Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Polizeibericht, 15. Mai: Fußgängerin lebensbedrohlich verletzt, Baumaschinen angezündet, Stahlschrank weg

Lebensbedrohlich verletzt wurde gestern eine Fußgängerin in Reudnitz-Thonberg, an der Kreuzung Prager Straße/Ph.-Rosenthal-Straße. Der Fahrer (39) eines VW Golf überfuhr sie beim Linksabbiegen +++ Unbekannte Täter entzündeten auf bisher unbekannte Art und Weise zwei Baumaschinen in der Alfred-Kästner-Straße sowie auf einer Baustelle des Amtsgerichtes Leipzig +++ In das Visier von unbekannten Einbrechern geriet der Bürocontainer einer Firma in der Halleschen Straße. Dort entwendeten Eindringlinge einen Stahlschrank mit Bargeld und Dokumenten sowie einen Computer.

Lebensbedrohlich verletzt …

Ort: Leipzig, OT Reudnitz-Thonberg, Prager Straße/Ph.-Rosenthal-Straße, Zeit: 14.05.2018, 13:40 Uhr

… wurde gestern eine Fußgängerin: Der Fahrer (39) eines VW Golf befuhr die Kregelstraße mit der Absicht, an der Kreuzung nach links auf die Prager Straße abzubiegen. Die Kreuzung ist mit einer stationären Lichtsignalanlage ausgerüstet. Nach dem Umschalten auf „Grün“ bog der Autofahrer nach links ab, fuhr an einem haltenden Rettungswagen, der rechts aus der Philipp-Rosenthal-Straße abgebogen war, links vorbei. Beim Vorbeifahren erfasste er eine Fußgängerin (63), welche gerade die Prager Straße bei „Grün“ überquerte.

Die Frau stürzte auf die Motorhaube des Pkw und schleuderte dann auf die Straße. Dabei zog sie sich schwerste Verletzungen zu und wurde in einer Klinik aufgenommen. Ein Zeuge aus dem Rettungswagen rief die Leitstelle und er sowie der Verursacher leisteten Erste Hilfe. Ein Sachverständiger der DEKRA war ebenfalls am Unfallort. Gegen den 39-Jährigen wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Strohballen brannten

Ort: Leipzig, OT Lützschena, Lützschenaer Straße, Zeit: 14.05.2018, ab 12:10 Uhr

Gestern Mittag brannte es in einem Milchviehbetrieb der Gundorfer Agrargemeinschaft eG. Die Feuerwehr wurde alarmiert und die Kameraden rückten aus. Die Polizei erhielt Kenntnis von der Leitstelle. Als Beamte wenig später am Ereignisort eintrafen, war die Feuerwehr bereits mit den Löscharbeiten beschäftigt. Durch Mitarbeiter des Betriebes waren aus einer Lagerhalle gebundene Strohballen herausgeholt, entbunden, gehäckselt und auf einem großen Haufen im freien Gelände neben der Halle gesammelt worden. Bei den Häckselarbeiten gerieten Steine in den Häcksler. Aufgrund des Funkenflugs entzündete sich das Stroh.

Durch den starken Wind griffen die Flammen auf die Lagerhalle mit noch gebundenen Strohballen sowie auf einen benachbarten Stall über. Alle Tiere, auch aus anderen Ställen, konnten in Sicherheit gebracht werden. Personen wurden nicht verletzt. Die Lagerhalle jedoch wurde massiv beschädigt, konnte nicht vollständig gelöscht werden und deshalb seitens der Feuerwehr aufgegeben. Das kontrollierte Niederbrennen wurde von den Kameraden überwacht. Es waren 21 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehren Süd, Mitte, West sowie der Freiwilligen Feuerwehren Süd, Böhlitz-Ehrenberg, Engelsdorf, Mölkau, Wiederitzsch, Stahmeln und Burghausen im Einsatz. Allerdings wird dieser noch mehrere Tage andauern. Zur Schadenshöhe liegen derzeit noch keine Erkenntnisse vor.

Einbruch in Imbiss

Ort: Leipzig (Zentrum-Ost), Rosa-Luxemburg-Straße, Zeit: 14.05.2018, 04:00 Uhr

Unbekannte Eindringlinge verschafften sich in den frühen Morgenstunden durch das gewaltsame Aufbrechen eines Fensters Zutritt zu einem Imbiss. Nachdem das erste Hindernis überwunden war, durchsuchte der unbekannte Täter alle Räumlichkeiten nach Wertgegenständen, dabei stieß er auf eine Musikanlage und Bargeld. In Anbetracht dessen ließ sich das Fehlen des Bargeldes und der Anlage feststellen und der Stehlschaden auf einen dreistelligen Wertbetrag beziffern.

Stahlschrank weg

Ort: Leipzig (Lützschena-Stahmeln), Hallesche Straße, Zeit: 12.05.2018, 14:00 Uhr bis 14.05.2018, 10:00 Uhr

In das Visier von unbekannten Einbrechern geriet der Bürocontainer einer Firma. Über das Wochenende verschafften sich die unbekannten Täter zunächst durch das rabiate öffnen eines Zaunes Zugang zum Firmengelände. Danach gelang es, über eine Außentreppe und das folgende Aufhebeln einer Zugangstür in den Container einzusteigen. Ein Stahlblechschrank zog dann das Interesse der Eindringlinge auf sich, denn in diesem lagerten nicht nur Bargeld und Dokumente, sondern auch ein Computer. Letztlich fehlte der besagte Schrank samt Inhalt. Der entstandene Schaden kann bislang noch nicht beziffert werden.

Rabiate Einbrecher

Ort: Leipzig (Schleußig), Könneritzstraße, Zeit: 14.05.2018, 00:00 Uhr bis 04:00 Uhr

Zuerst wurde das Schloss einer Zugangstür eines Schleußiger Bistros aufgebohrt, danach wurden in den Innenräumen der kleinen Gaststätte sämtliche Behältnisse durchwühlt und Schränke geöffnet. Nachdem alles verwüstet war, brachen die Unbekannten letztlich im Verkaufsraum einen Spielautomaten, einen Zigarettenautomaten und eine Geldkassette auf und entwendeten deren Inhalt.

Baumaschinen in Brand gesetzt

Ort: Leipzig, OT Südvorstadt, Alfred-Kästner-Straße, Zeit: 14.05.2018, 23:15 Uhr

Unbekannte Täter entzündeten auf bisher unbekannte Art und Weise zwei Baumaschinen. Die Alfred-Kästner-Straße war von der Karl-Liebknecht-Straße bis zur Bernhard-Göring-Straße als Baustelle umzäunt. Unmittelbar angrenzend an einem Mehrfamilienhaus stand ein Bagger, welcher komplett in Flammen stand. Die Flammen loderten in eine Höhe teilweise bis zum 1. Obergeschoss des Gebäudes. Dies führte zu einer starken Rauchentwicklung. Der Rauch verbreitete sich im Umkreis von ca. 50 m und zog sichtlich zu dem Mehrfamilienhaus.

Die Kameraden der Feuerwehren Leipzig-Süd, Leipzig-West, der Hauptfeuerwache sowie die Freiwillige Feuerwehr Wiederitzsch trafen am Brandort ein. Die Hausbewohner zweier Mehrfamilienhäuser wurden vorsorglich evakuiert. Verletzte Personen gab es keine. Schäden an der Fassade waren aber zu verzeichnen. Während der Löscharbeiten wurde den Beamten mitgeteilt, dass auf dem Innenhof, auf der gegenwärtigen Baustelle des Amtsgerichtes Leipzig, ebenfalls ein Drehbohrfahrzeug brennen soll. Dies bestätigte sich.

Auch hier konnte der Brand unmittelbar danach durch die Kameraden der Feuerwehr gelöscht werden. Während der Tatortsicherung entfachte vermutlich durch eine Selbstzündung gegen 01:00 Uhr der Bagger vor dem Mehrfamilienhaus erneut. Durch die Hitzeeinwirkung zerbarsten zwei Fenster im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses. Während der ersten Ermittlungen vor Ort ergaben sich Hinweise und Anhaltspunkte auf eine vorsätzliche Brandstiftung. Die Höhe des Gesamtschadens liegt in einem unteren sechsstelligen Bereich. Die Brandursachenermittler nehmen am heutigen Tag ihre Arbeit auf.

Warum?

Ort: Leipzig, OT Schleußig, Holbeinstraße, Zeit: 14.05.2018, 21:15 Uhr

Dem Polizeiführer der Polizeidirektion Leipzig wurde telefonisch mitgeteilt, dass eine angetrunkene männliche Person mehrere geparkte Fahrzeuge beschädigte und gegenwärtig durch den 30-jährigen Hinweisgeber festgehalten wurde. Am Einsatzort eingetroffen, nahmen die Beamten den Sachverhalt auf. Der Hinweisgeber gab an, dass der Täter mehrere Fahrzeuge mittels Schläge beschädigte. Es handelte sich dabei um einen 38-Jährigen aus Leipzig.

Der 38-Jährige wirkte alkoholisiert und schwankte stark. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,72 Promille. Die Beamten überprüften zunächst seine Personalien und entließen ihn nach der Aufnahme der Schäden. Dabei stellten sie fest, dass ein Ford Mondeo einen Delle auf der Motorhaube, ein VW Caddy einen defekten Außenspiegel und ein Audi A 3 einen defekten und zerkratzten Außenspiegel hatten. Die Höhe des Gesamtsachschadens steht noch aus.

Was wollten die „Künstler“ der Öffentlichkeit mitteilen?

Ort: Leipzig, OT Gohlis, Prellerstraße, Zeit: 15.05.2018, 02:00 Uhr

Durch zwei unbekannte Tatverdächtige wurden an einer Grundstücksmauer an der Ecke Primavesistraße/Turmgutstraße Prellerstraße zwei Graffiti mit dem Schriftzug „AMET“ (3 m x 2 m) und „DEET“ (3,70 m x 1,40 m) in schwarzer Farbe aufgetragen. Als die beiden unbekannten Tatverdächtigen durch die Wachpolizei entdeckt wurden, flüchteten sie mit Fahrrädern in Richtung der Grünanlage Rosental.

Dabei ließen sie eine Tasche mit drei Farbspraydosen zurück. Eine eintreffende Streifenwagenbesatzung unterstützte die Kollegen der Wachpolizei bei der Suche im Tatortbereich, aber ohne Erfolg. Die Spraydosen wurden sichergestellt. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.

Ford in Kleingartenanlage gestohlen

Ort: Leipzig, OT Möckern, Zeit: 14.05.2018, 13:00 Uhr – 17:00 Uhr

Aus einer Kleingartenanlage haben unbekannte Täter einen schwarzen Ford Mondeo Kombi gestohlen. Während der Fahrzeugbesitzer der Gartenarbeit nachging, drangen die unbekannten Täter in dessen Gartenlaube ein und nahmen die Geldbörse und den Schlüssel des Ford an sich. Bei der Rückkehr zu seinem Ford stellte der Fahrzeugbesitzer dann fest, dass dieser nicht mehr am Abstellort stand. Der Wert des Fords liegt bei ca. 20.000 Euro

Kinderwagen angezündet

Ort: Leipzig OT Schönefeld-Abtnaundorf, Zeit: 14.05.2018, 18:00 Uhr

Ein aufmerksamer Anwohner und viele glückliche Umstände haben womöglich Schlimmeres verhindert. Der Anwohner verließ gerade seine Wohnung, als er bemerkte, wie ein im Hauseingang abgestellter Kinderwagen anfing zu brennen. Er löschte das gerade entstehende Feuer umgehend durch Ausschlagen der Flammen und stoppte somit die Brandausbreitung. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen zur Brandursache.
Der Dank gilt dem 29-jährigen Anwohner und seinem schnellen Handeln!

Fahrradfahrerin von Suzuki erfasst

Ort: Leipzig; OT Altlindenau, Lützner Straße/Odermannstraße/Josephstraße, Zeit: 14.05.2018, 11:00 Uhr

Die Suzuki-Fahrerin (62), welche die Lützner Straße stadteinwärts fuhr und an der Kreuzung zur Odermannstraße links abbiegen wollte, verursachte einen schweren Unfall. Die Dame hatte die entgegenkommende Radfahrerin (27) übersehen und während des Abbiegens mit so viel Schwung erfasst, so dass diese stürzte. Die 27-Jährige verletzte sich dabei so schwer, dass sie stationär zur medizinischen Behandlung in einem Leipziger Krankenhaus aufgenommen werden musste. Das Fahrrad, ebenfalls mit verbogenem Lenker und gebrochenem Rahmen stark in Mitleidenschaft gezogen, wurde von einer Freundin der Frau heim geholt. Selbst am Auto entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von geschätzt 2.000 Euro.

Irrfahrt auf Gehweg – Kind verletzt

Ort: Leipzig (Möckern) Blücherstraße, Zeit: 14.05.2018, 18:12 Uhr

Die Fahrerin (45) eines gelben Renault Twingo befuhr aus bisher ungeklärten Gründen

mit ihrem Auto auf dem Gehweg der Blücherstraße in Leipzig-Möckern. Als plötzlich ein Neunjähriger mit seinem Fahrrad hinter einer Hecke hervorkam, konnte die Twingo-Fahrerin nicht mehr rechtzeitig bremsen, so dass der Neunjährige mit der Beifahrertür des Pkw kollidierte. Dabei stürzte das Kind und verletzte sich leicht. Das Rad des Neunjährigen blieb unbeschädigt, am Pkw entstand geringfügiger Sachschaden.

Vorsicht Autotür!

Ort: Leipzig (Zentrum-Ost), Willy-Brand-Platz, Zeit: 14.05.2018, 19:23 Uhr

Kurzzeitiges Halten mit einem Pkw auf dem Radweg ist meistens nicht notwendig und kann vor allem für Radfahrer sehr gefährlich werden. So auch für einen 40-Jährigen, der gestern den Radweg am Willy-Brand-Platz befuhr, denn er konnte einer sich plötzlich öffnenden Tür des auf dem Radweg haltenden Audis nicht mehr rechtzeitig ausweichen und stürzte daraufhin. Durch den Sturz verletzte sich der 40-Jährige am Bein und musste medizinisch versorgt werden.

PolizeiMelder
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder--> Trockenheit setzt Leipzigs Bäumen zu
Stadt setzt auf Wildblumenwiesen
Gemeinwohlorientierung statt Profitlogik; CDU soll endlich über Wahlprogramme statt über DDR reden
Schweinefleischlose Ernährung in zwei Leipziger Kindertagesstätten
Polizeibericht, 23. Juli: Motorrad entwendet, Kassenautomat aufgebrochen, Gartengeräte gestohlen
Grimma – 5 Tipps, die Stadt besser kennenzulernen
Anklage wegen Bombendrohungen gegen das Jugendamt der Stadt Chemnitz erhoben
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Point of no return: Ein Katalog, der der ostdeutschen Kunst endlich den Platz in der Welt einräumt, der ihr zusteht
Alfred Weidinger (Hrsg.): Point of no return. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIst das eigentlich noch ein Katalog, was Alfred Weidinger, Paul Kaiser und Christoph Tannert in diesem Buch zusammengetragen haben, um damit die am Montag, 22. Juli, eröffnete Ausstellung im Museum der bildenden Künste „Point of no return“ zu begleiten? Oder ist es eher so etwas wie ein reich bebildertes Hilfsangebot? Nicht nur für Menschen, die sich mit dem „Lesen“ von Kunst schwertun, sondern auch für ein ganzes Kapitel ostdeutscher Geschichte.
Volkszorn: Einmal Schweineschnitzel und den DDR-Nazi süß-sauer gekocht bitte, Herr Verräter
Satt werden? Es geht um das Schnitzel, ja die Wurst. Screen Facebook CDU Sachsen

Screen Facebook CDU Sachsen

Für alle LeserWenn die CDU Sachsen und BILD gemeinsame Sache machen, wird’s meist ecklig und die braune Brühe kocht über. So auch im Fall der Leipziger Kita, deren Namen man besser nicht mehr nennen sollte. Heute gabs schließlich schon genug Droh-, Hass- und Pöbelanrufe unter einer Leipziger Rufnummer, sicher aus der gesamtdeutschen Faschisten-Community. Bei Muslimenhass und Schweinefleisch ist die ultimative Abendlandrettung mit Gewalt-Tartar angesagt. Gleichzeitig hängen wieder Politiker an Laternen und eine neue Centrumspartei ist aufgetaucht. Beruhigt Euch! Es ist nur Landtagswahlkampf in Sachsen im Zeichen derer, die nie genannt werden dürfen.
Die DDR (1): Walter Ulbricht und der große Plan
Das Geburtshaus Walter Ulbrichts in Leipzig in der heutigen Gottschedstraße 25. © Lucas Böhme

© Lucas Böhme

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelEr scheint noch einmal davongekommen zu sein. Dabei schien sein politisches Schicksal besiegelt. Doch Anfang Juli 1953, keine drei Wochen, nachdem sowjetische Panzer die Diktatur gegen den Aufstand am 17. Juni retteten, wittert SED-Generalsekretär Walter Ulbricht Morgenluft. Sowjetdiktator Stalin war gestorben, die neuen Machthaber in Moskau lassen den ersten Mann in ihrem ostdeutschen Teilstaat nicht fallen – trotz aller Vorwürfe, er sei für die desaströse Situation verantwortlich.
Sächsische Linkspartei sieht sich bestätigt in der Forderung nach Aufarbeitung der letzten 30 Jahre
Rico Gebhardt, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Landtag Sachsen. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDa staunte nicht nur Rico Gebhardt, Vorsitzender der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, als er ausgerechnet in der F.A.S. das Interview mit der einstigen Treuhand-Chefin Birgit Breuel unter dem Titel „Westdeutsche hätten das nicht durchgehalten“ las. Darin äußert sie Verständnis für das Anliegen, die Geschichte der Treuhand aufzuarbeiten, verweist allerdings darauf, dass die Treuhand „nur ein Baustein des harten Systemwechsels von der Plan- zur Marktwirtschaft“ gewesen sei und vielmehr „die gesamte Transformation“ in den Blick gehöre. Da dürfte so mancher Ostdeutsche gestaunt haben.
Leipzigs Bildermuseum zeigt eine große Ausstellung zur ignorierten ostdeutschen Kunst der 1980er Jahre
Blick in die Ausstellung mit einer Variante von Via Lewandowskys "Berliner Zimmer". Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Montag, 18. Juli, wurde im Museum der bildenden Künste die Ausstellung „Point of no return“ eröffnet, das große Wunschprojekt von Museumsdirektor Alfred Weidinger, von dem er schon zu seinem Amtsantritt vor zwei Jahren träumte. Jetzt, kurz vor seinem Weggang nach Linz, kommt die Ausstellung zustande, die mit „Wende und Umbruch“ nur zum Teil zu tun hat. Dafür mit einer riesigen blinden Stelle in der (ost-)deutschen Kunstwahrnehmung. Ein Loch, in dem ganze Schicksale verschwunden sind.
Umweltverbände fordern sofortigen Stopp von Plänen zu Markkleeberger Wasserschlange und Elster-Saale-Kanal
Mit Leihbooten an der Schleuse Connewitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Montag, 22. Juli, erklärten die Umweltverbände BUND, NABU und Ökolöwe und der Verein Pro Leipzig gemeinsam ihren Rückzug vom Runden Tisch, an dem die Fortschreibung des Wassertouristischen Nutzungskonzepts (WTNK) diskutiert werden sollte. Sie ziehen damit die Konsequenz aus der Haltung der im Grünen Ring aktiven Amtsträger, die an allen Gremien vorbei die Motorisierung des Neuseenlandes vorantreiben.
Lippold fordert Kretschmer und Dulig auf, nach Pödelwitz zu kommen und sich der Diskussion zu stellen
Das Klimacamp 2018 in Pödelwitz. Foto: Luca Kunze

Foto: Luca Kunze

Für alle LeserVom 3. bis 12. August findet das nächste Klimacamp im Leipziger Land in Pödelwitz statt. Das letzte haben Sachsens maßgebliche Regierungsvertreter regelrecht weiträumig umfahren, um nur ja nicht zum Thema Kohleausstieg Stellung nehmen zu müssen. Dr. Gerd Lippold, klima- und energiepolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag, sieht eigentlich keinen Grund für Ausreden mehr und fordert Michael Kretschmer auf, sich im August den Teilnehmern des Klimacamps zu stellen.
Wurzen bleibt sachlich
Das Wahlforum zur Landtagswahl im Juli 2019 in Wurzen. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelWurzen. Nur ein Wort, nur eine Stadt, die für viele vor allem für eines steht: das braune Sachsen. Bereits seit den 1990er Jahren gilt die Ringelnatzstadt als Hochburg von Neonazis. Auch in den vergangenen Jahren sorgte die Stadt durch Angriffe auf Geflüchtete und antirassistische Akteure für Schlagzeilen. Bei der vergangenen Kommunalwahl gelang einem rechten Kampfsportler mit Verbindungen in Neonazinetzwerke der Einzug in den Stadtrat. Wurzen ist Dunkeldeutschland. Oder?
Abschied und Zukunft: Eine Abitur-Rede für den eigenen Weg ins Leben
Jens-Uwe Jopp, Lehrer und Autor der LZ. Foto. L-IZ.de

Foto. L-IZ.de

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelDass da etwas Besonderes am Leipziger Schiller-Gymnasium im Leipziger Norden geschieht, haben über die Schule hinaus nicht zuletzt durch die „Schiller-Akademie“ Interessierte längst mitbekommen. Ein Lehrer fordert nun seit zwei Jahren gestandene Politiker und Zeitzeugen gemeinsam mit seinen Schülern im Diskurs heraus, lebt vor, was die jungen Menschen so dringend suchen: Verantwortungsübernahme, demokratische Streitkultur und eine gemeinsame Suche nach Antworten auf die Fragen ihrer Generation.
Auch NABU, BUND, Ökolöwe und Pro Leipzig verlassen den Runden Tisch zum WTNK
Die Connewitzer Schleuse macht in ihrer Dimensionierung nur Sinn für Motorboote. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer NuKLA e. V. war der erste, der im November die Nase voll hatte von der seltsamen Öffentlichkeitsbeteiligung, die der Grüne Ring zur Fortschreibung des Wassertouristischen Nutzungskonzeptes (WTNK) veranstaltete. Er verließ den seltsamen Runden Tisch, an dem – neben den üblichen Vertretern der Ämter und Verwaltungen – die Umweltverbände nur Alibi-Plätze bekommen hatten. Jetzt erklären auch BUND Leipzig, NABU Leipzig, Ökolöwe sowie der Bürgerverein Pro Leipzig ihren Rücktritt vom Runden Tisch.
Frei nach Schiller: Die Gedanken sind nicht frei, wenn Einer nicht den Mut zur Freiheit hat
Leipziger Zeitung Nr. 69: So geht sächsisch 2019, Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Zur Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelManchmal schält sich erst beim Lesen der frisch gedruckten „Leipziger Zeitung“ heraus, wo eigentlich der Schwerpunkt des Monats lag. Oder liegt. Welches Thema wirklich die Stadt oder gleich die ganze Gesellschaft tatsächlich bewegt hat. Nicht nur aufgeregt, so wie die üblichen Themen, über die sich die Zeitgenossen in unsozialen Medien zerfleischen. Das heimliche Mega-Thema in der Juli-Ausgabe ist tatsächlich das Thema Freiheit.
Freispruch im Fall Gemkow: Lehrstück der Rechtsstaatlichkeit
Der sächsische Justizminister Sebastian Gemkow (CDU), hier 2017 als Zeuge am Amtsgericht. © Lucas Böhme

© Lucas Böhme

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im Handel„Funfacts aus Sachsen: Richter, der diese Woche einen einschlägig vorbestraften rechten Hooligan bezüglich Steinwürfen auf Justizministerwohnung freisprach, weil DNA-Spuren als Beweis nicht ausreichen würden, verurteilte 2018 einen linken Steinewerfer wegen DNA-Spuren zu Haftstrafe.“ – so lautete der Eintrag eines Nutzers im Kurznachrichtendienst Twitter am Tag nach dem Urteil.
Israel-Fahnen spalten „unteilbar“ + Video
Israelflaggen auf der Unteilbar-Demonstration. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelEigentlich sollte die „unteilbar“-Demonstration in Leipzig der Auftakt zum „Sommer der Solidarität“ sein – im Kampf gegen Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus. Und für viele der mehr als 3.000 Teilnehmenden war er das auch. Dennoch sorgten einige Vorfälle auf der Demonstration im Nachhinein für Diskussionen. Es geht unter anderem um israelische Nationalfahnen.
Neues Open-Air-Theater: Ab 26. Juli spielt das Sommertheater DER FRIEDEN im Lene-Voigt-Park
Sommertheater DER FRIEDEN ab 26.7.2019 in Leipzig. Foto: Simeon Wutte

Foto: Simeon Wutte

Ab 26. Juli gibt es Sommertheater: Inmitten der Open-Air-Saison spielen professionelle Schauspieler und Schauspielerinnen das Stück „Der Frieden“ in der Version von Peter Hacks. Die Aufführungen sind open air und kostenlos – ein Highlight der Kultursaison 2019.
Was bedeutet eigentlich Markkleebergs Plus in der Bevölkerungsstatistik?
Wanderungsaldo Leipzigs mit dem Umland 2018. Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht 1 / 2019

Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht 1 / 2019

Für alle LeserMarkkleeberg ist ja ein ganz lustiges Städtchen. Leipzigerseits kann man es richtig wütend machen, wenn man auch nur andeutet, dass es eigentlich eingemeindet gehört. Dafür erwähnt Markkleeberg die große fette Nachbarstadt möglichst nie in seinen Pressemitteilungen und schafft sich so ein Bild von einem ganz eigenständigen Wachstum. Kleine Boomtown zwischen den Seen. So wie am 17. Juli.