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Polizeibericht, 1. August: Rennrad gestohlen, Flucht auf der Jahnallee, Wahlplakat brannte

Heute Nacht fiel einer Streife der Polizei in der Reichpietschstraße ein Fahrrad-Trio auf, wobei einer der Fahrradfahrer ein viertes Rad auf dem Rücken trug, das höchstwahrscheinlich aus einem Mehrfamilienhaus am Gutenbergplatz 5 gestohlen wurde – Die Polizei bittet die Bewohner des Gutenbergplatzes zu überprüfen, ob ihre Räder noch im Fahrradraum stehen und sucht weitere Zeugen +++ In der Jahnallee versuchte gestern Nachmittag ein 40-Jähriger Fahrradfahrer vor der Polizei zu fliehen +++ Im Rotkehlchenweg wurde heute Nacht von Unbekannten ein Wahlplakat angezündet.

Auf dem Rücken ein Rennrad

Ort: Leipzig (Zentrum-Ost), Reichpietschstraße, Gutenbergplatz, Zeit: 01.08.2019, gegen 02:00 Uhr

Gegen 02:00 Uhr in der Nacht zu Donnerstag fiel einer Streife der Polizei in der Reichpietschstraße ein Fahrrad-Trio auf, das recht zügig unterwegs war. Daran allein wäre noch nichts auffällig, hätte einer der Fahrradfahrer nicht ein viertes Rad auf dem Rücken getragen – fahrenderweise! Dieser Sache wollten die Beamten natürlich auf den Grund gehen und entschieden sich, die Radler zu kontrollieren. Die Fahrradfahrer wurden der Polizisten gewahr und traten daraufhin heftig in die Pedale. Auf der Heinrichstraße, Ecke Täubchenweg, konnte schließlich einer der Radler (44) gestellt werden.

Schon seine ersten Worte waren, er hätte nichts getan und wäre unschuldig. Dem entgegen stand jedoch der Fund von Einbruchwerkzeug und einem Tütchen mit weißer Substanz – vermutlich Crystal – in seinem Rucksack. Das Fahrrad, das getragen worden war, fanden die Beamten dann in der Reichpietschstraße auf dem Fußweg – achtlos weggeworfen. Reumütig erklärte der 44-Jährige, ein anderer aus dem Trio hätte es gestohlen und auch getragen. Er selbst wäre nicht beteiligt gewesen.

Er erklärte den Beamten sogar, woher das Fahrrad stammte. Höchstwahrscheinlich wurde es aus einem offenen Fahrradraum in einem Mehrfamilienhaus am Gutenbergplatz 5 gestohlen. Auch die Eingangstür zum Gebäude stellten die Polizisten offen fest. Da es bis zu diesem Zeitpunkt keine Anzeige wegen Diebstahls gegeben hatte stellten die Gesetzeshüter sowohl das gestohlene – noch immer in sich angeschlossene – als auch das Fahrrad fest, auf dem der 44-Jährige geflohen war. Gegen den 44-Jährigen wird nun wegen des Verdachts des Diebstahls und des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln ermittelt.

Die Polizei bittet die Bewohner des Gutenbergplatzes zu überprüfen, ob ihre Räder noch im Fahrradraum stehen. Bei dem sichergestellten (angeschlossenen) Rad handelt es sich um ein schwarz-weißes Rennrad. Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich beim Polizeirevier Leipzig-Zentrum, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 – 34224 zu melden.

Flucht auf der Jahnallee

Ort: Leipzig (Zentrum-Nordwest), Jahnallee, Zeit: 31.07.2019, gegen 13:10 Uhr

Als wäre die Jahnallee nicht an sich schon ein verkehrstechnisch „schwieriger“ Ort für Fahrradfahrer, befuhr am gestrigen Tag ein Radler (40) den Ranstädter Steinweg stadtauswärts auf der entgegengesetzten Seite. Dieses Treiben bemerkte eine Streife der Leipziger Fahrradstaffel auf Höhe der Thomasiusstraße, welcher der Fahrradfahrer direkt entgegenkam. Als der 40-Jährige aufgefordert wurde, stehen zu bleiben, wechselte er umgehend auf den Fußweg und trat in die Pedale. Dabei mussten mehrere Fußgänger ausweichen, um nicht umgefahren zu werden. Hiernach wechselte der Radler auf die Jahnallee und fuhr auch dort auf der falschen Seite dem Verkehr entgegen. Erneut mussten die Fahrer in ihren Fahrzeugen bremsen und ausweichen, um eine Kollision zu verhindern.

Die ganze Zeit über folgten ihm die Polizisten auf dem Fahrrad und riefen lauthals, dass er stehen bleiben solle. Nachdem der 40-Jährige noch eine rote Ampel überfahren hatte, wollte er, als es brenzlig wurde, im Bereich des Waldplatzes zu Fuß flüchten. Dem machten die Streifenbeamten jedoch ein rasches Ende, indem sie den 40-Jährigen festhielten. Hierbei kam der Fliehende zu Fall und quittierte dies mit den Worten, ob es denn nicht auch freundlicher ginge. Höflicher wären die Beamten sicherlich gewesen, wenn er bereits bei der ersten Aufforderung, stehen zu bleiben, abgestiegen wäre. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich dann heraus, dass der Mann mit einem nationalen Haftbefehl, ausgestellt durch das Amtsgericht Leipzig, gesucht wurde. Nachdem er einem Richter vorgeführt worden war, wurde er sodann in die Justizvollzugsanstalt gebracht. Gegen ihn wird überdies wegen Nötigung im Straßenverkehr ermittelt.

Wahlplakat brannte

Ort: Leipzig (Wahren), Rotkehlchenweg/Damaschkestraße, Zeit: 01.08.2019, gegen 04:30 Uhr

In der letzten Nacht meldete eine Hinweisgeberin der Polizei und der Feuerwehr, dass ein Wahlplakat der Partei „Die Linke“ in Wahren brennen würde. Als die Polizei im Rotkehlchenweg eintraf, war das Feuer bereits gelöscht und das Plakat war teilweise verbrannt. Durch die Flammen wurde sowohl das Plakat als auch der Laternenmast, an dem es angebracht worden war, beschädigt. Wie hoch der Schaden ist, kann noch nicht beziffert werden. Die Ermittlungen wurden wegen des Verdachts der Sachbeschädigung durch Feuer aufgenommen.

Einbruch in einen Autohandel

Ort: Leipzig (Leutzsch), Rückmarsdorfer Straße, Zeit: 30.07.2019, gegen 18:00 Uhr bis 31.07.2019, gegen 11:00 Uhr

Unbekannte Täter drangen in einen umfriedeten Autohandel für Gebrauchtwagen ein, indem sie zunächst ein Zaunfeld entfernten und so auf das Gelände gelangten. Anschließend begaben sie sich zu einem Bürocontainer und schlugen eine Scheibe ein. Aus dem Büro wurde ein kleiner Tresor entwendet, in dem sich Fahrzeugpapiere und andere Gegenstände befanden. Danach flüchteten die unbekannten Täter mit einem auf dem Gelände stehenden BMW X 5. Über die Höhe des Stehl- und Sachschadens liegen noch keine Erkenntnisse vor.

Küchenbrand im Mehrfamilienhaus

Ort: Leipzig (Holzhausen), Obere Nordstraße, Zeit: 31.07.2019, gegen 18:30 Uhr

Die Vergesslichkeit eines Mieters hatte gestern Abend fatale Folgen: Ein 57-Jähriger hatte sich gegen 17:00 Uhr Essen auf seinem Herd zubereitet und verließ gegen 18:30 Uhr die Wohnung im ersten Obergeschoss, ohne den Herd auszuschalten. Teile der Küche gerieten durch die Hitzeeinwirkung in Brand. Als er zurückkehrte, versuchte der Mann, diesen selbst zu löschen, was nicht gelang. So rief er die Feuerwehr. Mehrere Wehren rückten zu dem inzwischen stark verrauchten vierstöckigen Haus aus. Alle acht anwesenden Hausbewohner konnten sich in Sicherheit bringen. Die Kameraden löschten die Flammen, konnten jedoch nicht verhindern, dass die Küche vollständig ausbrannte.

Sie hatten den Brand gegen 21:30 Uhr unter Kontrolle. Allerdings mussten der 57-Jährige sowie eine 84-jährige Frau wegen Verdacht auf Rauchgasintoxikation in einem Krankenhaus medizinisch betreut werden. Alle Wohnungen im Mehrfamilienhaus sind nach dem Brand aufgrund des stark verrauchten Treppenhauses, der Rußablagerungen und der entstandenen Wasserschäden durch die Löschmaßnahmen nicht bewohnbar. Die Mieter mussten für die Nacht anderweitig untergebracht werden. Die Höhe des Sachschadens wurde mit einer niedrigen sechsstelligen Summe angegeben. Gegen den Mieter, dessen Wohnung zur Durchführung der Brandursachenermittlung versiegelt wurde, wird wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Einschüchternder Betrugsanruf

Ort: Leipzig (Schönefeld), Schwantesstraße, Zeit: 31.07.2019, zwischen 10:00 Uhr und 13:00 Uhr

Mittwochmittag erhielt eine 49-jährige Frau aus Leipzig-Schönefeld besonders einschüchternde Anrufe, die sie derart erschütterten, dass sie selbst noch vor der Polizei skeptisch blieb. Angerufen hatte bei ihr ein angeblicher Oberstaatsanwalt aus Köln, der ihr rundheraus erklärte, dass die Polizei in der Türkei eine Gruppe Täter festgenommen hätte, die wegen Geldwäsche angeklagt werden. Während der Ermittlungen hätte man herausgefunden, dass eben die 49-jährige Leipzigerin auch involviert wäre. Der angebliche Staatsanwalt fragte die Frau, wie sie denn dazu gekommen wäre und um Himmels Willen, sie wäre doch alt genug, um sich aus solchen Dingen herauszuhalten.

Vollkommen perplex lauschte sie den Worten des Mannes und bekam es nach und nach mit der Angst zu tun. Nach dem ersten Gespräch meldete sich über eine Leipziger Nummer ein angeblicher Polizist, der die Geschichte des Anwaltes bestätigte und die Frau nun drängte, eine Kaution zu zahlen, damit sie nicht von der Polizei festgenommen werden müsse. Beide Männer bauten eine derartige Drohkulisse auf, dass die Frau beim nächsten Anruf gar nicht erst ans Telefon ging. Das nächste Mal klingelte erneut der angebliche Staatsanwalt und drohte der Frau, sie werde auch auf Arbeit von der Polizei abgeholt, wenn sie nicht binnen drei Stunden 900 Euro auf ein Western Union Konto überweisen würde. Später, wenn alles abgewickelt wäre, würde man ihr dann sogar 1.280 Euro zurücküberweisen!

Letzten Endes kam der 49-Jährigen alles sehr merkwürdig vor und aus Angst begab sie sich zur Polizei, um dort den Fall zu schildern. Im Revier erklärte man ihr, dass sie das Opfer einer Betrugsmasche geworden ist. Diese Anrufe, bei denen sich die Betrüger als Anwälte, Notare und Polizisten ausgeben, gab es in der Vergangenheit schon häufiger. Wichtig in diesen Fällen ist auf jeden Fall: Überweisen Sie den Tätern KEIN Geld!

In diesem Fall hat die Polizei die Ermittlungen wegen Betruges aufgenommen.

Fahrradfahrerin leicht verletzt

Ort: Leipzig (Kleinzschocher), Schönauer/Brambacher Straße, Zeit: 31.07.2019, gegen 10:40 Uhr

Die Fahrerin (65) eines Toyota Auris befuhr die Brambacher Straße in Richtung Schönauer Straße. Dort bog sie nach rechts ab, wobei sie eine Fahrradfahrerin (69) erfasste. Diese nutzte den Radfahrstreifen jedoch in der falschen Richtung. Die Radfahrerin stürzte, verletzte sich leicht und musste in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. An den Fahrzeugen entstand geringer Sachschaden. Die 69-Jährige erhielt eine Verwarnung, während gegen die Autofahrerin wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt wird.

Autofahrer „landete“ in Parthe

Ort: Leipzig (Plaußig-Portitz), Grundstraße, Zeit: 31.07.2019, gegen 19:30 Uhr

Gestern Abend endete die Fahrt für einen jungen Mann (28) im Fluss. Er befuhr mit seinem Audi A 4 die Grundstraße und verlor in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er kam nach links von der Straße ab, fuhr in die Parthe und blieb dort stehen. Er blieb unverletzt. Eine Zeugin, die hinter ihm fuhr, setzte den Notruf ab. Polizei und Feuerwehr mussten ausrücken. Die Kameraden befreiten den Pkw aus seiner misslichen Lage, indem sie ihn aus dem Wasser hoben. Es entstand Sachschaden in Höhe von ungefähr 20.000 Euro. Der Audi-Fahrer erhielt eine Verwarnung.

Autofahrer gegen Straßenbahn

Ort: Leipzig (Neustadt-Neuschönefeld), Dresdner Straße/Klasingstraße, Zeit: 01.08.2019, gegen 10:50 Uhr

Der Fahrer (48) eines VW Tiguan war auf der Dresdner Straße stadteinwärts unterwegs. Als er erkannte, dass er aufgrund einer Baustelle nicht nach links abbiegen konnte, wendete er kurzentschlossen nach links über die Sperrlinie und achtete dabei nicht auf eine in gleicher Richtung fahrende Straßenbahn (Fahrer: 60) der Linie 4. Beide Fahrzeuge stießen zusammen. Der VW-Fahrer sowie ein Fahrgast (w.: 31) mussten aufgrund ihrer schweren Verletzungen stationär in einer Klinik aufgenommen werden. Eine Zeugin, die hinter dem VW Tiguan fuhr, informierte das Rettungswesen und die Polizei. Der Pkw musste abgeschleppt werden. An Bahn und Auto entstand ein Schaden in Höhe von etwa 30.000 Euro. Der 48-Jährige hat sich wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten.

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Foto vom Fundamentbereich des Völkerschlachtdenkmals , "Foto: SGM"

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