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Polizeibericht, 18. Juli: Graffiti gesprüht, Fahrzeuge entwendet, Tankstellenräuber

In der Großpösnaer Straße wurden folgende Schriftzüge an ein Trafohäuschen, Elektrokasten und Verkehrszeichen gesprüht: „FUCK ANTIFA“, „NAZI ZONE“ und „88 NAZI ZONE“ sowie ein Hakenkreuz +++ In Gohlis und in Eutritzsch wurden mehrere Fahrzeuge entwendet +++ In beiden Fällen werden zeugen gesucht +++ Gestern Abend hatte ein 27-Jähriger eine ganz schlechte Idee, um an Geld zu kommen: Er ging mit einer Pistole in eine Tankstelle in der Rackwitzer Straße.

Schmierereien an Trafohäuschen, …

… Elektrokasten und Verkehrszeichen ließen gestern Nachmittag einen Anwohner (53) die Polizei rufen. Mit schwarzer Farbe hatte ein Unbekannter in der Großpösnaer Straße, Blumenbogen, Graffiti an ein Trafohäuschen und einen Elektrokasten gesprüht. Dort prangten die Schriftzüge „FUCK ANTIFA“, „NAZI ZONE“ sowie ein Hakenkreuz. Zudem hatte der Schmierer noch ein Verkehrsschild (30 Zone) in „88 NAZI ZONE“ verwandelt. Kripobeamte des Dezernates Staatsschutz haben die Ermittlungen aufgenommen und das Entfernen der Schmierereien veranlasst.

Zur Straftat werden Zeugen gesucht. Wer hat während der Tatzeit vom Sonntag zum Montag Beobachtungen gemacht? Wer kann Hinweise zum Täter bzw. zu den Tätern geben? Zeugen melden sich bitte bei der Kripo Leipzig, Dimitroffstr. 1, Telefon (0341) 96 64 66 66.

Fahrzeuge entwendet

Fall 1

Unbekannter Täter entwendete in dr Zeit von 16.07.2017 18:30 Uhr – 17.07.2017, 07:00 Uhr, auf bisher unbekannte Art und Weise den in der Schellingstraße gesichert abgestellten roten Mazda RX 8 des 32-jährigen Nutzers in einem Zeitwert von ca. 5.000 Euro.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei dem Polizeirevier Leipzig-Nord, Essener Straße 1 in 04129 Leipzig, Tel. (0341) 5935-0 zu melden.

Fall 2

Unbekannter Täter entwendete in der Zeit von 16.07.2017, 16:00 Uhr – 17.07.2017, 16:30 Uhr, auf bisher unbekannte Art und Weise den in der Eduard-von-Hartmann-Straße gesichert abgestellten Firmenwagen, einen schwarzen Mazda 6, des 51- jährigen Nutzers in einem Zeitwert von ca. 38.000 Euro. Die Sonderkommission „Kfz“ des Landeskriminalamtes Sachsen hat die Ermittlungen aufgenommen.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei dem Polizeirevier Leipzig-Nord, Essener Straße 1 in 04129 Leipzig, Tel. (0341) 5935-0 zu melden.

Fall 3

Unbekannter Täter entwendete in der Zeit von 16.07.2017, 20:00 Uhr – 17.07.2017, 20:00 Uhr, auf bisher unbekannte Art und Weise das am Straßenrand in der Schladitzer Straße mittels Zentralverrieglung und Wegfahrsperre gesichert abgestellte weiße Wohnmobil, Fiat Forster T 738 EB, der 27-jährigen Halterin in einem Zeitwert von ca. 28.000 Euro.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei dem Polizeirevier Leipzig-Nord, Essener Straße 1 in 04129 Leipzig, Tel. (0341) 5935-0 zu melden.

Tankstellenräuber

Am Montagabend hatte ein 27-Jähriger eine ganz schlechte Idee, um an Geld zu kommen: Er ging in eine Tankstelle in der Rackwitzer Straße. Dort hielt er der Verkäuferin eine Pistole unter die Augen und verlangte das Öffnen der Kasse von ihr. Als das Geldfach offen stand, griff er hinein und entnahm einen mittleren dreistelligen Bargeldbetrag. Er flüchtete daraufhin aus der Tankstelle. Die Kassiererin rief die Polizei. Sie konnte eine detaillierte Beschreibung des Räubers abgeben. Im Rahmen einer folgenden Tatortbereichsfahndung wurde der Täter nur wenige Straßen weiter gestellt. Bei ihm wurde das fehlende Geld gefunden. Unterwegs hatte er sich der Tatwaffe entledigt. Sie wurde jedoch bei einer Suche des gelaufenen Weges gefunden. Sie stellte sich als Schreckschusswaffe heraus. Der Festgestellte wurde vorläufig festgenommen und soll im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.

Fahrzeugdiebe gestellt

Den Polizeibeamten fiel heute Nacht während ihrer Streifentätigkeit ein ihnen in der Holzhäuser Straße entgegenkommender Audi A 3 auf. Sie entschlossen sich, dieses Fahrzeug einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Sie wendeten ihr Fahrzeug und hielten das Fahrzeug an. Bei den Insassen handelte es sich um zwei männliche Personen. Der Fahrer (32) gab gleich gegenüber den Beamten an, dass er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Ein an Ort und Stelle durchgeführter Drugwipe-Test verlief positiv auf Amphetamine. Bei dem Beifahrer handelte es sich um einen 25-Jährigen. Das Fahrzeug und die Kennzeichen wurden in der Zwischenzeit geprüft. Es stellte sich heraus, dass dieses Fahrzeug am 10. Juli in Leipzig-Connewitz, Bernhard-Göring-Straße, einer 29-jährigen Frau gestohlen wurde und auch die angebrachten Kennzeichen von einem Skoda Fabia in der Nacht vom 16. zum 17. Juli in Leipzig-Connewitz, Prinz-Eugen-Straße, entwendet wurden. Die weiteren Überprüfungen ergaben, dass der 32-jährige Fahrer gegen Bewährungsauflagen verstoßen hatte. Daraufhin wurde er vorläufig festgenommen. Weitere Ermittlungsverfahren wegen des Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung wurden eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen dazu dauern gegenwärtig noch an.

Wohnungsbrand

Der Rettungsleitstelle wurde gestern Nachmittag telefonisch mitgeteilt, dass in der Klingenstraße dicker Rauch aus einem Wohnzimmerfenster in der zweiten Etage dringt. Die Polizei und die Kameraden der Feuerwehrwache West und Südwest waren schnell am Brandort eingetroffen. Das Feuer konnte im Schlafzimmer schnell „bekämpft“ und gelöscht werden. Zwei Betten, ein Kinderbett und ein zusammengebautes Holzbett brannten in voller Ausdehnung. Personen hielten sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht in der Wohnung auf. Die 22-jährige Mieterin wurde verständigt. Sie war auf der Arbeit. Sie lebt mit ihrem 2-jährigen Jungen in der Wohnung. Nach ihren Angaben hat sie die Wohnung am Vormittag verlassen und die Wohnung auch verschlossen. Einbruchsspuren hatten die hinzukommenden Ermittler nicht gefunden. Die Brandursachenermittler haben am heutigen Tag die Untersuchungen aufgenommen. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Die 22-jährige Mieterin und ihr Kind kamen bei Freunden unter. Das Schlafzimmer war nicht mehr bewohnbar. Durch das Löschwasser wurde das darunter befindliche Kinderzimmer einer 25-jährigen Mieterin in Mitleidenschaft gezogen. Evakuiert werden mussten die Hausbewohner nicht. Die Höhe des Sachschadens steht noch aus.

Blutige Auseinandersetzug

Gegen Mitternacht kam es am Willy-Brandt-Platz zu einer blutigen Auseinandersetzung. Zwei Männer aus Somalia (19 und 22 Jahre alt) waren im Park unterwegs, als sie von einem Unbekannten angegriffen wurden. Dieser sprühte ihnen erst Reizgas ins Gesicht und stach dann mit einer abgebrochenen Flasche auf sie ein. Dabei verletzte er den 22-Jährigen im Gesicht. Danach suchte er das Weite. Beide mussten – einer mit Schnittwunde im Gesicht und Augenreizung, der andere mit einer Kopfplatzwunde – im Krankenhaus behandelt werden. Den Angreifer beschriebenen sie als Araber mit schlanker Statur, ca. 170 bis 180 Zentimeter groß mit einem braunen Oberteil. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Auseinandersetzungen zweier Gruppen

Am Rabet riefen am späten Montagnachmittag zahlreiche Anwohner an, da es hinter einem Einkaufsmarkt zu einer Auseinandersetzung zwischen ca. 20 Personen gekommen war. Diese bewarfen sich mit Steinen und gingen mit Messern und Schlagwerkzeugen aufeinander los. Als die Polizei eintraf, flüchteten die Beteiligten in alle Richtungen. Die Polizei verfolgte einige Flüchtige und stellte in einem nahe gelegenen Wohnhaus neun Personen fest. Bei der Durchsuchung wurde ein Messer festgestellt. Zwischenzeitlich kam es am Rabet zu einer erneuten Auseinandersetzung. Die Polizei musste wieder eingreifen. Sie erteilte allen Beteiligten Platzverweise für den Bereich und nahm einen 32-Jährigen, der als Rädelsführer und Aufwiegler ausgemacht wurde, in Gewahrsam. Er wurde im Laufe der Nacht wieder entlassen, nachdem es zu keinen weiteren Auseinandersetzungen gekommen war. Gegen die Beteiligten wird wegen Körperverletzungsdelikten und schweren Landfriedensbruchs ermittelt.

Glück im Unglück

Der 36-jährige Fahrer eines Volkswagens fuhr gestern Morgen aus einer Grundstücksausfahrt eines Leipziger Fitnessstudios und beachtete dabei die von links kommende Opelfahrerin (66) nicht. In der Folge kam es zum Verkehrsunfall auf der Rückmarsdorfer Straße. Aufgrund des heftigen Zusammenstoßes entstand am Volkwagen ein Sachschaden von knapp 10.000 Euro. Zum entstandenen Schaden am Opel können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Im Großen und Ganzen ist der Unfall noch glimpflich ausgegangen, denn die 66-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß glücklicherweise nur leicht an der Hand verletzt, der 36-Jährige trug keine Verletzungen davon.

Kreuzungsunfall

In Burghausen kam es im Kastanienweg an der Kreuzung am Rain zum Verkehrsunfall. Der 54-jährige Fahrer eines VW Passat Kombi befuhr gestern Vormittag die Straße am Rain, übersah beim Kreuzen des Kastanienwegs die bevorrechtigte Fahrerin eines Skoda Yeti. Es kam zum Zusammenstoß. Dabei wurde die 50-Jährige verletzt und musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden.

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Foto: Michael Happ

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