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Polizeibericht, 9. März: Übergriff auf Kirchgemeinde, Falscher Bombenalarm, Vermeintlicher Polizist

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    In Plagwitz wurde heute Nacht die evangelische Freikirche mit pinker Farbe verschandelt +++ Ein silberfarbener Rollkoffer vor dem Eingang der Elsterpassage sorgte heute Vormittag für große Aufregung +++ Ein „Herr König vom Dezernat Raub- und Einbruchsdezernat“ kam gestern Mittag am Telefon bei einem 81-jährigen Senior nicht weit.

    Übergriff auf Kirchgemeinde

    Ort: Leipzig; OT Plagwitz, Markranstädter Straße, Zeit: 09.03.2018, 02:05 Uhr – 02:10 Uhr

    Die evangelische Freikirche im Herzen Plagwitz’ rückte in das Visier von „Schmutzfinken“, die deren Hausfassade mit pinker Farbe verschandelten. Sie warfen mehrere mit dieser Farbe gefüllte Christbaumkugeln gegen das Mauerwerk, so dass diese zerschellten und sich die Farbe über die Wand in einer Größe von ca. 6 x 20 Metern ergoss. Der Staatschutz hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung übernommen

    Große Aufregung …

    Ort: Leipzig, OT Plagwitz, Zschochersche Straße, Zeit: 09.03.2018, 09:10 Uhr

    … herrschte am heutigen frühen Vormittag an und in der Elsterpassage. Ein Hinweisgeber informierte die Polizei, dass ein silberfarbener Rollkoffer auf dem Fußweg vor dem Eingang der Elsterpassage stand. Es gab dazu keinen Eigentümer. Die Polizei sperrte das Arial Zschochersche Straße/Lauchstädter Straße/Erich-ZeignerAllee/Schmiedestraße/Amalienstraße weiträumig ab. Kontakt zu den Experten der USBV (unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen) im Landeskriminalamt Sachsen und auch mit den Experten der Bundespolizeidirektion Pirna wurde aufgenommen. Um 11:40 Uhr gab es Entwarnung. Ein Mann rief aus Berlin an. Er hatte am frühen Morgen aus einem Hotel, unmittelbar neben der Elsterpassage ausgecheckt und war mit einer kleinen Gruppe mit einem Reisebus weggefahren. In Berlin bemerkte er, dass er seinen Koffer vergessen hatte und rief zurück. Daher erfuhr er von den polizeilichen Maßnahmen in Leipzig. Umgehend nahm er Kontakt mit dem Führungs- und Lagezentrum in Leipzig auf und der „Fall“ konnte aufgeklärt werden, indem er sehr detailliert seinen Koffer beschrieb, der vorwiegend persönliche Sachen und Bekleidungsgegenstände beinhaltete.

    „Herr König“ von der Kriminalpolizei

    Ort: Leipzig-Engelsdorf, Zeit: 08.03.2018, gegen 12:30 Uhr

    Gestern Mittag meldete sich eine männliche Person beim Geschädigten und stellte sich als „Herr König vom Dezernat Raub- und Einbruchsdezernat“ aus Eilenburg vor. Sofort wurde der Senior (81) hellhörig. Der Anrufer gab an, dass im Gladiolenweg eingebrochen worden war und es wäre neben Werkzeug noch ein Notizbuch mit seinem Namen gefunden worden. Ein Vermerk daneben hätte ausgesagt, dass er „alleinstehend und vermögend“ sei. Anschließend gab er an, dass er befragt werden müsste. Daraufhin sagte der Senior, dass der dies nicht glaube und er nicht zur Dienststelle komme. Nun verband der Anrufer den 81-Jährigen mit „seinem Vorgesetzten“, von welchem der Geschädigte den Eindruck hatte, dass dieser dieselbe Stimme wie der Anrufer hat. Dann war wiederum „Herr König“ am Apparat und meinte, dass er ihn in drei bis vier Stunden aufsuchen würde und beendete das Telefonat. Sofort rief der misstrauische Mann die Polizei. Nun ermitteln Kripobeamte wegen Missbrauchs von Titeln.

    Körperverletzung

    Ort: Leipzig, OT Zentrum, Theresienstraße, Zeit: 09.03.2018, 02:35 Uhr

    Zwei Besucher (24, 22) einer Disco verließen das Objekt. Diese wurden von einer zunächst unbekannten männlichen Person verfolgt und dann angesprochen. Dabei „baute“ sich der Mann vor den beiden mit provozierenden Gesten auf und suchte die körperliche Auseinandersetzung. Um dem Nachdruck zu verleihen, zog der Mann ein Messer. Daraufhin rief einer der beiden Angegriffenen über Handy die Polizei. Nachdem das Gespräch über Handy beendet war, erhielt der 24-Jährige mehrere Faustschläge von dem Mann ins Gesicht. Anschließend entfernte sich der Schläger. Die Beamten trafen nach wenigen Minuten ein. Aufgrund der Personenbeschreibung konnte der Schläger durch das Hinzuziehen weiterer Funkstreifenwagenbesatzungen in der Eutritzscher Straße, in der Nähe einer Tankstelle, gestellt werden. Es handelte sich dabei um einen 21-Jährigen, der sich den polizeilichen Maßnahmen der Beamten vor Ort widersetzte. Die Identität wurde festgestellt und die Person durchsucht. Der 24-jährige Geschädigte erlitt Schwellungen im Gesicht. Einen Arzt benötigte er nicht. Bei den vor Ort geführten weiteren Ermittlungen wurde durch das Sicherheitspersonal der Disco bekannt, dass der 21-jährige Täter bereits zuvor Ärger mit dem Einlassdienst hatte. Ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung wurde eingeleitet

    Gemein

    Ort: Leipzig-Meusdorf, Leinestraße, Zeit: 08.03.2018, gegen 10:30 Uhr

    Ein Fahrradfahrer (46) stand verkehrsbedingt an der Ampel, als ein Autofahrer so nah an ihn heranfuhr, dass er ihm mit dem Vorderrad fast über den Fuß fuhr und das Rad streifte. Nach einer verbalen Auseinandersetzung stieg der Autofahrer aus und schlug dem Mann mit der Faust so ins Gesicht, dass dieser schwere Verletzungen erlitt und stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden musste. Der Geschädigte stellte sich dann vor das Auto, um seinen Peiniger aufzuhalten, doch dieser gab Gas und fuhr los. Der 46-Jährige konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite retten. Es gab drei Zeugen, einer verständigte das Rettungswesen und die Polizei. Die Beamten haben die Ermittlungen wegen Körperverletzung und Unfallflucht aufgenommen.

    Nächtliche Verkehrskontrolle brachte es an den Tag

    Ort: Leipzig.-Zentrum, Friedrich-Ebert-/Gustav-Mahler-Straße, Zeit: 09.03.2018, 03:43 Uhr

    Im Rahmen einer Verkehrskontrolle wollten Polizeibeamte heute Nacht zwei Fahrradfahrer kontrollieren. Doch beide flüchteten durch den Johannapark und trennten sich dort. Einer konnte entkommen, der andere fuhr weiter zur Friedrich-Ebert-Straße, wo schon ein Funkstreifenwagen wartete. Ein Beamter stieg aus und forderte den E-Biker zum Anhalten auf. Doch dieser machte kehrt und flüchtete vor den Gesetzeshütern. Dabei kollidierte er jedoch mit dem Funkstreifenwagen. Er stürzte, verletzte sich leicht und musste in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Beim Überprüfen des Zweirades stellte sich heraus, warum der E-Biker (36) abhauen wollte: Das Rad war offensichtlich gestohlen, die Rahmennummer herausgeflext worden.

    Zudem fanden die Polizisten bei der Durchsuchung der Sachen des Leipzigers noch diverse Einbruchwerkzeuge sowie drei Cliptütchen – zwei mit kristalliner Substanz (Amphetamine) sowie eines mit sieben Tabletten (Ecstasy): insgesamt 13,2 Gramm. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wurde die Blutentnahme angeordnet. Die Beamten fanden wenig später im Johannapark einen schwarzen Rucksack, in welchem sie diverses Einbruchwerkzeug, ein hochwertiges Smartphone, eine Schachtel mit zwei Cliptütchen mit 6,7 Gramm Betäubungsmitteln (Amphetamine) sowie den Personalausweis eines 34-Jährigen. Die Überprüfungen, ob die Sachen zum anderen Fahrradfahrer gehören, dauern an. Am Funkstreifenwagen entstand ein Schaden in Höhe von ca. 1.000 Euro

    Audi-Fahrer übersah Fußgänger und fuhr davon

    Ort: Leipzig (Altlindenau), Lützner Straße, Zeit: 08.03.2018, 18:14 Uhr

    In Höhe des LVB-Bushofes wollte am gestrigen Abend ein 44-jähriger Mann auf der Lützner Straße die Ampelkreuzung überqueren. Da er grünes Lichtzeichen hatte, lief er natürlich auch los, dabei wurde er von einem silberfarbenen Audi-Fahrer, der aus der Saalfelder Straße abbog, erfasst. Der 44-Jährige konnte sich zunächst mit einer Hand noch auf der Motorhaube abstützen, trotzdem knallte er durch die Wucht des Zusammenstoßes direkt auf die Motorhaube. Diesen Zusammenstoß als Autofahrer nicht zu bemerken ist fraglich, dennoch brauste der Audi-Fahrer davon, ohne dem Fußgänger Hilfe zu leisten. Zum Glück hatte sich der 44-Jährige bei der unerwarteten Begegnung keine schweren Verletzungen zugezogen. Die ersten Ermittlungen zu dem unbekannten Autofahrer laufen, da der Fußgänger sich Kennzeichenfragmente merken konnte.

     

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