Am Maschendrahtzaun (2): Das LZ-Interview mit FC Inter Leipzig-Vorstand Christopher Siebenhüner

Für alle LeserEs ist nicht leicht, Ordnung in das Gewirr von Anschuldigungen und Verdächtigungen zu bringen, die derzeit über dem Mariannenpark schweben. Während mittlerweile Pächter 1, der SV Wacker, eine Kündigung seines Pachtvertrages erhielt, brannte in der Nacht vom 20. auf den 21. April 2017 auch noch der vom FC Inter Leipzig (Pächter 2) neu aufgestellte Container auf ihrer Pachtfläche aus. Die Polizei spricht von gezielter Brandstiftung und ermittelt in alle Richtungen. Mit Marketing-Vorstand Christopher Siebenhüner hat die LZ vor dem Brand ein Interview geführt, um die bis zum Anschlag aufgetretenen Probleme und Sachlagen im Mariannenpark zu erfragen.

Herr Siebenhüner, wie viele Kinder & Jugendliche trainieren mittlerweile beim FC Inter Leipzig und wie viele Vereinsmitglieder sind es mittlerweile?

Wir haben im Moment ca. 250, davon ca. 180 Kinder und Jugendliche, wovon etwa 150 mehr oder weniger aktiv am Spielbetrieb teilnehmen.

Sind Sie Hauptpächter bei der Stadt für Ihren Teil des Sportgeländes am Mariannenpark?

Ja, wir sind Hauptpächter für unseren Teil des Mariannenparks.

Erhält Ihr Verein für den Betrieb des Geländes Gelder von der Stadt Leipzig?

Wir erhalten für unseren Platz Pachtkostenzuschüsse. Diese berechnen sich wie bei jedem anderen Verein mit eigenem Gelände auch. Sonderzahlungen oder zusätzliche Förderungen haben wir nicht erhalten.

Für die Zuschüsse müssen wir jährlich Nachweise über dessen Verwendung erbringen um zu belegen, dass wir die Mittel nicht zweckentfremden. Andernfalls würde uns der Pachtvertrag fristlos gekündigt werden.

Wie sind die Bedingungen vor Ort?

Aktuell haben wir 10 Mannschaften im aktiven Spielbetrieb. Ein Spielfeld ist für die Organisation des Spiel- und Trainingsbetriebs natürlich viel zu wenig. Wir müssen ca. 20 bis 25 Trainingseinheiten pro Woche abdecken. Zudem konnten wir bis vor einigen Wochen die Einfahrt zum Grundstück nicht nutzen, da diese nicht Bestandteil unseres Pachtvertrages war. Damit wurde eine Zufahrt von Rettungsdiensten vom Nachbarpächter untersagt.

Wir haben uns aus diesen beiden Gründen mit dem Spielbetrieb aller Nachwuchsmannschaften bei anderen Vereinen einmieten müssen. Unser Großfeldnachwuchs trägt seine Heimspiele bei SV Fortuna Leipzig aus. Der Kleinfeldnachwuchs spielt bei den aktiven Senioren.

Durch den fehlenden Zugang zu unserem eigenen Gelände waren wir die vergangen Jahre nicht in der Lage, die Gebäude auf unserem Grundstück zu sanieren oder Wasser und Strom anzuschließen oder wenigstens eine mobile Toilette aufzustellen. Um zumindest einen Trainingsbetrieb im Mariannenpark aufrechtzuerhalten, haben wir einige hundert Meter von unserem Platz entfernt auf einem Firmengelände Kabinen- und Duschcontainer sowie Toiletten aufgestellt.

Nach einem Gerichtsbeschluss dürfen wir nun mittlerweile das Tor zum Mariannenpark mitbenutzen und der Bauzaun, der unsere Gelände vom Rest abtrennte, musste entfernt werden.

Wie war das mit dem „Schwarzbau“: Sie sollen Unterlagen nicht rechtzeitig bei der Stadt eingereicht haben und der Bau war anfangs zu groß dimensioniert (und somit nicht genehmigungsfähig)?

Für die aktuelle Lösung haben wir es tatsächlich versäumt, einige Unterlagen einzureichen. Dies haben wir mittlerweile nachgeholt.

Wie sah die Lösung aus – sie haben jetzt einen Sozialtrakt auf dem Gelände stehen, welcher vorab eine Unterbringung für Flüchtlinge war – demnach eine „Containerlösung“?

Ja, aktuell ist es eine Containerlösung. Wir haben also mit dem Bau nicht in das Gelände eingegriffen. Die Container und deren Unterbau sind auf einem Fließ errichtet, was das „Gebäude“ von Untergrund trennt. Ursprünglich war ein neues Gebäude in Leichtbauweise geplant.

Mit Kabinen und Sozialräumen. Unter anderem aus Kostengründen haben wir uns gegen diese Lösung entschieden. Dass diese Planung jedoch nicht genehmigungsfähig gewesen sein soll, ist uns nicht bekannt.

Ihnen wurde seitens eines anderen Pächters einer anderen Teilfläche vorgeworfen, Ihr Verein würde diesem Geld schulden – es ist von mehreren 1.000 Euro die Rede? Was ist an der Sache dran?

Zu Beginn unseres Pachtvertrages vereinbarte unsere damalige Vereinsführung mit dem SV Wacker eine Art Dienstleistungsvertrag. Aus dem resultierten Verbindlichkeiten, die wir zu tragen haben. In den Abrechnungen tauchten jedoch überhöhte und nicht vereinbarte Kosten auf. Wir boten an, die unstrittigen Beträge (ca. 75%) sofort ohne Abzüge zu begleichen und uns über die anderen zu einigen.

Der SV Wacker lehnte eine solche Lösung ab und beharrte auf einem „alles oder nichts“. Mittlerweile haben wir uns auch hier anwaltlich geeinigt. Dabei ergab sich, dass wir sogar noch weniger Kosten tragen mussten, als ursprünglich vermutet.

Wie sehen Sie die Perspektiven für Ihren Verein auf dem Gelände?

Wir sind Pächter einer Fläche im Mariannenpark. Von der aktuellen Situation rund um die Schwierigkeiten des SV Wacker bezüglich des Nachweises der Verwendung der Fördermittel und der daraus resultierenden fristlosen Kündigung haben wir aus der Presse erfahren.

Wir sind sehr daran interessiert, dass der Spiel- und Trainingsbetrieb aller Mannschaften im Mariannenpark aufrechterhalten bleibt. Ansprechpartner für die Perspektiven des Mariannenparks ist das Amt für Sport.

Wie sind die nächsten Vorhaben des FC Inter?

Eine der zentralen Aufgaben für diese und die kommende Zeit ist und bleibt, dem stetigen Wachstum gerecht zu werden. Das heißt konkret unsere Strukturen weiter anzupassen und zu professionalisieren. Zudem werden wir gerade für unsere Nachwuchsmannschaften für deutlich verbesserte Bedingungen sorgen und möglicherweise in der kommenden Saison eine Art Stipendium für talentierte Spieler ausrufen. In dieser Woche findet das erste Inter-Ferienturnier im Rabet statt.

Auch neben dem Platz haben wir für 2017 einiges vor. Im Sommer werden wir ein Feriencamp in Kooperation mit einer Grundschule in Thüringen durchführen um die Begegnung der Kinder zu fördern. Wir werden mit ausgewählten Jugendlichen zum weltweit größten internationalen Nachwuchsfussballturnier nach Schweden, zum Gotha Cup, fahren.

Wir organisieren weiterhin regelmäßiges Fußballtraining in Kindergärten an und wollen dieses Engagement ausbauen. Wir werden ab dem Sommer auch Sprachkurse in deutsch und englisch für alle Altersklassen anbieten. Wir planen, unsere Zusammenarbeit mit dem Landessportbund, dem Stadtsportbund und anderen Institutionen zu intensivieren. Als Auftakt dafür waren wir vor 14 Tagen erst mit einigen Nachwuchsspielern und -trainern in einem „Demokratiecamp“ in der Sportschule Werdau. Wir bieten jungen Mitarbeiten aktive Bildungsmöglichkeiten an und unterstützen auch im administrativen Bereich gerade junge Menschen.

Wir halten viel von Chancengleichheit und sind bereit, auch unkonventionelle Wege zu gehen. Als Auszeichnung dafür wurde beispielsweise unsere Geschäftsführerin vom DFB in ein Leadership-Programm aufgenommen, als deutschlandweit einzige Frau aus dem Männerfußball.

Am Maschendrahtzaun (1): Das LZ-Interview mit SV Wacker Leipzig-Vorstand Holger Drendel

Einen ausführlichen Bericht über die Konflikte im Mariannenpark lesen Sie in der Ausgabe 42 der Leipziger Zeitung. Für Mitglieder des L-IZ.de-Leserclubs gibt es den vollständigen Artikel auch online: Am Maschendrahtzaun: FC Inter „baut“, SV Wacker soll gehen

Hier kann man bis zum 30. April ein rabattiertes Kombi-Abo für beide Zeitungen abschließen und sofort online auf alle Inhalte der L-IZ.de zugreifen.

Inhalte der LEIPZIGER ZEITUNG vom 21. April 2017, jetzt in Leipzig zu kaufen

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