Als ein Mieter seine Wohnung in der Wurzner Straße betrat, erlebte er eine üble Überraschung +++ In Engelsdorf wurde aus einem Fenster auf einen 33-jährigen Radfahrer geschossen +++ In der Lutherstraße schlug ein Ladenbesitzer zwei Männer, die mit einer simulierten Pistole Geld erpressen wollten, mit einer Holzlatte in die Flucht.

Eingebrochen, gestohlen, genächtigt

Ein unbekannter Täter hatte die Abwesenheit des Mieters (33) ausgenutzt, um in dessen Wohnung in der Wurzner Straße einzudringen. Offenbar muss der Eindringling gewusst haben, dass der 33-Jährige nur sporadisch den Mietbereich aufsucht – anders ist seine Tat nicht zu erklären. Der 33-Jährige wollte gestern Vormittag in seine Wohnung und wunderte sich beim Aufschließen der Tür, dass nur einmal verschlossen, das Schloss von außen beschädigt und die Verblendung verbogen war. Er betrat seine Wohnung und war gleich darauf total geschockt: Die Zimmer waren zum Teil leer geräumt und befanden sich in einem chaotischen Zustand. Im Wohnzimmer lag ein unbekannter Mann und schlief auf der Couch.

Der Mieter weckte ihn und schon beschwerte sich der Unbekannte, dass er wachgerüttelt worden war. Als der 33-Jährige die Polizei rufen wollte, stand der Mann auf, schnappte sich zwei Rucksäcke und flüchtete aus der Wohnung, woran ihn der Geschädigte nicht hinderte, weil er ihn einfach nicht anfassen wollte. Kurz darauf machte er noch eine unangenehme Entdeckung: Im Bad lagen benutzte Spritzen, die darauf schließen ließen, dass er mit Drogen hantiert hatte.

Er informierte nun sofort die Polizei und gab vom Einbrecher folgende Personenbeschreibung:

– etwa 1,75 m groß
– blasse Haut und Sommersprossen, dunkle Augen
– rote Haare, Igelschnitt
– trug dunkelblauen Kapuzenpullover, schwarze Hose, schwarze Winterjacke, orangefarbene Turnschuhe
– hatte zwei schwarze Rucksäcke bei sich.

Dem Wohnungsinhaber fehlen Küchenmöbel, ein Glastisch, ein Kleiderschrank, eine Matratze, Figuren und Wandbilder, diverse Bekleidung, eine Münzsammlung mit Etui, eine Playstation mit vier Spielen sowie Parfüm, Kosmetika und Reinigungsmittel im Wert einer vierstelligen Summe. Der Sachschaden an der Tür wurde mit ca. 100 Euro angegeben. Wo das Diebesgut hingebracht oder ob es zwischenzeitlich zu Geld gemacht worden ist, ist noch unklar; ebenso, ob der Einbrecher noch einen Komplizen hatte. Die Ermittlungen dauern an.

Aus Fenster geschossen

Zwei Radfahrer (33 und 26) befanden sich gestern Morgen auf der Arthur-Winkler-Straße in Höhe der Dr.-Margarethe-Blank-Straße und mussten kurzzeitig anhalten. Plötzlich verspürte der 33-Jährige einen stechenden Schmerz im Knie. Er vernahm gleichzeitig ein dumpfes Knallgeräusch aus Richtung des gegenüberliegenden Mehrfamilienhauses. Hier sah er ein offenes Dachfenster und eine unbekannte männliche Person, die sofort das Fenster schloss. Der 33-Jährige wurde vor ca. zwei Monaten schon einmal aus diesem Fenster heraus beschossen. Jetzt rief er die Polizei. Die Beamten handelten sofort und begaben sich zum Mietbereich. Ein 34-jähriger Mieter wurde angetroffen. In seiner Wohnung wurden zwei Luftdruckgewehre, eine Gaspistole mit Visiereinrichtung sowie sechs Schachteln Munition (Diabolos) sichergestellt. Auf dem Dachboden, wo ein Fenster auf die Straße zeigt, wurden mehrere selbst gebaute Zielscheiben/ Zieleinrichtungen sowie verschossene Munition (Diabolos) festgestellt. Der Geschädigte wird einen Arzt aufsuchen. Ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung wurde eingeleitet.

Eine simulierte Pistole, eine Holzlatte und ein gescheiterter Überfall

Rein in den Laden, Hand in Jackentasche, eine Pistole simulieren und Geld fordern: So hatten es sich wohl zwei Männer am Mittwochnachmittag in der Lutherstraße gedacht. Allerdings machten sie ihre Rechnung ohne den Ladeninhaber. Der fiel auf den Trick nicht herein, sicherte seine Kasse und griff sich eine Holzlatte. Mit dieser vertrieb er die Unholde. Zeugen hatten den Sachverhalt beobachtet und riefen die Polizei. Bei den nachfolgenden Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen konnten später am Abend zwei Männer angetroffen und festgenommen werden. Die 18-Jährigen haben keinen festen Wohnsitz und sind augenscheinlich Betäubungsmittelkonsumenten. Sie werden am heutigen Tag dem Haftrichter vorgeführt.

Fahrkartenautomat beschädigt

Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn (53) stellte gestern Morgen den beschädigten Fahrkartenautomaten an der S-Bahn-Haltestelle am Allee-Center fest und rief sofort die Polizei. Wie sich am Tatort herausstellte, hatte ein Unbekannter versucht, mittels Sprengkörper den Automaten zu sprengen. Dies gelang jedoch nicht. Allerdings entstand ein erheblicher Sachschaden. Aufgrund dessen, dass sich Teile (Spurenmaterial) auf den Gleisen befanden, wurde die S-Bahn-Strecke in beide Richtungen für knapp drei Stunden gesperrt. Zudem war ein Bombenentschärfungsteam des Flughafens Leipzig am Ort, das die Sicherheit des Fahrkartenautomaten prüfte. Gegen 14:30 Uhr gab das Sprengstoffkommando in Zusammenarbeit mit Spezialisten der Leipziger Kripo den Fahrkartenautomaten wieder frei. Auch die S-Bahnen konnten ab diesem Zeitpunkt wieder verkehren. Die Ermittlungen nach dem Täter laufen.

Bestellliste: Solarpanel

Während der Fahrer (43) eines Sattelzuges gestern Nacht auf einem Parkplatz an der BAB 14schlief, machten sich dreiste Diebe ans Werk und erleichterten dessen Anhänger um einen Teil seiner Ladung. In der Nacht schlitzten sie die Plane des Sattelanhängers auf, um den Inhalt der Ladung zu prüfen und beschlossen, doch einen Teil davon verwenden zu können. Dann öffneten sie ganz offensichtlich die Hecktür und löschten eineinhalb Paletten Solarpanel, wobei jedes Element eine Größe von ca. 150 cm x 100 cm aufwies. Kurzerhand war die Ware im Wert von ca. 5.000 Euro in ein Transportauto verladen und die Langfinger mit diesem in der Dunkelheit spurlos verschwunden. Erst am nächsten Morgen entdeckte der 43-Jährige das Werk der Diebe. Er rief sofort die Polizei und erstattete Anzeige – die Leipziger Kripo ermittelt nun wegen Diebstahl im besonders schweren Fall.

Denken Sie daran: Ihr Auto ist kein Tresor!

Fall 1

Von einem in der Tarostraße abgestellten VW Sharan schlug gestern Nachmittag ein Unbekannter die rechte vordere Seitenscheibe ein und entwendete aus dem Auto die Handtasche der Geschädigten. Diese hatte ihr Eigentum im Fußraum abgestellt. Nun fehlen der Frau (41) neben der Geldbörse mit einer niedrigen dreistelligen Summe noch diverse Dokumente. Der Stehlschaden beträgt ca. 300 Euro; der Sachschaden ungefähr 400 Euro.

Fall 2

Als die Geschädigte (38) nach einer halben Stunde Parkzeit in der Linnéstraße gestern ihren VW wieder nutzen wollte, musste sie feststellen, dass die Scheibe der Beifahrertür kaputt war und aus dem Fußraum die dort abgestellten zwei Rucksäcke gestohlen worden waren. In ihnen befanden sich Geld, EC-Karte, diverse Dokumente, Handy und Schlüssel. Die Höhe des Gesamtschadens ist noch unklar.

Fall 3

Der Nutzer (56) eines Firmenwagens, den er ordnungsgemäß in der Rabenerstraße abgestellt hatte, musste gestern Mittag feststellen, dass die Scheibe auf der Beifahrerseite eingeschlagen worden war. Aus dem Opel fehlte ein Rucksack des Geschädigten mit IPhone und diversen Dokumenten im Wert von etwa 215 Euro. Der Sachschaden wurde mit ca. 300 Euro angegeben.

In allen Fällen haben Polizeibeamte die Ermittlungen aufgenommen.

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