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Polizeibericht, 13. Juli: Radfahrer stürzt, Haus beschädigt, Falscher Kommissar

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    Gestern Mittag befuhr ein 11-Jähriger mit seinem Fahrrad die Gohliser Straße in Richtung Poetenweg. Dabei wurde der Junge von einem bisher unbekannten Pkw so weit an den rechten Fahrbahnrand gedrängt, dass er mit seinem Fahrrad zu Fall kam und sich verletzte. Der Fahrer flüchtete +++ In der Südvorstadt wurde in der Scharnhorststraße ein neu errichtetes Mehrfamilienhaus von Unbekannten beschädigt – In beiden Fällen sucht die Polizei Zeugen +++ Ein vermeintlicher „Kommissar Schwarz“ war im Stadtgebiet Leipzig wieder am Telefon aktiv.

    Radfahrer abgedrängt

    Ort: Leipzig, OT Gohlis, Gohliser Straße, Zeit: 12.07.2018, 12:20 Uhr

    Ein 11-jähriger Junge fuhr mit seinem Fahrrad die Gohliser Straße in Richtung Poetenweg. In der Gohliser Straße wurde der Junge von einem in die gleiche Richtung fahrenden bisher unbekannten Pkw so weit an den rechten Fahrbahnrand gedrängt, dass der Junge mit seinem Fahrrad zu Fall kam. Nach dem Sturz des Jungen hielt der unbekannte Fahrer mit seinem Pkw kurz an, ohne jedoch auszusteigen. Danach fuhr er weiter, ohne seine Personalien bekanntzugeben und verließ den Unfallort unerlaubt. Der Junge wurde leicht verletzt und ambulant behandelt. Am Fahrrad entstand Sachschaden.

    Die Verkehrspolizei sucht jetzt Zeugen, die Hinweise zum Verhalten der Unfallbeteiligten und des sich vom Unfallort unerlaubten Fahrzeug geben können. Diese wenden sich bitte an die VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 – 2851 (tagsüber) sonst 255 – 2910.

    Sachbeschädigung…

    Ort: Leipzig, OT Südvorstadt, Scharnhorststraße, Zeit: 13.07.2018, 02:40 Uhr

    … an einem neugebauten Mehrfamilienhaus. Ein Ehepaar wurde nachts durch laute Geräusche wach und hörte Fensterscheiben klirren. Unbekannte Täter hatten mittels Steinen das Haus in der Scharnhorststraße „angegriffen“ und eine Fensterscheibe zerstört sowie die Fassade durch mehrere Einschläge mit den Steinen in Mitleidenschaft gezogen. Hinweise auf die unbekannten Täter konnten nicht erlangt werden. Das Haus wurde bereits am 1. Juli 2018 mit einem Steinwurf und einer zerstörten Fensterscheibe „bedacht“.

    Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder den unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Südost, Richard-Lehmann-Straße 19 in 04275 Leipzig, Tel. (0341) 3030 – 100 zu melden.

    „Kommissar Schwarz“ wieder im Stadtgebiet Leipzig aktiv

    Ort: Stadtgebiet Leipzig, Zeit: 12.07.2018, von 10:00 Uhr – 15:30 Uhr

    In sechs weiteren Fällen ermittelt nun die Leipziger Kripo wegen des Verdachts der Amtsanmaßung und versuchten Betruges, denn im Laufe des gestrigen Tages rief ein Unbekannter bei wenigstens sechs Familien im Leipziger Stadtgebiet an, gab sich als „Kommissar Schwarz“ aus, um so durch Ausfragen an wichtige Informationen über deren Vermögenssituation und Banking-Verhalten zu gelangen.

    Als Legende erklärte er, dass es im jeweiligen Wohnviertel vermehrt Einbrüche gegeben habe, ein Täter festgenommen worden sei und einer dieser sogar eine Pistole und Notizen zu den jeweiligen Personen bei sich getragen haben soll.

    Die Reaktionen der Angerufenen waren auf die „Enthüllungen“ unterschiedlich:

    Fall 1

    Eine der angerufenen Damen (86) erwiderte nur kurz „Viel Spaß“ und legte sofort auf. Nachdem das Telefon wenige Sekunden später erneut klingelte, nahm sie den Hörer nicht ab, sondern erstattete Anzeige.

    Fall 2

    In einem anderen Fall antwortete eine Frau (78), dass sie nur so viel Geld zu Hause habe, wie sie zum Leben bräuchte und die kleinere Summe auf der Bank nicht erwähnenswert sei. Daraufhin beendete Kommissar Schwarz das Telefonat.

    Fall 3

    Eine 82-Jährige wiederum ließ vernehmen: „Auch wenn Sie von der Polizei sind, geht Sie das nichts an!“ und legte auf.

    Fall 4

    Eine 81-Jährige, der das alles komisch vorkam, erwiderte, dass es dem Kommissar gar nichts anginge. Dann wählte sie die 110 über ihren Festnetzanschluss und meldete den seltsamen Anruf in der Notrufzentrale dem Polizisten. Der bestätigte der Dame die Vermutung, dass ein Betrüger am Werk sei. Anzeige ist aufgenommen.

    Fall 5

    Ein Herr (80) indes, rief wie vom vermeintlichen Kommissar Schwarz verlangt, zurück. Dabei erreichte er einen Herrn Schulz, der an den Kommissar weiterverband. Nun beantwortete er auch Fragen zu seinen Vermögensverhältnissen, verweigerte allerdings später weitere Angaben. Daraufhin stellte Kommissar Schwarz in Aussicht, dass noch am selben Tag ein Zivilpolizist bei ihm erscheinen werde. Letztlich überdachte der 80-Jährige die Situation noch einmal und rief doch noch einmal zurück, wählte da aber die 110 direkt. Dieser Anruf war seiner Aussage nach dann ganz anders.

    Der am anderen Ende der „Strippe“ warnte ihn, dass Betrüger am Werk seien und er niemanden reinlassen solle. Zudem solle er sofort Anzeige erstatten. Kurz nach dem Telefonat klingelte es an der Wohnungstür und zwei junge Männer, der eine etwas kleiner, der andere etwas größer, erklärten von Kommissar Schwarz geschickt worden zu sein und dass sie sich noch etwas im Umfeld der Wohnung aufhalten werden. (genauere Personenbeschreibung nicht vorhanden) Dann verschwanden sie. Offensichtlich hatten sie mitbekommen, dass der Enkel des 80-Jährigen gekommen war. Die Anzeige ist aufgenommen.

    Fall 6

    Eine weitere Dame (78), aufgrund der Nachfragen von „Kommissar Schwarz“ stutzig geworden, antwortete auf die Frage ob sie Onlinebanking betreibe, nur kurz und knapp „nee“. Da sie in den Tagen zuvor ungewöhnliche Anrufe erhalten hatte, in denen die Anrufer fremdländisch sprachen, war sie sehr vorsichtig. Dennoch rief sie wie verlangt zurück, erreichte aber niemanden. Anschließend kontaktierte sie ihre Tochter und berichtete ihr über das Erlebte. Die Tochter wiederum informierte die Polizei, die darauf hinwies, dass ein Betrüger sein Unwesen treibe und die 78-Jährige Anzeige erstatten solle.

    Wie bereits erwähnt: In allen sechs bekannt gewordenen Fällen ermittelt die Kriminalpolizei.

    Kooperationsvereinbarung mit Leben erfüllt

    Am 5. Juli 2018 wurde die „Kooperationsvereinbarung zu Revierpatenschaften“ zwischen der Polizeidirektion Leipzig und der Bereitschaftspolizei Sachsen geschlossen. Diese Woche wurde die Vereinbarung im Rahmen von Schwerpunktkontrollen bereits erfolgreich in die Tat umgesetzt. In den Polizeirevieren Leipzig-Zentrum, Leipzig-Nord und Leipzig-Südost war jeweils ein Zug der Bereitschaftspolizei in den Partnerrevieren im Einsatz. Am 09.07.2018 (Zentrum), 10.07.18 (Südost) und am 11.07.2018 (Nord) wurden an den Schwerpunkten der jeweiligen Bereiche Kontrollmaßnahmen durchgeführt.

    Die Einsatzmaßnahmen dienten neben der Bekämpfung der allgemeinen Straßenkriminalität und der Betäubungsmittelkriminalität, besonders im Südraum von Leipzig auch der Bekämpfung von Unfallschwerpunkten durch Verkehrskontrollen. Im Verlauf der Einsatzmaßnahmen führten die Beamten ca. 130 Kontrollen durch. Bei diesen wurden 14 Straftaten, 49 Ordnungswidrigkeiten und fünf vollstreckbare Haftbefehle festgestellt.

    Der integrative Ansatz ist insbesondere bei den Verkehrskontrollen festzustellen, da hier Fahrradfahrer mit gestohlenen Fahrrädern angehalten wurden. So wird parallel zur Bekämpfung von Unfallschwerpunkten dem Phänomen des Fahrraddiebstahls zumindest ansatzweise entgegengetreten. Es ist zu hoffen, dass die „Patenzüge“ mit weiter zunehmender Kenntnis des örtlichen Kriminalitätsgeschehens und entsprechender Präsenz dazu beitragen, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken.

    Täter nach versuchtem Einbruch gestellt

    Ort: Leipzig OT Zentrum West, Käthe-Kollwitz-Straße, Zeit: 13.07.2018, 01:00 Uhr

    Der Tatverdächtige (31, polizeibekannt) versuchte erfolglos, eine Zugangstür zum Sport- und Rehabilitationszentrum im Souterrain aufzuhebeln. Danach hebelte er eine weitere Tür auf und löste damit den optischen und akustischen Alarm aus. Er ließ von weiteren Handlungen ab und flüchtete. Bei der Tatortbereichsfahndung wurde er von Polizeibeamten festgestellt. Eine Absuche mit dem Fährtenhund verwies auf direktem Weg vom Tatort zum Tatverdächtigen. Zum entstandenen Schaden am Gebäude gibt es noch keine Angaben.

    Räuberischer Diebstahl in Parfümerie

    Ort: Leipzig OT Zentrum, Petersstraße, Zeit: 12.07.2018, 18:45 Uhr

    Der Beschuldigte (29) entwendete aus dem Regal einer Parfümerie insgesamt drei Parfümflaschen im Wert von ca. 200 Euro. Als der Beschuldigte den Ladendetektiv erkannte, versuchte er zu flüchten und wendete Gewalt gegen den Detektiv und eine weitere Person an, um zu entkommen. Die körperliche Auseinandersetzung fand sowohl im Geschäft als auch in den Büroräumen statt. Verletzt wurde bei der Auseinandersetzung niemand. Die herbeigerufene Polizei nahm den Beschuldigten vorläufig fest, um ihn einem beschleunigten Verfahren zuführen zu können.

    Sprayer erwischt

    Ort: Leipzig, OT Reudnitz-Thonberg, Gerichtsweg, Zeit: 13.07. 2018 04:00 Uhr

    Der Polizeidirektion Leipzig wurde bekannt, dass zwei unbekannte Täter eine Hauswand mit roter Farbe und den Worten ,,Scheiß Gentrifizierung“ (1,65 m x 1,05 m) besprühten und anschließend flüchteten. Bei der Anfahrt durch Polizeibeamte und der Wachpolizei konnte ein 25-jähriger Tatverdächtigter in der Umgebung gestellt werden.

    Autofahrerin erfasste freilaufenden Hund

    Ort: Leipzig; OT Connewitz, Wolfgang-Heinze-Straße/Brandstraße, Zeit: 12.07.2018, 23:00 Uhr

    Letzte Nacht erfasste eine Skoda-Fahrerin (56) einen Hund, der die Fahrbahn der Wolfgang-Heinze-Straße plötzlich in südlicher Richtung überquerte und verletzte diesen dadurch. Die 56-Jährige setzte aber ihre Fahrt ohne Anzuhalten fort. Zeugen informierten die Polizei, sie hatten den Unfall beobachtet und konnten ein Kennzeichenfragment benennen. Anhand dessen ermittelte eine Polizeistreife zügig die Unfallfahrerin, die auf Nachfrage auch gleich erklärte, dass sie in der Wolfgang-Heinze-Straße gegen etwas gefahren sei.

    Ihr wurde eröffnet, dass sie einen Hund angefahren habe und nun gegen sie wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt wird. Am Octavia entstand ein Sachschaden in Höhe von 500 Euro. Außerdem konnten die Zeugen berichten, dass der Hund in dem Moment, in dem seine Halterin ihr Fahrrad anschloss, ohne Leine lief und deshalb auch über die Straße rennen konnte.

    Zur gestrigen Pressemitteilung unter der Überschrift: „Wegen sexueller Nötigung in Untersuchungshaft“

    Am gestrigen Tag wurde uns zur Meldung unter der oben genannten Überschrift vorgeworfen, das Opfer verhöhnt und die Tat relativiert zu haben.

    Dazu möchten wir folgendes mitteilen:

    Die Pressestelle der Polizeidirektion Leipzig hatte die unpassende Formulierung bereits bemerkt und die Medieninformation daher bereits gestern zeitnah und entsprechend geändert. Wir entschuldigen uns für die Formulierung, hatten allerdings zu keiner Zeit die Absicht, die Tat zu verharmlosen oder das Opfer herabzuwürdigen bzw. zu verhöhnen.

     

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