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Polizeibericht, 6. März: Fahrzeuge demoliert, Kleingartenanlage verwüstet, Kradfahrer verunglückt

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    In der Neustädter Straße wurden heute Nacht wurden durch eine männliche Person mehrere Fahrzeuge mit einem Ziegelstein beschädigt +++ Mehrere unbekannte Täter zogen am Wochenende eine Spur der Verwüstung durch die Kleingartenanlage „Wanderer e. V.“ +++ Aus noch nicht geklärter Ursache kam in der Stöhrerstraße ein Motorradfahrer ins Schleudern, stürzte und verletzte sich schwer – In allen Fällen sucht die Polizei nach Zeugen +++ In einer Connewitzer Lokalität kam es zu einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff – die Geschädigte wird nun gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

    Sachbeschädigungen an Fahrzeugen

    Eine 19-jährige Hinweisgeberin hörte heute Nacht, 01:30 Uhr, aus ihrer Wohnung heraus mehrere dumpfe Schläge. Als sie an das Fenster trat, sah sie eine männliche Person auf der Fahrbahnmitte der Neustädter Straße, die einen Ziegelstein in der Hand hielt und mit diesem gegen mehrere Fahrzeuge warf. Er lief dann weiter in Richtung Ludwigstraße und entfernte sich unerkannt. Die eintreffenden Beamten nahmen die ersten Ermittlungen auf und stellten sechs beschädigte Fahrzeuge der Typen Audi, Renault, Ford und Mercedes fest. An allen Fahrzeugen war die Frontscheibe beschädigt, an einem Fahrzeug die Seitenscheibe. Kriminaltechnische Tatortarbeit wurde durchgeführt und der Ziegelstein ebenfalls sichergestellt. Die Höhe des Gesamtsachschadens steht noch aus.

    Zur Personenbeschreibung wurde Folgendes bekannt:

    – männlich
    – ca. 170 – 180 cm groß
    – ca. 25 – 30 Jahre
    – dunkel bekleidet mit einer Kapuze
    – auf der Jacke ein dicker, dunkler grüner Streifen
    – 3-Tage-Bart

    Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei dem Polizeirevier Leipzig-Zentrum, Ritterstraße 19-21 in 04109 Leipzig, Tel. (0341) 7105-0 zu melden.

    Kleingartenanlage verwüstet

    Wie die Vandalen, anders kann man es nicht bezeichnen, zogen mehrere unbekannte Täter am Wochenende eine Spur der Verwüstung durch die Kleingartenanlage „Wanderer e. V.“ in der Herloßsohnstraße. Insgesamt 17 Gartenlauben und ein Schuppen wurden angegriffen. Die unbekannten Täter traten die Garteneingangstore ein, öffneten gewaltsam die Laubentüren, schmissen die Fensterscheiben ein und durchwühlten die einzelnen Lauben. Getränke, die ihnen in die Hände fielen, wurden teilweise an Ort und Stelle geöffnet und konsumiert. Der Sachschaden ist groß. Die Pächter prüfen jetzt, ob und was ihnen eventuell gestohlen wurde. Die Polizei führte umfangreiche kriminaltechnische Tatortarbeit durch.

    Im Zuge der ersten Ermittlungen vor Ort wurde unter anderem bekannt, dass es bereits um 05:35 Uhr einen Anruf in der Polizeidirektion Leipzig gegeben hat. Eine 49- jährige Hinweisgeberin teilte mit, dass sie durch laute Geräusche und Klirren wach wurde. Als sie aus dem Fenster sah, bemerkte sie wie sich vier Jungendliche männliche Täter an der Postzustellanlage in der Herloßsohnstraße in Höhe des Zugangs zum Kleingartenverein „Am Schillerhain e. V. “ zu schaffen machten. Anschließend liefen die vier weiter in die Fechnerstraße und Richtung Weinligstraße. Sie konnte erkennen, dass zwei der Jugendlichen ein helles Basecap trugen und einen großen Gegenstand mit sich führten. Die eintreffenden Beamten suchten umgehend die umliegenden Straßen ab, hatten aber keinen Erfolg nach den unbekannten Tätern. Die Polizei untersuchte nun den Tatort und stellte fest, dass die Jugendlichen mittels einer Axt vier Postschließfächer an der Postschließfachanlage gewaltsam öffneten. Die Post wurde aus den Fächern genommen und lag auf der Straße verstreut. Die Beamten stellten diese sicher, genauso wie die Axt. Die Beamten prüfen nun die beiden Sachverhalte, da nicht auszuschließen ist, dass hier Zusammenhänge bestehen.

    Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei dem Polizeirevier Leipzig-Nord, Essener Straße 1 in 04129 Leipzig, Tel. (0341) 5935-0 zu melden.

    Kradfahrer verunglückt

    Der Fahrer (38) einer Honda war am Freitag, gegen 17:30 Uhr, auf der Rostocker Straße unterwegs. Etwa 100 Meter nach der Einmündung Stöhrerstraße, unmittelbar nach der Eisenbahnbrücke, geriet der Motorradfahrer aus noch nicht geklärter Ursache ins Schleudern. Er verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, stürzte auf die linke Seite. Das Krad rutschte in Richtung Graben und stieß gegen drei Bäume. Der 38-Jährige verletzte sich beim Unfall schwer und musste in einem Krankenhaus stationär aufgenommen werden. An der Honda entstand Totalschaden. Die Höhe des Gesamtschadens wurde mit ca. 7.000 Euro angegeben.

    Ein Bekannter (47) des Verunglückten, der mit ihm unterwegs war und mit seinem Nissan vor ihm fuhr, bemerkte im Rückspiegel den Unfall, kehrte sofort um und verständigte das Rettungswesen sowie die Polizei. Am Unfallort kümmerten sich bereits eine Frau und ein Mann um den Verletzten. Beide fuhren mit einem Auto bzw. einem Motorrad hinter dem Hondafahrer.

    Die Beamten des Verkehrsunfalldienstes bitten sowohl die Autofahrerin als auch den Motorradfahrer, die Erste Hilfe geleistet haben, sich als Zeugen zu melden. Diese wenden sich bitte an die Verkehrspolizeiinspektion, Verkehrsunfalldienst, Schongauerstraße 13, Telefon 0341/255-2850.

    Merkwürdiges Connewitzer Inselleben

    Nach bisherigem Kenntnisstand griff ein Nordafrikaner (31) in einer Connewitzer Lokalität in den frühen Sonntagmorgenstunden einer jungen Frau an das Gesäß. Diese zeigte sich entsprechend empört und machte andere Gäste auf die Situation aufmerksam. In der Folge kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem 31-Jährigen und den übrigen Anwesenden. Letztlich wurde dem Mann ein Hausverbot ausgesprochen und er wurde sogleich nach draußen verwiesen. Doch da er sich offenbar ungerecht behandelt fühlte und angeblich auch keine Gelegenheit erhielt, seine Jacke mitzunehmen, reagierte er aggressiv. Vor dem Objekt angelangt, ergriff er Steine sowie eine Bierflasche und warf diese in Richtung der Personen, welche ihn nach draußen begleitet hatten. Allerdings existieren auch Zeugen, die angaben, der Mann sei – bevor er Gegenstände warf – von vier oder fünf Männern verfolgt worden, die ihm ein Bein stellten und zu Fall brachten. Letztlich wurde durch einen dieser Zeugen auch die Polizei verständigt, wobei die Kollegen nebenher auch den Verbleib der Jacke zu klären hatten.

    Da die vorherige Musikveranstaltung mittlerweile beendet war und sich nur noch wenige Besucher vor bzw. im Objekt aufhielten, war eine Nachschau gerechtfertigt. Derartige Maßnahmen sollten eigentlich problemlos möglich sein, doch die Beamten mussten nicht nur eine Diskussion führen, in welcher personellen Anzahl sie die Räume betreten dürfen, sondern erhielten noch im Vorraum eine zwar indirekte, doch vielsagende Begrüßung. Begleitende Objektverantwortliche wurden dort sogleich mit den Worten attackiert: „ Was macht Ihr für eine Scheiße, dass die Bullen hierher kommen?“

    Da an der Garderobe keine Jacke aufzufinden war, sollte – wie zuvor besprochen – auch ein Blick in den Saal geworfen werden. Allerdings trat nunmehr eine etwa 30-jährige Frau auf die Objektverantwortlichen zu und äußerte in einem entschiedenen Ton: „Für die Bullen ist der Saal tabu!“ Da der 31-Jährige keinen Chip oder Zettel vorweisen konnte, der ihm bei einer Jackenabgabe obligatorisch überreicht worden wäre und eine Abgabe mithin zweifelhaft erschien, entschieden sich die Beamten, der ihnen entgegenschlagenden Aggression und maßlosen Selbstgerechtigkeit nicht auch noch vermeintlich berechtigten Zunder zu bieten.

    Es bleibt einmal mehr ein sehr fader Nachgeschmack, allerdings auch eine gewisse Belustigung über die unübersichtlichen Zustände innerhalb sogenannter rechtsfreier Räume. Darin kann es im Jahr 2017 also schon mal vorkommen, dass das klassische Feindbild (Staat/Polizei) des uniformen Linksalternativen dabei behindert wird, wie es sich für einen (zu Unrecht verfolgten?) Ausländer einsetzt, der zudem – zumindest nach Zeugenaussagen – von augenscheinlichen Angehörigen der linken Szene angegriffen wurde. Rassismus ist jetzt vielleicht schon weit jenseits der gesellschaftlichen Mitte anzutreffen.

    Im Übrigen wird die Geschädigte, welche der 31-Jährige begrapscht haben soll, gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Sie war am Sonntagvormittag nicht mehr vor Ort, jedoch kann der Grundsachverhalt ohne ihre Angaben nur schwerlich aufgehellt werden.

    Kupferdiebstahl von der Propsteikirche Trinitas

    Aus der leerstehenden Propsteikirche Trinitas in der Emil-Fuchs-Straße verschwanden am Samstag Stromkabel und Kupferrohre auf sonderbare Weise. Diebe waren in die Kellerräume eingestiegen, so wie sich das Bild darstellte und hatten das wertvolle Metall auf einer Länge von ca. 600 Metern entfernt. Einige der Trennstellen schienen nicht neu gewesen zu sein, so dass der genaue Stehlschaden zu der Tat nicht beziffert werden konnte. Dennoch ist der Schaden für die Kirchgemeinde, insbesondere der immaterielle, gewaltig. Die Polizei ermittelt wegen Diebstahl im besonders schweren Fall.

    Radlader abgebrannt

    In der Nacht zum Sonntag stellten Anwohner der Engertstraße fest, dass auf einer Baustelle in der Straße ein Radlader brannte. Sie alarmierten die Feuerwehr. Diese kam zum Ort und löschte die Baumaschine, die dennoch zu einem großen Teil ausgebrannt war. Eine erste Untersuchung durch Brandursachenermittler ergab, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen technischen Defekt handelte.

    Keine drei Straßen weit …

    … kam ein Fahrraddieb am späten Sonntagabend in Gohlis. Bewohner hatten den Eindringling in ihrem Mehrfamilienhaus gehört und noch mit dem Rad wegfahren sehen. Eine Verfolgung zu Fuß musste wegen der Chancenungleichheit zwei Straßen weiter abgebrochen werden. Allerdings noch vor der dritten hatte ihn eine Polizeistreife, die von einem weiteren Bewohner zu Hilfe gerufen wurde, gestellt. Der Erwischte tat zwar unschuldig und regte sich über die Verzögerung auf, die nun seine Nachtruhe haben würde. Es half aber nichts. Der Eigentümer erkannte sein Fahrrad eindeutig wieder. 0,8 Promille ergab ein Alkoholtest bei dem 28-jährigen Fahrraddieb. Zwischenzeitlich wurden am Tatort drei Kellereinbrüche festgestellt. Fehlende Gegenstände, wie ein Rucksack und Werkzeug, fanden die Beamten bei dem Festgestellten. So verzögerte sich die Nachtruhe doch noch ein wenig, bevor er aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen werden konnte. Nun muss er sich wegen Einbruchsdiebstahl verantworten.

    „Stopp-Signal“ missachtet

    Am Sonntagmorgen sollte ein Suzuki-Fahrer einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Der Fahrer ignorierte jedoch das „Stopp-Signal“ von der Polizei und beschleunigte sein Fahrzeug. Mit stark überhöhter Geschwindigkeit fuhr er auf der Altranstädter Straße in Richtung Erich-Zeigner-Allee. An der Kreuzung Antonienstraße missachtete er die rote Ampel und bog mit Schwung nach rechts in die Antonienstraße ein. Dort verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, prallte gegen den rechten Bordstein und kam zum Stehen. Anschließend ergriffen der Fahrer und der Beifahrer die Flucht. Beide konnten kurze Zeit später durch die Polizei gestellt werden. Am Fahrzeug entstand Sachschaden. Der Drogentest beim Fahrer ergab, dass er unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln stand. Außerdem lag gegen ihn eine Fahrerlaubnissperre vor. Nun muss er sich wegen zahlreicher Verkehrsverstöße verantworten.

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