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Polizeibericht, 30. November: Illegale Schrauberwerkstatt ausgehoben, Fußgängerin übersehen

Ein „Blitzerfoto“ überführte ein Diebesduo. Bei der Hausdurchsuchung stießen die Beamten auf ein bunt gemischtes Warenlager, welches aus einer Vielzahl an Straftaten herrührte +++ In der Blücherstraße wurde eine 67-jährige Fußgängerin von einem Pkw-Fahrer übersehen und schwer verletzt.

Illegale Schrauberwerkstatt ausgehoben – „Blitzerfoto“ öffnete die Tore

Ort: Neukieritzsch und Lobstädt, Zeit: 26.11.2018, 13:30 Uhr (Durchsuchung)

Ein „Blitzerfoto“ überführte das Diebesduo (28, 40), welches seit geraumer Zeit im Fokus Leipziger Ermittler stand. Auf dem Bild war ein Auto zu erkennen, welches im Februar dieses Jahres aus der Wasserturmstraße in Leipzig verschwand. Hinter dem Steuer ein Mann, der von den Gesetzeshütern zweifelsfrei als ein 40-jähriger Neukieritzscher erkannt werden konnte. Sein Beifahrer war ebenfalls nicht unbekannt.

Allerlei Diebesgut fand sich an. Foto: PD Leipzig

Allerlei Diebesgut fand sich an. Foto: PD Leipzig

Nun lag der Verdacht nahe, dass einer von beiden oder beide gar zusammen am 9. Februar 2018 zwei Sporttaschen mit Bekleidung, einem Portemonnaie, Bargeld, amtlichen Dokumenten, einer EC Karte, einer Brille und diversen Wohnungs-, Geschäfts-, Fahrzeug- und Sporthallenschlüssel aus der Sporthalle einer Leipziger Schule gestohlen hatten. Diese waren von ihren Besitzerinnen während des Trainings dort in der Damenumkleide abgestellt worden.

Zwei Tage später dann verschwand von einer der bestohlenen Frauen (24) das Auto, ein Mazda, welcher noch am selben Abend in Espenhain von einer Geschwindigkeitsmessanlage aufgrund zu hoher Geschwindigkeit erfasst worden war. Nun kam es, wie es kommen musste. Das „Blitzerfoto“ erreichte die Ermittler der Leipziger Kripo, welche somit zumindest den begründeten Verdacht hegten, dass der 40-Jährige für den Diebstahl der Sporttasche und des Mazdas verantwortlich war und somit auf Antrag der Staatsanwaltschaft Leipzig einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohn- und Geschäftsräume der Männer erwirken konnten.

Diesen realisierten die Ermittler der Leipziger Kripo mit Unterstützung von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei Leipzig am 26. November 2018, die in Neukieritzsch und in Lobstädt durchsuchten. Dabei stießen sie auf ein bunt gemischtes Warenlager von A bis V, welches aus einer Vielzahl an Straftaten herrührte.

Demnach stellten die Ermittler neben einem VW T 5, einem Motor RS 4 und diverser Autoteile wie Autoradio, Airbag, Navi, Autositze, Lenkrad, Kennzeichen ebenfalls eine Vielzahl an Autoschlüsseln, einige Laptops, Festplatten und ein Telefon sicher. Zudem entdeckten sie im Verlauf der Durchsuchungen auch eine abgeerntete Plantage, auf welcher illegal Hanf angebaut worden war. Ferner fiel ihnen eine Kettensäge in die Hände, die in Hessen spurlos verschwand. Letztlich fanden sich noch Kabeltrommeln, eine Playstation, mehrere Gasflaschen, diverse Schlüssel, Ausweise, Ecstasy-Tabletten und zwei hochwertige Fahrräder, ein Rennrad der Marke ROSE und ein Mountainbike mit entfernter Rahmennummer an.

Angesichts der Vielzahl der Gegenstände in unterschiedlichster Größe und Gewicht, war der Einsatz schwerer Hebetechnik zur Sicherstellung des Diebesgutes notwendig. So unterstützte die Leipziger Bereitschaftspolizei mit ihrer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit, dem Technischen Einsatzzug und einem weiteren Bereitschaftspolizeizug mit ihrer Sonderausstattung wie dem Lichtkraft-Mastwagen, besonderer Hebetechnik und stellte zudem einen Lkw zum Abtransport bereit.

Gegen die beiden Diebe, die in Verdacht stehen, eine illegale „Schrauberwerkstatt“ in Lobstädt betrieben zu haben, wird nun wegen besonders schweren Diebstahls, Hehlerei und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Hinsichtlich der sichergestellten Gegenstände prüfen die Ermittler, welche bereits angezeigten Straftaten mit dem Auffinden der gestohlenen Gegenstände in Zusammenhang gebracht werden können und wer möglicherweise als rechtmäßiger Eigentümer dafür infrage kommt.

Anmerkung: Bürgerinnen und Bürger mögen bitte von Nachfragen bezüglich der gefundenen Gegenstände Abstand nehmen. Die Ermittler werden zu gegebener Zeit mit den ermittelten rechtmäßigen Besitzern der Gegenstände Kontakt aufnehmen.

Fußgängerin übersehen: schwer verletzt

Ort: Leipzig (Möckern), Slevogtstraße/Blücherstraße, Zeit: 29.11.2018, gegen 19:00 Uhr

Gestern Abend bog der Fahrer (43) eines weißen Audi A 6 von der Slevogtstraße nach links in die Blücherstraße ab. Dabei übersah er die von rechts kommende Fußgängerin (67) und erfasste sie. Die 67-Jährige wurde zu Boden geschleudert und musste schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Blücherstraße musste nach dem Unfall etwa eine Stunde komplett gesperrt werden. Danach konnte eine Fahrbahn wieder freigegeben werden, bis die Polizei die Unfallaufnahme gegen 21:20 Uhr vor Ort beendete. Gegen den 43-Jährigen wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall ermittelt.

Fußgängerin quert Fahrbahn und wird angefahren

Ort: Leipzig (Möckern), Georg-Schumann-Straße/Annaberger Straße, Zeit: 30.11.2018, gegen 06:35 Uhr

Heute Morgen wollte eine 25-jährige Leipzigerin die Georg-Schumann-Straße in Höhe der Haltestelle „Annaberger Straße“ hinter einer Straßenbahn überqueren. Der Fahrer (61) eines grauen Opel Astras übersah die 25-Jährige, die von links kam und erfasste sie beim Losfahren. Die schwangere Frau wurde daraufhin mit leichten Verletzungen zur medizinischen Versorgung und Kontrolle ihres Gesundheitszustandes ins Krankenhaus gebracht. Gegen den 61-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Vorfahrtsfehler mit Folgen

Ort: Leipzig (Volkmarsdorf), Eisenbahnstraße/Hildegardstraße, Zeit: 29.11.2018, gegen 09:10 Uhr

Beim Überqueren der Eisenbahnstraße beachtete ein Ford-Fahrer (32), der auf der Hildegardstraße in Richtung Süden unterwegs war, den vorfahrtsberechtigten Mercedes nicht. Dessen Fahrer (35) war zu der Zeit ebenfalls in den Kreuzungsbereich hineingefahren und rauschte nun geradezu in die Seite des Ford Mondeo. Aufgrund des heftigen Aufpralls erlitt der 35-Jährige schwere Verletzungen, weshalb er zur medizinischen Versorgung stationär in einer Leipziger Klinik aufgenommen werden musste.

Sowohl am Ford Mondeo als auch am Mercedes E 420 CDI entstand erheblicher Schaden. Letzterer war nicht mehr fahrbereit. Zudem wurden zwei Straßenverkehrszeichen in Mitleidenschaft gezogen, so dass in der Gesamtbetrachtung ein Schaden von ca. 10.000 Euro entstand.

Durchsetzung des Jedermannfesthalterechts

Ort: Leipzig (Stötteritz), Naunhofer Straße (Linie 15 Richtung Meusdorf), Zeit: 29.11.2018, gegen 08:30 Uhr

Als Schwarzfahrer befindet man sich an sich schon auf dreisten Füßen der Strafbarkeit, denn: Fahren ohne gültigen Fahrausweis in den Bussen und Bahnen ist eine Straftat und kein Kavaliersdelikt. Gestern Vormittag trieb es ein Schwarzfahrer (28) allerdings auf die Spitze. Nachdem er sich in der Bahn nicht ausweisen konnte, musste er mit den Kontrolleuren an der Haltestelle Probstheida aus der Linie 15 aussteigen. Kaum ausgestiegen, vermittelte er den Kontrolleuren durch eine beleidigende Geste seine Nichtachtung und versuchte davonzukommen.

Einer der Kontrolleure (29) wollte sich das nicht gefallen lassen, setzte nach, hielt den 28-Jährigen fest und brachte ihn zu Boden. Dort erhielt der 29-Jährige einen Faustschlag vom Schwarzfahrer, was den zweiten Kontrolleur mit auf den Plan rief, der zwischenzeitlich die Polizei gerufen hatte. Gemeinsam hielten die Kontrolleure den 28-Jährigen bis zum Eintreffen der Gesetzeshüter fest. Sein Fluchtversuch endete daher nicht nur mit der Anzeige wegen Erschleichen von Leistungen, sondern auch mit einer Anzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung.

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Alte Nikolaischule am Nikolaikirchhof. Foto: Ralf Julke

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Stand der Briefwahlbeteiligung zur OBM-Wahl 2020. Grafik: Stadt Leipzig

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Wolfram Günther lädt eine Delegation der Bauern schon mal ins Umweltministerium ein
Nicht allen sächsischen Kühen geht es so gut und sie kommen - wie diese hier - auch mal ins Grüne. Foto: Matthias Weidemann

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Für alle LeserAm Freitag, 17. Februar, brachen auch sächsische Bauern mit ihren Traktoren zur Sternfahrt nach Berlin auf. Um sie zu verabschieden, hatte der sächsische Staatsministers für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft Wolfram Günther zwar keinen Termin mehr frei. Aber sein Grußwort verlas dafür Dr. Gerd Lippold, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft. Und das hat es in sich. Denn im Umgang der Staatsregierung mit den Bauern wird sich jetzt etwas ändern.