Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #33

Für alle LeserHaben Sie jemals für einen schwarzen Ornithologen protestiert? Sie mögen das für eine abseitige Frage halten, aber es ist mir ernst damit. Also, haben Sie jemals für einen schwarzen Ornithologen protestiert?
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In Amerika tun das die Leute. Und sie haben auch allen Grund dazu. Ornithologie ist gefährlich für Schwarze. Wer als Afroamerikaner Vögel beobachtet, läuft leicht Gefahr, für den Auskundschafter eines kommenden Verbrechens gehalten zu werden. Mit ein bisschen Glück ziehen die Leute nur ihr Handy und rufen die Cops. „Schwarzer Mann mit Fernglas! Gefahr!“

Wenn man aber Pech hat, nehmen die Leute statt des Handys die Handfeuerwaffe, und dann kommen die Cops nur noch, um den besorgten Bürgern zu erklären, dass sie alles Recht hatten, den schwarzen Vogel zur Strecke zu bringen.

Sie mögen das für Einzelfälle halten. Ein Problem, das gerade mal wieder hochkocht. Aber das Problem ist nicht neu – und der Einzelfall hat System. Schon 2013 hat der Ornithologe Joseph Drew Lanham „Neun Regeln für schwarze Vogelbeobachter“ aufgeschrieben, um sie auf die Gefahren ihres Hobbys aufmerksam zu machen.

Oder sagen wir besser: auf die Gefahren, denen schwarze Vogelbeobachter ausgesetzt sind, während sie von anderen dabei beobachtet werden, wie sie irgendetwas – und ganz gewiss keine Vögel! – observieren. (Tätowierte mexikanische Vogelkundler haben im Übrigen das gleiche Problem, außer dass für sie Lanhams Regel Nr. 6 nicht zutrifft, die besagt: „Der offizielle Begriff für einen Afroamerikaner in verdächtiger Kleidung lautet incognegro“.).

Sie mögen bei dem Wort „incognegro“ Schnappatmung bekommen oder – je nachdem, wo sie stehen – die Probleme schwarzer Vogelkundler für die üblichen Wehwehchen irgendeiner Randgruppe halten, nur hilft uns das alles nicht weiter. Schnappatmung führt nämlich überhaupt nirgendwohin (und schon gar nicht zum Ziel) – und der Wunsch, das Problem als eine vernachlässigbare Größe abzutun, kollidiert mit seinem tatsächlichen Ausmaß.

Aber dazu später mehr. Fest steht jedenfalls: Das Problem lässt sich nicht einfach so abtun. Dagegen spricht allein schon das, was man Erfahrung nennt. Oder Empirie. Oder strukturellen Rassismus. Je nachdem, in welchen Kreisen Sie sich bewegen.

Sie mögen es – angesichts der sich ständig ändernden Coronaregeln und der neu gewonnenen Freiheit – übersehen haben, aber wie ernst die Sache ist, hat sich erst kürzlich, am 25. Mai, wieder gezeigt, als der schwarze Ornithologe Christian Cooper im New Yorker Central Park für einen potentiellen Verbrecher gehalten wurde, während er – in einem extra für Vogelbeobachtungen ausgewiesenen Teil des Parks – seinem Hobby nachging.

Eine Frau (hellhäutig, mit Hund und Handy bewaffnet) hielt Cooper für einen potentiellen Gewaltverbrecher und rief kurzerhand die Cops. Cooper selbst hat den Vorfall gefilmt. Er hat es getan, weil ihm die Sache mit der Frau und dem Hund irgendwann zu bunt wurde. Dadurch hatte er alles auf Video. Schwarz auf weiß, sozusagen.

Sie mögen der Ansicht sein, das Video hätte außer ein paar Vogelkundlern niemanden interessiert, wäre am selben Tag nicht George Floyd unter dem Knie eines weißen Polizisten erstickt. So aber ging das Video viral, die Frau, die die Cops gerufen hatte, wurde von ihrem Arbeitgeber gefeuert, und eine Reihe von Aktivisten initiierte – parallel zu den Protesten zum Tod von George Floyd – am 31. Mai die „Black Birders Week“, an der bis zum 5. Juni Zehntausende teilnahmen.

Sie mögen angesichts des bisher Gesagten die Vermutung äußern, dass der Protest für die schwarzen Ornithologen seine Popularität allein aus den aktuellen Ereignissen gezogen hat und nur deshalb so erfolgreich sein konnte. Aber da muss ich Sie leider enttäuschen. Auch der hochfliegendste Protest braucht einen fruchtbaren Boden, von dem er abheben kann. Und den gibt es in den USA, denn Vogelbeobachtung gehört dort seit jeher zu den beliebtesten Hobbies.

Durch Corona ist die Zahl der Birdwatcher noch weiter in die Höhe geschossen. Hunderttausende Amerikaner haben den Lockdown zum backyard birding genutzt, derweil jene, die keinen Backyard besitzen, es zumindest mit balcony birding oder dem äußerst bequemen bedroom birding versucht haben. Kein Wunder, dass die Vogelbestimmungs-App Audubon ihre Downloadzahlen binnen weniger Wochen vervielfacht hat und inzwischen bei über zwei Millionen Aufrufen steht.

Sie mögen den Namen Audubon irgendwo schon mal gehört haben, was vielleicht damit zu tun hat, dass er auf John James Audubon verweist, jenen Gründervater der nordamerikanischen Vogelkunde, der mit seinem Monumentalwerk „Die Vögel Amerikas“ (erschienen zwischen 1827 und 1838) zu Weltruhm gelangt ist. Aber da ist noch mehr, denn der Name Audubon verweist auch darauf, dass die amerikanische Vogelkunde eine dunkle Geschichte hat, die freilich weiß und nicht schwarz ist.

Sie mögen an dieser Stelle mit Ihrem Latein am Ende sein (und mit Ihrer Leselust vielleicht auch), aber lassen Sie noch schnell gesagt sein, dass Audubon 1785 in Haiti geboren wurde und der Sohn einer Kreolin und eines französischen Plantagenbesitzers war, was ihn – wohl oder übel – zum Mitglied einer Sklavenhalterfamilie gemacht hat. Daraus den Schluss zu ziehen, dass Audubon ein vehementer Verfechter der Sklaverei war, geht freilich an der Realität namens Geschichte vorbei.

Und zwar genauso weit wie Audubons eigene Sicht auf die Dinge, schließlich hat er sich in all seinen Erzählungen zu einem weißen, in Amerika geborenen Mann stilisiert. „Audubon white-washed himself throughout his life“ – mit diesen Worten hat die Autorin Jacqueline Scott Audubons biografische Reinigung zusammengefasst. Und das Gewasche hat Geschichte gemacht, bis heute. „Audubon und Sklaverei. Diese zwei Worte treten in Gesprächen, auf Webseiten und in Büchern nur selten zusammen auf.“ Dabei war Audubons Narretei mit den Vögeln nur auf Basis eines von Sklaven geführten Haushalts und Wirtschaftsunternehmens zu haben.

Sie mögen sagen, dass das damals eben so war und dass es in der Vogelkunde nicht anders zuging als in Dutzenden anderen Disziplinen, die sich im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts etabliert haben. Und das stimmt. Die großen Entdeckungen und bahnbrechenden Werke aus dieser Zeit stammen mehrheitlich von weißen Männern.

Nur leider haben die meisten von ihnen in ihren Berichten und Büchern kaum ein Wort darüber verloren, dass sie bei ihren Entdeckungsreisen und Expeditionen von der Gunst, dem Wissen und der Führung der einheimischen Bevölkerung abhängig waren, und dass ein Großteil derjenigen Menschen, die ihnen half, schwarz war. Diese Menschen waren im wahrsten Sinne des Wortes die Träger der Geschichte. Und doch (oder gerade deswegen) standen sie im Schatten der „großen“ Entdecker.

Sie mögen zu dem Schluss kommen, dass jetzt, im 21. Jahrhundert, viele dieser Geschichten erzählt werden. Und da haben Sie recht, auch wenn ich fürchte, dass der allgemeine Tellerrand mit der Zeit nicht flacher wird und sich unsere Nabelschnuraugen auch nicht so einfach auf Weitsicht umpolen lassen. Aber gut, fest steht jedenfalls – und damit kehren wir zum Ausgangspunkt dieser kleinen Geschichte zurück –, dass es für Schwarze, die sich der Vogelbeobachtung verschrieben haben, noch immer gefährlich ist, ihrem Hobby außerhalb ihres backyards nachzugehen.

Zumal die absolute Mehrzahl der Vogelkundler nach wie vor weiß ist, auch wenn sie schwarze Ferngläser haben. (Merke freilich – mit Blick auf Lanhams Regel Nummer 5: Im Gegensatz zu den schwarzen Vögeln unter den Vogelkundlern werden die schwarzen Vögel unter den Vögeln oft übersehen.)

Aber wie dem auch sei, Lanhams 2013 veröffentlichte „Neun Regeln für schwarze Vogelbeobachter“ haben jedenfalls nichts an Aktualität verloren. Und damit auch ich zu einem Schluss komme („Endlich!“, mögen Sie sagen. „Ja, endlich“, sage auch ich.), überlasse ich jetzt Mr. Lanham das Wort und begnüge mich mit der Rolle des Übersetzers und Kompilators, der die wichtigsten seiner Regeln an dieser Stelle einfach mal zusammengefasst aufschreibt.

Regel 2: Hab dein Fernglas immer dabei – und mindestens drei Ausweise: für die Cops, das FBI und den Sicherheitsdienst.

Regel 3: Vögel beobachten ist super, aber niemals in einem Hoodie. Niemals!

Regel 4: Nächtliches Vogelbeobachten ist tabu! Klar, viele Vögel sind nachtaktiv, aber erklären Sie mal als schwarzer Mann den Leuten, dass sie auf der Suche nach einer besonders schönen Eule sind, während sie in irgendeinem weißen Vorort durch die Parkanlagen marschieren.

Regel 5: Die schwarzen Vögel sind ihre Vögel.

Regel 9: Machen Sie den Leuten klar, dass sie als schwarzer Vogelkundler zu einer gefährdeten Spezies gehören und vom Aussterben bedroht sind. Zwar quatschen ein paar von den Hobby-Ornithologen gern mal über Diversität, aber das Geld ist nun mal nicht da, wo das Gerede ist. Die meisten Vogelkundler kaufen weiterhin Ferngläser, die so teuer sind, dass sie damit die Wirtschaft eines karibischen Kleinstaates ankurbeln könnten.

Sie mögen an dieser Stelle protestieren, dass ein paar Regeln fehlen, aber manche sind so speziell, dass nur schwarze amerikanische Vogelkundler den Witz dahinter verstehen – und ich bin ein weißer Mann aus dem Muldental, der das bisschen Freizeit, das ihm angesichts dieses Tagebuches bleibt, mit Angeln verbringt.

Aber eine Regel habe ich noch. Es ist Nummer 8. Ich habe sie mir für den Schluss aufgehoben, weil sie das Antiquarische mit dem Apokalyptischen verbindet. Als würde man ein altes Buch aufschlagen, darin die wunderbaren Zeichnungen der herrlichsten Vögel betrachten und dann erfahren, dass sie alle weggeflogen sind und niemals wiederkommen werden. Dabei ist es gerade mal sieben Jahre her. 2013 war das …

Regel 8: Machen Sie sich die Tatsache zunutze, dass ein Schwarzer Präsident ist. Verlassen Sie die Reihe der liberalen weißen Vogelbeobachter und treten Sie nach vorn, um diese weit entfernte Zwergsäger-Ente zu beobachten, die eigentlich im Eurasischen Raum zu Hause ist, aber irgendwie in die USA gekommen sein muss. Sagen Sie diesen liberalen weißen Vogelbeobachtern, dass Sie Obama schwer in Ordnung finden*. Sie werden merken, wie diese Leute noch ein Stück weiter nach links rücken und ihnen freie Sicht auf diese seltsame Ente gewähren. Gut möglich, dass Sie die Chance haben, irgendwann mal wieder eine dieser Zwergsäger-Enten zu sehen. Zumindest dürfte diese Chance größer sein als die, nochmal einen schwarzen amerikanischen Präsidenten zu Gesicht zu bekommen.

*) Stelle korrigiert. Hier ging es um einen Slang-Ausdruck aus dem amerikanischen Englisch, der bei Joseph Drew Lanham  lautet „that you’re down with Barack“, der auf den ersten Blick negativ wertend klingt, aber (wie jetzt im Text) als „schwer in Ordnung“ zu übersetzen ist.. Mit Dank für den Hinweis an Alexandra Estrela-Lopis.

Alle Auszüge aus dem „Tagebuch eines Hilflosen“.

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