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Polizeibericht, 20. Mai: Jugendlicher ausgeraubt, Bauwagen in Brand gesetzt, Aggressiver Hausbewohner

Ein 15-Jähriger wurde in der Max-Liebermann-Straße angegriffen, geschlagen und um sein Smartphone gebracht +++ Ein im Klosterholz Nimbschen stehende und durch Forstarbeiter genutzte feststehende Bauwagen wurde durch unbekannte Täter zunächst aufgebrochen und anschließend angezündet – In beiden Fällen sucht die Polizei Zeugen +++ Ein 37-jähriger hat sich einer Wohnungsverweisung im Leipziger Zentrum aufgrund der häuslichen Gewalt widersetzt und dabei massiv Polizeibeamte angegriffen. Dabei trat er einem Beamten gegen den Kopf, biss einer Beamtin in den Unterarm und fügte einem weiteren Beamten eine erhebliche Handverletzung zu, als er versuchte, an dessen Dienstwaffe zu gelangen.

Jugendlicher ausgeraubt

Ort: Leipzig (Gohlis-Nord), Max-Liebermann-Straße, Stadion des Friedens, Zeit: 18.05.2019, gegen 21:15 Uhr

Ein Jugendlicher verbrachte den Samstag im Brettschneiderpark. Der Heimweg führte ihn und seinen Kumpel über die Max-Liebermann-Straße. In Höhe des Stadions des Friedens kamen gegen 21:15 Uhr zwei Unbekannte auf sie zu. Einer von ihnen rempelte ihn an und riss dem 15-Jährigen unvermittelt den Kopfhörer aus dem Ohr. Als er protestierte, bekam er mehrere Schläge in das Gesicht und ging zu Boden. Der Angreifer nahm ihm das Smartphone aus der Tasche und riss ihm die Uhr vom Handgelenk. Da er sich wehrte, konnte er die Uhr wieder in seinen Besitz bringen. Als sich Passanten näherten, ergriffen die Angreifer die Flucht.

Den Angreifer und seinen Begleiter beschrieben die Angegriffenen wie folgt:

Angreifer 1:

  • – männlich, 175 bis 180 cm groß, kräftige Gestalt,
  • – scheinbar 15 Jahre alt
  • – blondes gefülltes Haar
  • – deutsche tiefe Stimme
  • – bekleidet mit langer schwarzer Hose und weißem T-Shirt
  • – auffällig: großer Knutschfleck seitlich am Hals

Person 2 – stand nur daneben:

  • – männlich, 170 bis 175 groß, schlanke Gestalt
  • – scheinbar 16 Jahre
  • – sprach Deutsch
  • – trug auffällige Turnschuhe: Nike Air Max 270

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Eingebrochen und in Brand gesetzt …

Ort: Grimma, Forststraße, Zeit: 19.05.2019, gegen 14:45 Uhr

… wurde ein Bauwagen. Eine 56-jährige Hinweisgeberin informierte die Rettungsleitstelle, dass sie eine Rauchentwicklung wahrgenommen hatte. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Grimma waren zusammen mit der Polizei schnell am Brandort. Hier stellten sie fest, dass der im Klosterholz Nimbschen stehende und durch Forstarbeiter genutzte feststehende Bauwagen durch unbekannte Täter zunächst aufgebrochen und anschließend angezündet wurde. Der Bauwagen brannte in voller Ausdehnung. Die Kameraden der Feuerwehr löschten umgehend den Brand. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Ob etwas aus dem Bauwagen entwendet wurde, ist jetzt unter anderem Gegenstand der Ermittlungen.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder den unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Grimma, Köhlerstraße 3 in 04668 Grimma, Tel. (03437) 708925 -100 zu melden.

Aggressiver Hausbewohner

Ort: Leipzig (Zentrum), Zeit: 18.05.2019, gegen 07:30 Uhr

Wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt die Polizei gegen einen 37-jährigen Leipziger. Jener hatte sich einer Wohnungsverweisung aufgrund der häuslichen Gewalt widersetzt und dabei massiv Polizeibeamte angegriffen. Dabei trat der Mieter einem Beamten (30) gegen den Kopf, biss einer Beamtin (32) in den Unterarm und fügte einem weiteren Beamten eine erhebliche Handverletzung zu, als er versuchte, an dessen Dienstwaffe zu gelangen. Letztendlich konnten die Gesetzeshüter den renitenten Mann überwältigen. Dieser wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingewiesen. Auch die verletzten Beamten mussten ambulant behandelt werden.

Zündler unterwegs

Ort: Leipzig (Südvorstadt), Zeit: 19.05.2019, gegen 08:20 Uhr

In den frühen Morgenstunden des Sonntags wurde der Polizei bekannt, dass es zu mehreren Sachbeschädigungen durch Feuer im Bereich der Kurt-Eisner-Straße/Arthur-Hoffmann-Straße gekommen sein sollte. Dabei brannten zunächst Baureste auf einem verlassenen Grundstück und ein Sofa in einem Gebüsch. Zeugen beobachten den unbekannten Täter auf der Arthur-Hofmann-Straße, wie dieser auch noch Mülltonnen anzündete. Die eintreffenden Polizeibeamten konnten schließlich den Täter an einem Grundstück in der Bernhard-Göring-Straße/Körnerstraße vorläufig festnehmen. Der 35-jährige Leipziger leistete passiven Widerstand und beleidigte die Beamten. Er zeigte zudem Ausfallerscheinungen, welche auf einen möglichen Mischkonsum von Alkohol und Drogen hindeuteten. Der durchgeführte Drugwipetest ergab ein positives Ergebnis auf Betäubungsmittel. Der 35-Jährige wurde in das Zentrale Polizeigewahrsam gebracht und hier die weiteren polizeilichen Maßnahmen durchgeführt.

Illegales Konzert unterbunden

Ort: Leipzig (Böhlitz-Ehrenberg), Forstweg, Zeit: 18.05.2019, gegen 13:00 Uhr

Der Polizei wurde telefonisch bekannt, dass mehrere Personen mit einem Transporter unterwegs waren und in einem Waldgrundstück gerade Technik, eine kleine Bühne und Lautsprecher aufbauen würden. Die Beamten nahmen Kontakt mit dem Ordnungsamt der Stadt Leipzig und dem Vertreter der Jagdbehörde auf. Anschließend begaben sich die Beamten und das Ordnungsamt zum Ort. Den „Verantwortlichen“ wurde mitgeteilt, dass es sich um einen Verstoß nach dem Waldgesetz handelte und sie eine Ordnungswidrigkeitsanzeige erwartet. Die Party wurde somit beendet, noch bevor sie begonnen hatte.

Einbrecher war auf Bares aus

Ort: Leipzig (Lindenau), Lützner Straße, Zeit: 19.05.2019, gegen 12:30 Uhr bis 20.05.2019, gegen 21:45 Uhr

Am Sonntagabend stellte ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma fest, dass in zwei Arztpraxen auf der ersten Etage eingebrochen worden war. Unverzüglich informierte er die Polizei. Es stellte sich heraus, dass vom Samstag zum Sonntag ein Unbekannter die Zugangstür aufgehebelt hatte und so in das Gebäude eindringen konnte. Er begab sich dann in die erste Etage des Hauses und öffnete dort die Türen zu zwei Arztpraxen. Zielgerichtet durchsuchte er alle Räumlichkeiten nach Bargeld. Nach erstem Überblick stahl er diverse „Kaffeekassen“ mit einem jeweils geringen Geldbetrag im Gesamtwert einer mittleren zweistelligen Summe. Polizeibeamte stellten weiterhin fest, dass er versucht hatte, eine weitere Tür zu einer Praxis aufzuhebeln, die jedoch standhielt. Die Höhe des Sachschadens liegt im unteren vierstelligen Bereich. Kripobeamte haben die Ermittlungen aufgenommen.

In Restaurant eingedrungen

Ort: Leipzig (Paunsdorf), Riesaer Straße, Zeit: 20.05.2019, gegen 01:30 Uhr

Eine Anwohnerin vernahm nachts laute Geräusche und schaute nach. Sie bemerkte dann drei unbekannte Männer, die aus dem Restaurant flüchteten. Daraufhin rief sie die Polizei. Wenig später stellte sich heraus, dass die Tatverdächtigen die Scheibe der Eingangstür eingeschlagen hatten und so in die Räumlichkeiten eindringen konnten. Das geschädigte Ehepaar, welches Eigentümer der Gaststätte ist, bemerkte das Fehlen einer dreistelligen Summe aus dem Tresenbereich, eines Laptops, eines Tablets sowie verschiedener Schlüssel, darunter die Fahrzeugschlüssel zu zwei Pkw. Mit einem VW Golf wollte das Trio wohl flüchten, doch da es gestört wurde, rannten die Drei zu Fuß in unbekannte Richtung. Kripobeamte ermitteln wegen des besonders schweren Diebstahls.

Verwirrter Mieter sorgt für Polizeieinsatz

Ort: Leipzig (Volkmarsdorf), Mariannenstraße, Zeit: 19.05.2019, gegen 15:40 Uhr

Nicht zum ersten Mal mussten Polizeibeamte in die Mariannenstraße ausrücken. Der Mieter einer Wohnung hatte sich den Nachbarn gegenüber äußerst aggressiv gezeigt, sie beleidigt und Gegenstände aus dem Fenster nach ihnen geworfen. Als die Polizei eintraf, war er aggressiv und wirkte gleichzeitig verwirrt. Da eingeschätzt wurde, dass er für sich und seine Mitmenschen in seinem Zustand eine Gefahr darstellt, ordnete der hinzugerufene Notarzt die Einweisung in eine Klinik ein. Als die Polizisten die Wohnung betraten, die er zuvor verbarrikadiert hatte, schlug er mit der Eisenstange nach ihnen. Er verletzte einen Beamten am Kopf, der eine Platzwunde davontrug. Letztlich wurde er aber überwältigt und ins Krankenhaus gebracht. Der 38-Jährige zeigt sich höchstwahrscheinlich aus gesundheitlichen Gründen so aggressiv. Erst kürzlich hatte die Polizei ihn mit Spezialkräften aus der Wohnung geholt, um ihn einer ärztlichen Behandlung zuzuführen.

„Blau“ ans Steuer …

Ort: Leipzig (Gohlis), Max-Liebermann-Straße/Virchowstraße, Zeit: 19.05.2019, gegen 23:00 Uhr

… setzte sich gestern Abend eine 28-jährige Leipzigerin. Diese hatte eine Tankstelle aufgesucht, um einiges einzukaufen. Dabei bemerkte die Angestellte, dass die Dame bereits ordentlich einen „über den Durst“ getrunken haben musste, denn jene lallte, schwankte, tanzte herum und schlug mehrfach gegen die Scheibe des Nachtschalters. Gleich darauf „fiel“ sie, so die Aussage der Tankstellenangestellte, regelrecht ins Auto, einen schwarzen BMW. Gleich darauf fuhr sie vom Gelände. Sofort verständigte die Zeugin, die sich das Kennzeichen gemerkte hatte, die Polizei. Als die Beamten wenig später eintrafen, war die offensichtlich betrunkene Autofahrerin nicht mehr zu sehen. So prüften die Polizisten die Wohnschrift und fuhren dorthin. Vor dem Hauseingang stand der schwarze BMW – Auspuff und Motorhaube waren noch warm.

Erst nach längerem Klingeln öffnete die Mieterin den Beamten und schon nahmen diese starken Alkoholgeruch wahr. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,32 Promille. Daraufhin wurde die Blutentnahme veranlasst. Da sich ein Kleinkind in der Wohnung befand, wurde die Frau aufgefordert, sich um einen Betreuer zu kümmern. Danach musste die 28-Jährige mit aufs Revier. Dort führte ein Arzt die Blutentnahme durch. Zudem ist die Frau nun ihren Führerschein los. Außerdem verständigten die Polizisten das Jugendamt, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich das Kleinkind während der Alkoholfahrt mit im Fahrzeug befand oder ob es möglicherweise allein in der Wohnung zurückgelassen wurde. Die 28-Jährige hat sich wegen Trunkenheit im Verkehr zu verantworten.

Vorfahrt missachtet

Ort: Leipzig (Großzschocher), Rippachtalstraße, Zeit: 20.05.2019, gegen 08:30 Uhr

Der Fahrer (77) eines Toyotas befuhr die Albersdorfer Straße und bog auf die Rippachtalstraße ab. Allerdings beachtete der Mann die Vorfahrt eines Motorrades (Fahrer: 47) nicht und stieß mit diesem zusammen. Der Kradfahrer stürzte und musste zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. An Krad und Auto entstand ein Schaden in Höhe von etwa 6.500 Euro. Gegen den Pkw-Fahrer wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Autofahrer schwer verletzt

Ort: Markranstädt, B 186, Zeit: 20.05.2019, gegen 05:10 Uhr

Der Fahrer (52) eines VW UP fuhr auf der B 186 in Richtung Dölzig. Kurz vor Priesteblich geriet er aus noch nicht geklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn, wo er mit einem Lkw DAF (Fahrer: 54) zusammenstieß. Aufgrund der Wucht des Zusammenpralls wurde das Fahrzeug auf den rechts gelegenen Radweg geschleudert. Während der Lkw-Fahrer unverletzt blieb, wurde der Autofahrer schwer verletzt und musste stationär in einer Klinik aufgenommen werden. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden, deren Höhe noch unklar ist. Die B 186 musste über mehrere Stunden voll gesperrt werden. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

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Das System der Ladesäulen für E-Autos wächst auch im Leipziger Umland
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Foto: enviaM

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Ein „Friedensstifter“ beim Dresdner Semperopernball? Al Sisi ist nicht die erste peinliche Kür
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Für alle LeserDas Drama deutete sich schon am 24. Januar an, als die Dresdner PR-Agentur Zastrow + Zastrow die Meldung verschickte: „Ägyptischer Staatspräsident Abdel Fatah El-Sisi bekommt den St. Georgs Orden“. Da sah es noch wie ein Narrenstück aus. Bestimmt hatte sich da nur jemand einen Aprilscherz erlaubt, Bisschen früh im Jahr. Kurz darauf verschickte Zastrow + Zastrow im Auftrag des Dresdner Semperopernballs eine neue Mitteilung. Der Inhalt blieb derselbe. Das Ganze begann zur Farce zu werden. Was ist da los in Dresden?
Sachsen braucht endlich eine andere Politik für die Auen der Flüsse
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Für alle LeserManchmal genügt ein Schock, um Politiker wieder zu ernüchtern und dazu zu bringen, eine Politik zu machen, die wirklich Rücksicht nimmt auf die vorhandenen Ressourcen und die Risiken, die entstehen, wenn der Mensch die Folgen für die Umwelt missachtet. So einen Moment gab es 2002, in den Monaten nach der sogenannten „Jahrhundertflut“. Da arbeitete Sachsens Staatsregierung tatsächlich einmal an einem zukunftsfähigen Hochwasserschutzkonzept. Doch der gute Vorsatz war schnell vergessen.
MDR-Wahlarena „Fakt ist …!“: Eine LVZ-Kooperation und zwei unwichtige Kandidatinnen
Ort der Sendung „Fakt ist ...!“ am 27. Jnaur 2020, der LVZ-Sitz am Peterssteinweg. Foto: Ralf Julke

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Für alle LeserAm 6. Januar 2020 veranstaltete die LVZ bekanntlich ein OBM-Wahlpodium, welches im Nachgang nicht nur freundlich aufgenommen wurde. Einerseits geriet der Fokus auf die Silvesterkrawalle in die Kritik, doch auch die Auswahl der Kandidat/-innen ließ wenigstens zwei Bewerberinnen vermissen und die LVZ+-Strategie verbannte das ganze hinter die Paywall. Wie man eine Wahlkampf-Debatte ausgewogen und fair hinbekommt, zeigte kurz darauf die IHK zu Leipzig mit allen Kandidat/-innen an Bord. Nun, fünf Tage vor der ersten Wahlrunde am 2. Februar, möchte es auch der MDR am heutigen 27. Januar versuchen. Die Vorzeichen scheinen allerdings kurios.
Der Tag: Die Ruhe nach dem Sturm
Während der Demo wurde unter anderem eine Haltestelle beschädigt. Foto: L-IZ.de

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14. Lange Leipziger Kriminacht am 11. März Uhr im Blauen Salon
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Die Lange Leipziger Kriminacht hat sich als Buchmesseeinstieg am Mittwochabend seit vielen Jahren erfolgreich etabliert. Der Blaue Salon des Central Kabaretts im Herzen der Messestadt bietet dafür einen besonders exklusiven Veranstaltungsort. Zu hören und sehen ist die Crème de la Crème der deutschsprachigen Krimiautoren – neun Autoren, neun spannende Krimis aus acht Verlagen.
Notenspur und Flügelschlag laden ein zum Erinnerungsweg in die Nacht für Auschwitz-Entronnene am 13. April 2020
Schneeblumengedenkweg 2015. Foto: A. C. Winkler.

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Für alle LeserAuch in diesem Jahr wird es ihn wieder geben: den Schneeblumen-Gedenkweg am 13. April. So wie 2015, als er zum ersten Mal an eines der beklemmenden Ereignisse zum Ende der NS-Zeit erinnerte. In Auschwitz endete das Lager-Grauen mit der Ankunft der Roten Armee am 27. Januar 1945. In Leipzig wurden die nationalsozialistischen Arbeitslager erst im April vor den heranrückenden alliierten Truppen geräumt.
AKIBA PASS Festival am 1. Februar zu Gast im Cineplex Leipzig
Foto: Cineplex

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Cineplex Leipzig freut sich am Samstag, den 1.2.2020, zum zweiten Mal Gastgeber für das deutschlandweite Anime-Event Akiba Pass Festival zu sein. Jeweils sechs Animes laufen in zwei Sälen hintereinander, als Deutschlandpremieren in ihrer japanischen Originalversion, deutsch untertitelt.
Die schnelle Befriedigungs-Maschinerie und die Einsamkeit eines entzauberten Lebens
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Für alle LeserEs gibt solche Sätze, die haken sich fest. Da stolpert man schon beim Lesen, macht im Kopf ein Häkchen dahinter – und am nächsten Tag sucht man sich dumm und dusselig, weil man vergessen hat, wo man sie gelesen hat. Man kann sich ja nicht überall ein buntes Fähnchen hinkleben. Schon gar nicht im Internet. War das nun ein verflixter Satz, den Sibylle Berg geschrieben hat oder etwas Hingehauenes von Sascha Lobo? Nein. Es war in diesem Fall ein Satz von Jens-Uwe Jopp. Und wer die neue „Leipziger Zeitung“ hat, kann ihn nachlesen.
Die neue Leipziger Zeitung ist da: Fokus auf die OBM-Wahl
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Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWenn man gut eine Woche vor einer wichtigen Wahl eine monatlich erscheinende Zeitung herausbringt, ist klar, wo der Schwerpunkt liegt: Die am 24. Januar erschienene LEIPZIGER ZEITUNG widmet sich auf rund einem Viertel der Seiten der OBM-Wahl am 2. Februar. Außerdem haben wir mit Irena Rudolph-Kokot über Silvester in Connewitz und die anschließenden Diskussionen gesprochen. Weitere spannende Interviews gibt's unter anderem in Bildung und Sport.
Auch Sachsens Wirtschaft hat schon über 8.000 Menschen aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern in Arbeit gebracht
Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEr liefert die Statistiken, die die Bundesagentur für Arbeit nicht ausspuckt, obwohl sie alle Daten dazu hat: Paul M. Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ). Meist schnappt er sich die Datenbanken der BA, wenn wieder mal medial eine Debatte völlig entgleist und platte Kommentare nur lauter Vorurteile schüren, egal, ob gegen Arbeitslose oder Ausländer. Oder Flüchtlinge wie in diesem Fall. Denn die Großsprecher der diversen Lobbyverbände behaupten ja nur zu gern, die Geflüchteten aus den Bürgerkriegsländern ließen sich nur schwer in Arbeit bringen.
Verwaltung will erst mal prüfen, ob sich eine Fußgängerzone in der Katharinenstraße ins Andienungskonzept Innenstadt einfügt
Auch die Katharinenstraße wird bis heute von Autos dominiert. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserImmer öfter tauchen Stellungnahmen aus der Verwaltung zu Stadtratsanträgen im Ratsinformationssystem auf, über die das jeweilige Dezernat auch hätte schreiben können: „Wir bitten um Schonung! Das geht uns zu schnell!“ So auch jetzt zu einem Antrag der Grünen, die sich sehr gut vorstellen können, dass die komplette Katharinenstraße noch in diesem Jahr zur Fußgängerzone wird. Aber sind wir denn nicht noch im Jahr 2008? Irgendwie ja.
Drei OBM-Kandidat/-innen mit Bekenntnis zum Klimaschutz und der Frage, wie der Umbau bezahlt werden soll
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Foto: Parents For Future

Für alle LeserDer Klimaschutz wird von unten kommen, von dort, wo die Bürger tatsächlich noch ein bisschen Einfluss auf die Politik haben und Kommunalparlamente Beschlüsse fassen können, die wenigstens im lokalen Rahmen den Ausstieg aus umweltzerstörenen Technologien möglich machen. So auch in Leipzig. Und zumindest unter den OBM-Kandidat/-innen von SPD, Linken und Grünen herrscht mittlerweile Konsens, wie auch beim Wahlforum von "Parents For Future" in der Alten Handelsörse zu hören war.