Demografischer Wandel in Leipzig: Erste Leipziger Seniorenkonferenz findet am 10. Februar statt

Am Donnerstag, 10. Februar, findet im Neuen Rathaus die erste Leipziger Seniorenkonferenz statt. Eingeladen sind neben den Senioren und deren Angehörigen vor allem auch Träger, Vereine und Verbände der Altenhilfe. Dabei geht es um den Stand der Seniorenarbeit in Leipzig und die künftige Arbeit im Bereich der Altenhilfe.
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Neben der Einschätzung des Erreichten soll die Diskussion zu Themen wie Wohnen im Alter, Pflege und Gesundheit Impulse für die tägliche Arbeit von und mit alten Menschen geben.

„Wir können uns darüber freuen, dass unsere Lebenserwartung steigt und die Menschen immer älter werden. Der demografische Wandel bietet neue Chancen, stellt uns aber auch vor große Herausforderungen“, sagt Bürgermeister Thomas Fabian. „Es geht dabei sowohl um das Miteinander von Jung und Alt als auch um die besonderen Bedürfnisse von Senioren. Mit gesundheitsbewusster Lebensweise und geeigneten Wohnbedingungen kann ihre Selbständigkeit möglichst lange erhalten bleiben. Ältere Menschen sollen auch weiterhin am gesellschaftlichen Leben aktiv teilhaben.“

Es ist ein Teil des „demografischen Problems“, das nicht nur auf Leipzig und Sachsen, sondern auf die komplette Bundesrepublik und viele andere europäische Staaten zurollt: Während die Geburtenraten in den letzten Jahrzehnten drastisch gesunken sind, ist die Lebenserwartung deutlich gestiegen. Das bedeutet: Während der Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung sinkt, steigt der der Alten und Extrem-Alten an. Da gleichzeitig die traditionellen Möglichkeiten einer Pflege im Familienkreis durch zunehmende Zersplitterung der Gesellschaft sinken, kommen auf die Kommunen große Belastung im Pflegebereich zu.

Waren 2006 noch 140.000 Leipziger älter als 60 Jahre, so prognostiziert die Statistik für 2012 schon 147.000 Menschen in der Altersgruppe und 2017 rund 150.000. Dabei steigt besonders die Zahl der über 80-Jährigen von 25.600 auf 30.900 im Jahr 2012 und 37.000 im Jahr 2017.
Es ist also keine allzu ferne Zukunft, über die am 10. Februar gesprochen werden soll. Nach der Begrüßung und thematischen Einführung durch Bürgermeister Fabian um 9 Uhr steht das Thema „Chancen für Jung und Alt im demografischen Wandel“ im Mittelpunkt des Referates von Prof. Dr. Sigrun Kabisch, Leiterin des Departments Stadt- und Umweltsoziologie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung Leipzig-Halle.

Über gesundheitliche Aspekte von Lebensqualität im Alter spricht Prof. Dr. Gesine Grande von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. Nachfolgend beschäftigt sich Ursula Kremer-Preiss vom Kuratorium Deutsche Altershilfe mit den zukünftigen Anforderungen an eine altersgerechte Wohn- und Quartiersgestaltung.

Ab 13:30 Uhr werden in sechs Arbeitskreisen die Themen des Vormittages aufgegriffen und anhand praktischer Beispiele und Erfahrungen aus anderen Städten vorgestellt, dabei geht es beispielsweise um Wohnformen für demenziell Erkrankte, gerontopsychiatrische Angebote sowie Ansätze der stadtteilbezogenen Gesundheitsförderung in Leipzig oder auch der Pflegevernetzung in der Stadt Chemnitz.

Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung der Arbeitsgruppenergebnisse sowie eine Diskussion zu den Schwerpunkten der zukünftigen Seniorenarbeit in Leipzig.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine verbindliche Anmeldung bis zum 1. Februar wird gebeten per E-Mail: carola.winkler@leipzig.de.

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