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Polizeibericht, 26. Juni: „Enkeltrick“ gescheitert, Unfallflucht, Ampelräuber gefasst

In Möckern scheiterte ein Trickbetrüger an einer 76-Jährigen +++ Gestern Abend kam es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem unvorsichtigen Fahrradfahrer und einem Pkw - in beiden Fällen werden Zeugen gesucht +++ Nach fünf Fällen innerhalb von zwei Wochen konnte die Polizei den "Ampelräuber" fassen +++ Einem 56-jährigem Tourist aus den USA wurde die Geldbörse nebst Ausweisen und Unterlagen gestohlen.

76-Jährige lässt sich nicht austricksen

Eine 76-jährige Leipzigerin erteilte gestern Vormittag einem Trickbetrüger eine lobenswerte Abfuhr. Damit wurde mal wieder bewiesen: „Glaube nicht jedem Dahergelaufenen, wenn er Geschichten erzählt!“ Doch was war geschehen? Ein unbekannter Mann klingelte gestern Vormittag bei der 76-Jährigen zu Hause in der Mockauer Straße und gab sich als Verwandter aus. Er behauptete denselben Nachnamen wie sie zu haben und fragte keck: „Na, erkennst du mich nicht? Wo kann ich denn herkommen?“ Die Frau überlegte kurz und da sie ihn definitiv nicht kannte, nannte sie den Geburtsort ihres Mannes. Hierauf ging der Fremde ein und bestätigte den Herkunftsort.

Nun ging die Geschichte jedoch haarsträubend weiter! Der Fremde bat nicht etwa um Geld – so wie es üblicherweise die Masche ist – nein, er wollte 2.500 Euro Urlaubsgeld bei der 76-Jährigen in Verwahrung geben, weil er es nicht im Hotel lassen wollte! Der Mann wollte nun wissen, wo die Dame ihr Bargeld aufbewahrte, damit er seines dazulegen könne. Aber nicht so mit der gewieften Frau – ihre Antwort lautete kühl: „Ich zeige dir nicht, wo das Geld ist.“ Hierauf versuchte er noch, sie umzustimmen, doch die 76-Jährige blieb eisern. Irgendwann wurde es ihr zu bunt und sie beschloss mit dem Fremden zu ihrem Ehemann zu gehen, der sich im Garten aufhielt. Der fremde Mann willigte zuerst ein, doch als sich beide auf der Straße befanden, bekam er flinke Füße und verschwand.

Die Dame konnte den erfolglosen Betrüger folgendermaßen beschreiben:

männlich
ca. 35 Jahre
170 cm groß
gepflegte Erscheinung
europäisches Aussehen
breites/rundes Gesicht
kräftige Statur
Brille
helle Windjacke
blaue Jeans
cremefarbene Mütze mit langem Schild nach vorn (Basecap)

Wer hat den Mann gestern im Bereich Mockauer Straße/Friedrichshafner Straße gesehen oder weiß, um wen es sich dabei handelt? Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeirevier Leipzig-Nord, Essener Straße 1 in 04129 Leipzig, Tel. (0341) 5935-0 zu melden.

Unfallflucht – Zeugen gesucht

Gestern Abend kam es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem unvorsichtigen Fahrradfahrer und einem Pkw. Der Radler (28) fuhr auf dem Fußweg der Dieskaustraße in nordwestliche Richtung auf der linken Seite. Gegen 20:10 Uhr wollte er die Straßenseite wechseln und fuhr dafür unvermittelt auf die Fahrbahn. Hier kam ihm ein Pkw entgegen, der offenbar nicht rechtzeitig bremsen konnte. Es kam zur Kollision, bei der sich der 28-Jährige leicht verletzte. Damit war der Fahrradfahrer eindeutig derjenige, der die Ursache des Unfalls setzte. Nichts desto trotz entschied sich der Pkw-Fahrer vom Unfallort davon zu fahren, ohne auch nur nach dem Radfahrer zu sehen.

Die Polizei sucht daher nach dem Pkw und dem Fahrer. Wer kann Angaben zum Unfallgeschehen an sich und dem Fahrzeug machen? Zeugen werden gebeten, sich bei dem Polizeirevier Südwest, Ratzelstraße 222 in 04207 Leipzig, Tel. (0341) 9460 – 0 zu melden.

Ampelräuber gefasst!

Fünf Fälle innerhalb von zwei Wochen. Jedes Mal dieselbe Begehungsweise: Ein Pkw hält nachts im Dunkeln an einer Ampelkreuzung bei rot. Im Fahrzeug sitzt eine Frau allein auf dem Fahrersitz. Plötzlich wird die Beifahrertür aufgerissen und ein Fremder Mann greift nach Gegenständen, die auf dem Beifahrersitz liegen. Hierbei handelt es sich um Handtaschen, Rucksäcke, Portemonnaies und Mobiltelefone. Danach rennt der Täter, geschützt von der Dunkelheit, davon. Dabei läuft er teilweise direkt in nahegelegene Büsche. Die Frauen am Steuer bleiben vollkommen perplex und überrumpelt zurück. In einem Fall lief eine Frau dem Täter noch nach, brach die Verfolgung dann jedoch ab. Im letzten Fall dieser Serie geschah etwas Unerwartetes – für den Täter. Die Fahrerin hatte den Wagen von innen verriegelt.

Nun hat die Polizei den Täter geschnappt. Das Handy einer der Frauen konnte bei einem Täter einer gänzlich anderen Straftat aufgefunden werden. Dieser erklärte jedoch glaubhaft, dass er das Handy zuvor bei einem Landsmann in Regis Breitingen gekauft hatte. Besagter Verkäufer – ein 27-jähriger Marokkaner – wurde sodann durch die Polizei festgenommen. Er wird nun mit zumindest einer Tat aus der Serie direkt in Verbindung gebracht.

Personenbeschreibungen und ein Phantombild, welches angefertigt werden konnte, bestätigen indes den Verdacht, dass er auch für weitere Taten der Serie in Frage kommt. Die Zusammenhänge dazu werden derzeit noch akribisch geprüft.

Rabiate Einbrecher gestellt

Drei zunächst unbekannte Täter drangen gestern in der Georg-Schumann-Straße gewaltsam in eine Wohnung eines 45-jährigen Mannes und einer 29-jährigen Frau in den frühen Morgenstunden ein. Sie traten die Wohnungstür auf. Die beiden Geschädigten erschraken durch die lauten Geräusche und der 45-Jährige hielt die Wohnzimmertür von innen zu. Dabei wurde Scheibe der Wohnzimmertür eingeschlagen. Der 45-Jährige erkannte hier zwei männliche unbekannte Personen, die vermummt vor ihm standen. Eine dritte Person stand an der Wohnungseingangstür. Die 29-jährige Frau rief sofort über Notruf bei der Polizei an. Daraufhin flüchteten die drei unbekannten Täter unter Mitnahme zweier Handys und einer Geldbörse. Polizeibeamte trafen auch wenige Minuten später ein. Über Funk wurden die Beschreibungen der flüchteten Täter bekannt.

Eine Streifenbesatzung entdeckte in der Kirchbergstraße auf einem Parkplatz drei männliche Personen, auf die die Beschreibung passte. Durch Unterstützung anderer Funkwagenbesatzungen wurden die Identitätsfeststellungen durchgeführt. Es handelte sich um drei polizeibekannte Personen (27, 33, 35), die als Betäubungsmittelkonsumenten und Raubtäter bekannt sind. Die Beamten forderten einen Fährtenhund an, der bereits am Tatort, der Wohnung, wartete. „Tyson“ schnüffelte an einem Bekleidungsstück einer der drei festgehaltenen Personen, das Beamte ihm überbrachten. Vom Hausflur lief der Hund los auf der Georg-Schumann-Straße, über die Faradaystraße bis zur Kirchbergstraße und dem besagten Parkplatz. Hier setzte sich der Hund vor einer der drei Personen ab, der das Bekleidungsstück gehörte. Die drei waren „bedient“ und sprachlos. Sie wurden zu weiteren polizeilichen Maßnahmen mit zur Dienststelle genommen. Die Ermittlungen dauern an.

Tourist bestohlen

Wieder einmal hat es einen Gast in Leipzig erwischt! Ein 56-jähriger Tourist aus den USA saß gestern Nachmittag in einem italienischen Restaurant in der Innenstadt, als ihm aus der Innentasche seines Jackets die Geldbörse gestohlen wurde. Der 56-Jährige saß mit einem Freund (52) zu Tisch, als sich zwei orientalisch aussehende Männer an den Nachbartisch setzten. Diese ließen sich die Speisekarte bringen und verschwanden wieder, kaum dass sie einen Blick hineingeworfen hatten. Zu diesem Zeitpunkt ahnte jedoch keiner der beiden Gäste, dass die Fremden den Besuch im Restaurant nur als Vorwand genutzt hatten, um an das Portemonnaie des 56-Jährigen zu gelangen. Durch einen gezielten Griff nach hinten in die Tasche des Jackets, welches über der Stuhllehne hing, ergaunerten sie die Börse mit sämtlichen Ausweisen und Unterlagen. Dazu gehörten Bargeld in Euro, US-Dollar und britischen Pfund, weiterhin ein italienischer Ausweis, zwei Mastercards, eine American Express-Card, eine EC-Karte und ein kalifornischer Führerschein.

Sollte jemand die Dokumente finden, so möchte er sie unbedingt bei der Polizei abgeben!

Radfahrer unter Alkohol …

… und die Folgen. Ein 44-Jähriger informierte gestern Abend die Polizei darüber, dass er einen lauten Knall gehört habe und aus dem Fenster sah. Er beobachtete einen Mann, der ziemlich schwankend mit seinem Fahrrad stadtauswärts in der Landsberger Straße lief. Der Hinweisgeber sah zwei umgestürzte Motorräder. Nach der erfolgten Personenbeschreibung konnten die Beamten an einer Tankstelle einen Fahrradfahrer stellen. Nach der durchgeführten Identitätsfeststellung mit dem 64-jährigen Leipziger wurde er einem Atemalkoholtest unterzogen. Das Ergebnis ergab einen Wert von 1,52 Promille. Nach den ersten Ermittlungen vor Ort ergab sich folgendes Bild: Der Radfahrer war auf dem Radweg unterwegs. Hier muss er gestürzt sein und stieß dabei ein parkendes Motorrad Suzuki und einen Motorroller um. Der Motorroller fiel gegen einen abgeparkten Mercedes. Der 64-Jährige stand auf und schob von da an sein Fahrrad in Richtung Tankstelle. Die Höhe des Gesamtschadens steht noch aus.

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