Vier Tage Wien: Teuer, aber lohnenswert

Es liegt im unscheinbaren Österreich, aber Wien ist alles andere als das. Entscheidender Ort und Entscheidungsort in der Weltgeschichte, Kunstzentrum, Kaffeehaus-Ballungsgebiet. Es ist die Melange, die Wien so außergewöhnlich und einen Besuch sinnvoll macht.
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„Lassen Sie sich nicht täuschen, das Bett ist größer als sie denken“, kichert die Führerin. Ihre Gruppe hat sich um das zwei mal drei Meter große Bett versammelt, in dem Kaiser Franz Joseph I. und seine „Sisi“ ihre Kinder gezeugt haben sollen. Japaner und Amerikaner drängeln vorbei. Schloss Schönbrunn im Westen Wiens ist auch Ende Mai nicht unbesucht und natürlich ein Höhepunkt für jeden Touristen – auch für unsere Zwei-Mann-Reisegruppe, die sich knapp vier Tage für die österreichische Hauptstadt Zeit genommen hat. Klingt nach einem harten und engen Programm, ist es auch.

Trotzdem: Nach zwanzig Räumen trennt sich die Spreu vom Weizen. Hardcore-Habsburg-„Fans“ wie wir setzen die Grand-Tour fort, sehen 40 statt 20 Räume. Das Schloss wirbt: „Die gesamte Nobeletage sollte man einmal im Leben gesehen haben!“. Mag sein, aber jeder, der nicht mit der Stammtafel der Habsburger aufgewachsen ist, bekommt während der 50-minütigen Führung irgendwann Schwindelgefühle. Im Park von Schloss Schönbrunn lässt es sich danach hervorragend alle Details der Familiengeschichte verdauen – kostenlos. Nur für den Kronprinzengarten und die Terrasse der Gloriette vis-a-vis zum Schloss muss noch einmal in die Tasche gegriffen werden. Ansonsten bleibt es bei den 15,50 Euro für Grand Tour und Führung.
Zugegebenermaßen muss man die Sehenswürdigkeiten mit einem Bezug zum Geschlecht nicht gerade suchen, sie laufen einem in Wien über dem Weg und an der feudalen Hofburg mitten in der Innenstadt gibt es sowieso kein Vorbeikommen. Hier verbrachten die Habsburger den Winter. Jeder, der sehen will, wo Franz klingelte, um in Sisis Gemächer gelassen zu werden, wo er täglich 100 Gäste zur Audienz empfangen hat, muss 10,50 Euro – inklusive Audioguide – berappen, bekommt aber noch einen Besuch in der Silberkammer der Habsburger und im Sisi-Museum dazu. Letzteres dient vor allem noch einmal dazu, der Kaiserin nachzutrauern, zu beweinen, wie schrecklich doch alles war. Dabei war Sisi zu Lebzeiten alles andere als beliebt – auch das erfährt man dort. Wer alles mit dem Audioguide beschnarchen will, wird in der Hofburg über zwei Stunden verbringen. Aber der Guide lohnt sich in der Tat. Gleich nebenan geht es in die Habsburger Schatzkammer. Für 12 Euro dürfen sich Besucher an verschiedensten Vitrinen die Nase platt drücken, die meisten suchen vor allem den Raum mit den Reichsinsignien mit der über 1.000 Jahre alten Reichskrone. Aber Achtung: Irgendwann hat man genug Klunker und Gewänder gesehen.

Schloss Belvedere, eigentlich das dritte Pflicht-Gemach der Habsburger, schenken wir uns. Drei Prunkgemächer in vier Tagen hält ja nicht mal ein Historiker aus. Stattdessen scharwenzeln wir nur kurz durch den Park. Allerdings hat der Gärtner allem Anschein nach schon eine Weile Urlaub oder wartet vergeblich auf einen Augenarzttermin. Wie auch schon nach Schönbrunn und zur Hofburg sind wir mit der U-Bahn gefahren. Das Wiener U-Bahn-Netz ist engmaschig, fünf Linien führen quer durch die Stadt, dazu kommen S-Bahn, Tram und Bus. Und wer sich eine Wienkarte (19,90 Euro) kauft, kann für 72 Stunden kostenlos den ÖPNV besteigen. Zwar ist gerade die Innenstadt voller Sehenswürdigkeiten, doch finden sich auch in so manch anderem Bezirk, wie Wiener ihre Stadtteile nennen und nummeriert haben, einige Höhepunkte.
Einer davon ist das beispielsweise im Marco Polo nur am Rande erwähnte Heeresgeschichtliche Museum. Für gerade einmal 5,10 Euro sieht man nicht nur ein beeindruckendes Gebäude im maurisch-byzantinischen Stil, sondern betritt so etwas wie das Deutsche Historische Museum – nur für Österreich. Hier steht nicht nur Waffe an Waffe, hängt nicht nur Standarte neben Standarte, hier erfährt der Besucher auf Infotäfelchen und über den kostenlosen Audioguide auch genügend über die österreichische Sicht auf die Kriege in Europa. Besucher sehen zudem viele Ausstellungsstücke, die mit dem letzten Krieg, den das Kaiserreich Österreich gefochten hat, verbunden sind. In einem Gedenkraum für den Thronfolger Franz Ferdinand steht nicht nur der Wagen, in dem Franz Ferdinand und Frau Sophie erschossen wurden, sondern auch die Couch, auf der er seinen Verletzungen erlag, und der blutverschmierte Soldatenrock inklusive Einschussloch. Viel interessanter als der zehnte ausgestellte Pikenier. Geschichtsfreunde können ohne Probleme zwei und mehr Stunden auf dem ehemaligen Kasernengelände verbringen.

Doch Wien bietet nicht nur Geschichte, derer manch einer irgendwann überdrüssig ist. Natürlich ist die österreichische Hauptstadt jahrelang auch ein Zentrum der Musik gewesen. Für vier Euro können Musikfreunde die früheren Wohnhäuser von Joseph Haydn, Johann Strauß, Franz Schubert und Ludwig van Beethoven sehen. Aber Achtung: Bei Haydn kommt man in den Genuss einer kurzweiligen Ausstellung über dessen Lebensabend, in den anderen Häusern hängen dagegen vorwiegend Darstellungen der Komponisten an der Wand, über ihr Leben sollte man schon vorher Bescheid wissen.

Jedoch, und diese Vielseitigkeit ist ein großes Plus dieser nebenbei erwähnt sehr sauberen Stadt, muss es auch nicht zwangsläufig Musik sein. Wer ein Freund der Psychoanalyse ist, kann sich auch gern ins ehemalige Wartezimmer von Sigmund Freud in der Berggasse begeben. Nach Freuds Ausreise gen London 1938 sind dessen Wartezimmermöbel alle wieder in Wien gelandet, die Wohnung bietet allerdings ansonsten auch bloß viele Bilder, Fotos und Werke, die vorwiegend in Freuds Behandlungs- und Arbeitszimmer ausgestellt sind. Aber, und das ist der große Unterschied zu den Komponisten, gibt es zu jedem Ausstellungsstück eine ausführliche Einordnung. Zudem ist es recht selten, dass ein Museum seinen Platz mitten in einem Wohnhaus hat und Besucher sogar wie früher bei Freuds klingeln müssen, um eingelassen zu werden. Wer weiter als in nur in den Vorraum will, muss acht Euro berappen, die sich allerdings aufgrund der sonderbaren Atmosphäre lohnen.
Tja und dann gibt es noch die Kunst. Die ist allerdings bei nur vier Tagen in Wien nicht zu schaffen, erst recht nicht, wenn der eigene Schwerpunkt auf der Geschichte liegt. Doch wer den Spieß umdreht, sieht vor allem im Kunsthistorischen Museum zahlreiche bedeutende Werke von Rubens, Vermeer oder Dürer, kann sich danach noch mit der U-Bahn Richtung Belvedere begeben und dort die Klimt-Ausstellung abschreiten. Das Hundertwasser-Haus wäre auch noch eine Option.

Touris, die weder an Kunst noch an Geschichte Plaisir finden, können auch die Tage auf dem Wiener Prater verbummeln. Eine Riesenrad-Fahrt (zwischen 15 und 20 Minuten) kostet ja auch bloß 8,50 Euro (!). Wer an den Touri-Infos der Stadt eine Wien-Karte kauft, bekommt allerdings ein Gutscheinheft für den Prater, mit dem sich zumindest ein wenig bei den Attraktionen sparen lässt. Eltern sollten ihre Kinder allerdings vom Rummel fernhalten, sonst droht die komplette Urlaubskasse ausgeschüttet zu werden.

Und was gibt es sonst noch? Es muss nicht immer ein Eintritt sein. Viele Wiener Bauwerke sind schon von außen beeindruckend, darunter zählen zuallererst die Prunkbauten an der Ringstraße: das Kunsthistorische und das Naturhistorische Museum Wien, deren Fassade identisch ist, das österreichische Parlament, das Wiener Rathaus. Darüber hinaus Wiens Kirchen, vorrangig die Augustinerkirche, Karlskirche und die Votivkirche, deren Antlitz nur noch vom Wiener Stephansdom, für Österreich ein ähnliches Nationaldenkmal wie das Brandenburger Tor, übertroffen wird. Führungen kosten allerdings. Wer es sakral-morbide mag, sollte unbedingt die Kapuzinergruft – die Kaisergruft – besuchen deren jüngster „Neuzugang“ Otto von Habsburg ist. Der Sarg des letzten offiziellen Thronfolgers ist allerdings bei weitem nicht so opulent wie der von Karl VI. oder Maria Theresia und ihrem Mann Karl VII. Franz Josef I. und Elisabeth ruhen direkt neben ihrem Rudolf.

Apropos ruhen: Wer keine Lust mehr hat auf irgendwas, und noch ein wenig Kleingeld in der Tasche hat, könnte sich im Café Sacher niederlassen. Ein Stück von der berühmten Torte mit Schlagsahne kostet auch „bloß“ 4,90 Euro.

Wien ist eben nicht nur sauber und vielseitig, sondern auch teuer.


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