Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #41

Für alle LeserJoe Biden ist der Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei. Am vergangenen Donnerstag hat er seine Nominierung angenommen und die dazugehörige „acceptance speech“ gehalten. Weil ich aber keine Lust habe, die Rede zusammenzufassen („Das Land ist zerrissen. Ich werde es einen. Tralalalalala...“) werde ich diesen Tagebucheintrag mit Fun Facts über Präsidentschafts-Kandidaten-Nominierungs-Antritts-Dankes-Reden vollkritzeln.
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Damit der Spaß beidseitig ist, mache ich ein kleines Rätsel daraus. Acht Fragen – acht Antworten – alle Achtung, wenn Sie alle richtig haben. (Die Auflösung findet sich unten.) So denn, auf geht’s.

1. Wer war der erste demokratische Präsidentschaftskandidat, der seine Nominierung in einer offiziellen Dankesrede persönlich auf dem Parteitag angenommen hat?

a.) Franklin D. Roosevelt

b.) John F. Kennedy

c.) Barack Obama

2. Wer war der erste republikanische Präsidentschaftskandidat, der persönlich aufgetreten ist, um seine Nominierung anzunehmen?

a.) Abraham Lincoln

b.) Ulysses S. Grant

c.) Thomas Dewey

3.) In welchem Jahr haben sowohl der demokratische als auch der republikanische Kandidat ihre Nominierungen erstmalig in offiziellen Dankesreden persönlich auf den jeweiligen Parteitagen angenommen?

a.) 1944

b.) 1948

c.) 1952

4.) Wer von den folgenden drei Personen hat die kürzeste „acceptance speech“ gehalten?

a.) Hillary Clinton 2016

b.) Donald Trump 2016

c.) Joe Biden 2020

5.) In einem Präsidentschaftswahlkampf überlagert die Persönlichkeit eines Kandidaten oft die Parteiprogrammatik. Welcher Präsidentschaftskandidat widmete seinen eigenen biografischen Erfahrungen bisher den größten Anteil in seiner Nominierungsrede?

a.) Lyndon B. Johnson

b.) John McCain

c.) Barack Obama

6.) Während die „personality“ eines Kandidaten spätestens seit den 1980er Jahren immer wichtiger geworden ist, gibt es parallel dazu einen Prozess des Sich-Enthebens von der eigenen Partei, verbunden mit einem Gestus des Quasi-Überparteilichen. Deshalb die Frage: Welcher Kandidat schaffte es, in seiner Dankesrede den Namen der Partei, die ihn nominiert hatte, nicht ein einziges Mal zu erwähnen?

a.) Ronald Reagan 1984

b.) Bill Clinton 1992

c.) Al Gore 2000

7.) Auf Gott wird vertraut – über Gott wird gesprochen. Aber welcher Kandidat hat in seiner Rede die meisten religiösen Bezüge eingeflochten?

a.) Richard Nixon

b.) George H. W. Bush (sen.)

c.) George W. Bush (jun.)

8.) „Liebe“ ist ein selten gebrauchtes Wort in politischen Reden. Wer benutzte es bisher in seiner Nominierungsrede am meisten?

a.) Hillary Clinton

b.) Donald Trump

c.) Joe Biden

Und hier die Auflösung:

1 = a.) Franklin D. Roosevelt, und zwar anno 1932. Vorher bekam der Kandidat meist nur einen Brief zugeschickt. („Hey, du bist nominiert. Viel Spaß!“)

2 = c.) Thomas Dewey im Jahre 1944. Eigentlich war Dewey ein ganz netter Kerl, aber Roosevelt hat ihn wiederholt einen „son of a bitch“ genannt, was nicht ganz so nett ist.

3 = b.) 1948, obwohl schon 1944 möglich gewesen wäre, aber Roosevelt hat es nach zwei Parteitagsauftritten 1932 und 1936 in den Jahren 1940 und 1944 vorgezogen, nicht mehr persönlich auf dem Parteitag zu erscheinen. 1940 hat er seine Frau zum Parteitag geschickt und seine Rede vom Weißen Haus aus gesendet. Und 1944 hat er sie auf einem Marinestützpunkt im Pazifik gehalten. Damit war Roosevelt der letzte Kandidat der beiden großen Parteien, der seine „acceptance speech“ aus der Ferne gehalten hat. Zumindest bis Corona kam und Joe Biden in den Keller seines Hauses verbannte.

4 = c.) Joe Bidens Rede dauerte nur 24 Minuten und 28 Sekunden. Clinton und Trump sprachen 2016 jeweils mehr als eine Stunde. Bei Biden ging das jetzt auch deshalb so schnell, weil es – Corona sei Dank – durch die Videoübertragung der Rede nicht zu jenen minutenlangen Jubelstürmen kam, die inzwischen üblich sind und selbst die lahmarschigste Rede noch zu einem Ereignis aufplustern. Bidens Rede war sogar so kurz, dass es die kürzeste eines demokratischen Präsidentschaftskandidaten seit 1984 war. Übrigens hat sich Biden vier Jahr später, anno 1988, zum 1. Mal um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei beworben …

5 = b.) John McCains Rede 2008 enthielt zu rund 30 Prozent biografische Bezugnahmen. Obama brachte es im gleichen Jahr dagegen nicht mal auf 10 Prozent – und gewann trotzdem, während Lyndon B. Johnson anno 1964 überhaupt nicht über sein Leben redete – und ebenfalls siegte. (Die Zahlen, wie auch viele weitere Informationen, stammen aus einem Aufsatz von Donna R. Hoffman und Alison D. Howard: Auditioning for the Rhetorical Presidency. Presidential Nomination Acceptance Speeches as „Presidential“ Documents, in: Collected Faculty and Staff Scholarship, # 3, Dominician University of California, 2009, hier: S. 35.)

6 = c.) Al Gore erwähnte die Partei, die ihn aufgestellt hatte, kein einziges Mal mit Namen. Bill Clinton war 1992 nicht ganz so undankbar, sprach aber davon, dass er ein Amerika schaffen wolle, bei dem es nicht um die Frage konservativ oder liberal gehe, ja nicht einmal um die Frage Demokrat oder Republikaner, sondern darum, etwas Neues und Anderes zu schaffen. „Es wird funktionieren“, erklärte Clinton – und siegte. Aber das hat auch Ronald Reagan 1984 getan, und der war seinen Republikanern treu verbunden.

7 = c.) George W. Bush (jun.) redete 2004 so viel über den lieben Gott, dass es schon nicht mehr feierlich war. Sein Kontrahent, John Kerry, sprach dagegen lieber über politische Dinge, woraufhin George Bush einen Tag später erklärte: „Mein Gegner hat gute Absichten, aber Absichten führen nicht immer zu Resultaten“, was irgendwie schon wieder danach klang, als sei der liebe Gott auf seiner und nicht auf John Kerrys Seite. Zu allem Unglück gewann Bush dann auch noch. Richard Nixon triumphierte 1968 ebenfalls, aber er sprach so gut wie gar nicht über den Allmächtigen, und wenn, dann hieß er in seinen Augen Dwight D. Eisenhower, denn der, so Nixon, sei sein Lehrer gewesen.„Lasst uns diese Wahl für ihn gewinnen“, rief Nixon – und Eisenhower, der schon ziemlich krank war und zu Hause saß, hat in diesem Moment bestimmt ein Tränchen verdrückt.

8 = b.) Überraschung. Wer hätte gedacht, dass Donald Trump am meisten über Liebe parliert hat? Ich jedenfalls nicht. Aber die Zahlen sind eindeutig, auch wenn’s knapp ist. Trump hat 2016 neun Mal von Liebe erzählt. Joe Biden hat das Wort immerhin noch acht Mal in den Mund genommen, während Hillary Clinton (Spätfolgen von Bill’s Eskapaden?) nur drei Mal über Liebe gesprochen hat, was – legt man die Daten sämtlicher Dankesreden seit 1980 zugrunde – exakt dem historischen Durchschnitt entspricht.

Alle Auszüge aus dem „Tagebuch eines Hilflosen“.

Direkt zum „Tagebuch eines Hilflosen“.

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