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    Es war einmal eine Zeit, in der Fackelaufzüge die Straßen hell erleuchteten und sich Menschen, die brennende Feuer und Fahnen mit Kreuzen nicht tragen wollten, hinter Gardinen und geschlossenen Fenstern vor dem aufziehenden Dunkel zu schützen suchten. Sie wurden alle gefunden und in den Krieg, in Lager, in den Tod geschickt. Es war einmal eine Zeit, da versuchten SPD und KPD mit roher Gewalt auf den Straßen der Weimarer Republik das zurückzudrängen, was sich da voller Selbstgerechtigkeit, Gier und Hass den Weg bahnte. Es war einmal eine Zeit, in der dies alles misslang.

    Es war einmal eine Zeit, in der eine Partei 12 Jahre später beschloss, den Namen „Centrumspartei“ lieber nicht wieder aufnehmen zu wollen. Denn sie hatte Hitler „eingerahmt“ in der scheinbaren Gewissheit, das Kapital und Militär auf ihrer Seite zu haben. Doch das Kapital wollte „Geld verdienen“, Aufrüstung und Krieg, das Militär freute sich auf neue Aufgaben an der Front und die Gewissheit, einen guten Job zu machen.

    Und so scheiterte die CDU einst ebenfalls.

    Es ist eine Zeit, in der ein CDU-Bundesinnenminister im Auftrag der AfD Antifaschisten jagt. Und die Partei des Jägers zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für die Aufrüstung befürwortet. Er selbst sieht das Brechen des Widerstandes gegen die neuen Nazis in der AfD als seinen ganz persönlichen Wahlkampf an. Gegendemos sind gefährlicher als die neuen Fackelmärsche und Fahnenmeere.

    Martin Niemöller, anfänglich Freund der Nazi-Ideologie, KZ-Insasse in Sachsenhausen und Teil der Friedensbewegung nach 1945 über Gemeinschaft: „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

    Es war einmal eine Zeit, in der man das Kommende nicht wusste, sondern ahnte. Heute weiß man, angesichts einer alternden Kanzlerin wie einst Hindenburg: „Wer CDU wählt, wählt den Krieg.“

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