltern aktive Kinder haben?

Deshalb ist es wichtig schon frühzeitig die Weichen für ein bewegtes Leben zu stellen und den Kindern die gesunde Bewegung Tag für Tag zu ermöglichen. Auch die Eltern (und vielleicht sogar Großeltern) haben etwas davon, denn die Aktivität der Kinder überträgt sich schnell auch auf die Eltern und diese haben dadurch nachweislich weniger Krankheiten wie Übergewicht, Rückenprobleme oder Bluthochdruck.


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