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Polizeibericht, 23. Oktober: Bombendrohungen per Telefonzelle, Schwerer Unfall, Transporter demoliert

Letzte Woche rief eine unbekannte Person in mehreren Pflegeheimen des Landkreises Leipzig an und sprach gegenüber den Mitarbeitern Bombendrohungen aus. Die Anrufe kamen jeweils aus öffentlichen Telefonzellen +++ Auf der B 186 stießen heute Vormittag zwei Pkw frontal zusammen – In beiden fällen werden Zeugen gesucht +++ Am Augustusplatz beschädigten vier Jugendliche in der Nacht zum Sonntag einen Ford Transit indem sie eine Seitenscheibe zerstörten, den Blink-Hebel abbrachen und einen Betonstein gegen die Frontscheibe warfen.

Bombendrohungen

Im Zeitraum von Sonntag, den 15.10.2017 bis Dienstag den 17.10.2017 rief eine bislang unbekannte Person in mehreren Pflegeheimen des Landkreises Leipzig an und sprach gegenüber den Mitarbeitern Bombendrohungen aus. Die Anrufe kamen jeweils aus öffentlichen Telefonzellen.

Am 15.10.2017, um 21:27 Uhr und am 16.10.2017, um 15:38 Uhr rief die bislang unbekannte Person aus der öffentlichen Telefonzelle in 04416 Markkleeberg, Robert-Havemann-Str. /Rathausstraße an.

Am 16.10.2017, um 08:02 Uhr und um 08:03 Uhr rief die bislang unbekannte Person aus der öffentlichen Telefonzelle in 04552 Borna, Bahnhofstraße 6 in der Filiale der Deutschen Post an.

Am 17.10.2017, um 11:08 Uhr rief die unbekannte Person aus der öffentlichen Telefonzelle in 04651 Bad Lausick, Markt 1 an.

Wer kann Angaben zu Personen machen, welche in den genannten Zeiträumen diese Telefonzellen nutzten? Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeidirektion Leipzig, KASt Grimma in 04668 Grimma, Köhlerstr. 3 unter der Telefonnummer 0341/966 46666 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Sie können Ihre Hinweise auch via E-Mail an poststelle.pd-l@polizei.sachsen.de senden.

Schwerer Unfall auf der B 186

Auf der B 186 kam es zwischen Zitzschen und Kleindalzig am Montagvormittag zu einem Unfall mit Schwerverletzten. Kurz vor 09:00 Uhr stießen ein Ford Fusion und ein VW Golf Plus frontal zusammen. Der Ford kam auf dem Feld zum Stehen. Dabei verletzten sich die 80-jährige Ford-Fahrerin und die 59-jährige Golf-Fahrerin schwer. Beide mussten im Krankenhaus stationär behandelt werden. Zum Transport kam ein Rettungshubschrauber zum Einsatz. Die Straße war für mehrere Stunden gesperrt. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Nach der Unfallaufnahme bleiben zahlreiche Fragen offen. Unklar ist bisher, wie es zum Unfall kam.

Die Polizei sucht deshalb dringend Zeugen, die Aussagen zum Unfallhergang und Fahrverhalten der Fahrerinnen geben können. Diese wenden sich bitte an die VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255-2851 (tagsüber) sonst 255-2910.

Jugendliche beschädigten Transporter

Am Augustusplatz beschädigten vier Jugendliche in der Nacht zum Sonntag einen Ford Transit. Sie zerstörten eine Seitenscheibe, brachen den Blink-Hebel ab und warfen einen Betonstein gegen die Frontscheibe, die ebenfalls beschädigt wurde. Die Polizei griff das Quartett auf der Flucht vom Tatort auf. Alle vier wohnen in Jugendwohnheimen. Einer war seit mehreren Tagen nicht in die Unterkunft zurückgekehrt und als vermisst gemeldet. Die vier 17-Jährigen wurden Mitarbeitern der jeweiligen Einrichtungen übergeben. Sie müssen sich nun wegen Sachbeschädigung verantworten.

Clevere ältere Dame

Eine 83-jährige Frau wurde offenbar gestern Mittag von einem unbekannten Täter bis nach Hause in die Straße des 18. Oktober verfolgt. Er konnte nach ihr das Treppenhaus betreten und versuchte sogleich, ihr die Handtasche zu entreißen. Doch die Frau hielt ihr Eigentum fest und wehrte sich vehement. Damit er sie in Ruhe lässt, gab die ältere Dame dem Räuber einen Zehn-Euro-Schein. Der Mann ließ von ihr ab, auch, weil er Schritte von Hausbewohnern im Treppenhaus hörte. Er flüchtete aus dem Haus. Die Seniorin wurde beim Überfall nicht verletzt. Sie informierte die Polizei. Nach Angaben der Geschädigten ist der Unbekannte etwa 1,80 m groß, etwa Ende Zwanzig, hat helle Haut, dunkelblonde Haare und große Augen. Kripobeamte haben die Ermittlungen aufgenommen.

Brand in ehemaliger Theaterfabrik

Am Samstagabend entzündeten Unbekannte in einem Raum der ehemaligen Theaterfabrik in der Franz-Flemming-Straße abgelegten Unrat. Dieser brannte in voller Ausdehnung. Die Feuerwehr kam zum Ort und löschte. Durch den Brand entstand Schaden am Mauerwerk und an der Geschossdecke. Die Schadenshöhe ist unbekannt. Das leerstehende Gebäude wurde in der letzten Zeit öfter von ungebetenen Gästen heimgesucht. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Polizei als Partyschreck

Am Samstagabend, gegen 23:00 Uhr, wurde die Polizei wegen lauter Musik in die Wurzner Straße gerufen. In einem Mehrfamilienhaus fand offenbar eine große Party statt. Statt der geplanten 35 Personen wären dann 200 gekommen, gab sich der Veranstalter überrascht. Das erschien den eingesetzten Beamten angesichts eines Einlassdienstes und ausreichender Getränke wenig glaubhaft. Da für die anwesende Personenzahl weder genügend Raum noch Fluchtwege vorhanden waren, musste der Veranstalter die Personenzahl drastisch reduzieren. Auch die Lautstärke und die Vibration der Bässe mussten reduziert werden. Letztendlich muss nun geklärt werden, ob es sich hier um eine illegale Party handelte.

Autofahrer fuhr auf begrüntem Gleisbereich

Gestern Nacht war ein Autofahrer (40) aus Berlin auf der Prager Straße stadteinwärts unterwegs. Aufgrund der Straßensperrung hätte er eigentlich am Gutenbergplatz laut Vorschrift nach rechts abbiegen müssen – machte er aber nicht. Er fuhr weiter geradeaus, nutzte dazu den Gleisbereich der Straßenbahn. Als der BMW-Fahrer nach etwa 30 Metern den begrünten Gleisbereich verlassen wollte, fuhr er sich an der Begrenzungsborde fest. Zudem hatte er die aufgeweichte Begrünung auf einer Länge von ca. 12 Metern beschädigt. Es entstand ein Gesamtschaden von ca. 2.000 Euro. Der Pkw-Fahrer kam mit einem Verwarngeld davon.

Fahrradfahrer stieß mit Kind zusammen – verletzt

Ein Fahrradfahrer (34) war gestern Nachmittag auf der Marschnerstraße unterwegs. In Höhe Jahnallee stieß er mit einem Jungen (12) zusammen. Das Kind wurde aufgrund des Zusammenpralls leicht verletzt und musste ambulant behandelt werden. Sein Vater wurde in Kenntnis gesetzt. Bei der Unfallaufnahme stellten Polizeibeamte Alkoholgeruch in der Atemluft des Radfahrers fest. Der Vortest ergab einen Wert von 0,96 Promille; die Blutentnahme wurde durchgeführt. Gegen den 34-Jährigen wird wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Die neue LZ Nr. 48 ist da: Zwischen Weiterso, Mut zum Wolf und der Frage nach der Zukunft der Demokratie

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