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Polizeibericht, 3. Juli: Einbrecher gestellt, Kletterhalle heimgesucht, Schwerer Verkehrsunfall

Heute Nacht liefen in der Kohlgartenstraße zwei verdutzte Einbrecher direkt in die Arme der Polizei +++ Bei einem Verkehrsunfall auf der A 14 wurde der Beifahrer aus dem Fahrzeug auf die Fahrbahn geschleudert und dabei schwer verletzt +++ In Eutritzsch wurde eine Kletterhalle von Einbrechern heimgesucht.

Einbrecher gestellt

Dass eine zeitnahe Informationsweiterleitung an die Polizei auch zum Erfolg und dem Stellen von Einbrecher führen kann, zeigt ein Fall aus der letzten Nacht: Gegen 02:15 Uhr lief in einer Sicherheitsfirma der stille Alarm zum Einbruch in einer Firma in der Kohlgartenstraße ein. Die Security informierte umgehend die Polizei und den Firmenchef über den Alarm. Ein Streifenwagen, der sich gerade in der näheren Umgebung aufhielt, war bereits in kürzester Zeit am Ort und konnte die erste Sicherung übernehmen. Ein weiteres Streifenteam kam nur einen Augenblick später hinzu.

Durch ein Fenster im Hinterhaus der Firma konnten die Nachtschwärmer der Polizei zwei Personen erkennen, die sich im Gebäude aufhielten und zur Eingangstür rannten. Dort liefen sie den Beamten direkt in die Arme. Sie waren so verdutzt über ihre augenblickliche Festnahme, dass ihnen gar nicht einfiel, die Flucht zu ergreifen. Die beiden Einbrecher (männlich, 45/37) hatten Handschuhe an, jeder einen Rucksack dabei, einer eine Taschenlampe und der andere ein Messer am Gürtel. In den Taschen hatten sie klassische Einbruchswerkzeuge (Bolzenschneider, Cuttermesser, Schraubenzieher, …) dabei. In einem Rucksack fanden sich zwei Mobiltelefone und eine Kamera, die offenkundig zur Firma gehörten, in der sie soeben gestellt worden waren. Im Rucksack des 45-Jährigen fanden die Beamten außerdem einige Elektrowerkzeuge, die ihm angeblich „dort hineingefallen seien“.

Die nächste weitaus wichtigere Frage stellte sich der Polizei, als sie überprüfte, wie die beiden Einbrecher in das Gebäude gelangen konnten. Es fanden sich nämlich überhaupt keine Beschädigungen an der Eingangstür. Derzeit wird geprüft, ob die Langfinger sich eines Schlüssels bemächtigt haben könnten, um so unbemerkt in die Firma gelangen zu können.

Nun denn, Märchen erzählen und unschuldig tun half alles nichts. Die Männer wurden festgenommen und heute noch dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Einen Namen haben sie sich bei der Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht jedenfalls schon gemacht gehabt. Beide verbrachten bereits eine gewisse Zeit in Haft – was sich jetzt wiederholen wird – die Herren erhielten eine kostenlose Fahrt in die JVA, inklusive Einlieferung.

Smartphonediebinnen

Letzten Freitagnachmittag ging bei der Polizei der Notruf eines Kindes ein. Es rief um Hilfe, da zwei Kinder von Unbekannten „abgezogen“ wurden. Das Smartphone sollten sie herausgeben, oder würden sonst Bekanntschaft mit dem Pfefferspray oder Messer machen, so die Drohung. Als die Gesetzeshüter in die Zollikoferstraße/Hildegardstraße geeilten kamen, trafen sie auf mehrere Erwachsene und fünf Jungen (11, 11, 12, 12, 13). Die Jungen erzählten dann, dass sie von zwei jungen Frauen gefragt worden sind, ob sie ein Handy hätten. Um Nachdruck zu verleihen, drohten diese an ein Pfefferspray und ein Messer zu verwenden. Verneinende Antwort der Jungen!

Daraufhin ließen sie vorerst die Kinder ihrer Wege gehen, folgten aber später und fragten erneut. Nun zeigte einer der Jungen sein Handy, das er auf Verlangen sich aus der Hand nehmen ließ. Grund: Eine der Jugendlichen wollte nur nachsehen, ob „coole Musik“ gespeichert ist und diese auf ihr eigenes überspielen. Anschließend „vergaß“ diese aber, trotz Ermahnung des Jungen, das Telefon zurückzugeben. Daraufhin ließ er die Polizei rufen. Die detaillierte Beschreibung der Frauen und intensive Zeugenbefragungen führten die Ermittler vom Haus des Jugendrechts jetzt auf die Fährte der Diebinnen (14; 17), die gestern namentlich bekannt gemacht werden konnten und nun mit den entsprechenden Konsequenzen zu rechnen haben.

Kletterhalle heimgesucht

Nach 23:00 Uhr machte eine Mitarbeiterin die Lichter in der Kletterhalle in der Dessauer Straße aus – alles war wie sonst. Doch als gestern Morgen ein Mitarbeiter (45) einer Reinigungsfirma zum Budenzauber anrückte, bemerkte er die aufgebrochene Eingangstür. Nun war nichts mehr wie sonst – sondern im Empfangsbereich die Schränke und der Tresen durchwühlt, der Schub einer Registrierkasse verschwunden und in der Personalküche der Tresor aufgehebelt. Daraus fehlte ein dreistelliger Bargeldbetrag mittlerer Höhe. Außerdem hatten die Langfinger versucht, einen weiteren Tresor aufzuhebeln, doch der gab seinen Inhalt nicht preis. Danach verschwanden die Diebe, ließen aber noch den leeren Kassenschub außerhalb der Halle zurück. Sofort rief der 45-Jährige die Polizei, die die Ermittlungen wegen Diebstahl im besonders schweren Fall aufnahm. Den Sachschaden bezifferte der Inhaber nach ersten Schätzungen auf ca. 400 Euro.

Einbruch in Doppelhaushälfte

Ein Einbrecher drang in der Nacht zum Donnerstag auf bisher unbekannte Art und Weise in das Erdgeschoss der Doppelhaushälfte in der Hammstraße ein, während die Eigentümer (49,45) im oberen Geschoss schliefen. Räume und Schränke wurden nicht durchsucht. Aus dem Flur wurden ein Handy und eine Handtasche entwendet. In der Handtasche befanden sich persönliche Gegenstände der 45-jährigen Frau, EC- und Kreditkarten sowie Bargeld in einem niedrigen dreistelligen Bereich.

Schwerer Verkehrsunfall auf der A 14

Ein 37-jähriger Transporterfahrer befuhr heute Nacht die A 14 in Richtung Dresden. Zwischen der Autobahnanschlussstelle Grimma und Mutzschen fuhr er auf einen vor ihm fahrenden Seat Alhambra auf. In dem Seat saßen der Fahrer (45) und sein Beifahrer (48). Durch den starken Aufprall wurde der Beifahrer aus dem Fahrzeug auf die Fahrbahn geschleudert und dabei schwer verletzt. Die Autobahn musste in Richtung Dresden bis gegen 05:40 Uhr gesperrt werden. Polizei und Rettungskräfte waren schnell vor Ort. Der Schwerverletzte wurde umgehend in ein Krankenhaus abtransportiert. Die beiden anderen Fahrzeugführer wurden leicht verletzt und vor Ort ambulant behandelt.

Der Seat war mit Blutkonserven unterwegs. Der Halter des Seat veranlasste umgehend, dass die Blutkonserven mit einem Taxi nach Tschechien weitertransportiert wurden. Der Transporter wurde als Beweismittel sichergestellt. Die Unfallursache ist noch unklar und wird durch die Beamten des Verkehrsunfalldienstes untersucht. Ob menschliches Versagen oder ein technischer Defekt steht noch aus. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 20.000 Euro.

Pkw fährt Fahrradfahrerin an

Der 34-jährige Golffahrer befuhr gestern Vormittag mit seinem Fahrzeug die Lange Straße. Hier kam es zur seitlichen Berührung mit einer 82-jährigen Fußgängerin, welche ihr Fahrrad am Fahrbahnrand in der Lange Straße in gleicher Richtung schob. Durch die Berührung kam die Rentnerin zu Fall und zog sich Verletzungen zu. Durch den eintreffenden Rettungswagen wurde die Frau in ein Krankenhaus gebracht und stationär aufgenommen. Am Fahrzeug entstand ein Schaden von ca. 300 Euro. Der 34-jährige Fahrer sieht sich nun einen Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall gegenüber.

Nach „Sprengstoff-Alarm in Grimma“ – Täter ermittelt

Am 21. Mai 2015 wurde durch einen Zeugen (43) ein kleinerer Gegenstand (ca. 20 x 5 cm) entdeckt, welcher in einem auf dem Gehweg stehenden Pflanzkübel in der Vorwerkstraße steckte und den Eindruck eines Sprengkörpers erweckt. Da dieser Eindruck nicht trog, kamen zur Gefahrenbeseitigung und Sicherstellung Experten des Landeskriminalamtes Sachsen zum Einsatz. Im Zuge der nachfolgenden Ermittlungen gelang es, Hinweise auf einen Grimmaer zu erlangen und zu verdichten, so dass am 1. Juli eine Wohnungsdurchsuchung stattfinden konnte. Wohl nicht zuletzt aufgrund der vorgefundenen Beweislast zeigte sich der 27-Jährige geständig. Er benannte auch ein „klares“ Motiv: Langeweile. Diese dürfte nunmehr verfliegen, denn er muss sich wegen des Versuches der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion strafrechtlich verantworten. In diesem Zusammenhang wird auch noch geprüft, welche tatsächliche Sprengkraft dem in Heimarbeit und aus regulärem Silvesterfeuerwerk hergestellten Sprengkörper innewohnte.

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