Artikel zum Schlagwort Tagebuch eines Hilflosen

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #16

Von Kohlekraftwerken, kirchlichen Kassenbüchern und Klimamodellen

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserAngesichts der großspurigen Ankündigungen von Donald Trump und den politischen Weichenstellungen seiner Ministerien müsste man eigentlich meinen, dass die amerikanische Kohleindustrie gerade goldene Zeiten erlebt. Tut sie aber nicht. Denn immer mehr Kohlekraftwerke müssen schließen – und sie tun es in einem immer schnelleren Tempo. Weiterlesen

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #14

Sumpf ist Trumpf

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„I will drain the swamp!“, hat Donald Trump im Wahlkampf unablässig gerufen und angekündigt, den Behörden-, Politik- und Lobbyisten-Sumpf in Washington wie im ganzen Land trockenlegen zu wollen. Dass er den Sumpf mit seinem Geld, seiner Macht und seinen Beziehungen jahrzehntelang selbst gewässert hat, hat er dabei immer unerwähnt gelassen. Weiterlesen

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #13

Kleine Anleitung für politische Erpresser (mit Amts-Nichtenthebungs-Garantie)

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDa die Literatur gesellschaftlich relevant sein soll, habe ich mal eine kleine Anleitung verfasst, wie Sie – falls Sie mal Präsident eines großen, mächtigen Staates werden – andere Länder unter Druck setzen können, ohne Gefahr zu laufen, danach des Amtes enthoben zu werden. Vorweg beachten Sie aber bitte eines: Nehmen Sie – zumindest für Ihre ersten Erpressungsversuche – ein Land, das nicht im geopolitischen Fokus steht. Verzichten Sie also auf ... sagen wir ... die Ukraine und probieren Sie Ihre Macht an... zum Beispiel ... Thailand aus. Weiterlesen

Die Schlachthofnarren

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #12

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserDas US-Landwirtschaftsministerium hat das Tempolimit abgeschafft. Allerdings nicht auf den Highways, sondern auf den Schlachtebahnen der Fleischindustrie. Bisher war die Zahl der Todesopfer gesetzlich auf 1.106 Schweine begrenzt, mehr durften pro Fließband und Stunde nicht sterben. Aber damit ist es jetzt vorbei. Die Autobahn ist da. Weiterlesen

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #11

Bismarck in North Dakota oder Von der (Un-)Möglichkeit, eine deutsch-amerikanische Geschichte zu schreiben

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserDas ist der Lauf der heutigen Dinge: In der täglichen Nachrichtenflut verschwimmt nicht selten die Chronologie der Ereignisse, Tatsachen gehen unter, tauchen als Halbwahrheiten wieder auf und werden zu Gerüchten, die sich mit der Zeit zu reinen Fiktionen auswachsen und im Kleid vermeintlicher Fakten im großen Nachrichtenstrom ihr Unwesen treiben. Deshalb hier zunächst mal eine kleine Erinnerung an das Jahr 2016: Damals forderte der Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter, Frank Klingebiel (CDU), eine Zuzugsperre für Flüchtlinge. Weiterlesen

Sauber spülen, dreckig sterben – Amerika

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #10

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserM-44 ist keine gute Abkürzung, denn sie verkürzt für gewöhnlich das Leben. Hinter M-44 verbirgt sich zum Beispiel ein russisches Repetiergewehr. Oder eine amerikanische Panzerhaubitze. Außerdem im M-44-Abkürzungs-Angebot: der Prototyp eines ungarischen Panzers, ein spanisches MG, eine finnische Panzerabwehrmiene und eine amerikanische Streubombe voll mit Chemie. Wobei ich wohl besser von zwei amerikanischen Chemiebomben sprechen sollte. Weiterlesen

#9 'S Cannabis'l Bio sein

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserGrundgütiger, jetzt werden sogar die Kiffer zu Bio-Aposteln! Seitdem in Teilen der USA Marihuana legalisiert ist, explodiert der Markt wie eine von psychoaktiven Substanzen überflutete Synapse, und die Verkaufszahlen gehen durch die (Schädel-)Decke. Damit das auch so bleibt, versuchen die Hersteller die Kunden mit allen Mitteln für sich zu gewinnen. Der neueste Schrei: Bio-Marihuana! Weiterlesen

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“, #7

Kleine Kartografie der Macht – und wie sie sich (scheinbar) verändert

Montage: L-IZ

Für alle LeserLehrjahre sind keine Herrenjahre, heißt es, und das stimmt auch, denn die Herrenjahre sind die Jahre, in denen regiert wird. In Sachsen ist die CDU seit 29 Jahren an der Macht. In der DDR herrschte die SED 40 Jahre lang. Und in Bayern stellt die CSU seit 62 Jahren den Ministerpräsidenten. Aber das alles ist nichts gegen Delaware County im Bundesstaat Pennsylvania. Dort regierten die Republikaner seit dem Bürgerkrieg. Und das heißt: seit über 150 Jahren. Weiterlesen

Vor Schrecken ganz starr – und auch vor Glück

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“, #6

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserUmfragen sind die Fettaugen auf der trüben Suppe des politischen Meinens. Aber warum sie auslöffeln, wenn die Suppe schon kalt ist, so kalt, dass sich nicht mal mehr die Fettaugen obendrauf rühren? Seit genau 1.000 und 21 Tagen ist Donald Trump Präsident, und mit jedem Tag verfestigen sich die politischen Lager ein klein wenig mehr. Zumindest gibt es kaum noch Schwankungen bei der Zahl derjenigen, die seiner Politik zustimmen oder sie ablehnen. Weiterlesen

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“, #5

Ol‘ King Coal oder Die dreckigen Märchen der Saubermänner

Archivfoto: Ralf Julke

Für alle LeserDonald Trumps Kohle-Koalition beginnt zu bröckeln wie alte Briketts. Ein rußverschmiertes Kraftwerk nach dem anderen macht dicht. Sieben Kohleverstromer sind dieses Jahr bereits pleite gegangen, und jetzt hat es auch noch Murray Energy erwischt. Also jenen Kohleriesen, dessen Chef Robert Murray an Donald Trumps Märchen von der sauberen Kohle mitgeschrieben und das schwarze Gold im Weißen Haus populär gemacht hat. Und zwar nicht nur durch die üblichen Lobbyaktivitäten, sondern durch Großspenden direkt in Donald Trumps Wahlkampfkasse. Weiterlesen

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“, #3

Einige Thesen über himmlische Heimstätten und die kalifornische Kanalisation

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserMit Thesen ist es so eine Sache: Sie bestechen zum einen durch ihre Einfachheit, sind zugleich aber höchst komplizierte Gebilde. Der einfache Teil der Geschichte beginnt für gewöhnlich damit, dass Menschen Thesen über die Welt aufstellen, in der sie leben. Werden diese Thesen populär, dann werden auch die Menschen, die sie aufgestellt haben, bekannt. Mitunter erreichen sie sogar den Rang eines Popstars, werden als Legenden verehrt oder auf sonst einen Thron erhoben. Und den Nimbus des Quasi-Heiligen gibt's gratis dazu. Weiterlesen

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“

Im Westen nichts Neues. Aber ganz im Westen ein bisschen was anderes.

Foto: L-IZ

Für alle LeserWie sehr sich die Diskussionen in unserer westlichen Welt doch gleichen – und sich dabei zugleich unterscheiden. „Die Menschen sollten nur noch 1 Mal pro Monat Fleisch kaufen.“ Das ist eine Vision, die hierzulande viele haben. Fleisch ist schließlich einer der großen Klimakiller – und die Temperaturen steigen und steigen. „Die Menschen sollten nur noch 1 Mal pro Monat eine Waffe kaufen.“ Das ist eine Vision, die in den USA gerade populär gemacht werden soll. Waffen sind schließlich einer der großen Menschenkiller – und die Todeszahlen steigen und steigen. Weiterlesen