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Polizeibericht 24. September: Kirche geknackt, Einbruch in Friedhofgebäude, Rasante Geisterfahrt

Ein Lautsprecher und ein Steuergerät wurden Sonntagmorgen in der Stephanuskirche von Langfingern gestohlen +++ Ein Einbrecher wollte nachts den am Friedhof Kleinzschocher ansässigen Blumenladen heimsuchen, als ihm das nicht gelang, brach er in das wenige Meter entfernte Verwaltungsgebäude des Friedhofs ein und stahl u. a. eine Digitalkamera +++ Auf der BAB 14 lieferte sich der Fahrer eines grauen Audi A 6 eine rasante Verfolgungsfahrt mit der Polizei, dabei fuhr er auch entgegen der Fahrtrichtung – In allen Fällen werden Zeugen gesucht.

Aus Gotteshaus geklaut

Ort: Leipzig (Mockau-Nord), Kieler Straße, Zeit: 16.09.2018, 09:00 Uhr bis 23.09.2018, 06:00 Uhr

Ein Lautsprecher und ein Steuergerät waren Sonntagmorgen in der Stephanuskirche von Mockau unauffindbar. Unverkennbar hatten Langfinger ihr Unwesen getrieben, denn sonderbarerweise standen auch zwei Fenster, das eine zum Kirchensaal, das andere an der Kirchenrückseite offen. Außerdem war das Schloss einer Innentür erheblich beschädigt. Die Gemeindemitglieder, die den Diebstahl der elektronischen Geräte im Wert von ca. 250 Euro bemerkten, informierten umgehend die Polizei. Diese nahm den Tatort in Augenschein und eröffnete ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahl im besonders schweren Fall.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, wenden sich bitte an das Polizeirevier Leipzig-Nord, Essener Straße 1, in 04129 Leipzig oder melden sich unter der Telefonnummer (0341) 5935-0.

Blumenhaus und Verwaltungsgebäude heimgesucht

Ort: Leipzig (Kleinzschocher), Friedhof, Zeit: 22.09.2018, 16:00 Uhr bis 23.09.2018, 08:00 Uhr

Ein Langfinger wollte in der Nacht zum Samstag den am Friedhof Kleinzschocher ansässigen Blumenladen heimsuchen, doch es gelang ihm nicht. Die Tür gab einfach nicht den Weg frei. So brach er in das wenige Meter entfernte Verwaltungsgebäude des Friedhofs ein, indem er die Füllung eines Türsegments herausdrückte und anschließend durch das entstandene Loch ins Gebäude hineinkletterte. Dann durchwühlte er sämtliches Mobiliar im Erdgeschoss und nahm letztlich aus einem der Büros eine Digitalkamera und ein paar wenige Euro-Stücke mit. Hernach verschwand er in unbekannte Richtung. Ein 49-Jähriger bemerkte Sonntagmorgen den Einbruch und informierte die Polizei, die nun wegen Diebstahl im besonders schweren Fall ermittelt. Die abschließende Auflistung der gestohlenen Gegenstände fehlt allerdings noch, weshalb der Stehlschaden noch nicht beziffert werden konnte.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Autobahnpolizei sucht dringend Zeugen!

Ort: Leipzig, BAB 14 (Fahrtrichtung in Richtung Dresden), Zeit: 23.09.2018, gegen 03:20 Uhr

Zwei Beamte des Autobahnpolizeireviers wurden während ihrer Streifenfahrt und in Höhe der Anschlussstelle Leipzig-Nordost durch einen grauen Audi A 6 überholt. Durch Funkabfrage des Kennzeichens wurden dessen fehlende Haftpflichtversicherung und die Ausschreibung zur Zwangsentstempelung offenbar. Zudem wurde auch der Halter des Fahrzeugs per Haftbefehl gesucht. Deshalb setzten sich die Beamten wieder vor den Audi und ließen „Bitte Folgen“ aufleuchten. An der nächsten Ausfahrt (Kleinpösna) erweckte der Audi-Fahrer zunächst den Eindruck, dem Streifenwagen zu folgen, zog im letzten Moment aber wieder auf die BAB 14 und beschleunigte rasant.

Daraufhin machten sich die Beamten unter der Nutzung des Sondersignals an die Verfolgung und informierten ihre Kollegen über Funk. Der Audi-Fahrer nutzte hernach die Anschlussstelle Naunhof, um seinen Pkw in der Abfahrt zu wenden und dann entgegen der Fahrtrichtung – als „Geisterfahrer“ – nach Norden zu rasen. Hierbei nutzte der Fahrer beide Fahr- und den Seitenstreifen, um Fahrzeugen auszuweichen. Glücklicherweise resultierte hieraus kein Unfall. Am Autobahndreieck Parthenaue bog er dann wieder in die richtige Fahrtrichtung (Göttingen) ein, wendete in Höhe des Parkplatzes Pösgraben aber neuerlich und fuhr abermals entgegen der Fahrtrichtung weiter.

Nachdem ihm wiederum mehrere Fahrzeuge – unfallfrei – ausgewichen waren, wendete er erneut und raste in der vorgeschriebenen Fahrtrichtung weiter. An der Anschlussstelle Leipzig-Südost verließ er schließlich die Autobahn. Während der Fahrer dann eine Kreuzung (ausgeschaltete Ampel) in vollem Tempo passierte, musste der verfolgende Funkstreifenwagen die Geschwindigkeit drosseln, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Dadurch verloren die Beamten den Audi aus den Augen. Doch ihre Kollegen waren unterdessen nicht untätig geblieben. So trafen andere Polizeibeamte den Fahrzeughalter (29) wenig später in der Nähe seiner Wohnanschrift in Paunsdorf als Fußgänger an.

In ihm erkannten die beiden Polizisten der Autobahnpolizei den Fahrer wieder, der ihnen mehrfach beim Wenden des Audis als Fahrzeugführer aufgefallen war. Bei seiner anschließenden Durchsuchung fanden sich betäubungsmittelverdächtige Substanzen, was seinen Fahrstil und seine Flucht wohl ein Stück weit erklären mag. Da er zum Abstellort des Audis keine Angaben machte, kam ein Fährtenhund zum Einsatz. Der Vierbeiner lief einige hundert Meter bis zur Straßenbahnhaltestelle, wo sich die Spur verlor. Vielleicht fällt dem Mann der Ort im Zuge seiner Ersatzfreiheitsstrafe wieder ein. Da er die zur Vermeidung erforderliche Geldsumme nicht begleichen konnte, erfolgte seine Überstellung in die Justizvollzugsanstalt. Nunmehr laufen Ermittlungen zur Gefährdung des Straßenverkehrs und zum Verbleib des grauen Audi A6 (amtl. Kennzeichen: L-QB 4724).

In diesem Zusammenhang sucht die Autobahnpolizei insbesondere Zeugen, die sich während der Geisterfahrten auf der BAB 14 und BAB 38 bewegten und dem Audi-Fahrer ausweichen mussten. Ebenfalls werden Zeugen gesucht, die sich auf der S 242 von der Autobahnabfahrt Leipzig-Südost in Richtung Leipzig-Liebertwolkwitz oder auf der Gegenfahrbahn befanden. Hinweise zum Abstellort des Audi sind ebenfalls erwünscht. Hinweisgeber wenden sich bitte an die VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 – 2851 (tagsüber) sonst 255 – 2910.

Radfahrerin geflüchtet

Ort: Borna, Sachsenallee/Am Breiten Teich, Zeit: 28.08.2018, gegen 13:05 Uhr

Eine 10-Jährige überquerte „Am Breiten Teich“ die Sachsenallee. Plötzlich kam wohl von hinten ein älteres Mädchen mit einem Fahrrad gefahren und fuhr das Kind an. Das Mädchen stürzte und verletzte sich; auch ihr Handy wurde beschädigt. Die Verursacherin hielt kurz an, erkundigte sich auch nach dem Wohlergehen des geschockten Kindes und fuhr dann weiter. Hernach half der 10-Jährigen noch ein unbekannter Mann, der fragte, ob er das Rettungswesen rufen soll.

Da die Unfallfolgen erst später deutlich wurden, sucht die Polizei nunmehr nach der Radfahrerin, dem helfenden Mann und weiteren Zeugen. Personen, die Hinweise zum Sachverhalt können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Borna, Grimmaische Straße 1a in 04552 Borna, Tel. (03433) 244-0 zu melden.

Zeugen gesucht

Ort: Eilenburg, Dübener Landstraße, Zeit: 23.09.2018, 18:30 Uhr

Der unbekannte Fahrer eines Audi Q7 befuhr die S11 (außerhalb geschlossene Ortschaft) von Eilenburg in Richtung Laußig. In einer Linkskurve, die vielen Einheimischen als „Silokurve“ bekannt ist, geriet der Audi Q7 auf die Gegenspur, wodurch der ihm entgegenkommende 31-jährige Fahrer eines Ford Fiesta nach rechts ausweichen musste. Dabei kam jener von der Fahrbahn ab und verlor die Kontrolle über das Fahrzeug. Auf einem angrenzenden Feld kam er zum Stehen. Durch den Unfall trug der 31-Jährige einen verletzten Arm davon, während der Fahrer des Audi Q7 seine fahrt unbeirrt fortsetzte.

Die Verkehrspolizei sucht Zeugen, die Hinweise im genannten Zeitraum zum Verhalten der Unfallbeteiligten, insbesondere zu dem Audi Q7 geben können. Diese wenden sich bitte an die VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 – 2851 (tagsüber) sonst 255 – 2910.

Auto beschädigt und erschwunden

Ort: Borna, Wilhelmsschacht, Zeit: 08.09.2018, 09:00 Uhr bis 11:15 Uhr

Die 67-jährige Fahrerin eines roten Hyundai i30 parkte ihr Auto ordnungsgemäß auf dem Parkplatz des Kaufland Borna. Als ihr Ehemann zum Fahrzeug zurückkam, um etwas einzuladen, stellte er fest, dass der Pkw durch ein unbekanntes Fahrzeug am linken Fahrzeugheck beschädigt worden war. Der Verursacher hatte sich zudem pflichtwidrig vom Unfallort entfernt.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder den unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Borna, Grimmaische Straße 1a in 04552 Borna, Tel. (03433) 244-0 zu melden.

BMW Fahrer „rauscht“ in die Fahrschule

Ort: Delitzsch, Eisenbahnstraße, Zeit: 23.09.2018, gegen 22:00 Uhr

Ein 21-jähriger Fahrer eines BMW fuhr in Delitzsch die Eisenbahnstraße entlang. Offenbar infolge unangemessener Geschwindigkeit kam er dabei nach links von der Fahrbahn ab und stieß gegen ein Haus. Dass sich darin eine Fahrschule befindet, kann wohl als Zeichen verstanden werden. Durch den heftigen Aufprall trug die Fassade erhebliche Schäden davon; sogar der Einsatz des Technischen Hilfswerkes wurde zur Stabilisierung erforderlich. Durch umherfliegende Trümmerteile wurde überdies ein in der Nähe geparktes Fahrzeug beschädigt. Der 21-Jährige erlitt zum Glück nur leichte Verletzungen. Der Sachschaden beläuft sich nach dem jetzigen Stand auf ca. 70.000 Euro.

Ein unzufriedener Kunde?

Ort: Leipzig (Möckern), Georg-Schumann-Straße, Zeit: 22.09.2018, gegen 21:40 Uhr

Ein 51-jähriger Geschäftsinhaber eines Spätverkaufs saß hinter seinem Tresen, als er plötzlich einen lauten Schlag und unmittelbar darauf einen Feuerschein auf der Straße vor dem Laden wahrnahm. Offenbar hatte ein unbekannter Radfahrer kurz vor dem Gebäude gestoppt und eine Flasche – gefüllt mit brennbarer Flüssigkeit – gegen die Scheibe des Ladens geworfen. Danach flüchtete der Täter mit dem Fahrrad in Richtung Kirschbergstraße.

Zu seiner Beschreibung wurde lediglich bekannt, dass er wohl einen grünen Pullover mit einer Kapuze trug. Da die Scheibe des Geschäftes nicht durchschlagen wurde und die Flammen nur wenige Sekunden züngelten, erlitt niemand Verletzungen und erscheint der Sachschaden zum Glück überschaubar. Polizeibeamte führten die kriminaltechnische Tatortarbeit durch, sicherten Spuren und befragten den Inhaber. Da jener angab, erst am Vortag Ärger mit einem namentlich nicht bekannten Kunden gehabt zu haben, rückt dieser vorerst in den Mittelpunkt der gleichwohl offen geführten Ermittlungen.

Stechpaddel und Equipment verschwunden

Ort: Leipzig (Südvorstadt), Schleußiger Weg, Zeit: 21.09.2019, 19:00 Uhr bis 22.09.2018, 09:30 Uhr

Zum Lagerhaus auf dem Gelände des Bootsverleihs am Schleußiger Weg verschafften sich Langfinger Zutritt, indem sie die hölzerne Eingangstür komplett zerstörten. Dann nahmen sie die dort gelagerten ca. 20 Stechpaddel sowie etwa zehn wasserdichte Wasserwandersäcke im Gesamtwert von rund 2.300 Euro und verschwanden mit diesen in unbekannte Richtung. Als Samstagmorgen eine Verantwortliche (34) des Bootsverleihs die Tore für ambitionierte Paddler öffnete, bemerkte sie den verlustbringenden „Besuch“ und rief die Polizei. Diese ermittelt nun auch in dieser Sache wegen Diebstahl im besonders schweren Fall.

Ein kleiner „Fisch“ im Netz

Ort: Leipzig (Neustadt-Neuschönefeld), Eisenbahnstraße, Zeit: 24.09.2018, gegen 01:30 Uhr

Bei der Kontrolle eines 34-Jährigen bewiesen Gesetzeshüter Treffsicherheit. Sie waren während der Streife auf den Mann aufmerksam geworden, hatten ihn angehalten und seine Identität geprüft. In diesem Zusammenhang stießen sie auf drei offene Haftbefehle, weshalb sie dem Mann die Festnahme erklärten und ihn in die Justizvollzugsanstalt verbrachten. Zuvor aber kontrollierten sie seine Sachen auf gefährliche Gegenstände und förderten dabei den Personalausweis einer Frau zutage. Den wollte der 34-Jährige vor einigen Tagen in der Wurzener Straße gefunden haben.

Die Angaben werden noch näher zu prüfen sein, denn das Dokument war der Inhaberin erst wenige Tage zuvor gestohlen und daraufhin zur Fahndung ausgeschrieben worden. Außerdem fanden die Gesetzeshüter im Rucksack des 34-Jährigen ein Portemonnaie mit Karten jedweder Couleur, die ihm aber ebenfalls nicht gehörten. Darunter waren Schlüsselkarten, eine LVB Umwelt Card, Mitgliedskarten für Fitnessstudios usw. Ferner steckte in der Hose des Mannes ein mit Schlüsselring an der Unterwäsche befestigtes Beutelchen, in dem sich wiederum ein Plastiktütchen mit weißer, kristalliner Substanz verbarg. Das vermutliche Betäubungsmittel, das Portemonnaie mit Karten und der Personalausweis wurden sichergestellt und dienen nunmehr als Beweismittel in zwei gegen den 34-Jährigen eröffneten Ermittlungsverfahren – wegen Unterschlagung sowie wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

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Ökolöwe schreibt an Baubürgermeisterin: Schaffen Sie Platz für Radfahrer/-innen!
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Foto: Ralf Julke

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Verlassene Innenstadt. Foto: Michael Freitag

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Für alle LeserSeit dem 23. März gelten in Sachsen verschärfte Ausgangsbeschränkungen, teilweise schärfere als in anderen Bundesländern. Manchmal so unscharf formuliert, dass selbst die Polizei nicht weiß, wo sie nun eine vernünftige Grenze ziehen soll. Die Allgemeinverfügung liest sich für die linke Landtagsabgeordnete Juliane Nagel wie mit heißer Nadel gestrickt. Und so richtig rechtskonform scheint ihr die Sache auch nicht zu sein.