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Polizeibericht, 8. Dezember: Rentnerinnen überfallen, Unfallfahrzeug gesucht, Warnung vor unseriösen Kaffeefahrten

In Paunsdorf und in Brandis wurden einer 66- und 71-Jährigen die Handtaschen von Radfahrern entrissen – Zeugen gesucht +++ Auf der B 6 von Machern in Richtung Leipzig kam es bei einem Überholvorgang zu einem Unfall. Der Fahrer oder die Fahrerin des entgegenkommenden dunklen Wagens wird nun als Zeuge und Geschädigter von der Polizei gesucht +++ Die Polizei erhielt glaubwürdige Informationen dazu, dass in der kommenden Woche im Bereich Leipzig (Landkreis Leipzig, Nordsachsen und auch Stadt Leipzig) unseriöse Kaffeefahrten angeboten werden und warnt.

Rentnerinnen überfallen

Fall 1

Eine 66-jährige Rentnerin lief gestern, 09:25 Uhr, auf der Heiterblickallee in Richtung Südblick auf dem Gehweg. Plötzlich kam neben ihr ein unbekannter männlicher Radfahrer an und entriss der Frau die Handtasche aus der Hand. Die 66-Jährige rief noch laut hinterher, dass er die Handtasche wieder hergeben sollte, doch der unbekannte männliche Radfahrer fuhr in Richtung Südblick davon. Verletzt wurde die Rentnerin nicht. In der Handtasche befanden sich persönliche Gegenstände sowie in einer Geldbörse ein zweistelliger Bargeldbetrag. Zur Personenbeschreibung konnte auch diese Geschädigte lediglich angeben, dass der unbekannte männliche Täter schwarz gekleidet war und ein Herrenfahrrad bei sich hatte.

Die Kriminalpolizei sucht Zeugen, die Hinweise zu den beiden genannten Sachverhalten geben können. Diese werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Fall 2

Die 71-jährige Rentnerin befand sich Mittwochmorgen, 08:00 Uhr, in Brandis zu Fuß auf dem Weg, um eine Tageszeitung zu kaufen. In Höhe eines Geschäftes in der Hauptstraße (Landschreiber) näherte sich ein Radfahrer von hinten, um der Geschädigten die Handtasche zu entreißen. Dabei fiel die 71-Jährige zu Boden und verletzte sich schwer. Der unbekannte Täter konnte unerkannt und ohne Beute flüchten. Nach Eintreffen einer Zeugin, welche bei dem mobilen Pflegedienst tätig ist, wurde das Opfer zum Hausarzt gebracht, wo umgehend die stationäre Aufnahme in ein Krankenhaus vollzogen wurde. Eine Personenbeschreibung konnte die Geschädigte nicht abgeben.

Zeugen, insbesondere die Helferin des mobilen Pflegedienstes, die Hinweise zum Sachverhalt oder den unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Grimma, Köhlerstraße 3 in 04668 Grimma, Tel. (03437) 708925 – 100 zu melden.

Zeugenaufruf: entgegenkommendes Fahrzeug gesucht

Donnerstagvormittag, 10:55 Uhr, befuhr der Fahrer eines Mercedes die B 6 von Machern in Richtung Leipzig, als er sich dazu entschied, zwei vor ihm fahrende Lkw zu überholen. Als er sich auf Höhe des zweiten, vorderen, orangenen Lkw befand, kam ihm ein dunkler Pkw entgegen. Der Mercedes-Fahrer hatte die Verkehrssituation falsch eingeschätzt und musste nun handeln. Um nicht frontal mit dem entgegenkommenden Fahrzeug zusammenzustoßen, lenkte er nach rechts – gegen den Lkw. Die Fahrzeuge kollidierten miteinander und es entstand ein Sachschaden. Zum Glück wurde dabei niemand verletzt!

Darüber hinaus zog sich der Mercedes jedoch auch am linken Außenspiegel eine Beschädigung zu, die nur davon herrühren kann, dass er auch mit dem entgegenkommenden Fahrzeug in Berührung gekommen war. Ungünstigerweise hielt der Pkw, der von den Unfallbeteiligten nur als „dunkel“ beschrieben wurde, nach der Situation nicht an.

Aus diesem Grund wird der Fahrer oder die Fahrerin des dunklen Wagens als Zeuge und Geschädigter von der Polizei gesucht. Er oder sie wird dringend gebeten, sich beim Polizeirevier Grimma, Köhlerstraße 3 in 04668 Grimma, Tel. (03437) 708925 – 100 zu melden.

Warnung vor unseriösen Kaffeefahrten im Raum Leipzig

Die Polizei erhielt glaubwürdige Informationen dazu, dass in der kommenden Woche im Bereich Leipzig (Landkreis Leipzig, Nordsachsen und auch Stadt Leipzig) unseriöse Kaffeefahrten angeboten werden!

Hierbei erhalten ahnungslose Bürger eine persönliche Einladung, die mit einer kostenlosen Busfahrt und einem aussichtsreichen Geschenk beworben wird. Aufhänger für die Briefe ist in den meisten Fällen die erfolgreiche Teilnahme an einem Kreuzworträtsel-Gewinnspiel. Doch wenn die meisten der Adressaten genauer darüber nachdenken würden, würde ihnen aufgehen, dass sie an einem solchen Gewinnspiel nie teilgenommen haben! Was geschieht hier also? Mit schillernden Versprechen und Gratis-Geschenken sollen – vor allem ältere Menschen – die „glücklichen Gewinner“ auf eine Kaffeefahrt gelockt werden, auf der es letzten Endes, außer einem Taschentuch und einem Sack Äpfel, nichts zu gewinnen gibt. Wenn überhaupt …

Grundsätzlich ist die Teilnahme an solchen Fahrten ein Risiko für den eigenen Geldbeutel. Strafrechtlich kommt man den Veranstaltern nur ganz schwer nach. Mit geschickten Verkaufspraktiken, bisweilen unlauterer Werbung zu Produkten, deren Eigenschaften einem vollkommene Genesung oder die Fähigkeiten zum Superkoch vorgaukeln, wird man nicht selten überrumpelt. Letzten Endes entscheidet man sich für den Kauf von überteuerter Ware – teilweise mit monatelanger Finanzierung – die man in den meisten Fällen gar nicht braucht. Mitunter hebelt der Veranstalter mit diesen Kaffeefahrten Verbraucherschutzregeln aus, da diese beispielsweise den Widerruf des Kaufes oder für eine zivilrechtliche Durchsetzung zum Gewinnversprechen nicht erreichbar sind. Hierfür sprechen die regelmäßig fehlenden Angaben zum Veranstalter!

Deshalb folgt hier eine klare Empfehlung der Polizei:

Wer bei einer Kaffeefahrt mitmacht und die Nerven zum Aussitzen der Verkaufsbemühungen besitzt, soll dies gerne tun. Aber Vorsicht! Tatsächliche Schnäppchen in Preis und Qualität bei unbekannten Produkten oder Leistungen ergeben oft ein böses Erwachen, wenn man später (!) einen Vergleich anstellt.

Lassen Sie sich nicht blenden! Eine gepflegte Erscheinung und ein scheinbar zuvorkommendes Auftreten sind kein Indiz für Seriosität. Werbesprecher auf Kaffeefahrten sind Betrüger in Nadelstreifen.

Haben Sie am Veranstaltungsort den Eindruck, dass Sie Opfer einer Straftat werden sollen oder die Gewinnzusagen werden nicht eingehalten – rufen Sie augenblicklich die 110! Die Polizei kann zumindest die Veranstalter feststellen und den Straftatsverdacht prüfen. Ohne die Daten zum Veranstalter gehen zivilrechtliche Ansprüche zumeist ins Leere!

Akribische Arbeit der Kriminalpolizei

Wie erst jetzt bekannt wurde, gelang dem Einbruchskommissariat der Kriminalpolizei der PD Leipzig ein Schlag gegen eine tunesische Tätergruppe und einem deutschen Einzeltäter, die vorwiegend in Einfamilienhäuser einbrachen. Dabei drangen die Täter durch Aufhebeln der Eingangstüren oder Einschlagen von Fenstern oder Terrassentüren in Leipzig und Umgebung in die Einfamilienhäuser ein und entwendeten Schmuck, Bargeld und technische Geräte.

Nach langen und intensiven Ermittlungen konnten Hinweise zu einem tunesischen Täter erlangt werden, welcher bereits Anfang 2017 im Fokus der Ermittlungen stand und dessen Gruppe bereits zerschlagen wurde. Nunmehr konnte wiederum eine fünfköpfige Bande ermittelt werden. Ende Oktober konnten nach intensiven Fahndungsmaßnahmen ein Haupttäter und zwei Mittäter gestellt werden. Dabei wurde auch Diebesgut aufgefunden. Gegen den Haupttäter wurde Haftbefehl erlassen. Die beiden anderen Tatverdächtigen gelangten wieder auf freien Fuß.

Durch weitere Ermittlungen konnten bis Mitte November diese beiden und ein 3. Tatverdächtiger inhaftiert werden. Der tunesischen Tätergruppe (55, 44, 21, 20) werden bis zu 70 Einbrüche in Einfamilienhäusern zugeordnet. Die Ermittlungen zum beweiskräftigen Nachweis einzelner Taten laufen. Bisher können der Gruppe 15 Einbrüche, Widerstand und Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz nachgewiesen werden.

Gleichzeit konnte auf Grund von Ermittlungen und einem Scheinkauf zu einem Einbruch in ein Geschäft vom 31.10.2017, wo u. a. 20 Motorradhelme im Wert vom 12.000 Euro entwendet wurden, ein deutscher polizeibekannter 30-jähriger Täter ermittelt, festgenommen und inhaftiert werden. Bei mehreren Durchsuchungen wurde umfangreiches Diebesgut sichergestellt. Bisher konnten ca. 25 Einbrüche in Einfamilienhäusern, Firmen und Geschäfte nachgewiesen werden. Auch hier dauern die Ermittlungen an.

Dass die Kriminalisten die „Richtigen“ ermittelt hatten, spürten die Beamten des Einbruchskommissariat nach den Verhaftungen, da die Einbrüche einige Tage stark nachgelassen hatten. Gegenwärtig zeigt die Kurve wieder leicht nach oben. Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen.

Feuer weckte Familie aus dem Schlaf

Ein ausgebrochener Wohnungsbrand rief heute Nacht die Feuerwehr auf den Plan. Ein Hinweisgeber hatte über Notruf mitgeteilt, dass auf dem Balkon einer Erdgeschosswohnung in der Prager Straße ein Polsterstuhl und ein kleines Sofa in Brand geraten waren. Der Mieter (30), seine Lebenspartnerin und deren Töchterchen (3) ruhten zu der Zeit im angrenzenden Zimmer.

Sie erwachten aufgrund des ungewöhnlichen Geräuschs von zerberstenden Scheiben. Die durch das Feuer entstandene Hitze hatte die Schlafzimmerscheibe zerbrechen lassen. Sofort bemerkten sie das Feuer und brachten sich in Sicherheit. Gleichzeitig riefen sie die Feuerwehr über die Rettungsleitstelle, die den Flammen so schnell zu Leibe rückte, dass diese nicht auf weitere Räume übergreifen konnten. Als das Feuer gelöscht war, bot sich den Einsatzkräften folgendes Bild: Die Fassade im Bereich des Balkons war verunreinigt, der Balkon darüber ebenso in Mitleidenschaft gezogen. Die Ermittlungen zur Ursache des Brandausbruchs laufen. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch unbekannt.

Unfall mit Radfahrerin und Kleinkind

Ein 55-jähriger Fahrer eines VW Caddy wollte gestern Morgen mit dem Fahrzeug an der Kreuzung Prinz-Eugen-Straße auf die Bornaische Straße in Richtung Markkleeberg auffahren und übersah die von links kommende 35-jährige Radfahrerin mit ihrer zweijährigen Tochter, die ordnungsgemäß angeschnallt in einem Kindersitz saß. Es kam zur Kollision, aufgrund dessen die Radfahrerin mit dem Kind zu Fall kam. Mutter und Tochter wurden von den Rettungskräften zunächst ambulant behandelt, dann anschließend in ein Krankenhaus gebracht.

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