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Polizeibericht, 23. Oktober: Straßenbahn nicht beachtet, Fliegende Mülltonne, Wahnsinnige Flucht

In der Karl-Liebknecht-Straße parkte ein Mercedes-Fahrer aus und beachtete dabei die herannahende Straßenbahn nicht, die eine Vollbremsung hinlegen musste wodurch eine 72-Jährige zu Fall kam +++ In Markkleeberg ließ ein unbekannter Täter Mülltonnen fliegen – mitten auf die Frontscheibe eines Toyota – In beiden Fällen sucht die Polizei nach Zeugen +++ In Oschatz kam es zu einer wahrlich wahnsinnigen Flucht vor der Polizei.

Dringend Zeugen nach Unfall gesucht

Ort: Leipzig (Zentrum-Süd), Karl-Liebknecht-Straße (Höhe Hohe Straße), Zeit: 19.10.2018, 12:00 Uhr

Freitagmittag, gegen 12:00 Uhr ereignete sich auf der Karl-Liebknecht-Straße, Höhe Hohe Straße ein Verkehrsunfall, bei welchem eine Frau (72) leicht verletzt wurde. Ein Mercedes-Fahrer parkte just zu der Zeit aus einer Parklücke der Karl-Liebknecht-Straße aus und wollte weiter stadteinwärts fahren, als in dem Moment eine ebenfalls stadteinwärts fahrende Straßenbahn nahte. Der Straßenbahnfahrer der Linie 11 bremste heftig. Daraufhin stürzte eine 72-Jährige und verletzte sich leicht, zum Zusammenstoß mit dem dunkelfarbigen Mercedes ML 320 CDI 4MATIC kam es aber nicht. Nun sucht die Polizei Zeugen des Unfalls.

Wer kann Angaben zum Fahrverhalten des Mercedes-Fahrers und zum Bremsvorgang der Straßenbahn machen? Die Polizei sucht dringend Zeugen die mit dieser Bahnlinie mitgefahren sind um dies Uhrzeit. Diese wenden sich bitte an die VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig oder melden sich unter der Telefonnummer (0341) 255 – 2851 (tagsüber) bzw. 255 – 2910.

Tatwerkzeug: Mülltonne

Ort: Markkleeberg, Hauptstraße & Werner-Rummelt-Straße, Zeit: 22.10.2018, zwischen 07:10 Uhr und 07:30 Uhr

Bei einer unschönen Sachbeschädigung in Markkleeberg möchte man sich glatt an das Kinderspiel: „Alle Vögel fliegen hoch!“ erinnert fühlen – und den Begriff „Vögel“ gegen „Mülltonne“ austauschen. Dabei können Mülltonnen gar nicht fliegen! Oder doch? Mit Sicherheit steht fest, dass gestern früh eine Tonne mitten auf der Frontscheibe eines grauen Toyota Verso landete. Höchstwahrscheinlich handelt es sich hierbei jedoch nicht um die ungelenken Flugversuche eines Abfallkübels, weshalb die Polizei die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen hat.

Und damit noch nicht genug: Gleich um die Ecke, in der Werner-Rummelt-Straße, wurde die Heckscheibe eines schwarzen Ford Focus beschädigt. Aufgrund der Nähe zueinander und der eingeordneten Zeit kann angenommen werden, dass ein und derselbe Täter für beide Beschädigungen infrage kommt. Der verständliche Ärger beider Autobesitzer war natürlich groß. Der Gesamtsachschaden wird auf ca. 2.000 Euro geschätzt.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder den unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Südost, Richard-Lehmann-Straße 19 in 04275 Leipzig, Tel. (0341) 3030 – 100 zu melden.

Wahnsinnige Flucht vor der Polizei

Ort: Oschatz, Mühlberger Straße, Zeit: 19.10.2018, gegen 12:00 Uhr

Bereits am Freitag ereignete sich ein unglaublicher Vorfall in Oschatz, dessen Schilderung beinah an einen „schlechten Film“ erinnert und allen den Atem stocken lässt. Begonnen hatte alles mit dem Vorhaben eines Streifenteams, einen blauen Audi im Bereich des Bahnhofes in Oschatz einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Der Fahrer im Audi missachtete jedoch sowohl die optische Aufforderung „Stopp Polizei“, das Blaulicht als auch letzten Endes das Martinshorn des Funkstreifenwagens und fuhr unbeirrt mit überhöhter Geschwindigkeit, teilweise im Gegenverkehr, davon.

Auf der Mühlberger Straße vor der Bahnunterführung musste der Audi Fahrer jedoch anhalten, da viele Verkehrsteilnehmer ihre Fahrzeuge aufgrund des herannahenden Blaulichtes der Polizei gestoppt hatten. Der Audi setzte in einer Einfahrt zurück und wollte offensichtlich wenden. Hierauf sprang einer der Polizisten (43) aus dem Einsatzfahrzeug, rannte zur Fahrertür des Audis und forderte den Fahrer lautstark auf, die Fahrt zu beenden und auszusteigen. Der zweite Polizist (35) versuchte, den Funkstreifenwagen so zu stellen, dass der Audi nicht vorbeifahren konnte.

Der Fahrer im Audi ignorierte das Geschehen um ihn herum, hatte die Tür gar von innen verriegelt. Er setzte weiter zurück, im Vorhaben seinen Wagen zu wenden. Durch dieses Manöver stand der 43-jährige Polizeibeamte letztlich zwischen dem Audi und dem Funkstreifenwagen, direkt vor der Motorhaube des Audis. Im nächsten Moment hörte er den Motor des Fahrzeuges vor ihm aufheulen und bemerkte, wie es anfuhr. Aufgrund der eingekeilten Situation konnte er nirgendwohin ausweichen, außer nach oben. Just in dem Moment, da er angefahren werden sollte, sprang er hoch und landete mit den Knien auf der Motorhaube des Audis. Um nicht herunterzufallen, ließ er sich nach vorn fallen und griff mit beiden Händen nach der Motorhaube und einem Scheibenwischer.

Nun vollführte der Audi eine scharfe Kurve, fuhr am Heck des Streifenwagens vorbei und raste in halsbrecherischem Tempo zurück auf die Mühlberger Straße. Dem Polizisten auf der Motorhaube blieb nichts anderes übrig, als sich krampfhaft festzuhalten und das trotz der vehementen Versuche, abgeschüttelt zu werden. Der Audi Fahrer beschleunigte auf bis zu 70 km/h, vollführte zwei Bremsungen und fuhr in Schlangenlinien, um den Beamten, der um sein Leben bangte, abzuwerfen. Kurz vor dem Kreisverkehr hatte der hinterherfahrende Kollege im Funkstreifenwagen den Audi wieder erreicht und fuhr mit ihm auf selber Höhe. Der Audi wurde langsamer und hielt rechts auf dem Bürgersteig an.

Kaum, dass der Wagen gestoppt hatte, glitt der Polizist von der Motorhaube herunter, fasste sich kurz und zog nach seiner Waffe, um die nun kommende Handlung seines Kollegen, der den Fahrer (45) aus dem Wagen komplimentierte, abzusichern. Der 45-Jährige wehrte sich vehement gegen die Festnahme. Mit einfacher körperlicher Gewalt und dem Einsatz von Pfefferspray wurde er dennoch zu Boden gebracht und fixiert. Da bei dem 45-Jährigen Alkoholgeruch wahrgenommen wurde, führten hinzugerufene Kollegen bei ihm einen Atemalkoholtest durch, der 1 Promille ergab. Trotz des gesamten Geschehens grenzte es beinah an ein Wunder, dass der Beamte auf der Motorhaube „lediglich“ Abschürfungen an den Händen erlitt und nicht viel schwerer verletzt wurde.

Nach diesem Vorfall wurde durch den diensthabenden Staatsanwalt die vorläufige Festnahme des Mannes angeordnet. Dieser hatte sich bisher keiner Straftat zuschulden kommen lassen. In seiner Beschuldigtenvernehmung äußerte er sich nicht zum Sachverhalt und wurde hiernach noch am Samstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der aufgrund der vorliegenden Sachlage und der drohenden Fluchtgefahr entschied, die Untersuchungshaft des 45-Jährigen anzuordnen. Gegen ihn wird nun wegen besonders schweren Fall des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit vorsätzlich gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Leer ausgegangen

Ort: Leipzig (Möckern), Slevogtstraße (S-Bahn-Unterführung), Zeit: 23.10.2018, 03:10 Uhr

In der Nacht versuchten Diebe, in der Slevogtstraße am S-Bahn-Haltepunkt die Geldkassette eines Fahrkartenautomaten zu öffnen, um an das darin für Fahrkarten eingezahlte Geld zu gelangen. Sie hebelten demnach vom Fahrkartenautomaten, der am Aufgang zum S-Bahn-Haltepunkt steht, den Kreditkarteneinzug/-leser ab und deponierten anschließend einen explosiven Stoff im Inneren, wo dieser auch umsetzte. Dadurch entstand am Automaten erheblicher Schaden, aber an die Geldkassette samt Bargeld gelangten die Langfinger dennoch nicht.

Demnach flüchteten sie ohne Beute vom Tatort. Ein Anwohner hatte den lauten Knall, der durch die Sprengung erzeugt wurde, gehört und die Polizei informiert. So suchten sowohl Bundes- als auch Landespolizisten den Tatort und angrenzende Straßen mit Hubschrauber und Fährtenhund nach den möglichen Tätern ab, doch diese blieben bislang verschwunden.

Zudem musste der Haltepunkt vorübergehend, d. h. bis ca. 07:00 Uhr gesperrt werden, da nahe des Fahrkartenautomaten eine Dose gefunden wurde, von der nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sie ebenfalls explosive Stoffe barg. Nachdem diese Dose von Spezialisten abtransportiert und die Spuren am Tatort gesichert waren, konnte der Haltepunkt wieder freigegeben werden. Der Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf 10.000 Euro.

Kennzeichendieb erwischt

Ort: Leipzig (Wiederitzsch), Brösigkestraße, Zeit: 20.10.2018, 11:00 Uhr – 22.10.2018, 10:00 Uhr

Ein 34-Jähriger, der mit den amtlichen Kennzeichen eines Opel Vectra unterwegs war, ging Gesetzeshütern gestern Vormittag ins Netz. Er war in den Fokus der Polizisten gerückt, als er mit einem nicht für den Straßenverkehr zugelassenen Audi in der Brösigkestraße angehalten wurde und keinen Führerschein vorweisen konnte. Zudem war der Audi Fahrer laut Testergebnisse unter Einfluss von berauschenden Mitteln gefahren, denn der Alkoholtest wies einen Wert von 0,82 Promille aus, der Drug-Wipe-Test indes schlug positiv auf Amphetamine und Methamphetamine an.

Bei der Überprüfung des Autos entdeckten die Gesetzeshüter zudem, dass die am Audi befestigten amtlichen Kennzeichen seit zwei Tagen nach Diebstahl zur Fahndung ausgeschrieben waren. Somit wurden diese beschlagnahmt und ein Ermittlungsverfahren gegen den 32-Jährigen wegen Verdacht des Kennzeichendiebstahls, der Urkundenunterdrückung, des Kennzeichenmissbrauchs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, ohne Pflichtversicherung und unter Einfluss von berauschenden Stoffen ermittelt.

Der „Klassiker“ – Aufpassen beim Aussteigen!

Ort: Leipzig (Südvorstadt), Karl-Liebknecht-Straße, Zeit: 22.10.2018, 07:05 Uhr

Ein 45-jähriger Fahrer eines Mercedes stellte das Fahrzeug am Fahrbahnrand ab und wollte das Fahrzeug verlassen und aussteigen. Beim Öffnen der Fahrertür kam es zum Zusammenstoß mit der nachfolgenden 32-jährigen Radfahrerin, welche auf den Radweg die Karl-Liebknecht-Straße fuhr.

Durch den Zusammenstoß stürzte die Radfahrerin so schwer, dass sie in ein Krankenhaus gebracht und stationär aufgenommen wurde. Gegen den 45-jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall eingeleitet.

Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang noch einmal an alle Kraftfahrer. Bitte vor dem Aussteigen in den Rück- und Seitenspiegel schauen. Gegenseitige Rücksichtnahme hilft allen im Straßenverkehr.

Zaun beschädigt und weggefahren

Ort: Leipzig (Burghausen-Rückmarsdorf), Schkeuditzer Straße, Zeit: 22.10.2018, 17:30 Uhr

Eine 51-jährige Bewohnerin eines Einfamilienhauses wurde durch einen Hinweisgeber darüber informiert, dass dieser gesehen hat, wie gerade ein Fiat Ducato Transporter auf der Straße vor dem Grundstück zweimal rückwärts fuhr und gegen die Umfriedungsmauer stieß. Anschließend ist der Transporter weggefahren. Die 51-jährige Frau sah sich den Schaden an und musste feststellen, dass an der Umfriedung sämtliche Klinkersteine am Untersockel herausgebrochen und drei Klinkersäulen angebrochen waren. Die Frau informierte die Polizei.

Plötzlich kam der Transporter zurück. Der Hinweisgeber erkannte das Fahrzeug eindeutig wieder. Der Transporter hielt gegenüber am Grundstück. Die 51-jährige Frau sprach den älteren Fahrer auf die Beschädigungen an. Sinngemäß gab dieser an, dass er das wieder in Ordnung bringt und verschwand mit einem Sixpack Bier im Grundstück. Die Beamten, die kurze Zeit später eintrafen, nahmen den Sachverhalt auf und begaben sich zum Grundstück, wo der Transporter stand.

Am Transporter wurden Beschädigungen festgestellt und dokumentiert. Die geführten Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem Fahrer um einen 60-jährigen Leipziger handelte. Ein an Ort und Stelle durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,92 Promille. Gegend den 60-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen der Gefährdung im Straßenverkehr und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet. Der Sachschaden an der Umfriedung beträgt ca. 4.000 Euro.

Unfall auf der A 9 fordert Todesopfer

Ort: BAB 9, Richtung München, km 114,8 (Höhe Glesien), Zeit: 23.10.2018, 02:25 Uhr

In den frühen Morgenstunden des 23. Oktobers 2018 ereignete sich auf der BAB 9, in Richtung München, ein folgenschwerer Verkehrsunfall. Im Bereich Schkeuditz, Höhe Glesien fuhr ein Ford Transit mit drei Insassen (26, 26, 29) in der mittleren von drei Fahrspuren. Aus bisher noch ungeklärter Ursache fuhr der Ford einem vorausfahrenden Lkw DAF auf den Anhänger auf. Hierauf verlor der Fahrer (26) die Kontrolle über den Wagen, zog das Fahrzeug nach links und landete in der Mittelleitplanke. Ein direkt dahinter fahrender grauer VW Passat wurde durch umherfliegende Trümmerteile beschädigt. Die Fahrerin (23) im Passat blieb jedoch unverletzt und konnte später ihre Fahrt fortsetzen. Der Fahrer (42) im Lkw wurde ebenfalls nicht verletzt.

Durch den Aufprall mit der Leitplanke wurde der Ford Transit derart deformiert, dass der Beifahrer eingeklemmt und alle drei Insassen schwerste Verletzungen erlitten. Noch vor Ort wurden der 26-jährige Beifahrer und der 29-jährige Insasse reanimiert. Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen verstarb der 26-Jährige noch am Unfallort. Sowohl der Fahrer als auch der 29-jährige Mann wurden in ein nahe gelegenes Krankenhaus stationär aufgenommen. Der Zustand des 29-Jährigen wird derzeit als kritisch angesehen.

Die A 9 wurde aufgrund des Unfalles bis 09:00 Uhr in Richtung München komplett gesperrt. Erst nachdem die Bergungsarbeiten beendet worden waren (Transporter und Lkw-Anhänger abgeschleppt, Unfallaufnahme abgeschlossen), konnte die Fahrbahn auch wieder freigegeben werden. Ein weitreichender Stau und lange Wartezeiten waren hiernach unausweichlich. Der Gesamtsachschaden wird aktuell auf 32.000 Euro geschätzt.

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