Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Polizeibericht, 20. November: Einbruch in Pizzeria, Dubioses Unfallgeschehen, Handtasche entrissen

In der Lützner Straße verschafften sich Sonntagnacht Einbrecher über einen Nebeneingang Zugang in eine Pizzeria und rissen einen kleinen Tresor komplett aus der Verankerung +++ Ein dubioses Unfallgeschehen auf der Lützner Straße beschäftigt die Polizei +++ Mit heftigem Reißen brachte ein Unbekannter in Schkeuditz Samstagabend die Handtasche einer 82-Jährigen an sich – In allen Fällen werden Zeugen gesucht.

Einbruch in Pizzeria

Sonntagnacht, gegen 02:00 Uhr, brachen unbekannte Täter über einen Nebeneingang in eine Pizzeria in der Lützner Straße ein. Um ihre Einbruchshandlungen zu verdecken, verstellten die Täter den Blick zum Eingang mit einem Müllcontainer. Danach brachen sie die Tür auf, indem sie diese aus den Angeln hoben. Im Inneren der Pizzeria machten sich die Täter sodann an der Überwachungstechnik zu schaffen und rissen einen kleinen Tresor (30 x 30 x 25 cm) komplett aus der Verankerung. Was sich in dem Wertgelass befand, ist bisher noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Zeugen, denen etwas in der Nacht zu Sonntag aufgefallen ist – beispielsweise suspekte „Müllschlepper“ – werden gebeten, sich bei dem Polizeirevier Südwest, Ratzelstraße 222 in 04207 Leipzig, Tel. (0341) 9460 – 0 zu melden.

Die Uniformhose rutscht. Wo ist die Kneifzange?

Fahrer (63) und der später bei der Polizei erscheinende Beifahrer (27) eines Renault Megane fuhren – nach ihren Angaben – gestern, gegen 17:00 Uhr, auf der Lützner Straße in Richtung Innenstadt. In Höhe der Einmündung Heidelberger Straße soll dabei ein Pkw auf der Spur für Rechtsabbieger vorbeigezogen und wieder vor ihnen eingeschert sein. Und obwohl jener hierbei den grauen Franzosen am vorderen Kotflügel rammte, sah der Unfallverursacher keinen Grund, anzuhalten. Die Verwerflichkeit dieses Handelns verstärkt der Umstand, dass der 27-Jährige hernach über Arm-, Schulter- und Halsschmerzen klagte. Allerdings ist fraglich, ob den beiden dieses Unfallgeschehen wirklich widerfuhr und ihnen umfassendes Mitleid gebührt. Abgesehen vom Umstand, dass zum flüchtigen Pkw keinerlei Aussagen getroffen werden konnten, deckte sich die Spurenlage nicht wirklich mit der Schilderung. Die Unfallschäden deuteten vielmehr auf eine frontale Einwirkung hin, weshalb ein offensichtlich umgefahrener Verkehrszeichenmast an der Lützner Straße die Aufmerksamkeit der Beamten erregte. Zufällig fanden sich in dessen Umfeld auch Glasbruchstücke, deren Kennzeichnung auf einen Renault Megane schließen ließen.

Wer Hinweise zum Unfallgeschehen geben kann, wendet sich bitte an die Verkehrspolizeiinspektion Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 – 2851 (tagsüber), sonst bitte über Tel. (0341) 255 – 2910.

Handtasche an ungehobelten Räuber verloren

Mit einem heftigen Ruck versuchte ein Unbekannter in Schkeuditz Samstagabend die Handtasche einer 82-Jährigen an sich zu reißen. Beim ersten Versuch hielt die Dame jedoch standhaft die erwählte Beute des Räubers fest. Dann allerdings, beim wiederholten und noch heftigerem Zerren, stürzte sie und musste ihre Handtasche samt Portemonnaie mit einem zweistelligen Geldbetrag, Personalausweis, Krankenkassenkarte, EC-Karte, ihrer Brille und des Telefons preisgeben. Zu allem Unglück zog sie sich dabei auch noch so schwere Verletzungen zu, dass zumindest eine ambulante Behandlung im Krankenhaus notwendig wurde.

Die Dame war an dem Abend heimgekehrt und stand bereits vor dem Eingang ihres Mehrfamilienhauses in der Goethestraße, als sie Opfer des unbekannten Räubers wurde. Anwohner hörten schließlich, gegen 17:30 Uhr, die Hilferufe der Frau und riefen den Rettungsdienst und die Polizei. Zum Räuber konnte die 82-Jährige erwähnen, dass es ein junger, dunkel gekleideter Bursche gewesen sei, der mit einem Fahrrad unterwegs war. Eine Absuche angrenzender Straßen brachten weder den Räuber, noch einen Teil seiner Beute zum Vorschein.

Die Leipziger Kripo ermittelt nun wegen Raubes und bittet Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, sich in der Dimitroffstraße 1 oder unter der Telefonnummer: (0341) 966 4 6666 zu melden.

Ein unliebsamer „Kunde“ …

… suchte in der Nacht auf Samstag das Restaurant eines 46-Jährigen in Torgau heim. Durch das straßenseitige Fenster, welches er zuvor aufhebelte, stieg er in den Gastraum der Lokalität ein und durchwühlte das Büro. Er öffnete sämtliches Mobiliar, nahm schließlich aus zwei Geldkassetten jeweils einen mittleren zweistelligen Geldbetrag und verschwand.

Die Polizei ermittelt wegen Diebstahl im besonders schweren Fall und bittet Zeugen, die Wahrnehmungen in diesem Zusammenhang machen konnten, sich beim Polizeirevier Torgau, Husarenpark 21, 04860 Torgau, Tel. (03421) 756-100 zu melden.

Schockkontakt – Haftbefehl?! – Rentner bestohlen

Als ein 84-jähriger Rentner bereits am vergangenen Freitagnachmittag vom Einkaufen nach Hause kam, traf er im Hausflur zwei ihm unbekannte Männer an. Beide schienen nach etwas zu suchen und überprüften sämtliche Klingelschilder. Da sie ihm kurios erschienen, sprach der 84-Jährige sie direkt an und fragte nach ihrem Begehr. Unumwunden kamen die Fremden auf den Punkt und äußerten, dass sie nach einer bestimmten Person suchten. Ob es nun am Zufall lag oder die Männer wussten, wen sie vor sich hatten, bleibt derzeit im Dunkeln, jedenfalls stand der von ihnen Gesuchte nun direkt vor ihnen. Als der Rentner sich zu erkennen gegeben hatte, eröffneten ihm die Fremden auch direkt, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorliegen würde.

Wissen Sie, warum wir da sind?

Auf die Frage, ob er wisse warum, kam dem 84-Jährigen nur eine bisher noch nicht beglichene Rechnung in den Sinn, die er auch ohne schlechtes Gewissen ansprach. Im weiteren Verlauf des Gespräches bat er die Fremden in seine Wohnung – dort ließe sich in Ruhe miteinander reden. Unbewusst ging der ältere Herr davon aus, hier zwei zivile Polizisten vor sich zu haben – auch wenn die beiden Betrüger dies nicht aussprachen. Am Esstisch des 84-Jährigen wurde er aufgefordert, sofort den doppelten Betrag der ursprünglichen Rechnung zu zahlen, ansonsten würde man ihn umgehend mitnehmen. Als nächstes wurde dem Rentner ein Telefonat mit einem fiktiven Vorgesetzten, mit dem man sich absprechen müsse, vorgespielt, woraufhin die Täter die Rechnung verlangten.

Die Täter aus den Augen gelassen

Für wenige Minuten kehrte der 84-Jährige den Fremden den Rücken zu, um die Unterlagen zu suchen. Diese Zeit machten sich die Betrüger zu Nutze und suchten nach Bargeld – in einer Schrankwand wurden sie fündig und bemächtigten sich eines mittleren dreistelligen Betrages. Als die Ehefrau des Rentners nach Hause kam, wurden die Täter plötzlich unruhig. Sie sagten, dass sich der Mann die Hände waschen solle, in der Zwischenzeit würden sie nach unten gehen und die notwendigen Gerätschaften holen, die zur Abnahme seiner Fingerabdrücke notwendig seien. Nachdem die Männer verschwunden waren, bemerkte die Ehefrau das Fehlen des Geldes. Zurück kamen die Männer natürlich nicht. Umgehend informierte das Ehepaar die Polizei und es bestätigte sich der Verdacht: Die beiden Männer waren keine echten Beamten sondern Betrüger!

Zur Beschreibung der Männer konnte der 84-Jährige nur sagen, dass der „Sprecher“ der beiden akzentfrei Deutsch gesprochen hatte. Beide waren vermutlich zwischen 27 und 30 Jahre alt, hatten eine schlanke Statur und waren 1,80 m und 1,90 m groß. Während der Kleinere dunkelblondes, kurzes Haar hatte, soll der Zweite nach hinten gegeltes, kurzes, dunkelbraunes Haar besessen haben.

Hinweise der Polizei

Mit Blick auf diesen Fall möchte die Polizei einige Hinweise in Bezug auf zivile Polizeibeamte geben. Auch zivile Polizisten haben IMMER einen Dienstausweis dabei. Lassen Sie sich diesen auf jeden Fall zeigen. Die Frage nach dem Dienstausweis ist kein Vertrauensbruch gegenüber der Polizei, sondern dient Ihrer Sicherheit. Dadurch strahlen Sie Selbstbewusstsein aus und zeigen den Betrügern: „Ich bin nicht so leicht hinters Licht zu führen.“ Wenn die Polizei bei Ihnen erscheint und einen Haftbefehl vollstrecken will, hat sie den Haftbefehl schriftlich dabei. Lassen Sie sich diesen zeigen! Überprüfen Sie das Dienstsiegel, die Unterschriften und den Grund für den Haftbefehl. Erscheint Ihnen irgendetwas daran dubios oder merkwürdig, rufen sie die echte Polizei über die 110 an. Und noch wichtiger: Lassen Sie fremde Menschen nie allein in einem Zimmer! Diebe und Betrüger suchen blitzschnell nach Bargeld oder Schmuck und Sie bemerken mitunter erst Stunden oder Tage später, dass Sie bestohlen worden sind. Zu guter Letzt möchten wir Ihnen noch Folgendes mit auf den Weg geben: Schämen Sie sich nicht, wenn Sie Opfer eines solchen Betruges geworden sind – sei es nun der „Enkeltrick“, ein anderer betrügerischer Anruf oder der Fremde, den Sie in ihre Wohnung gelassen haben; haben Sie keine Scheu, damit zur Polizei zu gehen! Niemand wird deshalb etwas Schlechtes über Sie denken.

Wenn Geschäftsglück ins Wasser fällt

Heute sollte ein weiterer Dönerimbiss in Volkmarsdorf eröffnen. Lange hatten die Besitzer (w: 35, m: 40) darauf hingearbeitet. Samstagabend gab nun der 40-Jährige den Kundenräumen ihren letzten Schliff und verschloss gegen 23:30 Uhr zufrieden die Tür. Doch am nächsten Vormittag erhielt er von einem Nachbarn die niederschmetternde Nachricht, dass sein Geschäft von Langfingern heimgesucht worden war. Sie hatten ein Bild der Verwüstung zurückgelassen. Die Haupteingangstür hing nicht mehr in den Angeln, sondern stand von innen angelehnt am Rahmen. Vor dem Geschäft lagen auf dem Gehweg der Plastikdeckel der neuen Kaffeemaschine, Kaffeebohnen und -pulver, ein Stück weiter entfernt fanden sich noch der Wasserschlauch der Kaffeemaschine und ein Servierwagen an. Durch das Toilettenfenster waren die Langfinger eingedrungen, durch die Haupteingangstür schließlich samt ihrer Beute geflüchtet.

Jedenfalls bot sich im Bistro dem 40-Jährigen folgendes Bild:

Kaffeemaschine samt dazugehöriger Kaffeemühle im Wert von ca. 2000 Euro waren nicht mehr da. Auch ein Dönermesser im Wert von ca. 30 Euro verschwand. Leere Tassen und ein Handtuch, die zuvor auf der Kaffeemaschine standen, fanden ihren Weg unbeschadet auf den Fußboden, Tabletts und Töpfe vom Servierwagen in einen Karton.

Sofort rief der 40-Jährige die Polizei, die die Ermittlungen wegen Diebstahl im besonders schweren Fall aufgenommen hat.

Schwerer Raub

 

Gleich zwei Männer wurden in der Nacht zum Sonntag Zeugen (m: 28, 23) eines sehr gewaltsamen Raubes – zum einen ein Anwohner der Könneritzstraße, zum anderen ein Passant, der den Tätern auf der Könneritzstraße stadteinwärts begegnet war. Doch was geschah in den frühen Stunden des Sonntages?

Zwei Männer hatten es auf den Rucksack eines etwas angeheiterten 40-Jährigen abgesehen. Sie überfielen den Mann vor einem Mehrfamilienhaus in der Könneritzstraße und traten viele Male auf ihn ein, so dass dieser vor Schmerzen schrie. Damit weckte der Gepeinigte die Aufmerksamkeit eines Anwohners, der unverzüglich von den Tätern verlangte, das „Scharmützel“ zu unterlassen. Ungerührt trat einer der beiden noch mehrmals heftig mit der Schuhspitze in den Oberkörper des am Boden liegenden und floh anschließend mit seinem Komplizen und dem Rucksack des 40-Jährigen. Auf der Flucht begegneten nunmehr die Räuber dem zweiten Zeugen. Dieser sah die beiden zügigen Schrittes die Könneritzstraße stadtauswärts laufen. Währenddessen „kramten“ sie in einem Rucksack, gerade so, als durchsuchten sie ihn. Als sich der Zeuge näher umblickte, sah er in nicht allzu weiter Ferne einen Mann am Boden liegen. Sofort eilte er hin.

Zwischenzeitlich hatte sich der Anwohner angezogen und war zu dem Mann gehastet, der nicht ansprechbar am Boden lag. Daraufhin riefen er und der hinzu gekommene Zeuge Rettungswagen und Polizei.

Den Gesetzeshütern gegenüber beschrieben sie die Räuber folgendermaßen:

  1. Täter: arabischer Typ, auffallend schlank, Mitte zwanzig, Dreitagebart, ca. 175 cm groß, rundes Gesicht, weißes Basecap, dunkle Oberbekleidung, dunkelblaue Jeans, Nike Turnschuhe
  2. Täter: arabischer Typ, schlanke Gestalt, 180 – 185 cm groß, schwarze, kurze, nach hinten gegelte Haare, schmales, spitzes Gesicht, Dreitagebart, dunkle Oberbekleidung, dunkle Hose, Turnschuhe

Im Krankenwagen wurde der 40-Jährige behandelt, später jedoch zu weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gefahren.

Von Lkw erfasst

Beim Linksabbiegen von der Sattlerstraße auf die Poststraße beachtete gestern Abend der Fahrer (38) eines Sattelzuges den herannahenden Skoda Fabia nicht, dessen Fahrer (59) die Poststraße in Richtung Radefelder Allee fuhr. Der Sattelzug samt Anhänger erfasste den Skoda so heftig, dass der 59-Jährige mit schweren Verletzungen in einer nahegelegenen Klinik transportiert und dort stationär aufgenommen werden musste.

Ein Unfall, drei Fahrzeuge, drei Verletzte

Am Sonntagmittag befuhr die Fahrerin eines blauen VW Passat (27) die Tarostraße. An der Kreuzung zur Semmelweißstraße wollte die 27-Jährige diese nach links befahren. Dabei beachtete sie allerdings zwei vorfahrtsberechtigte, von rechts kommende Fahrzeuge nicht. Direkt auf der Kreuzung stieß die 27-Jährige sowohl mit einem grauen VW Passat als auch einem grauen Ford s-max zusammen, um dann noch frontal gegen einen Ampel-Lichtmast zu fahren. Die Fahrerin (52) und ein Insasse (55) des Ford wurden durch die Kollision leicht verletzt wie auch die 27-Jährige. Die Fahrerin (28) des grauen VW blieb jedoch unverletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 17.000 Euro geschätzt.

PolizeiMelderZeugenaufrufe
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> Zeugen gesucht
14. Lange Leipziger Kriminacht am 11. März Uhr im Blauen Salon
Homann beglückwünscht Wurzener Verein zur „Jubiläums-Auszeichnung“ beim Obermayer Award
Polizeibericht 27. Januar: Einbrüche in Arztpraxen, Tragischer Verkehrsunfall, Diebe erwischt
Klare Kante gegen die AfD
Kurzmeldungen: Besucherrekord im Botanischen Garten und Investition in die Lehre
Die Freiwilligen-Agentur Leipzig ebnet Vereinen den Weg ins Online-Zeitalter
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

MDR-Wahlarena „Fakt ist …!“: Eine LVZ-Kooperation und zwei unwichtige Kandidatinnen
Ort der Sendung „Fakt ist ...!“ am 27. Jnaur 2020, der LVZ-Sitz am Peterssteinweg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 6. Januar 2020 veranstaltete die LVZ bekanntlich ein OBM-Wahlpodium, welches im Nachgang nicht nur freundlich aufgenommen wurde. Einerseits geriet der Fokus auf die Silvesterkrawalle in die Kritik, doch auch die Auswahl der Kandidat/-innen ließ wenigstens zwei Bewerberinnen vermissen und die LVZ+-Strategie verbannte das ganze hinter die Paywall. Wie man eine Wahlkampf-Debatte ausgewogen und fair hinbekommt, zeigte kurz darauf die IHK zu Leipzig mit allen Kandidat/-innen an Bord. Nun, fünf Tage vor der ersten Wahlrunde am 1. Februar, möchte es auch der MDR am heutigen 27. Januar versuchen. Die Vorzeichen scheinen allerdings kurios.
Der Tag: Die Ruhe nach dem Sturm
Während der Demo wurde unter anderem eine Haltestelle beschädigt. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserNie wieder: Das Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor genau 75 Jahren dominiert heute die Nachrichten. Aus diesem Anlass gab es in Leipzig und Dresden mehrere Veranstaltungen. Außerdem gibt es Stellungnahmen zu den Ausschreitungen während der Indymedia-Demonstration am Samstag. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 27. Januar 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
14. Lange Leipziger Kriminacht am 11. März Uhr im Blauen Salon
Lange Leipziger Kriminacht PR

Lange Leipziger Kriminacht PR

Die Lange Leipziger Kriminacht hat sich als Buchmesseeinstieg am Mittwochabend seit vielen Jahren erfolgreich etabliert. Der Blaue Salon des Central Kabaretts im Herzen der Messestadt bietet dafür einen besonders exklusiven Veranstaltungsort. Zu hören und sehen ist die Crème de la Crème der deutschsprachigen Krimiautoren – neun Autoren, neun spannende Krimis aus acht Verlagen.
Notenspur und Flügelschlag laden ein zum Erinnerungsweg in die Nacht für Auschwitz-Entronnene am 13. April 2020
Schneeblumengedenkweg 2015. Foto: A. C. Winkler.

Foto: A. C. Winkler.

Für alle LeserAuch in diesem Jahr wird es ihn wieder geben: den Schneeblumen-Gedenkweg am 13. April. So wie 2015, als er zum ersten Mal an eines der beklemmenden Ereignisse zum Ende der NS-Zeit erinnerte. In Auschwitz endete das Lager-Grauen mit der Ankunft der Roten Armee am 27. Januar 1945. In Leipzig wurden die nationalsozialistischen Arbeitslager erst im April vor den heranrückenden alliierten Truppen geräumt.
AKIBA PASS Festival am 1. Februar zu Gast im Cineplex Leipzig
Foto: Cineplex

Foto: Cineplex

Cineplex Leipzig freut sich am Samstag, den 1.2.2020, zum zweiten Mal Gastgeber für das deutschlandweite Anime-Event Akiba Pass Festival zu sein. Jeweils sechs Animes laufen in zwei Sälen hintereinander, als Deutschlandpremieren in ihrer japanischen Originalversion, deutsch untertitelt.
Die schnelle Befriedigungs-Maschinerie und die Einsamkeit eines entzauberten Lebens
Auszug Buchcover. Foto: Blessing-Verlag

Foto: Blessing-Verlag

Für alle LeserEs gibt solche Sätze, die haken sich fest. Da stolpert man schon beim Lesen, macht im Kopf ein Häkchen dahinter – und am nächsten Tag sucht man sich dumm und dusselig, weil man vergessen hat, wo man sie gelesen hat. Man kann sich ja nicht überall ein buntes Fähnchen hinkleben. Schon gar nicht im Internet. War das nun ein verflixter Satz, den Sibylle Berg geschrieben hat oder etwas Hingehauenes von Sascha Lobo? Nein. Es war in diesem Fall ein Satz von Jens-Uwe Jopp. Und wer die neue „Leipziger Zeitung“ hat, kann ihn nachlesen.
Die neue Leipziger Zeitung ist da: Fokus auf die OBM-Wahl
Leipziger Zeitung vom 24. Januar 2020. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWenn man gut eine Woche vor einer wichtigen Wahl eine monatlich erscheinende Zeitung herausbringt, ist klar, wo der Schwerpunkt liegt: Die am 24. Januar erschienene LEIPZIGER ZEITUNG widmet sich auf rund einem Viertel der Seiten der OBM-Wahl am 2. Februar. Außerdem haben wir mit Irena Rudolph-Kokot über Silvester in Connewitz und die anschließenden Diskussionen gesprochen. Weitere spannende Interviews gibt's unter anderem in Bildung und Sport.
Auch Sachsens Wirtschaft hat schon über 8.000 Menschen aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern in Arbeit gebracht
Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEr liefert die Statistiken, die die Bundesagentur für Arbeit nicht ausspuckt, obwohl sie alle Daten dazu hat: Paul M. Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ). Meist schnappt er sich die Datenbanken der BA, wenn wieder mal medial eine Debatte völlig entgleist und platte Kommentare nur lauter Vorurteile schüren, egal, ob gegen Arbeitslose oder Ausländer. Oder Flüchtlinge wie in diesem Fall. Denn die Großsprecher der diversen Lobbyverbände behaupten ja nur zu gern, die Geflüchteten aus den Bürgerkriegsländern ließen sich nur schwer in Arbeit bringen.
Verwaltung will erst mal prüfen, ob sich eine Fußgängerzone in der Katharinenstraße ins Andienungskonzept Innenstadt einfügt
Auch die Katharinenstraße wird bis heute von Autos dominiert. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserImmer öfter tauchen Stellungnahmen aus der Verwaltung zu Stadtratsanträgen im Ratsinformationssystem auf, über die das jeweilige Dezernat auch hätte schreiben können: „Wir bitten um Schonung! Das geht uns zu schnell!“ So auch jetzt zu einem Antrag der Grünen, die sich sehr gut vorstellen können, dass die komplette Katharinenstraße noch in diesem Jahr zur Fußgängerzone wird. Aber sind wir denn nicht noch im Jahr 2008? Irgendwie ja.
Drei OBM-Kandidat/-innen mit Bekenntnis zum Klimaschutz und der Frage, wie der Umbau bezahlt werden soll
Frankziska Riekewald, Katharina Krefft, Burkhard Jung, Bettina van Suntum. Foto: Parents For Future

Foto: Parents For Future

Für alle LeserDer Klimaschutz wird von unten kommen, von dort, wo die Bürger tatsächlich noch ein bisschen Einfluss auf die Politik haben und Kommunalparlamente Beschlüsse fassen können, die wenigstens im lokalen Rahmen den Ausstieg aus umweltzerstörenen Technologien möglich machen. So auch in Leipzig. Und zumindest unter den OBM-Kandidat/-innen von SPD, Linken und Grünen herrscht mittlerweile Konsens, wie auch beim Wahlforum von "Parents For Future" in der Alten Handelsörse zu hören war.
Die Woche: Die Wahlsieger stehen fest
Weltmeisterin Andrea Herzog ist Leipzigs Sportlerin des Jahres. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserWer sind die Leipziger Sportler des Jahres? Wie startete die BSG Chemie ins neue Jahr? Gewannen die Leipziger Volleyballer, Handball, Basketballer - und wie kam der sensationelle Sieg der Wasserballer zustande? Der L-IZ-Wochenrückblick verrät es.
Sehr geehrte Politiker: Kohle ist ein Energieträger ohne Zukunft
Der Tagebau Peres im MIBRAG-Braunkohlerevier. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserNicht nur ein Teil der Mitglieder der Kohlekommission fühlten sich betrogen, als die Bundesregierung den Fahrplan zum Abschalten der Kohlekraftwerke bekannt gab. Vor allem die Umweltschützer und wissenschaftlichen Experten fassten sich an den Kopf, als das Szenario veröffentlicht wurde, das selbst die mühsam ausgehandelten Kompromisse der Kohlekommission aushebelte. Auch „Fridays For Future“ meldete sich zu Wort – mit einem deutlichen Brief an die Verantwortlichen. Den wollen wir unseren Lesern natürlich nicht vorenthalten.
Freie Bahn für die Feuerwehr und für die Sehbehinderten ein temporärer Blindenleitstreifen in der Grimmaischen?
Blindenleitstreifen in der Grimmaischen Straße. Archivfoto: Ralf Julke

Archivfoto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit Jahren ist es ein Ärgernis. Immer wieder zum Weihnachtsmarkt werden gerade in der Grimmaischen Straße die Blindenleitstreifen zugebaut. Diesmal kam noch eine weitere Verengung des Straßenraums mit einem „Magischen Wald“ hinzu. Die Linksfraktion schrieb gleich mal einen Brief an den Oberbürgermeister. Denn die gar nicht so wenigen Leipzigerinnen und Leipziger, die mit diesem Verbau quasi ins Abseits gedrängt werden, wenden sich logischerweise mit ihren Sorgen an die Fraktionen.
Warum gibt es Milliarden für Kohlemeiler, die sowieso planmäßig vom Netz gehen sollten?
Kraftwerk Boxberg in der Lausitz. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserUnter dem Titel " 195 Seiten Zündstoff" berichtete der "Spiegel" am Freitag, 24. Januar, über die erstaunlichen Zugeständnisse der Bundesregierung an den in der Lausitz tätigen Kohlekonzern LEAG, dem unter anderem zugestanden wurde, mehrere Kraftwerksblöcke im Kohlekraftwerk Boxberg bis 2038 laufen lassen zu könen und dafür auch noch honorig entschädigt zu werden. Diese Entschädigung hat es in sich. Denn sie wird ja nicht für ein vorzeitiges Abschalten gezahlt.
Desorganisiert euch!
Viel kriegt man bei Scrabble nicht dafür. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserHeute gibt's ein paar lustige Zahlen und Fakten, heute schlage ich eine Schneise durchs Dickicht der Ökonomie und des gewerkschaftlichen (Des-)Organisiertseins. So denn, auf in den Wald! Auf nach Island!