Gestern Nachmittag wurde eine 91-Jährige von einem falschen Polizisten um 2.000 Euro erleichtert - Zeugen gesucht +++ In Schkeuditz verschwanden am Wochenende gleich zwei Sattelzüge samt Auflieger +++ In der Breisgaustraße wollten Kabeldiebe noch mehr Beute machen - für einen endete der Diebeszug in der Justizvollzugsanstalt.

Falscher Polizist

Getäuscht wurde gestern Nachmittag eine Leipzigerin in der Kolmstraße. Bei der 91-jährigen Dame klingelte gegen 14:00 Uhr das Telefon. Es meldete sich ein Mann, der angab, Polizeibeamter zu sein. Er schilderte der 91-Jährigen einen Unfall, bei welchem ihr Schwiegersohn schwer verletzt worden sei und sofort operiert werden müsse. Dafür solle sie 2.000 Euro bezahlen. Der Anrufer fragte noch nach, ob sie denn so viel Geld zuhause hätte. Als sie die Frage bejahte, sagte er, dass er in etwa zehn Minuten bei ihr sein würde, um das Geld abzuholen.

Wenig später auf stand auch wirklich ein Mann, schwarz gekleidet und mit schwarzer Mütze, an der Wohnungstür der Frau. Er zeigte ihr auch einen Ausweis, auf welchem sie jedoch nichts erkennen konnte, was einen Rückschluss auf die “Dienststelle” des Mannes schließen ließ. Allerdings prangte auf seiner Mütze sowie auf der linken Brusttasche seiner Jacke die Aufschrift “Polizei”. Die zunächst so gutgläubige Frau ließ sich täuschen und übergab die geforderte Summe. Misstrauisch geworden, rief sie später doch Tochter und Schwiegersohn an und erfuhr, dass sie hereingelegt worden war. Ihr Schwiegersohn meldete sich bei der Polizei und schilderte den Vorfall.

Die Geschädigte gab vom falschen Polizisten folgende Personenbeschreibung:

– ca. 50 Jahre alt, 1,80 m bis 1,85 m groß,
– helle Haut, schwarze Haare,
– schwarz gekleidet.

Kripobeamte ermitteln jetzt wegen Betrug in Tateinheit mit Amtsanmaßung. Wer hat Beobachtungen gemacht, wer kann Hinweise zum Betrüger geben? Zeugen wenden sich bitte an die Leipziger Kripo, Dimitroffstr. 1, Telefon (0341) 96 64 66 66.

Die Polizei fahndet nach Sattelzügen …

Eigentlich sind Lkw viel zu groß, als dass sie einfach spurlos von der Bildfläche verschwinden könnten. Doch was es eigentlich nicht geben kann, gibt es dann und wann dann doch – bedauerlicherweise. So verschwanden am Wochenende zwei Lkw samt Auflieger.

1. Fall
Auf einen weißen Lkw Volvo und dessen Kühlauflieger der Marke Krone – Megatrailer Doppelstock – hatten es dreiste Langfinger abgesehen. Sie fuhren mit dem am Fahrbahnrand der Poststraße, Schkeuditz, geparkten Gespann und dessen Ladung auf und davon. Noch am Freitag hatte der Fahrer (46) den Trailer mit Papierprodukten bis unters Dach beladen lassen und diese Ladung noch nicht gelöscht. So entstand der Firma ein Schaden von mindestens 70.000 Euro.

2. Fall
Nicht weit vom ersten Ort entfernt, verschwand eine weitere Zugmaschine samt Tankcontainer von der Bildfläche. Auch in diesem Fall hatte der Fahrer (41) das Gespann am Fahrbahnrand, jedoch in einem Gewerbegebiet, geparkt. Der mit ca. 30 t Filterstaub beladene Tankcontainer sollte auch erst nach dem Wochenende gelöscht werden. Der Firma entstand durch das Verschwinden des Sattelzuges ein Schaden von ca. 100.000 Euro. Auch dem Fahrer entstanden Verluste – er hatte sich im Fahrerhaus häuslich eingerichtet.

… und nach zwei Autos

1. Fall
Die Polizei fahndet nach einem Pkw Toyota Auris Hybrid in der Farbe Avantgarde Bronze. Den hatte der Halter (61) am Sonntagabend auf einem Parkplatz Am Kirschberg geparkt. Erst am nächsten entdeckte er die Leere in der Parkbucht, in welcher der Auris hätte stehen müssen. Sofort erstattete er Anzeige wegen Pkw-Diebstahl. Den Neuwert seines Autos gab er noch mit 25.000 Euro an.

2. Fall
Zwischen Freitagabend und Montagfrüh entwendete ein Unbekannter in der Lessingstraße den gesichert abgestellten schwarzen Pkw Honda Civic. Im Fahrzeug befanden sich noch 20 CD’s, eine Sonnenbrille, Navi-Halterung und Anschlusskabel, ein Reiseatlas, zwei Decken, ein Schlafsack sowie die Winterausrüstung. Das Auto ist Baujahr 2006 und hatte einen Neupreis von 30.000 Euro. Der Wert der im Fahrzeug befindlichen Gegenstände wurde mit ca. 350 Euro angegeben. Der 40-jährige Halter erstattete Anzeige.

Erneuter Kabeldiebstahl führte zur Festnahme

Bereits am Sonntag hatten unbekannte Täter in der Breisgaustraße etwa 30 Meter Kabel gestohlen, was dazu führte, dass die Anwohner vom Telefon-, Internet- und Fernsehnetz getrennt wurden. Zusätzlich wurden mehrere Kabel durchtrennt – aber noch nicht mitgenommen! Am Montag sind jene Täter dann zurück gekommen, um noch mehr zu holen. In den miteinander verbundenen Mehrfamilienhäusern der Breisgaustraße wurden zudem noch mehrere Kabelmeter und abgeschnittene Heizungsrohre festgestellt, die wohl auch noch abtransportiert werden sollten. Während der Durchsuchung der Häuser, die derzeit rekonstruiert werden, fand die Polizei zwei Täter (28/29), die sich auf einem Balkon verborgen hielten. Beide hatten Werkzeug dabei, mit dem man üblicherweise auch Kabel durchtrennen konnte. Einer der beiden Herren durfte die Gesellschaft der Polizisten sogar noch länger genießen. Gegen ihn bestand ein Vollstreckungshaftbefehl. Er wurde noch am selben Abend in die Justizvollzugsanstalt Leipzig gebracht. Der entstandene Sachschaden in den Reko-Häusern ist bisher noch nicht bekannt.

Radler im Krankenhaus

Die Fahrerin (38) eines Suzuki beachtete gestern Nachmittag beim Linksabbiegen in die Jahnallee stadteinwärts einen entgegenkommenden Fahrradfahrer nicht. Sie stieß mit dem Mountainbiker (34) zusammen. Dieser musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Gegen die Autofahrerin wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Frontalcrash

Auf dem Fußweg, der auch für Radfahrer freigegeben ist, fuhren gestern Nachmittag zwei Radfahrer (m27/m44) in der Johannisallee frontal gegeneinander. Sie stürzten und zogen sich Kopfverletzungen zu, die in einer Notaufnahme behandelt werden mussten. Die Moral von der Geschichte spiegelt sich in diesem Fall darin wieder, dass es hin und wieder doch geeignet erscheint, einen Helm zu tragen!

Viel Platz gebraucht

Gleich drei Fahrzeuge standen einem Autofahrer gestern Abend im Wege. Der Mann fuhr mit seinem Mini Cooper auf dem Lützner Plan. In Höhe Grundstück Nr. 18 wendete er kurzerhand auf der Wiese und streifte erst einmal einen ordentlich geparkten Hyundai (Halter: 46). Anschließend touchierte er noch zwei Fahrräder, die dessen Besitzer gesichert an einem Lichtmast abgestellt hatten. Nach dem Crash verließ der Fahrer pflichtwidrig den Unfallort. Er fuhr über einen Fußweg und bog nach links auf die Lützner Straße ab. Der Verursacher (60) konnte durch Zeugen namentlich bekannt gemacht werden. Er hat sich wegen Unfallflucht zu verantworten. An den Fahrzeugen entstand Schaden in Höhe von ca. 1.600 Euro.

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