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Polizeibericht, 12. April: Verfolgungsfahrt, Erste Hundekontrollen in Parks, Autoeinbrecher in Haft

Mit überhöhter Geschwindigkeit und ohne auf andere Verkehrsteilnehmer zu achten, raste ungeachtet von Verkehrszeichen oder Ampelschaltungen ein Autofahrer mit seinem Skoda Superb von der Südvorstadt Richtung Leipziger Stadtzentrum – die Polizei sucht dringend nach Zeugen +++ Am Mittwochnachmittag kontrollierten erstmalig vier Teams, bestehend aus einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes und einem Polizisten im Volkspark Hundehalter und deren Vierbeiner +++ Nach zwei Einbrüchen in Autos wurden zwei Männer unabhängig voneinander von der Polizei gestellt und vorläufig festgenommen.

Autofahrer gefährdete andere – dringend Zeugen gesucht!

Ort: Leipzig, von Arthur-Hoffmann-Straße bis Talstraße, Zeit: 12.04.2019; gegen 13:45 Uhr

Mit überhöhter Geschwindigkeit und ohne auf andere Verkehrsteilnehmer zu achten, raste ungeachtet von Verkehrszeichen oder Ampelschaltungen ein Autofahrer (33) mit seinem Skoda Superb, amtliches Kennzeichen GRM-J 29, von der Südvorstadt Richtung Leipziger Stadtzentrum. Das Auto verfügte nicht über die erforderliche Versicherung/Zulassung und sollte deshalb von einer Polizeistreife in der Arthur-Hoffmann-Straße kontrolliert werden. Als sich der Fahrer dessen bewusste wurde, flüchtete er. So raste er, von der Polizei gefolgt, von der Arthur-Hoffmann-Straße über die Hardenbergstraße, die Semmelweisstraße, dem Bayerischen Bahnhof, die Nürnberger Straße, die Brüderstraße, die Seeburgstraße bis zur Talstraße, wo die Fahrt plötzlich endete.

Der 33-Jährige hatte in der Talstraße das Polizeifahrzeug gerammt, welches ihn Überholen und anschließend den Weg versperrten konnte. Damit war ihm die Weiterfahrt unmöglich gemacht. Der 33-Jährige, welcher nicht die erforderliche Fahrerlaubnis besaß und unter Einfluss von Rauschmitteln stand, wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird nun wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren unter Rauschmitteln, Urkundenfälschung, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz ermittelt.

Die Polizei sucht dringend Zeugen, die Hinweise zum Fahrverhalten des Skoda-Fahrers geben können. Insbesondere sind die Verkehrsteilnehmer gebeten sich bei der Polizei zu melden, die heute Mittag aufgrund der Fahrweise des rücksichtslosen Autofahrers behindert oder gar gefährdet wurden. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Erste Hundekontrollen in Leipziger Parkanlagen in Kooperation der Stadt Leipzig und Polizeidirektion Leipzig

Ort: Leipzig (Volkspark), Zeit: 10.04.2019, gegen 14:00 Uhr bis gegen 16:00 Uhr

Im Rahmen der seit dem 11. Dezember 2018 unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zur Sicherheitspartnerschaft zwischen der Stadt Leipzig, dem Ordnungsamt und der Polizeidirektion Leipzig mit Schwerpunktbereich Ordnung und Sicherheit kontrollierten Mittwochnachmittag in der Zeit von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr erstmalig vier Teams, bestehend aus einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes und einem Polizisten des Polizeireviers Leipzig-Südwest, im Volkspark Hundehalter und deren Vierbeiner.

Der Leitgedanke dieser Kooperationsvereinbarung ist das Bestreben, das Sicherheitsgefühl der Leipziger Bürgerinnen und Bürger durch ein gemeinsames, abgestimmtes Handeln zu stärken und durch stärkere Präsenz der Polizeibehörde und des Polizeivollzugsdienstes tatsächlich höhere Sicherheit zu erwirken.

In den beiden Nachmittagsstunden führten die Teams insgesamt 17 Hundekontrollen durch, wobei 14 Hundehaltern ein ordnungsgemäßer Umgang bescheinigt werden konnte. Lediglich drei Hundehalter mussten sich einen Ordnungswidrigkeitsverstoß vorwerfen lassen, wobei zwei wegen Nichtanleinens der Vierbeiner und einer wegen fehlender Steuermarke angesprochen werden mussten. Diese Verstöße werden nun von der Ordnungsbehörde geahndet. In der Zukunft sind weitere derartige Hundekontrollen, in Kooperation beider Partner in Grünanlagen des gesamten Stadtgebietes von Leipzig geplant.

Autoeinbrecher in Haft

Im Laufe des heutigen Tages wurden ein 27-Jähriger und ein 50-Jähriger jeweils auf Antrag der Leipziger Staatsanwaltschaft dem Haftrichter am Amtsgericht Leipzig zwecks Erlass eines Haftbefehls vorgeführt. Beide Männer waren am Vorabend unabhängig voneinander nach einem Einbruch in Autos durch die Polizei gestellt und vorläufig festgenommen worden.

Fall 1

Ort: Leipzig (Zentrum), Ratsfreischulstraße, Zeit: 11.04.2019, gegen 21:30 Uhr bis gegen 22:10 Uhr

So brach der 27-Jährige in ein Auto ein, welches gegenüber eines Kreditinstitutes parkte. Er hatte es auf die im Auto liegende Aktentasche abgesehen, in welcher sich auch ein Tablet befand. Demnach schlug er die Seitenscheibe ein, fädelte die Beute heraus und verschwand.

Doch der Besitzer (48) bemerkte zeitnah den Diebstahl und ortete eines der in der Aktentasche verstauten elektronischen Geräte. Gegen 22:30 Uhr alarmierte er die Polizei und gab den entscheidenden Hinweis zum Verbleib des Tablets, sodass dieses samt dem Rest der Beute und des Täters (27) in der Heinrichstraße entdeckt und gesichert werden konnte. Zwischenzeitlich war das Ortungssignal verstummt, welches kurz zuvor noch, als die Polizei mit dem 48-Jährigen vor dem Mietshaus stand, gesendet hatte.

Wie sich herausstellte, fehlten jedoch bereits einige der Wertgegenstände aus der Aktentasche. Demnach waren ein Kindle und ein Laptop 13“, eine Brillenhülle mit Brille in der Farbe braun-metallic, Handyladegerät für ein Smartphone, sowie andere diverse persönliche Gegenstände verschwunden.

Dafür fanden die Gesetzeshüter in der Unterkunft des 27-Jährigen einen Rucksack gefüllt mit Smartphones, Ladegeräten und einer Digitalkamera, außerdem entdeckten sie eine graue Laptoptasche mit diversen Ersatzteilen, einen schwarzen Rucksack mit verschiedenen Bildschirmen und eine beigefarbene, hochwertige Damenhandtasche samt Ladekabel. Diese mit hoher Wahrscheinlichkeit aus vorhergehenden Straftaten stammenden Gegenstände wurden sichergestellt. Derzeit erfolgt eine Sichtung und Zuordnung zu ggf. bereits angezeigten Diebstahlstaten. Die zahlreichen sichergestellten Gegenstände begründen den Verdacht, dass der Beschuldigte gewerbsmäßig Diebstahlshandlungen begeht. Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen. Der Ermittlungsrichter hat gegen den 27-Jährigen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Diebstahls in einem besonders schweren Fall erlassen und den sofortigen Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

Fall 2

Ort: Leipzig (Zentrum-Südost), Linnéstraße, Zeit: 11.04.2019, gegen 18:15 Uhr bis 18:30 Uhr

Ein ähnlicher Fall trug sich wenige Stunden zuvor in der Linnéstraße zu. Ein 50-Jähriger war dort in einen Mercedes eingebrochen und hatte die auf der Rücksitzbank abgelegte Handtasche gestohlen, in welcher sich unter anderem neben dem Portemonnaie auch ein Smartphone befand. Dieses Telefon konnte die Frau abends, gegen 21:10 Uhr in der Bernhardstraße orten und die Polizei hinführen.

Anhand weiterer Ermittlungen konnten die Polizisten schließlich die Mietwohnung genau bestimmen, in welcher sich das Smartphone befand. Sie verlangten, dass der Mieter öffnete. Anschließend schauten sie in den Räumen nach und entdeckten ein geöffnetes Dachfenster, neben welchem das Telefon auf den Ziegeln lag. Nun folgte die genauere Prüfung, sodass ein weiteres gestohlenes Smartphone gefunden werden konnte, welches schon Ende Dezember letzten Jahres aus einem Auto gestohlen worden war.

Wie sich herausstellte, war der 50-Jährige kein unbeschriebenes Blatt. Der Beschuldigte ist einschlägig wegen Einbruchsdiebstahl in Kraftfahrzeuge vorbestraft und steht derzeit unter laufender Bewährung. Daraufhin erfolgten die vorläufige Festnahme des 50-Jährigen und die Sicherstellung beider Telefone. Durch den Ermittlungsrichter wurde antragsgemäß gegen den Beschuldigten ein Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Diebstahls in einem besonders schweren Fall erlassen und der sofortige Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

Trunkenheitsfahrt

Ort: Leipzig (Kleinzschocher), Kurt-Kresse-Straße, Zeit: 12.04.2019, gegen 01:00 Uhr

Durch einen Hinweisgeber wurde der Polizei telefonisch mitgeteilt, dass eine Frau mit einem Ford Focus gerade die Kurt-Kresse-Straße entlangfährt. Sie wäre mit blockierten Hinterrädern losgefahren. Es roch stark nach Gummi. Dabei fuhr sie auch Schlängellinien und kam immer wieder sehr bedrohlich nah an den geparkten Fahrzeugen geradeso vorbei. Auf der Dieskaustraße stand das Fahrzeug sogar kurz quer zur Fahrbahn. Polizeibeamte machten sich sofort auf den Weg und prüften die genannten Straßen und Nebenstraßen. Eine Besatzung eines Funkstreifenwagens wurde fündig. Die Frau versuchte gerade, mit einem Ford Focus in eine Parklücke in der Dieskaustraße einzuparken. Schon am Ansatz sahen die Beamten, dass das „schiefgehen“ muss; sprangen aus dem Funkstreifenwagen und hielten das Fahrzeug an. Das Fahrzeug und die Fahrerin wurden überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um eine 55-jährige Nutzerin des Fahrzeuges aus Leipzig handelte. Die Beamten stellten deutlich Alkoholgeruch fest. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,52 Promille. Die Fahrt war beendet. Der Führerschein wurde eingezogen.

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