Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Polizeibericht, 29. März: Radfahrerin tödlich verletzt, Diebstahl der besonderen Art, Blinde Zerstörungswut

Gestern Mittag kam es zu einem schweren Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich der Prager Straße in Höhe der Kommandant-Pendel-Allee bei der eine Radfahrerin tödlich verletzt wurde +++ In Geithain geschah ein Diebstahl der besonderen Art +++ In Podelwitz wurde eine 80-Jährige bewusstlos, mit einer Kopfplatzwunde und auf der Fahrbahn liegend, aufgefunden – In allen Fällen werden Zeugen gesucht +++ Heute Nacht ließen Jugendliche im Leipziger Zentrum ihrer Zerstörungswut freien Lauf.

Radfahrerin tödlich verletzt

Ort: Leipzig (Probstheida), Prager Straße/Kommandant-Prendel-Allee, Zeit: 28.03.2018, 12:55 Uhr

Gestern Mittag kam es zu einem schweren Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich der Prager Straße in Höhe der Kommandant-Pendel-Allee: In den Mittagsstunden befuhr eine 31-jährige Radfahrerin die Prager Straße in stadteinwärtige Richtung, neben ihr fuhr fast in gleicher Höhe ein Lkw. Als der Lkw-Fahrer (58) sich dazu entschloss, nach rechts in die Kommandant-Prendel-Allee abzubiegen, übersah er die Radfahrerin, erfasste und überrollte sie in der Folge. Dabei wurde die 31-Jährige schwerst verletzt, am Unfallort durch die Rettungskräfte sofort reanimiert und in ein Krankenhaus verbracht. Dort erlag sie kurze Zeit später ihren schweren Verletzungen.

Es werden insbesondere Zeugen gesucht, die Hinweise zur Ampelschaltung im genannten Zeitraum und zum Verhalten der Unfallbeteiligten geben können. Zeugen wenden sich bitte an die VPI Leipzig, Schongauer Straße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 – 2851 (tagsüber) oder 255-2910.

Diebstahl der besonderen Art

Ort: Geithain; Bahnhofstraße 14, Keller des Mehrfamilienhauses, Zeit: 25.03.2018, 01:00 Uhr-11:30 Uhr

Aus dem Keller eines Mehrfamilienhauses ließ ein Langfinger eine Transportkiste mit 32 Dosen eines Mixery-Getränkes 0,5 Liter mitgehen. Zudem stahl der Dieb auch einen dort im Waschraum abgestellten Rucksack, welcher sich im benachbarten Mehrfamilienhaus später aber wieder anfand. Den Inhalt des Rucksackes hatte er zuvor geleert. So ist davon auszugehen, dass sich die erbeutete Flüssigkeit nicht sonderlich gut wegschaffen ließ und der Dieb nun nach geeigneteren Transportmöglichkeiten suchte. Dabei kam ihm wahrscheinlich auch in den Sinn, dass eine Mülltonne dazu überaus tauglich wäre. So räumte er die Blechdosen zwei Häuser weiter in eine Mülltonne, die er zuvor auf dem Grundstück der Bahnhofstraße 12 auch entleert hatte. Jedenfalls verschwand die Mülltonne mit einem Fassungsvermögen von 80 Litern genauso, wie die Mixery-Getränke und der Dieb selbst. Nun müsste irgendwo diese Restmülltonne zu viel sein.

Daher sucht die Polizei dringend Zeugen! Wer konnte den Diebstahl beobachten? Wer kann Angaben zum Langfinger bzw. zum Verbleib der Mülltonne machen. Hinweise nimmt das Polizeirevier Borna in der Grimmaischen Straße 1a oder unter der Telefonnummer: (03433) 244-0 entgegen.

Bewusstlos aufgefunden

Ort: Colditz (Podelwitz), Zeit: 24.03.2018, 18:08 Uhr

Am letzten Wochenende ging über den Notruf der Polizei die Mitteilung ein, dass eine Frau auf der Ortsverbindungsstraße von Brösen nach Podelwitz bewusstlos, mit einer Kopfplatzwunde und auf der Fahrbahn liegend gefunden wurde. Unweit davon, so der 47-jährige Hinweisgeber, lag ein Fahrrad, was zu der älteren Dame gehören könne, was sich letztlich auch bestätigte. In der weiteren Folge wurde die 80-Jährige aufgrund ihrer schweren Verletzungen in ein umliegendes Krankenhaus verbracht. Unklarheit besteht zum Hergang des geschilderten Sachverhaltes. Möglicherweise geschah der Unfall in Folge eines Sturzes mit oder ohne Fremdeinwirkung. Wenige Tage nach diesem tragischen Ereignis verstarb die 80-Jährige im Krankenhaus.

In diesem Zusammenhang werden insbesondere Zeugen gesucht, die Hinweise zum geschilderten Sachverhalt im genannten Zeitraum und zum Verhalten der Geschädigten geben können. Zeugen werden gebeten, sich an die VPI Leipzig, Schongauer Straße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 – 2851 (tagsüber) oder 255 – 2910.

Blinde Zerstörungswut …

Ort: Leipzig, OT Zentrum-Süd, Riemannstraße, Zeit: 29.03.2018, 00:20 – 01:15 Uhr

… oder mit anderen Worten ausgedrückt: Sie wissen nicht, was sie tun. Der Polizeidirektion Leipzig wurde durch mehrere Hinweisgeber bekannt, dass ca. 7 Personen mehrere (bisher 12 festgestellte) geparkte Fahrzeuge beschädigt haben, indem sie Scheiben, Außenspiegel abgetreten oder abgeschlagen sowie einen Motorroller umgeworfen hatten. Dies hatte sich im Bereich Grassistraße/Simsonstraße abgespielt. Die Gruppe lief dann weiter in Richtung Floßplatz bis zur Riemannstraße. Hier „tobten“ sich die Jugendlichen an einen Einkaufsmarkt aus.

Mittels Steinen warfen sie die Scheiben ein. In der Folge nahmen sie eine unbekannte Anzahl Spirituosen aus den Auslagen. Die Polizei reagierte schnell und zielstrebig. Unter der Führung des Außendienstleiters wurden Polizeikräfte zusammengezogen und eine breite Tatortbereichsfahndung durchgeführt. Diese führte zum Erfolg. Vier tatverdächtige Personen konnten in Tatortnähe festgestellt und vorläufig festgenommen werden. Es handelte sich dabei um einen 15-Jährigen, zwei 16-Jährige und einen 17-Jährigen, alle aus Leipzig. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde Diebesgut aus dem Einkaufsmarkt aufgefunden. Einer der 16-Jährigen hatte eine große Cliptüte mit einer grünen pflanzlichen betäubungsmittelaussehenden Substanz bei sich. Außerdem führte er eine Feinwaage und mehrere leere abgepackte Cliptütchen sowie Bargeld in szenetypischer Stückelung bei sich. Die Kriminalpolizei wurde hinzugezogen und umfangreiche kriminaltechnische Tatortarbeit geleistet. Ein Fährtenhund wurde ebenfalls eingesetzt und erbrachte weitere eindeutige Beweise.

Im Zuge der weiteren umfangreichen Ermittlungen wurde bekannt, dass diese Gruppe ihr Unwesen schon im Clara-Zetkin-Park begonnen hatte. Hier wurden eine Reihe aneinander verankerte Bauzäune umgestoßen. Mit dem Standfuß eines Bauzaunes wurde eine Scheibe des Glashauses eingeworfen. Ein Eiswagen wurde umgestoßen und beschädigt, eine Schaufensterscheibe für Speisekarten zerstört und mehrere Stühle umgeworfen.

Auch hier konnten die Kriminaltechniker umfangreiche Spuren finden und sichern. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Über die Höhe des Gesamtschadens können noch keine Angaben gemacht werden.

Der Ärger der Autofahrer ist aber vorprogrammiert, da sicher einige über die Osterfeiertage verreisen wollten und sich jetzt erst einmal um die Verkehrssicherheit ihrer Fahrzeuge kümmern müssen.

 „ Wie ein kleines bockiges Kind …

Ort: Leipzig, OT Zentrum-Ost, Sachsenseite, Zeit: 28.03.2018, 12:40 Uhr

… benahm sich ein 48-jähriger Reisender am neuen Busterminal am Leipziger Hauptbahnhof. Ein Mitarbeiter des Terminals bemerkte, wie eine männliche Person die 24-jährige Busfahrerin schubste und beleidigte mit den Worten: „Ihr seid alle Nazis und deutsche Mörder“. Der Mitarbeiter kam der Busfahrerin zu Hilfe und wurde gleich ebenfalls mit beleidigenden Worten „begrüßt“. Der 48-Jährige versuchte, sich Zugang zu den Klappen des Flixbusses zu verschaffen. Die Busfahrerin und der Mitarbeiter unterbanden dies. Anschließend warf der Mann seine Gepäckstücke hinter den Bus und setzte sich auf diese. Er wurde mehrmals aufgefordert, den Bereich hinter dem Bus zu verlassen. Dieser Aufforderung kam er nicht nach; im Gegenteil: Er begann wiederum, seine „Hasstiraden“ gegenüber den höflich auftretenden Mitarbeitern kundzutun.

Die Mitarbeiter begannen, seine Gepäckstücke, auf denen er nicht saß, am Eingang des Terminals abzustellen. Daraufhin lief der Mann den Mitarbeitern hinterher und warf die Gepäckstücke unter den Bus und hielt sich an der hinteren Stoßstange fest. Mehrere Fahrgäste des Busses wurden aufmerksam und redeten auf den 48-Jährigen ein. Gemeinsam konnte man ihn von der Stoßstange „befreien“ und die Gepäckstücke wurden unter dem Bus hervorgeholt. Dabei kam es zu einer Rangelei mit der Busfahrerin und diese wurde in den Magen geschlagen. Dabei schimpfte er weiter wie ein Rohrspatz, unter anderem auf Italienisch.

Die Polizei traf ein und wie durch ein Wunder verhielt sich der 48-Jährige nun ganz gesittet. Die Überprüfung vor Ort ergab, dass es sich bei dem 48-Jährigen um einen italienischen Staatsangehörigen handelte, der in Leipzig wohnhaft ist. Bei der Klärung des Sachverhaltes wurde bekannt, dass er ein Ticket für den Bus hatte jedoch nicht für die vier mitgeführten Gepäckstücke. Nach Aussagen der Mitarbeiter hatte man ihn höflich darauf hingewiesen, dass die Gepäckstücke nachgelöst werden können. Nach den erfolgten polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann vor Ort entlassen. Eine Anzeige wegen des Anfangsverdachtes der Körperverletzung wurde gegen den 48-Jährigen erstattet. Eine Anzeige wegen Beleidigung halten sich die Beteiligten noch vor. Der Bus konnte durch diesen Vorfall erst 15 Minuten später als geplant losfahren.

Wieder nächtlicher Besuch

Ort: BAB 9 bei km 109,60 i. R. Berlin, Parkplatz Kapellenberg, Zeit: 27.03.2018, 19:10 Uhr – 28.03.2018, 04:30 Uhr

Halb fünf Morgens teilte der Fahrer (27) eines Sattelzuges über Notruf der Polizei mit, dass von seinem Auflieger die Plane aufgeschlitzt worden war und nun ein Teil der Ladung verschwunden ist. Er hatte am Vorabend seit 19:10 Uhr auf dem Parkplatz geparkt und seine Nachtruhe in der Fahrerkabine verbracht. Als er morgens weiterrollen wollte, stellte er bei einer zuvor durchgeführten Kontrolle den Schlitz in der Plane und die geöffneten Hecktüren am Auflieger fest. Ein Karton mit 8 Flaschen Reiniger war geöffnet, fünf davon fehlten, eine fand sich unterm Lkw an. Noch während die hinzugerufenen Gesetzeshüter die Anzeige aufnahmen, meldete sich der Fahrer eines anderen Sattelzuges. Auch bei ihm hatten Unbekannte die Plane des Sattelaufliegers zerschnitten und einen Karton von der Ladung durch den Schlitz geöffnet. Ob und welche Ladung fehlte, konnte der Fahrer (27) nicht benennen. Diese allerdings bestand aus einer Vielzahl an Paletten mit diversen medizinischen Geräten und Instrumenten. In beiden Fällen hat die Leipziger Kripo die Ermittlungen wegen gewerbsmäßigem Bandendiebstahl aufgenommen.

Unfall mit hohem Sachschaden auf B 6

Ort: Leipzig, B 6/Tauchaer Straße, Zeit: 28.03.2018, 09:45 Uhr

Ein 37-Jähriger befuhr am gestrigen Abend die B 6 von Machern in Richtung Leipzig, dabei versuchte er, die von grün auf gelb schaltende Ampel noch zu überqueren. In diesem Moment bremste jedoch ein vor ihm fahrender Pkw aufgrund des wechselnden Lichtzeichens ab. Dabei vermutlich aufgrund des geringen Abstandes zum Vorausfahrenden hätte es der 37-Jährige nicht mehr rechtzeitig geschafft abzubremsen, so dass er sich entschied, um eine Kollision zu vermeiden, nach rechts in den Seitengraben auszuweichen. Bei diesem Manöver beschädigte der 37-Jährige mit seinem Lkw mit Kranaufbau massiv die Ampelanlage. Dabei wurden Teile der Ampelanlage durch die Luft geschleudert, wodurch wiederum ein verkehrsbedingt wartender grauer Opel Corsa getroffen wurde. Durch das Fahrmanöver konnte ein Personenschaden abgewandt werden, jedoch entstand ein Gesamtsachschaden im fünfstelligen Wertbereich.

PolizeiMelderZeugenaufrufe
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> SPD Jurist/-innen zu verurteiltem Rechtsreferendar Brian E: Keine Anwaltszulassung wegen Opferschutz
Konzertreihe im Schwind-Pavillon 2020 abgesagt
Kulturbetrieb des Budde-Hauses startet am 27. Mai mit Kabarettabend
Premiumklasse des Maschinenbaus am Industriestandorts Leipzig erhalten, dafür kämpfen wir gemeinsam
Polizeibericht 24. Mai: Überfall auf Tankstelle, Brennende Mülltonne, Betrunkener E-Bike Fahrer
30 Jahre SPD Sachsen – 30 Jahre Einsatz für die soziale Demokratie in Sachsen
Bühne der Semperoper Dresden erwacht mit neuem Streaming-Angebot wieder zum Leben
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Kulturbetrieb des Budde-Hauses startet am 27. Mai mit Kabarettabend
Plakatausschnitt TrennDich. Quelle: Budde-Haus

Quelle: Budde-Haus

Am Mittwoch, dem 27. Mai nimmt das Budde-Haus den Kulturbetrieb wieder auf. Zu Gast sind um 20.00 Uhr die Ensemblemitglieder des Kabaetts academixer Carolin Fischer, Ralf Bärwolff und Jörg Leistner am Klavier, mit ihrem Programm „Trenn Dich – Oder: Wenn Du aus der Mode kommst, dann geh ich mit!“
Bitte setzen Sie sich für nächtliche Betriebsbeschränkungen am Flughafen Leipzig/Halle ein!
Flugzeug beim Flug übers Leipziger Stadtgebiet. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNatürlich protestieren Menschen in Deutschland nicht nur, um ihr „Großes Nein“ (Armin Nassehi) in die Welt zu schreien. Manchmal fordern sie auch nur, dass Versprechen und Beschlüsse von den gewählten Politikern auch umgesetzt werden. Denn unsere Demokratie ist nicht nur kleinteilig. Sie ist auch verzerrt. Und wenn es um Profite und Arbeitsplätze geht, sind die Verzerrungen besonders groß. Deshalb bekommt Marian Wendt nun binnen kurzer Zeit seinen zweiten Offenen Brief.
Alles in Reih und Glied: Menschlicher Optimierungswahn in perfekter Landschaftsmalerei
Markus Krüger: Überschwemmte Landschaft (2019). Foto: Galerie Schwind

Foto: Galerie Schwind

Für alle LeserWährend Cafés und Kabaretts grübeln, wie sie die Möglichkeiten von Ansteckungen in ihren Räumen verringern können, haben Galerien damit eher nicht so ein Problem. Richtig voll wird es dort immer nur zur Ausstellungseröffnung. Aber die Zeiten von Vernissagen mit dicht gedrängten Gästen sind vorerst vorbei. Auch die Galerie Schwind hat ihre neueste Ausstellung am 19. Mai aufgrund der aktuellen Situation ohne Ausstellungseröffnung eröffnet.
Die Impro-Show „Adolf Südknecht“ nimmt am Dienstag ihre Zeitreise wieder auf
Stefan Ebeling, Karin Werner, Tobias Wollschläger, August Geyler, Armin Zarbock, Claudius Bruns. Foto: Armin Zarbock

Foto: Armin Zarbock

Für alle LeserAllerorten gibt es Zeichen einer Normalisierung. Zumindest in Sachsen. Die ersten Kabaretts und Varietés öffnen wieder, wenn auch unter ungewohnten Umständen, mit größeren Abständen zwischen Stühlen, in größeren Sälen, aber eigentlich immer: Bitte mit Maske. Und im Horns Erben, das seit einer Woche wieder geöffnet hat, nimmt auch eine Serie wieder den Faden auf, die längst zur beliebtesten Impro-Show des Landes geworden ist.
Der Stadtrat tagte: Investor muss für Parkstadt Dösen ein Artenschutzkonzept vorlegen + Video
Bauarbeiten in der Parkstadt Dösen. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserEs war eine erstaunlich kurze Diskussion, obwohl sie an die Grundprobleme der Stadt Leipzig im Jahr 2020 rührte. Michael Neuhaus (Die Linke), Jürgen Kasek (Grüne) und Andreas Geisler (SPD) rissen diese Probleme zumindest an, als sie am Mittwoch, 20. Mai, in der Ratsversammlung zu den Änderungsanträgen ihrer Fraktionen zur Parkstadt Dösen sprachen.
Das große Nein: Warum eine Demokratie ohne Protestbewegungen zu einer müden Amtsverwaltung werden würde
Armin Nassehi: Das große Nein. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs wird wieder demonstriert in Deutschland. Auf sogenannten „Hygiene-Demos“ protestieren allerlei Leute gegen allerlei – gegen Corona-Maßnahmen, einen befürchteten Impfzwang, Bill Gates und Angela Merkel. Und irgendwie auch fürs Grundgesetz. Aber Proteste leben vom großen Nein, stellt der Soziologe Armin Nassehi in diesem Essay fest, den er zwar schon vor Corona geschrieben hat. Aber die Protestphänomene haben alle dieselbe Wurzel, stellt er fest.
AfD-Fraktion will Jugendliche in Leipzig mit bunten Aufklärungsbroschüren abspeisen
Neues Rathaus und Stadthaus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNein, sie mögen keine Jugendlichen. Schon gar nicht, wenn die sich so emsig in die Politik einmischen und nun auch noch auf Stadtteil- und Ortsteilebene mitreden wollen. Ein paar Broschüren, die diese vorlauten Kinder aufklären, sollten genügen, findet die Altherrenfraktion der AfD und versucht gleich mal, dem ganzen Antrag des Jugendparlaments die Zähne zu ziehen.
Linke und Grüne ergänzen Antrag des Jugendparlaments um Vorschläge zur Rauchentwöhnung
Verbotsschild an einem Kinderspielplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserJa, das mit den Spielplätzen wäre eigentlich kein Problem, hatte das Ordnungsamt zugestimmt, nachdem das Jugendparlament eine ganze Reihe Orte aufgelistet hatte, an denen in Leipzig das Rauchen verboten werden sollte. Auch Kitas und Schulen tauchten dort auf, obwohl es dort sowieso schon verboten ist. Schwieriger wird es aber bei Parks und Grünanlagen.
Leipzigs Umweltdezernat legt Ausflüglern ans Herz, ihren Picknickabfall lieber wieder mit nach Hause zu nehmen
Am Nordstrand des Cospudener Sees. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLeipzigs Jugendparlamentarier glauben an das Gute und Ordentliche im Menschen. Anders als viele ältere Zeitgenossen, die unsere Umwelt als Müllschlucker betrachten oder einfach davon ausgehen, dass am Montag dann die fleißigen Abfallsammler/-innen losziehen und ihren weggeworfenen Müll von der Wiese klauben. Mehr Abfallbehälter könnten doch das Problem beheben, meinte das Jugendparlament in einem Antrag.
Ab 2022 soll es tatsächlich ein Werkstattverfahren zum Umbau des Bayrischen Platzes geben
Windmühlenstraße Richtung Bayerischer Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer in Leipzig als Stadtrat oder Stadträtin arbeiten will, braucht eine Engelsgeduld. Nichts passiert von jetzt auf gleich. Selbst ein Beschluss bedeutet noch nicht, dass schon im nächsten Jahr losgearbeitet werden kann. In den Ratsfraktionen weiß man sehr wohl, woran es oft liegt – an Planungskapazitäten und fehlendem Personal. Manchmal auch an Fördergeld. Fünf Jahre zwischen Beschluss und Umsetzung sind schon ein gewohnter Zeitraum. Bei der Windmühlenstraße wird es erst ab 2026 eine Lösung geben.
Der Stadtrat tagte: Ratsversammlung stimmt Verwaltungsvorschlag zur Dieskaustraße zu und Linke/Grüne-Antrag wird geprüft + Video
Dieskaustraße, Blick von der Schwartzestraße stadtauswärts: Radfahrer sind hier nicht vorgesehen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Mittwoch, 20. Mai, wurde in einer doch sehr kontroversen Diskussion im Stadtrat auch die Entwurfsplanung zur Dieskaustraße abgestimmt. Die Straße, die von Kleinzschocher bis Großzschocher als alternativlose Hauptstraße durch den Südwesten führt, soll ab 2023 umgebaut werden. Und eigentlich war sich die Ratsversammlung über fast den gesamten Straßenumbau einig. Nur ein 200 Meter langes Stück zwischen Windorfer Straße und Eisenbahnüberführung wurde heftig diskutiert.
Auch wegen Corona: Zeppelinbrücke bekommt jetzt einen temporären Radweg
Einmündung Cottaweg mit Blick zur Zeppelinbrücke. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMühsam nährt sich das Radfahrerkaninchen in Leipzig. Aber zuweilen geschehen doch ein paar kleine Wunder. Etwa auf der Jahnallee, wo sich die Verwaltung in den letzten Jahren beharrlich weigerte, deutliche Änderungen zur Sicherheit der Radfahrer/-innen durchzuführen. Planungen für eine Radverbindung von Lindenau bis Stadtmitte sollten eigentlich erst in diesem Jahr beginnen. Doch jetzt richtet das Verkehrs- und Tiefbauamt kurzfristig temporäre Radwege auf der Zeppelinbrücke ein.
Freitag, der 22. Mai 2020: Neonazis wüten am Männertag
Die Polizei im Einsatz. Symbolfoto: L-IZ.de

Symbolfoto: L-IZ.de

Für alle LeserAngriffe auf Polizisten, Gewalt gegen Passanten, Naziparolen – es war ein ganz normaler Männertag in Sachsen. Diesmal kam die heftigste Meldung aus Königstein, wo die Polizei nach eigenen Angaben von 30 Neonazis angegriffen wurde. Auch in Leipzig gab es Vorfälle mit rechtem Hintergrund. Zudem sorgt die Wahl eines Neurechten zum Kulturamtsleiter in Radebeul für Kritik. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 22. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Nur wenige Schmetterlingsarten scheinen von den Natura 2000-Schutzgebieten zu profitieren
Der Baumweißling (Aporia crataegi) ist ein weitverbreiteter Schmetterling, der hinsichtlich seines Lebensraumes sehr variabel ist. Er gehört zu den wenigen Tagfalterarten, die von den Natura 2000-Schutzgebieten profitieren. Foto: Martin Musche

Foto: Martin Musche

Für alle LeserEigentlich sind auch die Natura 2000-Schutzgebiete in Europa zu klein. So wie das Leipziger Auensystem, das ebenfalls so ein Schutzgebiet ist. Und trotzdem helfen sie selbst in dieser zerstückelten Form einigen Tierarten, die gar nicht in diesen Schutzgebieten unter Schutz stehen. Das haben Forscher des iDiV jetzt zumindest erst einmal an Vögeln und Tagfaltern untersucht.
Auch die Landesstatistiker sagen Leipzig bis zu 660.000 Einwohner im Jahr 2030 voraus
Bevölkerungsentwicklung nach Kreisen bis 2035. Karte: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Karte: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Für alle Leser Sie haben die Corona-Pause genutzt. Am Dienstag, 19. Mai, legten die sächsischen Statistiker die mittlerweile 7. Regionalisierte Bevölkerungsprognose für Sachsen vor. Die Prognose bestätigt die inzwischen auch in Leipzig korrigierten Hochrechnungen für das Jahr 2030, nach denen die große Stadt im Westen Sachsens dann zwischen 640.000 und 660.000 Einwohner/-innen haben wird.