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Polizeibericht, 10. April: Motorrad weg, Räuber gestellt, Diebstahl aus Kleidercontainer

Trotz Lenkerschloss und eines stabilen Kettenschlosses entwendeten unbekannte Täter in der Scharnhorstraße ein Motorrad – Die Polizei sucht nach Zeugen +++ Gestern Nachmittag raubte ein 16-Jähriger die Handtasche einer 65-Jährigen, die aufgrund des plötzlichen Überfalls und von dessen Heftigkeit überrascht zu Fall kam +++ In der William-Zipperer-Straße warf ein 29-Jähriger einen Kleidercontainer um und wollte sich mit zwei prall gefüllten Taschen mit Bekleidung und Schuhen von dannen machen.

Diebstahl eines Motorrades

Ort: Leipzig (Südvorstadt), Scharnhorstraße/Lößniger Straße, Zeit: 09.04.2019, gegen 03:00 Uhr bis gegen 05:00 Uhr

Trotz Lenkerschloss und eines stabilen Kettenschlosses entwendeten unbekannte Täter das gesichert abgestellte schwarze Motorrad „KAWASAKI VERSYS 650“ mit grünen Streifen (amtlichen Kennzeichen L C 647) des 43-jährigen Nutzers in einem Zeitwert von ca. 9.000 Euro. Die ersten Befragungen und Hinweise ergaben, dass die Tatzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen 03:00 Uhr und 07:15 Uhr lag. Die Beamten gehen auch davon aus, dass das Motorrad in einen Transporter geschoben und weggebracht wurde.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder den unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Leipzig-Südost, Richard-Lehmann-Straße 19 in 04275 Leipzig, Tel. (0341) 3030 – 100 zu melden.

Von jungem „Burschen“ beraubt

Ort: Markkleeberg, Hohe Straße/An der Kuhle, Zeit: 09.04.2019, gegen 16:35 Uhr

Gestern Nachmittag raubte ein 16-Jähriger die Handtasche einer Frau (65), welche kurz zuvor vom Einkaufen aus der Rathausgalerie gekommen und anschließend auf dem Heimweg durch die Hohe Straße gelaufen war. In der Straße war zu der Zeit nicht viel los, wie die 65-Jährige später erzählen sollte. Sie hatte also schon den Kindergarten hinter sich gelassen und lief an einer großen Baustelle vorbei, als plötzlich eine dunkle Gestalt erschien und an ihrer Handtasche zerrte. Diese trug sie in ihrer Hand. Aufgrund des plötzlichen Überfalls und von dessen Heftigkeit überrascht, stürzte die 65-Jährige. Dabei versuchte sie, die Handtasche festzuhalten, jedoch reichte ihre Kraft nicht aus. Als dann noch der Riemen der Tasche riss, konnte der Räuber sie erlangen und mit dieser auf einem Fahrrad flüchten.

Zeugen jedoch, Nachbarn der Frau, hatten den Überfall zufällig beobachtet und schließlich den Räuber in Tatortnähe gestellt. Sie waren dem Jugendlichen hinterhergefahren und konnten ihn in der Sackgasse „Hohe Straße“ nach Hinweis einer Passantin festhalten und die Tasche der Frau sichern. Zwischenzeitlich war auch schon die Polizei informiert worden, die den Räuber in Gewahrsam nahm und dessen Identität als 16-Jährigen klärte. Zudem durchsuchten die Gesetzeshüter den Jugendlichen und förderten aus der Hosentasche ein Einhandmesser zu Tage.

Die Frau, die indes den Zeugen zum Tatverdächtigen gefolgt war, zeigte sich angesichts des Alters vom Räuber schockiert. Die Handtasche konnte mit vollständigem Inhalt an die 65-Jährige zurückgegeben werden. Die Leipziger Kripo ermittelt in dem Fall nun wegen Raub und Verstoß gegen das Waffengesetz.

Diebstahl aus Kleidercontainer

Ort: Leipzig (Leutzsch), William-Zipperer-Straße, Zeit: 09.04.2019, gegen 22:40 Uhr

Am späten Montagabend beobachteten Anwohner der William-Zipperer-Straße, wie ein Mann einen Kleidercontainer umwarf und Sachen daraus heraussuchte. Sie riefen die Polizei. Die stellten in der Nähe einen 29-Jährigen fest, der zwei prall gefüllte Taschen mit Bekleidung und Schuhen davontrug. „Es wären alles seine Sachen“, beteuerte er; blieb aber einer Antwort auf die Frage, warum es zum Großteil Damen- und Kindersachen wären, schuldig. Da die Sachen offensichtlich aus dem Container stammten, wurden sie von den Polizisten sichergestellt, um sie der Aufstell-Firma wieder zukommen zu lassen. Gegen den Kleiderdieb wurde Anzeige wegen Diebstahl gefertigt.

Polo weg

Ort: Leipzig (Zentrum-Süd), Peterssteinweg, Zeit: 08.04.2019, gegen 19:50 Uhr bis 09.04.2019, gegen 05:30 Uhr

Unbekannter Täter entwendete von einem Parkplatz einen weißen VW Polo (amtliches Kennzeichen L PS 4942) eines Zeitungsverlages. Die Ermittlungen der Beamten ergaben, dass das Fahrzeug mittels Originalschlüssel entwendet wurde. Die Schlüssel werden an einem bestimmten Ort in der Poststelle aufbewahrt. Am gestrigen Abend hatte sich ein bisher unbekannter Mann Zutritt zur offenstehenden Poststelle verschafft, da gerade Reinigungsarbeiten durchgeführt wurden. Der Mann wurde angesprochen und verschwand wieder. Er fuhr mit einem Mountainbike mit gelbem Rahmen davon. Möglicherweise hat er diesen Moment ausgenutzt, die Schlüssel entwendet und in der Nacht das Fahrzeug weggefahren. Der Zeitwert des Fahrzeuges beträgt ca. 10.000 Euro.

Zur Personenbeschreibung ist Folgendes bekannt:

– ca. 20 Jahre

– ca. 165 cm bis 170 cm groß

– schlank

– graue Wollmütze

– Tattoo(s) auf der rechten Wade.

Hautpflegemittel oder Drogen?

Ort: Leipzig (Südvorstadt), Bernhard-Göring-Straße, Zeit: 09.04.2019, gegen 12:30 Uhr

Im Amtsgericht hatten Justizbeamte am Dienstagmittag bei einem 19-Jährigen vier Tütchen mit brauner Substanz gefunden. Vor seinem Gerichtstermin musste der Kontrollierte durch eine Sicherheitsschleuse. Dabei fanden die Beamten die Tütchen. Sie riefen die Polizei. Die Polizisten prüfen nun, ob es sich dabei um Betäubungsmittel handelt. In diesem Fall muss sich der 19-Jährige wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Er selbst bestritt dies – es wäre lediglich ein Mittel zur Hautpflege.

Enkeltrick – Vorsicht vor Betrügern!

Ort: Oschatz, Dr.-Külz-Straße, Zeit: 09.04.2019, gegen 11:00 Uhr

Gestern klingelte bei einem Ehepaar (81 m, 90 w) das Telefon und der Ehemann nahm den Anruf entgegen. Im Telefondisplay erschien unter der Rubrik Rufnummernanzeige lediglich der Schriftzug „anonym“. Kaum hatte der 81-Jährige den Hörer ans Ohr gehoben, meldete sich ein Mann und schilderte unaufgefordert, dass er mit seinem Mercedes in einen Verkehrsunfall verwickelt worden war. Nun müsse er für die Reparatur 17.000 Euro zahlen, die er nicht verfügbar habe. Er sei mit der Ehefrau des 81-Jährigen verwandt und hoffe nun auf deren Unterstützung.

Da der 81-Jährige jedoch den Namen des unbekannten Anrufers nicht vernommen hatte, fragte er ausdrücklich nach, erhielt aber keine Antwort. Zeitgleich äußerte aber die Ehefrau, dass ihr Mann das Gespräch abbrechen soll, da sie einen Betrug vermute. Daraufhin fragte der Anrufer den 81-Jährigen sinngemäß, wer die Hosen im Haus anhabe und erklärte, das Geld persönlich abzuholen. Als der Anrufer diese Äußerung fallen ließ, legte der Ehemann auf. Anschließend informierte das Paar die Polizei, welche in dem Fall nun wegen versuchtem Betrug ermittelt und außerdem noch einmal nachdrücklich vor dieser Betrugsmasche warnt!

– Bleiben Sie bei Anrufen von Personen misstrauisch, die sich als Verwandte, zu denen Sie lange keinen Kontakt hatten, ausgeben.

– Fragen Sie zu Beginn des Telefonats nach deren Namen, ohne selbst den Namen eines Familienmitgliedes zuvor zu nennen.

– Fühlen Sie sich verunsichert oder unter Druck gesetzt, dann ziehen Sie einen Familienangehörigen oder eine sonstige Vertrauensperson zu Rate.

– Lassen Sie sich grundsätzlich nicht unter Druck setzen, auch nicht von vermeintlichen Autoritäten.

– Beenden Sie im Zweifel sofort das Gespräch und informieren Sie die Polizei.

– Stellen Sie niemals die Übergabe von Geld in Aussicht bzw. übergeben Sie niemals solches. Geben Sie keine Kontodaten oder finanziellen Informationen preis und unterschreiben Sie nichts an der Tür.

Die Täter wählen insbesondere lebensältere Menschen aus, da sie sich bei jenen gute Erfolgschancen ausrechnen. Gerade ältere Menschen haben sich im Laufe des Lebens etwas Vermögen erarbeitet, auf welches die Betrüger hoffen, ergaunern zu können.

Außerdem leben inzwischen viele ältere Menschen allein und haben zu weil neben gesundheitlichen Einschränkungen, wie schwerem Hören, Sehen und ggf. Krankheiten, wie Demenz und damit einhergehender, wachsender Zerstreutheit und Verunsicherung im Alltag, auch mit Folgen, wie sozialer Vereinsamung, zu kämpfen. Diese Entwicklung machen sich die Betrüger zu Nutze. Sie wissen, dass sich solche Menschen leichter täuschen und unter Druck setzen lassen.

Sollten Sie dennoch Opfer eines solchen Betrügers geworden sein, dann scheuen Sie sich nicht, Anzeige zu erstatten. Die Betrüger sind äußerst gerissen, so dass es keine Schande ist, auf deren skrupellosen, moralisch höchst verwerflichen Machenschaften hereingefallen zu sein. Es ist NICHT Ihr Verschulden, dass sich die Täter Ihr Erspartes erschlichen haben. Nur durch angezeigte Straftaten können Ermittlungen und mögliche Täter überführt und damit Sie bzw. ihre Mitmenschen vor Schaden bewahrt werden.

Radler verursachte Gefahrenbremsung

Ort: Leipzig (Reudnitz-Thonberg), Breite Straße, Zeit: 09.04.2019, gegen 17:15 Uhr

Ein 22-jähriger Radfahrer schob seinen „Drahtesel“ und überquerte damit die Busspur vor der Haltestelle „Breite Straße“. Dabei beachtete er vermutlich nicht den in den Haltestellenbereich einfahrenden Linienbus. Dessen 22-jähriger Fahrer musste deshalb eine Gefahrenbremsung einleiten, wodurch eine 80-jährige Insassin stürzte und sich verletzte. Die Frau wurde durch Mitarbeiter des Rettungswesens ambulant behandelt und zu weiteren medizinischen Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht.

Eine Fahrt, die sich gewaschen hat

Ort: Leipzig (Mölkau), Paunsdorfer Straße, Zeit: 09.04.2019, gegen 07:10 Uhr

Stark alkoholisiert versuchte am Montagmorgen ein 50-Jähriger, seinen VW Passat in die Waschanlage einer Tankstelle zu rangieren. Drei Anläufe und entsprechend Zeit brauchte er dafür. Als er ausstieg, um den Waschvorgang zu starten, war die Polizei schon da. Wie sich herausstellte, hatte der Fahrer keine Fahrerlaubnis. Ein Atemalkoholtest ergab 1,5 Promille. Seine Begründung: Er wollte so gern mal wieder Auto fahren. Seine Frau hätte dies aber nie erlaubt – deshalb noch die Autowäsche. Nun muss er sich wegen Trunkenheit im Verkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Fahrerhaus vom Sattelzug brannte komplett aus

Ort: BAB 14 i. R. Magdeburg, bei km 49,1, Zeit: 09.04.2019, gegen 14:08 Uhr bis gegen 18:05 Uhr

Gestern Nachmittag geriet auf der BAB 14, Höhe Muldentalbrücke, aufgrund eines technischen Defektes das Fahrerhaus eines Sattelzuges in Brand. Der Fahrer (46) hielt umgehend auf dem Seitenstreifen und stieg unverletzt aus. Danach breitete sich das Feuer im kompletten Fahrerhaus aus, so dass dieses vollständig ausbrannte. Auch am Auflieger entstand Schaden, doch Ladegut, der Raps, blieb unversehrt; Gesamtschaden: ca. 50.000 Euro.

Die Feuerwehr, der Verkehrswarndienst und die Autobahnmeisterei waren zügig informiert, die Fahrbahn von zufällig vorbeifahrenden Polizisten in Richtung Magdeburg gesperrt. Wenige Minuten später trafen die FW Grimma, Mutzschen und Zschoppach mit insgesamt fünf Einsatzfahrzeugen und 26 „Mann“ am Ereignisort ein und begannen mit den Löschmaßnahmen. Knapp eine Stunde später konnte bereits der linke Fahrstreifen wieder freigegeben werden. Die Löschmaßnahmen waren indes eineinhalb Stunden nach Feuerausbruch beendet. Da der Sattelzug aber mit einem Bergungskran gehoben werden musste, dauerte die Teilsperrung der BAB 14 in Richtung Magdeburg bis in die Nachtstunden an. Während dieser Zeit war Staubildung die Folge. Gegen 22:30 Uhr war die Fahrbahn wieder frei, der Sattelzug abtransportiert.

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