Nachdenken über ... eine soziologische Studie aus Leipzig

Warum der Fokus auf „Flüchtlingspolitik“ schon ein Kotau vorm AfD-Sprech ist

Für alle LeserAm Montag, 20. August, meldete die Uni Leipzig in kurzer Zusammenfassung das Ergebnis einer Studie, die Prof. Dr. Holger Lengfeld und seine Mitarbeiterin Clara Dilger vom Institut für Soziologie der Universität Leipzig gerade veröffentlicht haben. Die Quintessenz: „AfD-Anhänger: Kritik an Flüchtlingszuwanderung und der Demokratie sind wichtigste Wahlmotive“.

Für ihre Studie werteten die Leipziger Wissenschaftler Daten von mehr als 8.400 Befragten des „Sozio-oekonomischen Panels“ (SOEP) aus dem Jahr 2016 aus. Das SOEP ist eine seit 1984 jährlich vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) durchgeführte bevölkerungsrepräsentative Längsschnittbefragung deutscher Privathaushalte. Im Jahr 2016 wurden erstmals Einstellungen zur Zuwanderung von Flüchtlingen erhoben, was für die Leipziger Studie zentral ist, betont die Universität.

Und da wird man schon vorsichtig bei der Bewertung. Erst recht, wenn sich aus dem Ergebnis der Studie auch eine Empfehlung für die Politik ergebe, so Holger Lengfeld. Er rate den etablierten Parteien davon ab, mit sozialpolitischen Maßnahmen zu versuchen, AfD-Wähler zurückzugewinnen. „Sicher gibt es gute Gründe, die Lage der sozial Schwächsten in unserem Land zu verbessern. Weil die Motive der AfD-Wähler aber überwiegend keine wirtschaftlichen sind, würden Maßnahmen wie etwa Rentenzuschüsse für Geringverdiener wenig oder sogar nichts am derzeitigen Zulauf zugunsten der AfD ändern“.

Spätestens da ruft man natürlich die Studie selbst auf und schaut, was in der Zusammenfassung wirklich zu lesen steht. Begründen die Daten tatsächlich so eine Empfehlung?

Das Problem ist: Man kann so ein Datenmaterial nur befragen. Dazu bildet man Thesen.

Zwei Thesen haben die Leipziger Soziologen als Ansatz der Erklärung der Identifikation der Bürger in Deutschland mit der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) empirisch getestet.

Erste These:

Die These der kulturellen Bedrohung besagt, dass im Zuge der Globalisierung eine neue kulturelle Spaltungslinie zwischen Kosmopoliten und Kommunitaristen entstanden ist, die sich vor allem – aber nicht nur – an der Frage der Offenheit der Gesellschaft für Menschen aus anderen Ländern entzündet. Die These ist, dass Bürger, die die Zuwanderung von Flüchtlingen ablehnen, sich aus diesem Grund mit der AfD identifizieren.

Zweite These:

Die (revidierte) Modernisierungsverliererthese drückt aus, dass Personen mit niedrigem sozialen Status sich der AfD nahe fühlen, weil sie annehmen, dass die Partei den Zugang von Flüchtlingen zum Arbeitsmarkt und zu Sozialleistungen begrenzen und auf diese Weise die Konkurrenz zwischen Flüchtlingen und angestammten Modernisierungsverlierern um knappe Güter reduzieren will.

Wenn man so ein Datenmaterial also auf zwei Thesen hin auswertet, bekommt man natürlich immer ein Ergebnis – aber immer nur in Bezug auf die beiden Thesen.

Das sieht dann schon manchmal aus wie die Katze, die den eigenen Schwanz jagt: „Auf Basis von Analysen mit Einstellungsvariablen des SOEP 2016 haben wir gezeigt, dass Personen, die die Flüchtlingszuwanderung nach Deutschland negativ bewerten, sich mit höherer Wahrscheinlichkeit mit der AfD identifizieren. Dieser Befund stützt die These der kulturellen Bedrohung.“

Was eben nur heißt: These 1 trifft zu. Menschen, die Angst vor Zuwanderung haben, wählen AfD. Sie sind mit den Parolen dieser Partei leicht abzuholen. Es sind ja die Hauptargumente der AfD. Jenseits davon ist die politische Kompetenz der AfD sehr schwach, sind die Lösungsangebote ziemlich mau. Grenzen dicht und endlich Ruhe, das spricht sichtlich viele verunsicherte Menschen an.

So sehr, dass ja mittlerweile auch andere Parteien glauben, diese Karte ziehen zu müssen. Wenn diese eine Partei damit 15 Prozent holen kann, hilft das ja vielleicht auch der eigenen Truppe?

Der Blick nach Bayern dürfte ernüchtern: Tut es nicht. Im Gegenteil.

Denn die Gegenthese könnte lauten: Gibt es gegenteilige Motive, die AfD gerade deshalb NICHT zu wählen? Müsste ja alles im Zahlensalat zu finden sein. Aber die Gegenprobe ist so nicht erfolgt.

Das finde ich ziemlich beunruhigend.

Und die andere These?

„Auch für die Geltung der Modernisierungsverliererthese finden wir Hinweise. Die Analysen zeigen einen indirekten, über die Einstellung zur Flüchtlingszuwanderung vermittelten Effekt des sozialen Status auf die AfD-Identifikation. Unsere Interpretation dieses Effekts ist: Modernisierungsverlierer neigen stärker zur AfD, weil sie Flüchtlinge als Konkurrenten um Arbeitsplätze und um Sozialleistungen wahrnehmen. Ökonomische und kulturelle Konfliktdimensionen überlappen sich somit (siehe auch Merkel 2017: 13). Allerdings ist der indirekte Effekt der ökonomischen Faktoren im Vergleich zum Haupteffekt der kulturellen Einstellungen deutlich geringer.“

Die Gegenprobe?

Gibt es vielleicht auch für die sogenannten „Modernisierungsverlierer“ gute Gründe, die AfD NICHT zu wählen? Denn selbst der Topos „Modernisierungsverlierer“ umfasst ja die unterschiedlichsten Ausprägungen – von niedriger Bildung über ungelernte Arbeit, prekäre Beschäftigung bis hin zu all den Betroffenen neoliberaler Wirtschaftspolitik, die zu Recht sauer sind, wie ihre Arbeitskraft in Deutschland entwertet und verramscht wird.

Das Fazit aus Sicht der Soziologen: „In unserer Analyse ist es maßgeblich der Wunsch nach kultureller Schließung, der die Menschen mit AfD-Neigung von Menschen mit anderen politischen Orientierungen unterscheidet. Allerdings muss man diese Schlussfolgerung sogleich einschränken. Unsere Ergebnisse können nicht eindeutig belegen, ob es sich dabei um Anzeichen für die Existenz einer umfassenden Konfliktlinie zwischen Kosmopoliten und Kommunitaristen handelt, wie die neuere politikwissenschaftliche Forschung postuliert (Inglehart/Norris 2017; Merkel 2017; Teney & Hebling 2014; Zürn & De Wilde 2016). Der Grund ist, dass wir über keine umfassende Messung dieser beiden Weltsichten verfügen, sondern nur eines ihrer Elemente, das Teil des Konflikts ist, empirisch testen konnten.“

Hier deuten die Autoren zumindest gewisse Bedenken an: Dass die Konfliktlinie zwischen Kosmopolitismus und Abschottung tatsächlich so eindeutig nicht ist.

Vor allem auch, weil sich die Motive bei den AfD-Sympathisanten überlappen (und eigentlich die jahrzehntelangen „Mitte“-Forschungen bestätigen, die einem durchaus nennenswerten Anteil der Bevölkerung rechtsextreme Weltsichten attestieren).

„Dessen ungeachtet lässt sich unseren Befunden eine anwendungsorientierte Schlussfolgerung entnehmen. Wenn es richtig ist, dass sich hinter der Unterstützung der AfD durch die Bürgerinnen und Bürger und den jüngsten AfD-Wahlerfolgen ein kultureller Konflikt über Zuwanderung von Flüchtlingen nach Deutschland verbirgt, dann deutet sich an, dass die AfD möglicherweise gute Chancen hat, sich im deutschen Parteiensystem langfristig zu etablieren“, meinen die Forscher.

Und sie zählen dann mehrere Motive auf, die die AfD möglicherweise für Wähler attraktiv machen:

– das Ausmaß von Zuwanderung
– Vorstellungen zu Multikulturalismus oder zur deutschen „Leitkultur“
– Anerkennung von entstandardisierten Lebensformen
– Reichweite der Geschlechtergleichheit

All das berühre „den wertbezogenen Kern einer Vorstellung, wie Menschen zusammenleben wollen. Anders als reine Verteilungskonflikte lassen sich diese kulturellen Konflikte, in denen letztbegründete Überzeugungen aufeinanderprallen, nicht einfach durch politische Kompromisse stillstellen oder sogar lösen.“

Das Problem daran ist: Es zeigt nur zentrale AfD-Topi, also lauter Abschottungs- und Abgrenzungs-Motive. Und so gesehen eben auch rein eindimensionale, „einfache“ Lösungsangebote für komplexe Veränderungen. Eigentlich eine echte politische Aufgabe: Wie kann man komplexe Veränderungen besser kommunizieren? Kann man das?

Mein Gefühl ist: Man kann es. Nur hat es seit 2015 so gut wie keine Rolle gespielt in der medialen Aufbereitung.

Und da ist man bei dem – aus meiner Sicht – sehr konstruierten Clinch zwischen Modernisierungsverlierern und Abschottern.

„Aber auch aus Sicht der Modernisierungsverliererthese würde Verteilungspolitik nur begrenzt wirksam werden. Denn nach dieser ist es eine essentielle Komponente der Identifikation der Bürger mit der AfD, Konkurrenz um Arbeitsplätze und Sozialleistungen durch Flüchtlinge abzuwehren. Diesen Konflikt kann reine Verteilungspolitik nicht befriedigend lösen“, schreiben die Soziologen.

Und kommen dann zu einer Folgerung, die sich überhaupt nicht logisch aus ihrem Datenmaterial ergibt: „Weil die Einnahme einer wertbezogenen Position zu diesen Fragen für das Selbstverständnis der politischen Parteien in Deutschland aber wesentlich ist, erscheint es kaum möglich, dass die etablierten Parteien den Anhängern der AfD attraktive politische Angebote machen können. Denn um AfD-Anhänger auf ihre Seite zu ziehen, müssten die etablierten Parteien ihre mehr oder weniger liberalen Positionen in Zuwanderungsfragen zumindest teilweise aufgeben.“

Im Gegenteil: Ich habe eher den Eindruck, dass genau das seit 2015 massiv geschieht – und fürchterlich in die Hose geht. Die liberalen Parteien verlieren massiv an Wählern und Vertrauen, wenn sie die Abschottungs-Sprache der AfD übernehmen.

Damit verlieren aber liberale Wähler eindeutig die „Partei ihres Vertrauens“. Und die Parteien verlieren ihren Wesenskern, sie werden profillos und reden im schlimmsten Fall nur noch der AfD hinterher. Weil ja augenscheinlich deren „Frames“ so toll und zugkräftig sind.

Was mich natürlich zu der Frage bringt: Haben sich die Forscher davon beeindrucken lassen? Denn mir fehlt einfach die komplette andere Seite. Ganze Parteiapparate und Redaktionen sind viel zu oft im trüben Abschottungs-Wortsalat unterwegs.

Etwas, was übrigens selbst der „Tagesspiegel“ mittlerweile massiv an der SPD kritisiert, wo man den Wortgebrauch, der auch noch die Wähler erreicht, augenscheinlich seit Jahren vernachlässigt hat. Die Bürger bekommen nur noch Bürokratensprech serviert. Dagegen ist jede radikale Blase der AfD konkret und bildhaft. Was auch daran liegt, dass sich diese mittlerweile rechtsextreme Partei sehr intensiv mit dem Thema Propaganda beschäftigt hat und systematisch daran arbeitet, ihre Themen und ihren Sprachgebrauch in den politischen Diskurs zu drücken.

Worauf ja just 2016 Elisabeth Wehling mit ihrem Buch „Politisches Framing“ dezidiert hinwies. Aber augenscheinlich sind gerade Parteien wie die SPD in der täglichen Hektik gefangen, sodass sie sich um ihren Wortgebrauch nicht mal ansatzweise kümmern können.

Dass die liberalen Parteien etwas anders machen sollten, klingt dann in der Überlegung der Leipziger Soziologen zumindest an: „Dadurch würden sie aber riskieren, einen Teil ihrer eigenen (tendenziell stärker kosmopolitischen) derzeitigen Anhängerschaft zu verlieren. In dieser Situation hat die AfD einen strategischen Vorteil: Sie muss lediglich Bürger mit kommunitaristischen Vorstellungen mobilisieren. Es ist zu vermuten, dass sie hierfür auch langfristig ausreichend Unterstützung in Deutschland findet.“

Ja und nein, sagt mir mein Gefühl. Ja: Die AfD ist eine Partei für Abschotter und Mauerbauer.

Nein: Das ist überhaupt kein Vorteil. Denn das ist ja eigentlich nicht der Wesenskern liberaler und kosmopolitischer Parteien. Die Empfehlung hieße also: Sie sollten eigentlich wieder über das reden, was ihre Wähler von ihnen erwarten. Und zwar klar und verständlich. Wähler erwarten zu Recht, dass „ihre Politiker“ klare Botschaften haben und verständlich machen können, wofür sie tatsächlich stehen.

Das Angebot der AfD ist eigentlich nicht zumutbar. Es ist verkochte Erbsensuppe oder irgendetwas anderes aus der Feldküche der Ewiggestrigen, die sich vor allem Möglichen fürchten und es am liebsten gänzlich aussperren wollen. Was ist denn das für ein Angebot?

Kläglich. Zäh. Schäbig.

Und noch zur letzten Empfehlung, die die Uni Leipzig zitiert: „Sicher gibt es gute Gründe, die Lage der sozial Schwächsten in unserem Land zu verbessern. Weil die Motive der AfD-Wähler aber überwiegend keine wirtschaftlichen sind, würden Maßnahmen wie etwa Rentenzuschüsse für Geringverdiener wenig oder sogar nichts am derzeitigen Zulauf zugunsten der AfD ändern.“

Was ich auch eher für eine falsche Empfehlung halte.

Denn die Tatsache, dass trotzdem Millionen Menschen das Gefühl haben, Bürger 2. Klasse zu sein, mag für das AfD-Wählen nicht so ausschlaggebend sein – aber es ist der Punkt, an dem das Misstrauen in die Demokratie beginnt. Und noch etwas anderes: das Gefühl, von Politik nicht mehr gemeint zu sein. Das ist eine Kraft, die selbst dann wirken würde, wenn es das Thema „Flüchtlinge“ nicht gäbe.

Es gibt wirklich keinen Grund, dieses Thema NICHT anzupacken und den Betroffenen wieder das Gefühl zu geben, dass Politik positive Lösungen für solche grundlegenden Probleme zu finden vermag.

Und bevor ich hier jemandem ein Parteiprogramm schreibe, setze ich einfach drei Punkte.

Manchmal ist Innehalten ganz gut.

Nachplappern war schon immer eine schlechte Politik.

Die Serie „Nachdenken über ..“

Nachdenken über ...
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Freie Wohnungen unter 6 Euro werden rar und über 10 Euro können es sich nur wenige leisten
Timo Pinder und Kerry-U. Brauer bei der Vorstellung des neuen Wohnungsmarktberichts. Foto: W&R Immocom

Foto: W&R Immocom

Für alle LeserAm Mittwoch hat das PISA Immobilienmanagement gemeinsam mit der Berufsakademie Sachsen/Leipzig den mittlerweile dritten detaillierten Marktbericht für Leipzigs Wohnungsmarkt vorgelegt. Wohnungsmarkt heißt in diesem Fall: Der Bericht erfasst tatsächlich das, was neu vermietet wird, nicht den Bestand. Und damit macht er sichtbar, welche Unwucht der Leipziger Wohnungsmarkt hat. Denn was neu gebaut wird, übersteigt in der Regel die Finanzkraft vieler Wohnungssuchender. Und bezahlbare Wohnungsangebote sind knapp geworden.
Das Geheimnis der Bäume und die Frage: Geht es nur um den tropischen Regenwald?
Regenwaldstimmung. Foto: pixabay_forest-931706_960_720

Foto: pixabay_forest-931706_960_720

Für alle LeserFür Liebhaber des Waldes lohnt sich am Dienstag, 29. Januar, der Weg ins Zeitgeschichtliche Forum. Denn dort findet um 19 Uhr das nächste Wissenschaftskino Leipzig statt. Gezeigt wird ein Dokumentarfilm über das „Geheimnis der Bäume“ (Frankreich 2013). Danach kann man mit Expertinnen und Experten des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig diskutieren. Vielleicht nicht nur über den Regenwald, in den sie sich so gerne flüchten.
Am 3. April im Haus Auensee: The KOOKS – Tour 2019
The Kooks. Lets go sunshine PR

The Kooks. Lets go sunshine PR

Dieser Tage melden sich The Kooks mit ihrem lang ersehnten, fünften Studioalbum „Let’s Go Sunshine“ mit einer ungestümen, mutigen Mischung aus Melancholie und Euphorie zurück. Seit 2015 arbeitete die Band an dem Album, und bereits während ihrer grandiosen, bei uns komplett ausverkauften Best-of-Tour, die sie rund um die Welt führte, haben die Briten immer wieder an den neuen Songs gefeilt und sie ansatzweise schon live vorgestellt.
Ökolöwe braucht noch 4.500 Euro, um die Gerichtskostenrechnung begleichen zu können
Auch tagsüber wird die kurze Südabkurvung rücksichtslos beflogen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm Grunde war es eine Farce: Das Bundesverwaltungsgericht stellte fest, dass die Klage der Grünen Liga gegen die Kurze Südabkurvung berechtigt war, verwies zurück ans Oberverwaltungsgericht. Dort rückte das beklagte Luftfahrtbundesamt gleich mit sechs teuren Anwälten an, das Oberverwaltungsgericht wies die Klage ab – und nun sollen die Fluglärmgegner auch noch die teuren Anwälte der Gegenseite bezahlen. Und sie sammeln Geld, um das zu schaffen.
Im Neuen Rathaus sind jetzt die Entwürfe für ein neues Wohnquartier auf dem Areal der ehemaligen Propsteikirche zu sehen
Visualisierung der geplanten Wohnbebauung am Elstermühlgraben. Grafik: W&V Architekten GmbH

Grafik: W&V Architekten GmbH

Für alle LeserWo vor einem Jahr noch die alte, von Rissen bedrohte Propsteikirche stand, sollen jetzt Wohnungen entstehen. In einer Ausstellung im Neuen Rathaus in der 4. Etage kann man jetzt besichtigen, wie sich die Architekten dort neue Wohnbebauung am Ufer des Elstermühlgrabens vorstellen können. Ein richtiges neues Wohnquartier soll auf dem Areal der abgerissenen ehemaligen katholischen Propsteikirche St. Trinitatis am Rande des Rosentals zwischen Emil-Fuchs-Straße, Leibnizstraße und Elstermühlgraben entstehen.
Peter Lemars Himmelsreise zu den Berühmten, die er immer schon mal persönlich sprechen wollte
Peter Lemar: Ein Sachse im Himmel. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSachsen kommen nicht in den Himmel. Können sie ja gar nicht, so renitent, wie sie sich benehmen, nicht wahr? Und so ein richtiger Himmel ist es auch nicht, in den der Leipziger Musiker und Schriftsteller Peter Lemar sein Alter ego hier geraten lässt, eher so eine Art große Wandelhalle vor der letzten Tür, in der die Berühmten und Berüchtigten plaudernd auf den letzten Schritt warten. Eine Art Wunschort für den nicht so berühmten Leipziger, an dem er einmal all jene Leute sprechen könnte, die ihn auf Erden so beeindruckt haben. Wie bei Dante, könnte man meinen.
Der Stadtrat tagt: Kein Kulturticket für Studierende und Auszubildende
Der STadtrat Leipzig berät zum House of Ressources. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserStudierende und Auszubildende werden weiterhin Eintritt für die städtischen Museen zahlen müssen. Auf Antrag der Grünen hatte die Verwaltung geprüft, ob ein kostenloses „Kulturticket“ eingeführt werden kann. Studentenwerk und Handelskammer, die sich an der Finanzierung beteiligen sollten, reagierten jedoch ablehnend. Zudem gebe es bereits genügend Ermäßigungen.
Der Stadtrat tagt: CDU legt sich beim Naturkundemuseum doch nicht auf die Lortzingstraße fest + Video
Sabine Heymann (CDU) am 23. Januar zum fehlgelaufenen Bürgerverfahren am Pleißemühlgraben. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserNoch im vergangenen Herbst wollte sich die CDU-Fraktion mit einem Antrag auf einen Standort für das Naturkundemuseum festlegen: die Lortzingstraße; also den aktuellen Platz. Im Dezember erklärte die Verwaltung jedoch, dass sie sich bei der Suche nicht auf den derzeitigen Standort beschränken möchte. In der Ratsversammlung am Mittwoch, den 23. Januar, teilte die CDU nun mit: Der Verwaltungsstandpunkt sei ausreichend.
Der Stadtrat Leipzig tagt: Die 1. Januar-Sitzung im Videomitschnitt
Livestream im Stadtrat Leipzig (Symbolbild) Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserZum ersten Mal in diesem Jahr kommen am Mittwoch, den 23. Januar, die Stadträte zur Ratsversammlung im Neuen Rathaus zusammen. Es ist die erste von zwei Sitzungen im Januar. In einer Woche, am 30. Januar 2019, steht der Doppelhaushalt 2019/20 auf der Tagesordnung. Die L-IZ ist wie gewohnt mit einem Livestream dabei und berichtet ausführlich über ausgewählte Themen.
Der Stadtrat tagt: EcoMobility-World-Festival soll nach Leipzig kommen + Video
Tim Elschner (B90/Die Grünen) im Stadtrat. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDas EcoMobility-World-Festival soll nach Leipzig kommen. Im Rahmen des Festivals wird einen Monat lang erprobt, wie sich der Verzicht auf brennstoffbetriebene Autos in einem Stadtteil auf die Bewohner auswirkt. Der Stadtrat hat die Verwaltung beauftragt, eine Ausrichtung durch die Messestadt zu prüfen.
Der Stadtrat tagt: Kommunale Betriebe sollen auf sachgrundlose Befristungen verzichten + Video
Ilse Lauter (Linke) zu den sachgrundlosen Befristungen in den Leipziger Kommunalbetrieben. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Stadtverwaltung und ihre Eigenbetriebe sowie die kommunalen Unternehmen dürfen künftig keine Arbeitsverträge mehr sachgrundlos befristen. Dies hat der Stadtrat am Mittwoch auf Initiative der Sozialdemokraten beschlossen. In mehreren Eigenbetrieben und kommunalen Beteiligungsunternehmen waren die umstrittenen Arbeitsverträge bislang die Regel.
Der Stadtrat tagt: Mehr Geld für 1-Euro-Jobber
Michael Weickert (CDU) im Stadtrat Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLeipziger 1-Euro-Jobber sollen künftig eine höhere Aufwandsentschädigung erhalten. Der Stadtrat beschloss am Mittwoch mit den Stimmen von CDU und Linke, OBM Burkhard Jung (SPD) solle sich in der Trägerversammlung des Jobcenters für eine Anhebung des Stundensatzes von 1,50 Euro auf 2 Euro einzusetzen.
Der Stadtrat tagt: Wie weiter in der Pflege? + Video
Gesine Märtens (Grüne). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserParallel zur Vorstellung des Berichts der Enquete-Kommission zur „Qualität in der Pflege älterer Menschen“ hat sich am Mittwoch der Stadtrat mit dem drängenden Thema befasst. In der Kommunalen Bürgerumfrage 2017 war die Zufriedenheit der Leipziger mit der Versorgung von Alten- und Pflegeheimen von 33 auf 21 Prozent zurückgegangen.
Mit Untätigkeit bekommt Sachsens Landwirtschaftsminister die Nitratbelastung im Grundwasser nicht gesenkt
Acker bei Leipzig. Foto: Gernot Borriss

Foto: Gernot Borriss

Für alle LeserSeit anderthalb Jahren gilt auch in Sachsen die verschärfte Gülleverordnung der EU. Aber es ist wie mit so vielen Richtlinien, die die EU erlässt – in Sachsen werden sie auf die lange Bank geschoben, Termine werden vertagt, die Umweltbelastung geht weiter. Und so hagelt es Beschwerden. Denn die Verordnung hat ja selbst schon ihre Ursache in deutscher Aussitze- und Verzögerungs-Politik. Es stinkt zum Himmel und das Grundwasser wird zur Nitratbrühe.
Am 30. März: Honky Tonk® Leipzig – Das Musik- und Kneipenfestival

Quelle: Blues Agency-Veranstaltungen GmbH

Am 30.03. heißt es rein ins Leipziger Nachtleben und bei handgemachter Livemusik gefeiert! Denn dann sorgt das legendäre Honky Tonk® Festival wieder für mächtig Stimmung in der Leipziger Innenstadt. Das Musikprogramm hat es wieder in sich, von Rock, Pop, Oktoberfestsound, Boogie, Rhythm & Blues über Funk & Soul, Rock'n'Roll bis hin zu Indie und Alternative-Rock ist alles dabei, was das Musikliebhaber-Herz höher schlagen lässt. 24 Bands und 3 DJs auf 24 Bühnen wollen gefeiert werden und das gebührend.