Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Polizeibericht, 1. Juni: Wohnungseinbrüche, Ladendiebe, Mitarbeiter des Jobcenters bedroht

In der Kurt-Schumacher-Straße brach ein Dieb in gleich zwei Wohnungen ein +++ Ein Motorradhelm und Kleidungsstücke gerieten gestern ins Visier von Dieben +++ Mitarbeiter des Jobcenter-Callcenters wurden gestern von zwei Männern beschimpft und bedroht.

Kantenriegel gezogen – zwei Einbrüche

Ein unbekannter Täter gelangte gestern Vormittag in ein Mehrfamilienhaus in der Kurt-Schumacher-Straße, zog die Kantenriegel zweier Wohnungstüren in der dritten Etage und drang anschließend in die Mietbereiche ein. Da eine Wohnung leerstehend ist, bediente sich der Einbrecher ausgiebig in der Wohnung eines 24-Jährigen, der gerade nicht in Leipzig weilte. Er stahl einen Flachbildschirmfernseher, ein Notebook, eine Playstation, eine Sporttasche, diverse Schlüssel sowie den Reisepass und das Sparbuch des Geschädigten. Einem Hausbewohner (37) fiel zunächst ein unbekannter Mann auf, der nichts bei sich hatte. Dieser war ihm auf dem Hof begegnet, als er ihm etwas zurief. Später sah er ihn aus dem Haus kommen. Diesmal trug er eine schwarze Tasche bei sich und einen größeren Gegenstand unter dem Arm. Da dem Zeugen dies verdächtig erschien, rief er sofort die Polizei.

Nach seinen Angaben liegt folgende Personenbeschreibung vor:
– ca. 30 Jahre alt, zwischen 1,80 m und 1,85 m groß, schlank
– mittel- bis dunkelblonde kurze Haare, an den Seiten geschoren
– sonnengebräuntes Gesicht
– war bekleidet mit einem dunklen T-Shirt, einer dreiviertellangen karierten Hose und hellen Turnschuhen; trug später noch eine dunkle Jacke
– Tätowierung auf der linken Wade.

Der Geschädigte wurde verständigt. Die aufgebrochenen Wohnungstüren wurden durch die Wohnungsverwaltung verschlossen und versiegelt. Kripobeamte haben die Ermittlungen aufgenommen.

Ladendiebe in Aktion

Fall 1

Zwei Jugendliche (16, 17) befanden sich gestern Abend im Allee-Center. Plötzlich schlüpfte der Jüngere durch eine offen stehende Hintertür in ein Geschäft und kam wenig später mit einem Motorradhelm in der Hand zurück. Sein Freund war mit der Handlung nicht einverstanden und sagte ihm dies auch. Als kurz darauf der Ladeninhaber (30) auf beide zurannte, ließ der Dieb den Helm im Wert von ca. 800 Euro fallen und bekam flinke Füße. Zunächst sollte der 17-Jährige den Diebstahl „ausbaden“, doch er konnte den herbeigerufenen Polizeibeamten glaubhaft machen, dass nicht er, sondern sein Freund der Täter war. Nun haben die Beamten die Ermittlungen gegen den 16-Jährigen aufgenommen.

Fall 2

Ein Ladendetektiv (36) eines Einkaufsmarktes in der Straße des 18. Oktober wurde gestern Abend auf zwei Männer aufmerksam, die sich zunächst versteckten und ihre mitgebrachten Rucksäcke mit verschiedenen Sachen, wie Damen- und Herrenunterwäsche, Socken sowie Kinder- und Herrenoberbekleidung füllten. Beide bezahlten nur einen geringwertigen Artikel und wollten danach den Markt verlassen. Doch der Detektiv wollte sie daran hindern und sprach sie an. Einem der Männer gelang die Flucht, den anderen (37) konnte der 36-Jährige festhalten. Dabei schlug ihm der Ladendieb zweimal mit der Faust ins Gesicht, woraufhin sein Opfer leichte Verletzungen erlitt. Ihm zu Hilfe eilte ein anderer Mitarbeiter (23) und die Marktleiterin (29) verständigte die Polizei. Der Dieb, der Sachen im Wert von ca. 219 Euro im Rucksack hatte und die sichergestellt wurden, wurde vorläufig festgenommen und ins Zentrale Polizeigewahrsam gebracht. Gegen ihn wird strafrechtlich ermittelt.

Fall 3

Mit einem T-Shirt im Wert von 90 Euro wollte gestern Abend ein Dieb (20), nachdem er den Sicherungsclip entfernt und das Kleidungsstück beschädigt hatte, heimlich aus einem Kaufhaus in der Petersstraße verschwinden Doch ein Ladendetektiv (37) konnte ihn stellen und die Polizei rufen. Es stellte sich heraus, dass er bereits bei einem anderen Ladendiebstahl am gleichen Tag zur Mittagszeit in einem Geschäft in der Hainstraße erwischt worden war. Dort hatte er sich ein T-Shirt geschnappt, die Sicherung entfernt und das Kleidungsstück unter seine Oberbekleidung gezogen. Nun erging gegen den jungen Mann, der aus Niedersachsen stammt und zur Abschiebung steht, der Haftbefehl.

Mitarbeiter des Jobcenters bedroht

Es ist schon lange nicht mehr lustig, was sich die Mitarbeiter der Jobcenter von ihren Kunden so anhören müssen. Besonders heftig war es wieder am Dienstag in gleich zwei Fällen. Zuerst musste sich ein Mitarbeiter des Callcenters von einem Anrufer in einer langjährigen Schulbildung vermissender Sprache, Gewalt androhen lassen, dann drohte der Verbalaggressor noch, „mit einer Mannschaft wieder zu kommen, wonach das Haus nicht mehr stehen würde“. Ein zweiter Anrufer meldete sich gleich doppelt. Im ersten Anruf drohte er, das „Haus zu zerlegen“ im zweiten, es anzuzünden. In beiden Fällen erstatteten die Mitarbeiter des Jobcenters Anzeige. Gegen zwei 28- und 27-jährigen Männer ermittelt nun die Polizei.

Reisegast überfallen

Auf dem Weg zur Haltestelle wurde ein 28-Jähriger heute Morgen in der Karl-Liebknecht-Straße von zwei Unbekannten überfallen. Sie schlugen ihn und durchsuchten seinen Trolly. Als sie das Portemonnaie fanden, nahmen sie einen dreistelligen Geldbetrag heraus und verschwanden. Der 28-Jährige lief danach zur Haltestelle, stieg in den Fernbus ein und informierte schließlich von da aus die Polizei. Die Täter hat er bislang noch nicht beschreiben können, doch die Ermittlungen zu den Unbekannten sind wegen Raub bereits aufgenommen.

Vier auf einen Streich

Mehrere Täter hätten die Wand eines Mehrfamilienhauses in der Biedermannstraße mit einem ca. 4 x 10 m großen Schriftzug versehen und zwischen dem 2. und 3. Obergeschoss in riesigen Lettern „BSG“ aufgesprüht. So oder ähnlich ging der Anruf eines Bürgers (37) heute Nacht bei der Polizei ein. Die fuhr natürlich gleich los, um den Sachverhalt zu prüfen. Als die Gesetzeshüter am Ort eintrafen, erhielten sie vom Hinweisgeber erneut einen Anruf, der Folgendes erzählte: Er sei der Maler, der beauftragt war, ein vormaliges Graffiti an der Hauswand zu entfernen. So hatte er im Laufe des Dienstages eine Grundierung aufgebracht, um noch am selben Tag die Arbeiten zu beenden. Doch ahnte er wohl, dass es keine Einzeltat bleiben sollte und blieb wachsam. In der Tat bestätigte sich diese Annahme. Kurz nach Mitternacht bemerkte er mehrere Unbekannte, die auf dem Gerüst an der Hauswand polterten, wobei wohl zwei vor dem Gerüst Schmiere standen. Daraufhin informierte er nun die Gesetzeshüter und beschrieb die beiden sehr detailliert. Die Beschriebenen und zwei ihrer Kumpanen konnten daraufhin in Tatortnähe gestellt werden. Gegen die zwei 20-, einen 23- und 26-Jährigen ermittelt die Polizei nun wegen Sachbeschädigung durch Anbringen von Graffiti.

Heimlich geübt …

… hatte gestern Vormittag ein 17-Jähriger ohne Fahrerlaubnis das Fahren mit einem Auto. Gestattet hatte ihm dies sein Freund (18) mit dem Mitsubishi seiner Mutter, dessen Nutzer er ist. Als Übungsplatz hatten sich beide den Parkplatz vor einem Einkaufsmarkt in der Tarostraße ausgesucht. Doch während der Übungsfahrt wurden Zeugen auf die beiden jungen Männer aufmerksam und informierten die Polizei. Sowohl gegen den 18- als auch gegen den 17-Jährigen wird jetzt ermittelt. Zudem erfolgte eine Mitteilung an die Fahrerlaubnisbehörde.

„Brandrodung“

Mit einem Butangasbrenner hatte gestern Vormittag ein 82-Jähriger versucht, Unkraut vor der Umfriedung, einem Holzzaun, seines Grundstückes in der Krätzbergstraße zu entfernen. Doch sein Versuch hatte nach kurzer Zeit böse Folgen: Durch die Hitzeeinwirkung fingen der Zaun, eine unmittelbar dahinter stehende Koniferenhecke und weitere Bäume Feuer. Auf einer Länger von ca. 15 Metern brannten Zaun, Hecke und Bäume zum Teil nieder. Im Einsatz waren neben Polizeibeamten die Kameraden von der Wache Nordost und konnten verhindern, dass die Flammen auf Wohnhaus und Garage übergriffen. Allerdings erlitt die ein Jahr jüngere Ehefrau offensichtlich einen Schock sowie Atem- und Herzbeschwerden und musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Der 82-Jährige hat sich wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten.

Mehrere Betäubungsmittelsünder erwischt

Am Dienstag und in der Dienstagnacht wurden in Leipzig mehrere Drogensünder bei Kontrollen ertappt. In der Emmausstraße kontrollierten Polizisten am Dienstagvormittag einen 30-Jährigen. Dieser hatte ein Tütchen mit einer geringen Menge Heroin bei sich. In Leutzsch wurde am Dienstagabend eine 31-Jährige mit einer kristallinen Substanz erwischt. Ein Schnelltest brachte Gewissheit, dass es sich um Crystal handelte. Bei der Kontrolle eines 22-Jährigen auf der Lützner Straße wurde in seiner Geldbörse ein Cliptütchen mit weißer kristalliner, betäubungsmittelverdächtiger Substanz festgestellt. Auch hier zeigte ein Test Crystal an. Alle drei müssen sich nun wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Crash zwischen Suzuki und Toyota

Der Fahrer (85) eines Suzuki Swift befuhr gestern Vormittag die Lützner Straße stadteinwärts. An der Einmündung zum Asternweg beachtete er die für ihn auf „Rot“ stehende Ampel nicht und stieß mit einem Toyota Avensis (Fahrer: 45) zusammen, der bei „Grün“ vom Asternweg nach links auf die Lützner Straße abgebogen war. Bei der Kollision verletzte sich der 85-Jährige schwer, seine Beifahrerin sowie der Toyotafahrer leicht. Der Schwerverletzte wurde in einer Klinik stationär aufgenommen. Die Leichtverletzten konnten ambulant behandelt werden. Es entstand ein Sachschaden von ca. 10.000 Euro. Gegen den Suzukifahrer wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Drei auf einer Reihe

Drei Autofahrer – ein Ford, ein Nissan und ein Opel – hatten gestern Morgen die gleiche Richtung zum Ziel, als sie die BAB 14 Richtung Magdeburg verlassen wollten und die Abfahrt bereits gen Leipzig-Nord rollten. Doch dass das nicht die einzige Gemeinsamkeit bleiben wird, ahnten die drei zu dem Zeitpunkt noch nicht. Doch schon bald sollte sich dieses Schicksal offenbaren. Dann, als sie auf den Verzögerungsstreifen auffuhren und der Fahrer (26) des Opel Astra zu spät bemerkte, dass Ford und Nissan bereits abgebremst und verkehrsbedingt gehalten hatten. Der 26-Jährige fuhr fast ungebremst auf den Ford Focus auf und schob diesen samt Fahrerin (37) auf den vor ihr stehenden Lkw Nissan Cabstar (Fahrer: 66). Glücklicherweise blieben alle unverletzt, doch die Autos wurden stark in Mitleidenschaft gezogen: Astra und Ford erlitten mit jeweils 10.000 Euro Totalschaden, der Nissan einen Schaden von ca. 2.000 Euro. Weshalb der 26-Jährige die Situation zu spät erkannte, ist bislang noch nicht bekannt.

Zusammengestoßen …

… waren gestern Nachmittag zwei Autos. Der Fahrer (47) eines Daewoo befuhr die Rückmarsdorfer Straße stadteinwärts. Vor ihm war der Fahrer (38) eines VW UP unterwegs. Der 47-Jährige überholte den VW, während dessen Fahrer nach rechts in die Franz-Flemming-Straße abbog. Beide Fahrzeuge kollidierten. Dabei verlor der Daewoo-Fahrer die Kontrolle über seinen Pkw und stieß gegen einen Bauzaun an der Kreuzung. Ein Passant (35) informierte die Polizei. Beide Fahrer blieben unverletzt. An den Autos und dem Zaun entstand ein Schaden in Höhe von ca. 5.000 Euro.

PolizeiMelder
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> „Soziale Gerechtigkeit wichtiger denn je“: Sommertour von Die Linke Sachsen
Fachkräftenachwuchs für Sachsen: IHK-Betriebe starten mit 7.329 neuen Lehrlingen ins Ausbildungsjahr
Bach-Archiv Leipzig erwirbt bislang unveröffentlichten Brief Carl Philipp Emanuel Bachs
Mutter überweist aus England 1000 Euro um Tochter vor dem Gefängnis zu bewahren
2. Polizeibericht 3. August: Mysteriöses Grab, Schwerer Arbeitsunfall, Verkehrsaktionstag
In München wegen Raub gesucht und in Leipzig nach Festnahme in U-Haft
Corona-Testcenter an den Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle offiziell gestartet
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Montag, der 3. August 2020: Der Kater nach der Party

Foto: René Loch

Für alle Leser/-innenMehrere zehntausend Menschen haben am Wochenende in Berlin für die Verbreitung des Coronavirus demonstriert. In Sachsen denkt man derweil darüber nach, was passiert, falls die Zahlen wieder steigen – zum Beispiel mit den Schulen. An den Flughäfen sind die „Testcenter“ für Reiserückkehrer/-innen mittlerweile offiziell gestartet. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 3. August 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Der 1. FC Lok zwischen Trauer und Träumen: „Wir nehmen die Herausforderung an“
Der neue Lok-Trainer Almedin Civa gibt Anweisungen. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelDie neue Saison beim 1. FC Lok begann mit Tränen. Sportdirektor und Cheftrainer der vergangenen Saison, Wolfgang Wolf, versammelte zwei Tage nach dem Scheitern in den Aufstiegsspielen gegen den SC Verl noch einmal die Mannschaft, seine Mannschaft. In der Kabine versuchte er den Jungs zu erklären, warum er gehen muss und bekam bald vor Tränen keine kompletten Sätze mehr heraus. Der Bundesligaspieler und -trainer, der mit dem 1. FC Nürnberg und den Stuttgarter Kickers aufgestiegen war, sollte kein dritter Aufstieg vergönnt sein.
Polizeihubschrauber waren im ersten Halbjahr auch zehn Stunden lang zur Umweltüberwachung in der Luft
Der Polizeihubschrauber über Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserBei der Auswertung der Antwort zur Landtagsanfrage von Juliane Nagel (Die Linke) zu polizeilichen Hubschraubereinsätzen fällt noch ein bisschen mehr auf als die schiere Zunahme der Einsätze. Auch die Definition der Einsätze hat sich gründlich geändert, ist zwar einfacher, aber dadurch nicht wirklich klarer geworden. Und es ist ein völlig neues Einsatzfeld aufgetaucht: „Umweltschutz“.
Vom 11. bis 13. September: Leipziger Straßentheatertage
Foto: Hannes Fuhrmann

Foto: Hannes Fuhrmann

Die 13. Leipziger Straßentheatertage dürfen stattfinden. Vom 11.-13.September 2020 kommen internationale Künstler und Lokalmatadoren in der Innenstadt (Grimmaische Str.) zusammen, um die Passanten zum an- und innehalten zu bewegen.
Ökolöwe fordert härtere Gangart beim Abschleppen falsch geparkter Fahrzeuge in Leipzig
Hier war es eine ausgeschilderte Baustelle, wegen der mehrere geparkte Fahrzeuge abgeschleppt wurden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Freibrief für Falschparker?“ fragte Grünen-Stadtrat Jürgen Kasek am 30. Juni. Ziemlich konsterniert über eine flapsige Äußerung aus dem Leipziger Ordnungsamt, das sinngemäß äußerte, dass es die Vielzahl an Anzeigen, die ein einzelner Bürger wegen Falschparkens gestellt hatte, nun nicht mehr bearbeitet werde. Und das nach Jahren der sichtlich sehr zurückhaltenden Kontrolle von Falschparkern in Leipzig. Der Ökolöwe fordert jetzt ein konsequenteres Abschleppen falsch geparkter Fahrzeuge in Leipzig.
Was nutzen all die Antikorruptions-Telefone, wenn doch alles unter der Decke bleiben soll?
Manchmal wird nur ein Teil des Rades geklaut. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm Ende wusste sich der- oder diejenige keinen Rat mehr und gab die Informationen zum größten Korruptionsfall in der jüngeren Polizeigeschichte Sachsens an die Dresdner Morgenpost weiter. Sonst hätte Sachsens Innenminister das „Fahrradgate“ wohl weiter unter der Decke gehalten. Aber damit wird eine/-r Polizeibedienste/-r in Sachsen natürlich zum Whistleblower. Und was tut Sachsens Polizei? Sie sucht die undichte Stelle.
MOSES Generalprobe „Elbe 2020“ startet am 4. August bei Niedrigwasser und unter Corona-Bedingungen
Elbe-Messkampagne Sommer 2019 mit dem Forschungsschiff "Albis". Foto: André Künzelmann / UFZ

Foto: André Künzelmann / UFZ

Für alle LeserSchon die erste Testfahrt 2019 fand unter erschwerten Bedingungen statt, denn auch damals führte die Elbe Niedrigwasser. Und wenn die Forscher/-innen vom Helmholtz Umweltforschungszentrum gehofft hatten, 2020 zur Generalprobe wäre es anders, so sehen sie sich enttäuscht. Ihre so wichtige MOSES Generalprobe „Elbe 2020“ findet wieder unter Niedrigwasserbedingungen statt. Die Corona-Schutzmaßnahmen kommen noch extra obendrauf.
Modellversuch Chemnitz: Der tragische Tod des Journalisten Arne Heller
Ronald Willmann: Modellversuch Chemnitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ein vertrackter Roman, freilich nicht unbedingt, weil der Held stirbt darin wie der Held in William Goldings „Pincher Martin“ von 1956. Das ist lediglich erschütternd, vertrackt ist er, weil er ein Stück weit die Wehrlosigkeit von Journalisten zeigt, die wirklich herausfinden wollen, wer im deutschen Rechtsextremismus tatsächlich die Fäden zieht und welche Rolle dabei die seltsamen Ämter für Verfassungsschutz spielen, die so erwartbar immer wieder versagen, wenn es um rechtsextreme Umtriebe geht.
Am 24. August in der Moritzbastei: „Der durstige Pegasus“
Der durstige Pegasus, Bild: Pressematerial

Bild: Pressematerial

Ein durchaus kontrastreiches Programm bietet Der durstige Pegasus im August – Open Air auf der Terrasse der Moritzbastei erstmalig nach dem Lockdown – mit einem Roman des Autorin-Übersetzerin-Duos Svetlana Lavochkina und Diana Feuerbach und Kurzgeschichten von Francis Mohr.
Der goldene Moment, wenn unser Gehirn nach Futter ruft
Langeweile im Wahrig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 30. Juli veröffentlichten wir hier die ersten Ergebnisse einer Längsschnittstudie, die die Krankenkasse DAK zusammen mit dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) durchführt, um das Medienverhalten von Jugendlichen genauer zu untersuchen. Die Gründe, warum die 10- bis 17-Jährigen sich in der Corona-Zeit erst recht vor die Spielkonsole gesetzt oder in den Social Media getummelt haben, haben mich eigentlich nicht überrascht. Eigentlich genauso wenig wie der Umgang der Medien und Forscher mit dem, was sie so gedankenlos Langeweile nennen.
Die Wahrscheinlichkeit von Pandemien steigt mit zunehmender Vernichtung von Ökosystemen
UFZ-Biodiversitätsforscher Prof. Dr. Josef Settele. Foto: UFZ / Sebastian Wiedling

Foto: UFZ / Sebastian Wiedling

Für alle LeserIm neuen Heft „Umweltperspektiven“ des Umweltforschungszentrums gibt es auch ein Interview mit Prof. Josef Settele, UFZ-Agrarwissenschaftler und Co-Vorsitzender des Globalen Assessments des Weltbiodiversitätsrats IPBES. Er spricht nicht nur darüber, dass die Menschheit endlich lernen muss, solidarisch mit der biologischen Vielfalt zu leben. Er beantwortet auch Fragen zum Überspringen gefährlicher Krankheitserreger vom Tier auf den Menschen und was das mit unserer Naturzerstörung zu tun hat.
Senioren-Union zur Leipziger Straßennamendiskussion: Moderne Bilderstürmerei?
Kochstraße / Ecke Arndtstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit einigen Monaten – eigentlich seit der vom Stadtrat beschlossenen Umbenennung der Arndtstraße im Hannah-Arendt-Straße – wird in Leipzig endlich einmal darüber diskutiert, ob man Menschen, die mit Straßennamen geehrt wurden, diese Ehre auch wieder aberkennt, wenn man ihre persönlichen Haltung zu humanitären Fragen nicht mehr akzeptieren kann. Dazu gibt es vehementes Pro und Contra. Aus Sicht der Leipziger Senioren-Union ist das Bilderstürmerei.
Schrottroboter, Kuscheltiermetzgerei und riesige Money Mouse: Westflügel feiert das Sommerfest diesmal ein bisschen anders
Das überleg ich mir noch ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Westflügel hat schon im Frühjahr ausprobiert, wie man trotz Corona doch (Puppen-)Theater für Publikum machen kann. Aber die Pandemie ist ja noch lange nicht vorbei. So verändert sich logischerweise auch alles, was das Haus im Sommer und Herbst vorhatte. Auch das beliebte Sommerfest auf der Hähnelstraße. Etwas wird trotzdem stattfinden. Und das geht schon am 19. August mit Schrottrobotern los.
Die Blutnacht von Manor Place: Der zweite Band mit True-Crime-Geschichten aus der Feder von Arthur Conan Doyle
Arthur Conan Doyle: Die Blutnacht von Manor Place. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer den 2007 auch auf deutsch erschienenen Roman „Arthur & George“ von Julian Barnes gelesen hat, wusste schon, dass dieser Arthur Conan Doyle zwei Seelen in seiner Brust hatte. Einerseits war er der analytische Denker, der auch echte Kriminalfälle wie den um den zu Unrecht verurteilten George Edalji löste, andererseits war er am Ende seines Lebens überzeugter Spiritist und glaubte, Spiritismus könnte eine völlig neue Wissenschaft werden.
Uni Halle und SC DHfK suchen noch über 2.000 Teilnehmer/-innen für einen Spieltest unter Corona-Auflagen in der Arena
Hinweistafel auf das Experiment am 22. August. Foto: Universitätsmedizin Halle (Saale)

Foto: Universitätsmedizin Halle (Saale)

Für alle LeserAuch die Fußballsaison wird aufgrund von Corona mit begrenzten Zuschauerkapazitäten starten. Aber Fußball findet unter freiem Himmel statt. Viel komplizierter ist es, die Handballwettbewerbe so zu organisieren, dass sie möglichst nicht zum neuen Corona-Hotspot werden. Der SC DHfK sucht deshalb noch über 2.000 Freiwillige, die am 22. August an einem wichtigen Experiment in der Arena Leipzig teilnehmen. Funktionieren die technischen Anpassungen? Kann ab Herbst wieder richtig mit Publikum gespielt werden?