6.9 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Polizeibericht, 22. April: Beim Einbruch gestört, Zwangsvollstrecker bedroht, Betrüger und Tankstellenräuber in Haft

Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    In der Neustädter Straße wurde ein Einbrecher vom Hausmeister überrascht und floh mit einer Kreissäge – Zeugen gesucht +++ Im Rahmen einer Vollstreckungsmaßnahme wurde in Grünau ein Finanzbeamter mit einem Schwert bedroht +++ Ein 30-Jähriger, der mehrere Fahrzeuge betrügerisch erlangt haben soll, wurde festgenommen +++ Der Tankstellenräuber, der im vergangenen Jahr sein Unwesen trieb, konnte ausfindig gemacht werden und befindet sich nun in Haft.

    Beim Einbruch gestört – mit Kreissäge geflohen

    In vollkommener Seelenruhe war ein Einbrecher gestern in aller Früh damit beschäftigt, eine Lagerhalle für Werkzeug auf dem Gelände eines Schulzentrums in der Neustädter Straße leer zu räumen. Der Handkarren stand vor dem geöffneten Tor, als der Hausmeister (60) gegen 05:00 Uhr erschien und seine Runde machte. Dabei überraschte er den Einbrecher, der ihn in perfektem Deutsch anschrie und verscheuchen wollte. Der 60-Jährige dachte jedoch nicht daran zu verschwinden, sondern zückte sein Handy, um die Polizei zu informieren. Als der Täter das sah, schnappte er sich seinen Karren und lief davon. Eine Eingebung ließ ihn jedoch erkennen, dass er mit der Karre nicht so verschwinden konnte, wie er gekommen war: nämlich über den Zaun. Also ließ er sein Gefährt stehen, kletterte über den Zaun und alles was er dann noch bei sich trug, war eine Tischkreissäge.

    Den Einbrecher konnte der Hausmeister wie folgt beschreiben:

    – ca. 25 bis 30 Jahre alt
    – etwa 1,75 m bis 1,80 m groß
    – schlanke Gestalt
    – schwarze Pudelmütze
    – augenscheinlich dunkle, kurze Haare
    – schwarze Jacke
    – dunkle Jacke.

    Personen, die Hinweise zum Täter liefern können, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

    Zwangsvollstrecker mit Schwert bedroht

    Donnerstagnachmittag trug es sich zu, dass sich ein Finanzbeamter der Stadt Leipzig zu einer Vollstreckungsmaßnahme nach Leipzig-Grünau begab. Dort suchte er die Wohnung eines 58-jährigen Schuldners auf. Der Grund seines Erscheinens war die ausstehende Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 84,50 Uhr aus Thüringen. Der 58-Jährige öffnete zwar die Tür, doch ließ er den Beamten nicht in seine Wohnung. Er zeigte sich uneinsichtig und meinte, dass er sich ungerecht von den thüringischen Behörden behandelt fühle. Den Finanzbeamten wollte er nicht anerkennen und verweigerte ihm die Zahlung des Bußgeldes. Daraufhin brachte der Beamte vor, dass er auch den Pkw des 58-Jährigen pfänden und abschleppen lassen könne, woraufhin er sich nach unten auf die Straße begab.

    Der Schuldner indes griff sich ein Rapier – eine Schaukampfwaffe – und folgte dem Vollstreckungsbeamten. Mit dem Schwert in der Hand stellte er sich vor seinen Wagen und äußerte, dass er sein Eigentum verteidigen werde. Indes rief der Beamte die Polizei zu Hilfe. Zwischenzeitlich hatte der 58-Jährige das Rapier in den Kofferraum seines Wagens gelegt, sodass die Lage friedlich, jedoch angespannt war, als die Polizei vor Ort erschien. Letzten Endes griff die Ziehtochter des Schuldners nach dem Portemonnaie und bezahlte die ausstehende Schuld. Den 58-Jährigen erwartet allerdings trotzdem eine Anzeige wegen Widerstand und Nötigung.

    Betrüger in Untersuchungshaft

    Am 20.04.2016 wurde in den frühen Morgenstunden durch die Kriminalpolizei Leipzig in der Hedwigstraße ein Betrüger (30) festgenommen. Der Festgenommene Ion C. ist verdächtigt, in einem Zeitraum von rund 14 Monaten mehrere Fahrzeuge betrügerisch erlangt zu haben. Die Betrügereien verliefen so: Der Verdächtige kaufte Fahrzeuge von Privatpersonen auf und zahlte diese nur zum Teil an. Den versprochenen Restpreis blieb er schlussendlich schuldig. Bei seinen Betrügereien nutzte der 30-Jährige u. a. verschiedene Alias-Namen mit falschen Adressen. So versuchte er seine wahre Identität zu verschleiern. Sobald die Betrogenen den Restbetrag forderten, täuschte der C. häufig auch Motorschäden an den zuvor erstandenen Autos vor, um den Preis zu drücken. Wenn die Geschädigten dann nachfragten, ob sie das Fahrzeug holen und reparieren könnten, stand es mit dem Motorschaden plötzlich in Ungarn oder Rumänien. Die Geschädigten wurden mit weiteren Ausreden am Telefon hingehalten, bis der Käufer telefonisch nicht mehr erreichbar war.

    Bei seinen Taten konnte der Verdächtige auf ein gut entwickeltes Netzwerk zu anderen Personen zurückgreifen. Diese waren ihm bei den Taten behilflich, u.a. darin potentielle Verkäufer anzusprechen, Vertragsverhandlungen zu führen oder die Verkäufer bezüglich ihrer offenen Forderungen hinzuhalten. In einem Fall Mitte Mai 2015 gab sich der Verdächtige einem Pfarrer gegenüber als Diakon einer Pfingstgemeinde aus, um so besonders vertrauenswürdig zu erscheinen. Ein weiterer Mann war ihm bei der Tat behilflich. Zusammen gaben sie sich als Brüder aus. Am Ende übergaben sie dem geschädigten Pfarrer für dessen Pkw Opel eine Anzahlung in Höhe von 1.000,- EUR übergeben, jedoch die restlichen 5.700,- EUR nie gezahlt. Insgesamt entstand ein Vermögenssachschaden im hohen vierstelligen Bereich. Aufgrund der Wiederholungsgefahr weiterer betrügerischer Handlungen dieser Art und des hohen Vermögensschadens erließ das Amtsgericht Leipzig einen Haftbefehl und ordnete die Untersuchungshaft für Ion C. an. Dieser wurde nach seiner Verhaftung umgehend in Vollzug gesetzt.

    Tankstellenräuber gefasst und in Haft

    Im vergangenen Jahr fahndete die Polizei in drei Fällen nach einem unbekannten Tankstellenräuber. Seine Masche war dabei simpel: Er hielt eine Pistole in der Hand und forderte von den Mitarbeitern Bargeld. In zwei Fällen erbeutete er damit einen dreistelligen Bargeldbetrag, in einem Fall ging er leer aus. Nichtsdestotrotz suchte die Polizei in allen drei Überfällen mit den Bildern der Überwachungskamera nach dem Täter. Die Raubhandlungen ereigneten sich am 9. Februar in Leipzig-Burghausen, am 28. Februar in Schkeuditz, OT Dölzig und am 4. Juni erneut in Leipzig-Burghausen in derselben Tankstelle, die der Täter auch am 9. Februar überfallen hatte. Lange Zeit suchte die Polizei nach dem Täter, bis er selbst einen Fehler beging. Im Freundeskreis war er mit seinen Äußerungen unvorsichtig geworden, prahlte gar mit seinen Taten. Seine Zuhörer wollten sich jedoch nicht mit ihm solidarisieren und suchten umgehend den Weg zur Polizei. Innerhalb kurzer Zeit wurde der 19-Jährige durch die Beamten aufgesucht und es dauerte nicht mehr lang, da klickten auch die Handschellen: Seit dem 13. April befindet er sich in Haft! Auch wenn es scheinbar lang gedauert hat, bis der Täter geschnappt werden konnte, so wird er nun doch seiner gerechten Strafe zugeführt.

    Brennende Mülltonnen

    Der Zündler, der gestern Abend in der Yorkstraße und offenbar auch der Blücherstraße sein Unwesen trieb, wurde von einem Anwohner beobachtet. Der erzählte, das der Unhold im Innenhof der Yorckstraße zwei 1.100-Liter-Tonnen – eine für Plastikabfälle und eine für Papier – anzündete und bei Verlassen gar noch den Arm zum Gruß in die Höhe streckte. Die blaue Tonne wurde komplett zerstört, bei der gelben litt der Deckel. Die wenig später in Flammen aufgehende und komplett zerstörte 80-Liter-Tonne in der Blücherstraße stand nicht weit entfernt, so dass die Polizei nun ermittelt, ob es sich in beiden Fällen um denselben Täter handelt.

    Bleibenden Eindruck hinterlassen

    Auf dem Weg zur Arbeit querte der 24-Jährige gestern Vormittag mit seinem Tourenrad die Berliner Straße, um zur mittigen Verkehrsinsel zu gelangen. Doch bevor er diese erreichte, fuhr ihn ein Pkw an, dessen Fahrer die Kreuzung offenbar bei rotem Lichtzeichen passiert hatte. Durch die Kollision stürzte der Leipziger zu Boden und erlitt leichte Prellungen; auch sein Rad wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der Unfallverursacher stieg aus und wollte das Geschehen dadurch aus der Welt räumen, Geld für die Reparatur des Rades anzubieten. Allerdings ging der Geschädigte nicht darauf ein und erbat die Namen seines Unfallgegners sowie des Fahrzeughalters. Damit stieß nun aber er auf eine Weigerungshaltung und musste letztlich zusehen, wie der Mann wieder in den grünen Kleinwagen stieg und wegfuhr. Doch auch wenn er verschwand, die Erinnerung an das Kennzeichen blieb. Die Ermittlungen laufen.

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige