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Polizeibericht, 22. September: Juwelier heimgesucht, Planenschlitzer am Werk, Falsche Polizeibeamte

In Mockau-Nord wurde in ein Juweliergeschäft eingebrochen und hochwertige Schmuckstücke entwendet – Die Polizei sucht nach Zeugen +++ In Lützschena-Stahmeln erbeuteten Planenschlitzer aus einem Sattelzug Autoreifen im Wert von ca. 12.000 Euro +++ Am Donnerstag meldeten sich telefonisch vermeintliche Polizisten mit der Behauptung, bei einem Verhafteten hätte man die Kontaktdaten der Angerufenen gefunden und gleich würden Beamte in Zivil vorbeikommen.

Hochwertige Schmuckstücke gestohlen

Einen bitteren Verlust erlebte heute Nacht der Besitzer (50) eines Juweliergeschäftes innerhalb kürzester Zeit. Diebe suchten sein mit sorgsam ausgewählten und überaus hochwertigen Schmuckstücken bestücktes Geschäft in Mockau-Nord heim. Dass die Diebe bei diesem Clou sehr geplant vorgingen, zeigten die Spuren des hinterlassenen Tatortes. So hatten die Langfinger die seitliche Fluchttür des Einkaufszentrums, in welchem der Juwelier seine Geschäftsräume mietete, aufgebohrt und anschließend von innen geöffnet. Anschließend flexten sie zwei verschlossene Brandtüren auf, um letztlich bis zum Geschäft vordringen zu können.

Dessen Tür und anschließend auch die acht Vitrinen, in denen der hochwertige Schmuck lagerte, hebelten sie kurzerhand auf. Dann griffen sie sich den Gold-, Brillant-, Farbstein- und echten Perlenschmuck und verschwanden noch vor Eintreffen jedweden Wachschutzes. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der Stehlschaden auf einen hohen fünfstelligen Betrag, der Sachschaden konnte noch nicht abschließend beziffert werden. Die Polizei ermittelt nun wegen Diebstahls im besonders schweren Fall und bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung.

Wer hat zur Tatzeit (00:35 Uhr – 01:34 Uhr) Fahrzeuge ankommen oder wegfahren sehen und kann dazu Angaben machen? Wer hat ungewöhnliche Geräusche gehört oder außergewöhnliche Personenbewegungen wahrgenommen? Zeugen wenden sich bitte an die Kripo Leipzig, Dimitroffstraße 1, in 04107 Leipzig oder unter der Telefonnummer (0341) 966 4 6666.

Planenschlitzer am Werk

An einer Sattelzugmaschine zerschlitzten Diebe die Plane des LKW-Anhängers, um die Ladung zu sichten. Der Lkw-Fahrer (29) hatte den Sattelzug während seiner Pausenzeit auf einem Parkplatz in Lützschena-Stahmeln geparkt. Gestern Morgen bemerkte er dann den Diebstahl. Insgesamt 30-40 Autoreifen im Wert von ca. 12.000 Euro waren von der Ladefläche verschwunden. Bemerkt hatte er nichts, so der 29-Jährige. Die Polizei ermittelt nun wegen Bandendiebstahls.

Vorsicht: Falsche Polizeibeamte

Am Donnerstag meldeten sich verstärkt Einwohner von Leipzig bei der Polizei, die Anrufe von einem vermeintlichen Polizisten bekommen hätten. Bei einem Verhafteten hätte man die Kontaktdaten der Angerufenen gefunden. Es gäbe dringend Klärungsbedarf. Dazu würden gleich Beamte in Zivil vorbeikommen. Da der Anrufer aber auch nach Vermögensverhältnissen fragte, wurden die Angerufenen argwöhnisch und fragten bei der echten Polizei nach. Dort sagte man ihnen, dass es sich wohl um den Versuch eines Betruges handeln würde. Sie sollten die Unbekannten auf keinen Fall in die Wohnung lassen. Im Zweifelsfall den Notruf wählen. Glücklicherweise hatte die Masche in keinem der bekannt gewordenen Fälle geklappt.

Auf Hunderunde ausgeraubt

An der Mühle in Seehausen war zu nächtlicher Zeit ein 33-Jähriger noch mit seinem Hund spazieren. Hinter ihm liefen drei Unbekannte, die ihn nach einer Zigarette fragten. Dies verneinte er. Als sie ihn wieder fragten und er sich umdrehte, bekam er unvermittelt einen Schlag ins Gesicht. Er ging zu Boden und merkte noch, wie einer der Unbekannte seine Jackentasche durchsuchte und das Smartphone herausnahm. Danach entfernten sich die Drei in unbekannte Richtung. Der Überfallenen konnte sie nur schlecht beschreiben. Sie waren 20-30 Jahre alt, trugen dunkle Sachen und sprachen mit ausländischem Akzent.

Kein Wasser in brennendes Öl!

Eine 20-Jährige erlitt gestern Abend schlimme Verbrennungen, als sie kleine Flammen zu löschen versuchte, die im erhitzten Öl flackerten. Was war geschehen?

Sie wollte gemeinsam mit ihrer Nichte (13) das Abendessen vorbereiten und hatte dazu Öl erhitzt. Zu allem Unglück entzündete sich dieses aber, so dass die junge Frau keinen anderen Ausweg sah, als dieses mit einem Schwall Wasser zu löschen. Dabei aber verpufften die Flammen. Sie schlugen höher und heißes Wasser sowie Öl spritzte durch die Küche, so dass die 20-Jährige am Rücken Verbrennungen ersten Grades erlitt. In einem nahe gelegenen Krankenhaus wurde sie behandelt, ebenso wie ihre Nichte. Bei ihr bestand der Verdacht einer Rauchgasintoxikation. Der bestätigte sich glücklicherweise nicht.

Wichtig! Sollte Ihnen beim Kochen heißes Öl auf die Herdplatte oder das Ceranfeld tropfen und entzünden bzw. heißes Öl im Topf zu brennen beginnen, dann bewahren sie Ruhe! In Panik könnten Sie ggf. unbedacht handeln und sich schwerste Verbrennungen zuziehen.

Sollte Ihre Herdplatte brennen, dann schalten Sie diese aus und legen ein feuchtes Küchenhandtuch darauf. Brennenden Pfanneninhalt können Sie mit einem Topfdeckel löschen. Diesen auf die Pfanne legen und der fehlende Sauerstoff wird die Flammen ausgehen lassen.

Wildes Plakatieren

An verschiedenen Orten in Delitzsch registrierten Polizisten heute Nacht Plakate von sechs Meter Länge und 60 cm Höhe mit der Aufschrift: „Merkel muss weg“. Diese hingen an Brückengeländern in der Carl-Friedrich-Benz-Straße an der Bahnüberführung der alten Grubenbahn in der Dübener Straße an der Straßenunterführung unter der Bahnlinie, in der Eilenburger Chaussee an der Bahnüberführung der Bahnlinie und in der Bitterfelder Straße/Benndorfer Landstraße an einem Grundstückszaun. Die Plakate wurden entfernt. Eine Strafbarkeit wird derzeit noch geprüft. Das Aufhängen der Transparente erfüllt zumindest eine Ordnungswidrigkeit.

Kampflinie

Eigentlich haben es alle im Rahmen der Fahrschule schon einmal gehört, aber trotzdem wird es tagtäglich falsch gehandhabt. Einerseits beginnt manch Kraftfahrer schon gefühlte Ewigkeiten vor einer Fahrspurreduzierung, sich in der weiterführenden Spur einzuordnen, blockiert Überholvorgänge und provoziert zusätzliche Stau- und Unfallgefahren. Andererseits beginnt dann – nicht selten unter Beteiligung der zuvor genannten Fahrerkategorie – unmittelbar vor der Fahrspurreduzierung der Kampf um die Lücke.

Im Glauben der Bevorrechtigung wird den sich eigentlich richtig verhaltenden Autofahrern häufig verwehrt, die Spur zu wechseln, weil man selbst ja schon vor fünf Minuten so weise und vorausschauend war. Ein solches bzw. ähnliches Prozedere führte gestern Abend in der Leutzscher Allee zum Verkehrsunfall zwischen einem Hyundai i30 und einem 1er BMW. Der Fahrer (50) des fernöstlichen Automobils behauptete selbst noch gegenüber der Polizei im Brustton der Überzeugung, er sei nicht verpflichtet, das Einordnen im Reißverschlussverfahren zu ermöglichen. Ein Blick in § 7 Abs. 4 StVO verrät – er irrt. Ob der Fahrer (60) des BMW alles richtig gemacht hat, sei mit Blick auf den Folgeabsatz des Paragraphen aber dahingestellt.

11-Jähriger angefahren

In der Industriestraße erfasste am Donnerstagnachmittag ein Pkw ein Kind. Das wurde dabei leicht verletzt. Eigentlich hatte die 48-jährige Daewoo-Fahrerin den Jungen am Straßenrand bemerkt und war entsprechend vorsichtig gefahren. Dennoch rannte er plötzlich los, um die Fahrbahn zu überqueren, als sie fast auf seiner Höhe war. Der 11-Jährige musste mit einigen Prellungen im Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Die LEIPZIGER ZEITUNG ist da: Seit 15. September überall zu kaufen, wo es gute Zeitungen gibt

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Suchtbericht 2017. Montage: L-IZ

Montage: L-IZ

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