Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Polizeibericht, 11. Juli: Werkzeuge gestohlen, Fahrräder angezündet, Brand von Buschland

In der Poststraße drangen Einbrecher in ein Firmengelände ein und brachen zwei Container auf, aus denen sie hochwertige diverse Werkzeuge und Arbeitsgeräte im Wert einer niedrigen fünfstelligen Summe stahlen – Die Polizei sucht nach Zeugen +++ In der Bernhard-Göring-Straße stellten Polizeibeamte zwei brennende Nextbike-Fahrräder fest, die bereits stark zerstört waren +++ In der Küchenholzallee brannten aus bislang unbekannter Ursache ca. 250 m² Buschland.

Werkzeuge im Visier von Einbrechern

Ort: Leipzig (Lützschena-Stahmeln), Poststraße, Zeit: 09.07.2019, gegen 18:00 Uhr bis 10.07.2019, gegen 06:45 Uhr

Die Einbrecher kamen offensichtlich über Nacht. Sie überwanden den Stabmattenzaun des umzäunten Firmengeländes und gelangten so auf das Gelände. Anschließend brachen sie zwei Container auf, aus denen sie hochwertige diverse Werkzeuge und Arbeitsgeräte im Wert einer niedrigen fünfstelligen Summe stahlen. Den Einbruch hatte morgens ein Mitarbeiter der Firma festgestellt; ihm war die Tür eines offen stehenden Containers aufgefallen und er hatte die Polizei in Kenntnis gesetzt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird auf etwa 1.500 Euro geschätzt. Zum Abtransport des Diebesgutes dürften die unbekannten Täter ein Fahrzeug genutzt haben. Kripobeamte ermitteln wegen des besonders schweren Diebstahls.

Wer hat während der Tatzeit Beobachtungen gemacht, wer kann Hinweise zu den Tätern, deren Aufenthaltsort und/oder zum Verbleib des Diebesgutes geben? Zeugen melden sich bitte bei der Leipziger Kripo in der Dimitroffstr. 1, Telefon 0341/96 64 66 66.

Fahrräder angezündet

Ort: Leipzig (Connewitz), Bernhard-Göring-Straße, Höhe Grundstück Nr. 132, Zeit: 11.07.2019, gegen 05:00 Uhr

Polizeibeamte stellten heute Morgen zwei brennende Fahrräder fest und riefen die Kameraden zu Hilfe. Die Räder der Firma Nextbike GmbH brannten wahrscheinlich schon mehrere Minuten, denn beide waren bereits stark zerstört. Die Feuerwehrleute der Südwache löschten den Brand. Der geschädigten Firma entstand ein Schaden in Höhe von etwa 1.000 Euro. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Brand von Buschland

Ort: Leipzig (Kleinzschocher), Küchenholzallee, Zeit: 10.07.2019, gegen 17:00 Uhr

Am späten Mittwochnachmittag informierte ein Anwohner die Rettungsleistelle darüber, dass er eine starke Rauchentwicklung vom Scherbelberg her wahrnimmt. Beim Eintreffen der Polizei waren Feuerwehrkräfte bereits vor Ort und stellten sich den Flammen. Aus bislang unbekannter Ursache brannten ca. 250 m² Buschland. Die Feuerwehr konnte die Flammen eindämmen und somit ein Ausbreiten verhindern. Der Sachschaden ist bisher unbekannt. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.

Enkeltrick in sieben Fällen

Am 10.07.2019 kam es im Bereich der Polizeidirektion Leipzig zu mehreren Betrugsdelikten, bei denen sich die Anrufer als Angehörige der Geschädigten ausgaben:

Fall 1

Ort: Leipzig (Hartmannsdorf-Knautnaundorf), Zeit: gegen 10:20 Uhr

Ein unbekannter Anrufer gab sich als Enkel der Geschädigten (68) aus und forderte die Überweisung von Geld. Doch die Frau bemerkte sehr schnell die Betrugsabsicht, legte auf und rief die Polizei.

Fall 2

Ort: Leipzig (Lausen-Grünau), Zeit: gegen 14:15 Uhr

In diesem Fall stellte sich eine Frau am Telefon als Enkelin der Geschädigten (67) vor und verlangte die Summe von 13.000 Euro. Auch hier war die ältere Dame nicht gutgläubig, beendete das Gespräch und verständigte die Polizei.

Fall 3

Ort: Leipzig (Mockau), Zeit: gegen 15:15 Uhr

Nachmittags klingelte das Telefon bei einer 75-jährigen Frau. Die Anruferin gab sich als Bekannte aus und kam auch gleich zu ihrem Anliegen: Sie wollte Geld, und zwar eine Summe von 30.000 Euro überwiesen haben. Da der Seniorin dies „spanisch“ vorkam, legte sie auf und setzte die Polizei in Kenntnis.

Fall 4

Ort: Leipzig (Südvorstadt), Zeit: gegen 15:00 Uhr

Am Nachmittag klingelte ein unbekannter Mann bei einer 91-Jährigen an der Wohnungstür und gab sich ihr als Cousin aus. Er erzählte der Frau, dass er ihr aufgrund eines Lottogewinns 10.000 Euro schenken wolle, jedoch noch einiges zu erledigen hätte, wofür er von der Seniorin 270 Euro bekam. Der Besucher verschwand. Als die 91-Jährige bemerkte, dass sie einem Betrüger Glauben geschenkt hatte, erstattete sie Anzeige. Die Polizei rät hier noch einmal nachdrücklich: Geben Sie Fremden kein Geld in dem Glauben, Sie werden anschließend „reich“!

Fall 5

Ort: Leipzig (Zentrum), Zeit: gegen 18:00 Uhr

Die 82-jährige Geschädigte wurde gestern Abend von einer unbekannten Frau angerufen. Diese erkundigte sich erst einmal nach ihrem Befinden, dann wollte sie zu ihr kommen, da sie gerade in der der Nähe sei. Die Unbekannte bat dann die Seniorin, mit ihr zur Bank zu gehen, um eine größere Summe Bargeld abzuheben, was sie ihr dann geben wolle. Doch dies kam der 82-Jährigen doch „komisch“ vor und beendete das Gespräch. Darüber setzte sie dann die Polizei in Kenntnis.

Fall 6

Ort: Brandis, Zeit: gegen 09:30 Uhr

Vormittags am Telefon: Eine unbekannte Anruferin wollte die Großcousine des verstorbenen Mannes der Geschädigten (68) sein und verwickelte sie in ein Gespräch. Dann kam sie fix zum eigentlichen Anliegen. Sie gab an, finanzielle Probleme zu haben. Daraufhin erwiderte die Geschädigte, dass sie kein Geld habe und die Anruferin legte auf. Die 68-jährige Frau verständigte daraufhin die Polizei.

Fall 7

Ort: Rackwitz, Zeit: gegen 12:15 Uhr

Als Enkelin der Geschädigten stellte sich die unbekannte Anruferin vor. Sofort forderte sie Geld. Sie wollte 56.000 Euro überwiesen haben. Doch die 81-Jährige legte sofort auf und rief die Polizei.

In allen sieben Fällen ermitteln Kripobeamte wegen Betrugs.

Hinterhältig

Ort: Leipzig (Kleinzschocher), Nikolai-Rumjanzew-Straße , Zeit: 10.07.2019, gegen 14:20 Uhr

Eine 88-jährige Geschädigte rief die Polizei. Sie teilte den Beamten mit, dass es am Nachmittag an der Wohnungstür klingelte. Sie begab sich zur Tür und öffnete. Vor der Tür stand eine fremde Frau, die sie sofort in ein Gespräch verwickelte. Die 88-Jährige wollte gerade die Tür wieder schließen, als plötzlich und unerwartet hinter ihrem Rücken ein unbekannter Mann aus ihrem Schlafzimmer kam. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hatte sich dieser unbekannte Mann Zutritt über ein offenes Fenster zum Schlafzimmer der Wohnung der Geschädigten verschafft. Er durchwühlte Schränke und Behältnisse im Schlafzimmer und entwendete eine Kassette mit Sparbüchern und eine bisher unbekannte Höhe an Bargeld der Geschädigten.

Pkw verbrannt

Ort: Leipzig (Grünau), Potschkaustraße, Zeit: 10.07.2019, gegen 22:15 Uhr

Am späten Mittwochabend brannte ein Peugeot 208. Die Feuerwehr musste zum Ort und löschte, konnte aber ein Ausbrennen des Autos nicht verhindern. Der Brand ging höchstwahrscheinlich vom Vorderreifen des Pkw der 31-jährigen Halterin aus. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Der Sachschaden liegt im mittleren vierstelligen Bereich.

Wohnungsbrand oder wo drückt man eine Zigarette aus?

Ort: Leipzig (Plagwitz), Alte Straße, Zeit: 10.07.2019, gegen 22:00 Uhr

Genüsslich eine rauchen, dann die Kippe auf einem Pizzakarton ausdrücken. So dachte sich ein 26-jähriger Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Plagwitz. Da er kurz darauf das Zimmer verlassen hatte, bekam er auch nicht mit, dass sich der Pizzakarton durch die Glutreste entzündet hatte. Andere Bewohner bemerkten das Feuer und riefen die Feuerwehr. Die konnte den Brand schnell löschen. Ein Teil des PVC-Belages auf dem Fußboden war verbrannt. Die Wohnung wurde dennoch nach ausgiebiger Belüftung als bewohnbar eingeschätzt. Gegen den Raucher ermittelt die Polizei nun wegen fahrlässiger Brandstiftung. Er wurde über die Funktionsweise eines Aschenbechers belehrt.

Diebstahl aus Bistro

Ort: Leipzig (Reudnitz-Thonberg), Täubchenweg, Zeit: 09.07.2019, gegen 23:00 Uhr bis 10.07.2019, gegen 08:45 Uhr

Unbekannte Täter haben sich, offenbar in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch, gewaltsam Zutritt zu einem Bistro verschafft. Die Täter hebelten die Eingangstür auf und verschafften sich so Zutritt zum Gastraum. In diesem befand sich auch ein Zigarettenautomat, welcher dann kurze Zeit später aufgehebelt wurde. Dabei wurden Tabakwaren und Münzgeld entwendet. Der entstandene Schaden liegt im oberen vierstelligen Bereich.

Diebstahl aus Gaststätte

Ort: Leipzig (Plagwitz), Weißenfelser Straße, Zeit: 10.07.2019, gegen 03:00 Uhr bis 14:30 Uhr

In den frühen Morgenstunden zum Mittwoch drangen unbekannte Täter in eine Gaststätte ein. Sie zogen die Tür mit Gewalt auf und verschafften sich so Zutritt zu den Gasträumen. An diese grenzte auch ein Raum, der mit Spiel- sowie einem Zigarettenautomaten ausgestattet ist. Die Automaten wurden allesamt aufgebrochen und dabei Münzgeld sowie Tabakwaren in bisher unbekannter Höhe entwendet.

Beim Wenden mit Bus kollidiert

Ort: Leipzig (Neustadt-Neuschönefeld), Breitestraße/Wurzner Straße, Zeit: 10.07.2019, gegen 09:30 Uhr

Der Fahrer (50) eines Opel Vivaro befuhr die Breitestraße in Richtung Wurzner Straße und wendete dann an der Einmündung Wurzner Straße verkehrswidrig über die Straßenbahngleise. Dabei beachtete er einen links neben ihm fahrenden Bus (Fahrer 46) der Linie 70 nicht. Beide Fahrzeuge stießen zusammen. Beim Unfall verletzten sich der Transporter-Fahrer sowie ein Fahrgast im Bus (w.: 52) leicht und wurden zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand ein Schaden in Höhe von etwa 25.000 Euro. Gegen den Opel-Fahrer wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Abgelenkt und aufgefahren

Ort: Leipzig (Zentrum-Süd), Arthur-Hoffmann-Straße, Zeit: 11.07.2019, gegen 14:30 Uhr

Der 30-jährige Fahrer eines VW UP fuhr am Mittwochnachmittag die Arthur-Hoffmann-Straße stadteinwärts. Ihm voraus befand sich eine Straßenbahn, welche in dieselbe Richtung unterwegs war. Als die Tram die Kreuzung Körnerstraße passierte, musste sie anhalten, um einen entgegenkommenden Bus passieren zu lassen. Der Fahrer des VW bemerkte dies nicht, da er gerade etwas im Auto suchte, und fuhr auf die Straßenbahn auf. Dabei entstand ein Sachschaden von 1.000 Euro.

PolizeiMelderZeugenaufrufe
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> Die PARTEI Leipzig: Burkhard Jungs Burgfriedenspolitik in Zeiten des 1. Weltkriegs gegen Corona
Schutzschirm für Unternehmen und Beschäftigte
Eilentscheidungen zur Unterstützung der Wirtschaft
Kfz-Zulassungsbehörde vereinfacht Dienstleistungen
Aufruf zur Aktion Solidarität mit den Geflüchteten in Griechenland!
Drei Jahre KORA und über 150 Workshops später
Corona-Virus: Landesdirektion startet Förderung für Berufspendler aus Tschechien und Polen
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Gesundheitsamt sieht Gabenzäune skeptisch: „Im Sinne der Hygienevorgaben problematisch“
Am 22. März erstmals am Connewitzer Kreuz entdeckt: Ein Gabenzaun am Streetball-Platz. Foto: Birthe Kleemann, L-IZ.de

Foto: Birthe Kleemann, L-IZ.de

Für alle LeserZur Debatte um die Aufstellung von „Gabenzäunen“, also Orte, an denen zum Zwecke der scheinbaren Versorgung Obdachloser und Bedürftiger mildtätige „Gaben“ aufgehängt werden, gibt es nun ein Statement der Stadt Leipzig. Auf Anfrage von L-IZ.de haben sich Gesundheits- und Sozialamt zur Einrichtung der Gabenzäune eher negativ geäußert, mit der Kontrolle der wild entstehenden Stellen in der Stadt kommt man offenbar nicht hinterher. Die sprunghafte Verbreitung der Idee der Gabenzäune hatte vor wenigen Tagen vor allem in Großstädten wie Dresden, Leipzig und Berlin begonnen.
Ökolöwe schreibt an Baubürgermeisterin: Schaffen Sie Platz für Radfahrer/-innen!
Radfahrer-/Fußgängerampel am Martin-Luther-Ring. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht nur der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) sieht die Folgen der Ausgangsbeschränkungen in der Covid-19-Pandemie als Chance, im Leipziger Straßenverkehr endlich ein paar Verbesserungen durchzuführen, die im vorherigen Gedränge einfach nicht durchzusetzen waren. Der ADFC bekommt jetzt Schützenhilfe vom Leipziger Ökolöwen: Schaffen Sie mehr Platz zur Kontaktvermeidung auf Rad- und Fußwegen, Frau Bürgermeisterin!
Wie kam es überhaupt zu den verschärften Ausgangsbeschränkungen in Sachsen?
Verlassene Innenstadt. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserSeit dem 23. März gelten in Sachsen verschärfte Ausgangsbeschränkungen, teilweise schärfere als in anderen Bundesländern. Manchmal so unscharf formuliert, dass selbst die Polizei nicht weiß, wo sie nun eine vernünftige Grenze ziehen soll. Die Allgemeinverfügung liest sich für die linke Landtagsabgeordnete Juliane Nagel wie mit heißer Nadel gestrickt. Und so richtig rechtskonform scheint ihr die Sache auch nicht zu sein.
Leipziger Resolution zur Aufnahme von Kindern und Jugendlichen aus griechischen Flüchtlingslagern und linke Unterstützung für Mission Lifeline
Neues Rathaus in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSeit 2015 hat es die EU nicht hinbekommen, eine gemeinsame Flüchtlingspolitik auf die Beine zu stellen. Immer „kam irgendwas dazwischen“ – der Brexit z. B., dessen Zirkuspirouetten noch immer nicht zu Ende sind, nun die Corona-Epidemie. Da ging auch völlig unter, dass in Leipzigs Stadtrat seit Dezember darüber debattiert wurde, Minderjährige aus griechischen Flüchtlingslagern aufzunehmen. Fünf Stadtratsfraktionen haben jetzt die Nase voll und veröffentlichen eine Resolution.
„Ich bin irgendwie so unruhig, Mama“: Gedanken einer Leipziger Mutter
Die geschlossene „Märchenwiese“ im Lene-Voigt-Park im Corona-März 2020 - Zeit für Alpträume? Foto: Luise Schöpflin

Foto: Luise Schöpflin

Für alle Leser„Ich bin so unruhig, Mama...“, sagte mein Sohn beim Zubettgehen, etwas, was er noch nie sagte. Es ist der Freitag der ersten Woche der Corona-Ausgangsbeschränkung. Wir durchleben die „virologische Bedrohung“ meistens im Garten im engsten Kreis der Familie. Was sage ich meinem Sohn, meinen Kindern, zur Beruhigung?
Wagners Werk und Wirkung im Deutschen Kaiserreich: Was zu Wagner damals in Leipziger Zeitungen stand
Peter Uhrbach: Wagners Werk und Wirkung im Deutschen Kaiserreich. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser1883 starb Richard Wagner in Venedig. Mit dem Jahr 1883 endete auch die 2018 erschienene Dokumentation von Peter Uhrbach „Richard Wagners Werk in Leipzig“, in der es natürlich nicht um Wagners Werk ging, sondern um dessen Rezeption in Leipziger Zeitungen und Zeitschriften. Denn wie ein Komponist mit seinen Werken bei den Leuten ankommt, das beeinflussen bis heute die Medien. Auch wenn sich die Redakteure oft uneins sind, ob sie nun Hosianna oder „Alles ganz schrecklich“ schreiben sollen.
Freitag, der 27. März 2020: Polizei wegen angeblicher Corona-Verstöße im Dauereinsatz und Wochenendvorbereitungen
„Coronatime“ - Die Zeit spiegelt sich längst auch in den Graffitis in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn Deutschland wird gerade ganz genau beobachtet, wie sich der Nachbar verhält. Galt die Aufmerksamkeit früher dem neuen Auto oder der schicken Frisur, ruhen die Blicke nun auf großen Gruppen und anderen „verdächtigen“ Aktivitäten. Die Polizei hatte 58 Einsätze innerhalb von 24 Stunden – nicht immer lagen tatsächlich Verstöße gegen die Allgemeinverfügung vor. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 27. März 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
In der (Corona-)Krise: Toilettenpapier für mehr persönliche Kontrolle
Prof. Dr. Immo Fritsche, Professor für Sozialpsychologie an der Universität Leipzig. Foto: Universität Leipzig, SUK

Foto: Universität Leipzig, SUK

Für alle LeserWarum bunkern Menschen in der Corona-Krise Toilettenpapier und Nudeln? Wie kann es gelingen, die sozialen Herausforderungen durch die Ausgangsbeschränkungen zu meistern? Und wie lange kann das alles noch gutgehen? Die L-IZ befragte dazu Prof. Dr. Immo Fritsche. Er ist Professor für Sozialpsychologie an der Universität Leipzig.
In der (Corona-)Krise: Kultusminister meldet sich mit Brief: Sächsisches Abitur soll durchgezogen werden
Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Foto: Pawel Sosnowski

Foto: Pawel Sosnowski

Für alle LeserDer sächsische Kultusminister Christian Piwarz will das Abitur 2020 mit allen Mitteln durchziehen. Das teilte er den Abiturienten am Freitag per Brief mit. So sei ein Notabitur eine Lösung, die man den Schülern ersparen will. Stattdessen werden verschiedene Szenarien diskutiert: Auch ein Abitur zum Nachtermin ist möglich.
In Zeiten von Corona: „Die Menschen auf der Straße nicht alleinlassen“
Holger Herzog, Leiter des SZL Suchtzentrum gGmbH und Suchtzentrum Leipzig e. V. Foto: privat

Foto: privat

Für alle LeserDie Corona-Krise setzt momentan vielen zu, zahlreiche Menschen stehen am Rande der Existenz. Was aber passiert in Zeiten von „social distancing“ (soziale Distanz) und Kontaktverboten mit denjenigen, die nicht mal ein Dach über dem Kopf haben? Einige Tagestreffs für obdachlose Menschen in Leipzig, wie die INSEL und die Oase, mussten aufgrund der Ausgangsbeschränkungen ihre Arbeit bereits vorerst einstellen. Der Leipziger Hilfebus ist weiterhin jeden Abend zwischen 18 und 23 Uhr auf den Straßen unterwegs. Holger Herzog, Leiter des SZL Suchtzentrum gGmbH und Suchtzentrum Leipzig e. V., über die Situation.
Corona-Krise: Nachtragshaushalt für Sachsen ist fällig, Schuldenbremse steht zur Disposition
Ohne Nachtragshaushalt geht's in der Corona-Krise nicht. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLockert Sachsen jetzt in der Corona-Krise die Schuldenbremse? Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Sächsischen Landtag, Franziska Schubert, war am 20. März die Erste, die die Lockerung der Schuldenbremse thematisierte. Denn jetzt, wo ganze Wirtschaftsbereiche stillstehen, ist schnelle und unbürokratische Hilfe gefragt, um massenhaft Insolvenzen zu verhindern. SPD-Fraktionsvorsitzender Dirk Panter nahm am Donnerstagmorgen, 26. März, den Ball auf.
LASuV baut die Auffahrt zur Brücke über die A 14 nun erst 2021
Baumlos: Auffahrt zur Brücke über die A 14. Foto: ADFC Leipzig

Foto: ADFC Leipzig

Für alle LeserAlles ist kahl an der Auffahrt von der Althener Straße zur neu gebauten Brücke über die Autobahn A 14. Das Thema beschäftigte uns am Mittwoch, 25. März. Denn dass hier sämtliche Bäume gefällt wurden, hat ganz unübersehbar nichts mit den Plänen der Stadt zu tun, die Althener Straße zwischen dem Kreisverkehr Engelsdorf und der Einmündung Am Blumengrund grundständig zu erneuern. Die Stadt hat die Bäume auch nicht fällen lassen, teilt das Verkehrs- und Tiefbauamt mit.
ADFC Sachsen fordert provisorische Radwege auf Hauptverkehrsachsen
Bettelampel in der Nähe des Klingerwegs. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Corona-Krise ist eine Zeit der großen Chancen. Doch die meisten Chancen werden gar nicht erkannt, weil das Lamento über die Einschränkungen der alten Bequemlichkeiten größer ist. Auch in Leipzig. Viele Leipziger sind mit Beginn der Ausgangsbeschränkungen sofort aufs Fahrrad umgestiegen, um auf dem Weg zur Arbeit sich selbst und andere nicht zu gefährden. Und viele waren dabei entsetzt, wie lückenhaft und gefährlich das Leipziger Radwegenetz im ganz normalen Alltag ist. Der ADFC Sachsen mahnt.
Bundesstiftung will auch Leipzig bei der Erforschung der Verkehrswende unterstützen
Verkehrssituation am Johannisplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Um die Verkehrswende in Deutschland zu erreichen, muss die Anzahl der Autos verringert und der öffentliche Personennahverkehr ausgebaut werden. Das setzt viele Kommunen unter Druck, weil sie nicht wissen, wie sie das schaffen sollen“, erklärt Prof. Dr. Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Für drei Kommunen sollen deshalb modellhaft Maßnahmenpakete entwickelt werden, die Akteure schulen und beim Erreichen der Ziele unterstützen. Eine davon ist Leipzig.
Kaltes Denken, Warmes Denken: Wie Partnerschaften und Gesellschaften entgleisen, wenn Ängste das Mitgefühl auffressen
Wolfgang Schmidbauer: Kaltes Denken, Warmes Denken. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWolfgang Schmidbauer gehört zu den bekanntesten Psychoanalytikern Deutschlands, also zu jenem Berufsstand, der mit seinen Patienten direkt über all das redet, was sie bedrückt, belastet und verunsichert. Wenn das Leben mental zur Sackgasse wird, dann landet man „auf der Couch“. Rein bildhaft gesprochen. Und eigentlich gehört auch die Bundesrepublik längst auf die Couch. Denn falsches Denken macht auch Gesellschaften krank. Ein psychoanalytischer Blick auf eine verstörte Gesellschaft.